Startups

Wie frühere Leistungssportler zu Firmengründern werden

(v.l.) Andreas Cüppers (Digitale Entwicklung Borussia Mönchengladbach), Markus Deibler (Schwimm-Weltmeister), Moritz Fürste (Hockey-Olympiasieger) und Josephine Henning (Fußball-Olympiasiegerin) berichten in Dortmund von ihren unternehmerischen Erfahrungen.

(v.l.) Andreas Cüppers (Digitale Entwicklung Borussia Mönchengladbach), Markus Deibler (Schwimm-Weltmeister), Moritz Fürste (Hockey-Olympiasieger) und Josephine Henning (Fußball-Olympiasiegerin) berichten in Dortmund von ihren unternehmerischen Erfahrungen.

Foto: Lucas Bayer

Dortmund.   Beim Startup-Studio Ruhr erklären Unternehmer wie Titus Dittmann ihren Schlüssel zum Erfolg. Junge Sportler sollen so sensibilisiert werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mit einem breiten Lächeln im Gesicht steht Markus Deibler im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund im Boxring. „Ich habe es nie bereut, mit dem Leistungsschwimmen aufzuhören“, sagt der 28-Jährige. Vor vier Jahren hing er seine Karriere an den Nagel. Sofort nach seinem größten Erfolg: Weltmeister über 100 Meter Lagen auf der Kurzbahn. Es folgte ein außergewöhnlicher Schritt.

Deibler wandte sich einem ganz anderen Berufsbereich zu: Der gebürtige Baden-Württemberger kümmert sich seit seinem Karriereende mit Geschäftspartnerin Luisa Mentele Vollzeit um eine Eisdiele. Inzwischen hat Deibler das Projekt Luicella`s zu einem kleinen Eis-Imperium aufgebaut. Hilfreich war dabei der Auftritt in der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“. Unternehmer Frank Thelen investierte 120.000 Euro in das Projekt, das eigene Eis und und einen Eis-Mix zum Selbermachen anbietet. Mittlerweile gehört das Produkt zum Sortiment von 2000 verschiedenen Läden.

Quereinstieg in die Startup-Welt möglich

„Es war sehr viel Arbeit, und natürlich gab es den ein oder anderen Rückschlag, aber das gehört dazu: Aufgeben ist keine Option“, sagt Deibler, zurück in Dortmund bei der Veranstaltung Startup-Studio Ruhr. Vor den Augen von jungen Leistungssportlern, erfolgreichen Unternehmern und aufstrebenden Startups erzählt der ehemaligen Schwimmer von seinen Erfahrungen.

Erstmals als eigenes Veranstaltungsformat bot das Startup-Studio Ruhr, im Zusammenhang mit den Ruhr Games und mit Unterstützung des RVR, eine Plattform, um über Unternehmensentwicklung nach der aktiven Karriere zu diskutieren.

Neben Deibler warb unter anderem Titus Dittmann für den Mut zum Gründergeist: „Die meisten Personen hinter den Startup-Unternehmen kommen aus dem BWL-Bereich. Dabei darf man aber am Ende nicht vergessen: Der Markt besteht aus Menschen.“ Mit viel Fleiß hat der heute 70-Jährige ein Unternehmen aufgebaut, das europäischer Marktführer im Einzelhandel mit Skateboards und zugehöriger Streetwear ist.

Bratwürste ohne Fett und selbst mal Kommentator sein

Seine aktive Körpersprache beim Erzählen verdeutlicht, wie sehr Dittmann noch immer hinter seinen Ideen steht: „Das Wichtigste ist: Vergesst im Leben und bei der Arbeit das Sinnstiftende nicht. Es sollte Spaß machen.“

Diese Freude nahmen sich bereits mehrere Gründer zu Herzen, die beim Startup-Studio Ruhr ihre Geschäftsideen vorstellten. Beispielsweise Grillido, die eine Bratwurst ohne Fett, geeignet für Spitzensportler, entwickelt haben. Oder Commentaro, auf dem Onlineportal kann jeder in die Rolle des Sport-Kommentators schlüpfen.

Sehr erfolgreich verlief das Startup-Studio Ruhr für das Unternehmen Spogress. Die Gründer aus Hamm konnten das so genannte Pitch-Battle für sich entscheiden. Im oben genannten Boxring traten mehrere Startups gegeneinander an und attackierte in 90 Sekunden die Geschäftsidee des jeweiligen Gegners. Für den Sieg erhielt Spogress ein Preisgeld von 15.000 Euro.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben