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RWE und Eon wollen Details zum Innogy-Deal vorstellen

RWE und Eon wollen das Energiegeschäft neu aufteilen. (Symbolbild)

Foto: Federico Gambarini/Archiv/Symbolbild

RWE und Eon wollen das Energiegeschäft neu aufteilen. (Symbolbild)

Essen.  Eon und RWE planen die Aufteilung des Energiegeschäfts. Was wird aus Innogy? Die Konzernchefs stellen am Dienstag ihre gemeinsamen Pläne vor.

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Die Chefs der Energiekonzerne EON und RWE, Johannes Teyssen und Rolf Martin Schmitz, wollen am Dienstag ihre Pläne für die Neuordnung ihrer Geschäfte erläutern. Beide sehen weitreichende Vorteile des Deals, mit dem die RWE-Netz- und Ökostromtochter Innogy zerschlagen wird.

RWE übernimmt erneuerbaren Energien

Eon wird der Vereinbarung zufolge, die noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden muss, künftig nur noch Energienetze und das Geschäft mit den Kunden betreiben. Die neue Eon könne so "besser zum Klimaschutz beitragen, etwa durch den schnelleren Ausbau von Infrastruktur für E-Mobilität oder die Ausweitung intelligenter Stromnetze in Europa", sagte Teyssen.

RWE übernimmt die gesamten erneuerbaren Energien von Eon und Innogy. Dadurch wird RWE nach eigenen Angaben RWE zur Nummer drei in Europa im Geschäft mit erneuerbaren Energien insgesamt und zur Nummer zwei bei der Windkraft. Die Kombination aus konventioneller Stromerzeugung und erneuerbaren Energien in Verbindung mit der vorhandenen Finanzkraft mache "RWE zu einem starken Partner der Energiewende über Deutschland hinaus", sagte Schmitz.

Neue Jobs im kommenden Jahrzehnt bei Eon

Eon rechnet nach der Übernahme mit dem Abbau von bis zu 5000 Arbeitsplätzen. Das seien weniger als 7 Prozent der insgesamt deutlich über 70.000 Stellen bei der dann erweiterten Eon. Gleichzeitig könnten im kommenden Jahrzehnt Tausende neue Arbeitsplätze geschaffen werden, heißt es in einer Eon-Mitteilung. Eon erwartet zudem jährliche Synergieeffekte von 600 bis 800 Millionen Euro, die ab 2022 realisiert werden sollen.

RWE hat seine Bilanz-Pressekonferenz für den gemeinsamen Auftritt von Schmitz und Teyssen abgesagt. Die beiden Konzernchefs waren in der Vergangenheit bei energiepolitischen Themen häufig unterschiedlicher Meinung, etwa in der Debatte über einen Mindestpreis für den klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoß. (dpa)

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