Versandkosten

Post plant offenbar Porto-Erhöhung von 70 auf 80 Cent

Das Porto für Brief wird laut „Bild am Sonntag“ teurer.

Foto: imago stock&people / imago/STPP

Das Porto für Brief wird laut „Bild am Sonntag“ teurer.

Berlin  Die letzte Porto-Erhöhung für Standard-Briefe war vor zwei Jahren. Die Post will nun offenbar nachlegen. Nicht nur Briefe kosten mehr.

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Der Versand von Standard-Briefen könnte schon bald teurer werden: Die Deutsche Post will einem Medienbericht zufolge das Brief-Porto um zehn Cent erhöhen. Ein Standardbrief solle sich von derzeit 70 Cent auf 80 Cent verteuern, berichtet "Bild am Sonntag" vorab.

Der neue Preis solle ab 2019 gelten, da das Porto für Briefe bis 1000 Gramm bis Ende 2018 nicht erhöht werden dürfe. Bislang habe die Post noch keinen formellen Antrag für die Erhöhung bei der Bundesnetzagentur gestellt. Behördenintern werde damit spätestens im Herbst gerechnet.

Der Preis sei „völlige Spekulation“, sagte ein Post-Sprecher dazu. Post-Chef Frank Appel hatte indes bereits signalisiert, dass die Briefpreise im kommenden Jahr steigen könnten.

Preis bis Ende 2018 eingefroren

Der Post-Sprecher äußerte sich der Zeitung zufolge ausweichend und habe auf die Vertraulichkeit von Aufsichtsratssitzungen verwiesen. Zunächst müsse die Bundesnetzagentur ein neues Verfahren zur Festlegung von Briefpreisen ab 2019 festlegen, sagt der Sprecher laut des Berichts. Sobald das feststehe, „werden wir auf dieser Grundlage entscheiden, welche Preise verändert werden sollen und deren Genehmigung bei der Bundesnetzagentur beantragen“.

Die letzte Porto-Erhöhung für Standard-Briefe gilt seit Anfang 2016. Damals stieg der Preis von 62 Cent auf 70 Cent für einen normalen Brief. Die Bundesnetzagentur hatte nach der Preiserhöhung festgelegt, dass die Preise drei Jahre nicht steigen dürfen. Somit wäre der nächstmögliche Termin für eine Erhöhung der 1. Januar 2019.

Grund: Kostensteigerungen und höhere Transportkosten

Die Post hatte zuletzt das Porto für Bücher- und Warensendungen kräftig angehoben . Für die Büchersendung Groß (bis 500 Gramm) verlangt sie mit 1,20 Euro ab 1. Juli ein Fünftel, also 20 Cent, mehr als bisher. Für die Warensendung Kompakt (bis 50 Gramm) werden mit 1,30 Euro sogar 40 Cent mehr fällig.

Die Post begründete den Schritt mit allgemeinen Kostensteigerungen und höheren Transportkosten. (rtr/dpa/sdo)

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