NRW will mehr Zuwanderer

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Düsseldorf. Berufsaussteiger durch Fortbildungen als Fachkräfte gewinnen. Ab dem 1. September können sich Interessenten mit dem von ­maximal 500 auf 2000 Euro aufgestockten Bildungsscheck für den Beruf weiterqualifizieren. Gerade Frauen, die nach einer Familienpause in den alten Beruf zurückkehren ­wollen, können sich in einer von
80 ­Beratungsstellen über Hilfsangebote informieren. Zuwanderer, ­deren ­Abschlüsse nicht oder nur ­teilweise anerkannt werden, können sich für deutsche Abschlüsse fortbilden.

NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) verwies darauf, dass der Bildungsscheck ein ­gutes Instrument sei, auch An- und Ungelernte zu fördern. Derzeit verfügten zehn Prozent der Erwachsenen in NRW nicht über eine berufliche Qualifikation – bei Langzeitarbeitslosen liege die Quote sogar bei 30 Prozent. „Ohne berufliche Qualifikation haben Menschen aber kaum eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagte Schneider in Düsseldorf.

Oft schlecht beraten

Der Minister bedauerte die hohen Abbrecherzahlen bei Studenten und Auszubildenden. Vielfach seien junge Leute schlecht beraten oder litten unter einer falschen Selbsteinschätzung. Anders als die Projekte für Arbeitslose der Arbeitsagenturen richtet sich das mit Mitteln der Europäischen Union geförderte Programm vor allem an Arbeitnehmer. Mit einem Eigenanteil von 50 Prozent – finanziert vom Arbeitnehmer oder dem Unternehmen – dient der Bildungsscheck dazu, fachliche Defizite auszugleichen. Seit 2006 haben insgesamt 350 000 Menschen in NRW einen Bildungsscheck genutzt – im letzten Jahren waren dies rund 30 000.

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