Mobilfunk

Kampf den Funklöchern: Vodafone kritisiert Genehmigungsdauer

Im Januar baute Vodafone einen LTE-Mast an der A 61 bei Mönchengladbach auf.

Im Januar baute Vodafone einen LTE-Mast an der A 61 bei Mönchengladbach auf.

Foto: Valery Kloubert/dpa

Essen.   Vodafone will den Ausbau des Mobilfunknetzes beschleunigen. Deutschland-Chef Ametsreiter beklagt aber lange Genehmigungsverfahren.

Der Ausbau des schnellen Mobilfunknetzes in Deutschland kommt voran. Nach eigenen Angaben brachte der Düsseldorfer Konzern Vodafone die LTE genannte Technik zu 1,6 Millionen weiteren Kunden. Und dennoch klagt Deutschlandchef Hannes Ametsreiter: „Der Netzausbau könnte noch schneller gehen. Lange Genehmigungsverfahren bremsen uns aber massiv.“ Vodafone fühle sich beim Stopfen von LTE-Funklöchern behindert. „Andere Länder machen es besser. In Österreich können die Netzbetreiber beispielsweise die Flächen öffentlicher Gebäude bundesweit und kostenlos nutzen, um dort Mobilfunk-Antennen zu installieren.“

Seit Jahresbeginn, teilt der Konzern mit, habe Vodafone bereits rund 1500 LTE-Bauprojekte realisiert. Bis zum Jahresende sollen weitere 3800 Bauvorhaben dazu kommen. Damit werde auf einer zusätzlichen Fläche von über 20.000 Quadratkilometern erstmals LTE zur Verfügung stehen.

Laut Vodafone ist der schnelle Mobilfunk inzwischen für 93,7 Prozent der Bevölkerung in Deutschland verfügbar. Dafür sorgen rund 18.000 LTE-Masten – 2300 mehr als noch vor einem Jahr. Neben den ländlichen Regionen hat das Unternehmen beim Ausbau auch Zugstrecken und Autobahnen in den Fokus genommen. „Täglich brechen hier etwa 10.000 Anrufe weniger als vor zwölf Monaten“, so ein Vodafone-Sprecher.

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