Energie

Kalter Winter, höhere Steuern: Energiekosten steigen kräftig

Lesedauer: 2 Minuten

Corona- Homeoffice-Pflicht wird diskutiert

Corona: Homeoffice-Pflicht wird diskutiert

Am 19.Januar findet der nächste Corona-Gipfel statt. Es fällt auf, dass im zweiten Lockdown weniger Arbeitnehmer im Homeoffice bzw. in Kurzarbeit arbeiten. Deswegen wird in der Bund-Länder-Konferenz die "Homeoffice-Pflicht light" diskutiert. Was es damit auf sich hat, sehen Sie im Video.

Beschreibung anzeigen

Berlin.  Die Kosten für Gas, Heizöl, Strom und Sprit sind von Dezember auf Januar so kräftig gestiegen wie lange nicht. Was sind Gründe dafür?

Die Zeiten niedriger Energiepreise scheinen vorerst gestoppt. Verbraucher müssen sich in diesem Jahr auf höhere Kosten für Heizung, Strom und Kraftstoffe einstellen. Die Preise für Energie sind von Dezember auf Januar im Durchschnitt um knapp 7 Prozent gestiegen. Dies hat eine Berechnungen des Vergleichsportals Verivox ergeben. Dies sei der stärkste Anstieg innerhalb eines Monats in den vergangenen zehn Jahren.

In einem Musterhaushalt lagen die Energiekosten demnach im Dezember noch bei 3429 Euro aufs Jahr gerechnet. Im Januar 2021 habe die gleiche Menge Energie bereits 3665 Euro gekostet. Das entspreche einer Preissteigerung von 6,9 Prozent innerhalb eines Monats, berichtete Verivox. Dies trifft vor allem Menschen, die im Homeoffice arbeiten - und die ganztags heizen.

Die Preistreiber: Höhere Mehrwertsteuer und Kohlendioxid-Abgabe

Die Hauptgründe für den Anstieg seien vor allem das Auslaufen der befristeten Mehrwertsteuersenkung, die Einführung der CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe sowie gestiegene Großhandelspreise. Sie seien im Zuge der Corona-Pandemie zunächst deutlich in den Keller gesackt und zögen nun wieder an.

Heizöl verteuerte sich im Januar im Vergleich zum Dezember 2020 um 12 Prozent, Gas um 5 Prozent. Da mehr Haushalte mit Gas als mit Heizöl heizen, seien die Heizkosten im mengengewichteten Durchschnitt um 7,2 Prozent gestiegen.

An der Tankstelle hätten sich die Durchschnittskosten um 10 Prozent erhöht. Benzin habe sich im Monatsvergleich um 9,8 Prozent verteuert, Diesel um 11,2 Prozent. Im Durchschnitt ergebe das ein Plus von 10,2 Prozent. Beim Strom betrage der Zuwachs 2,5 Prozent.

Hohe Preise – aber dennoch günstiger als im Vorjahresmonat

Im Vergleich zum Januar 2020 liegen die Energiekosten der Haushalte aktuell jedoch niedriger - und zwar um 2,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat. Im Dezember war Energie sogar noch 6,0 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat, im November 7,7 Prozent.

Beim Heizen kommt erschwerend hinzu, dass der Januar 2021 vergleichsweise kalt war. Der Heizbedarf war nach Angaben des Internetportals Check24 deshalb um 17 Prozent höher als im Januar 2020. Die Kosten für einen Haushalt mit Gasheizung seien deshalb insgesamt um 18 Prozent gestiegen. Wer mit Öl heize, habe wegen der im Vergleich zum Januar des Vorjahres niedrigeren Preise 0,8 Prozent gespart. (dpa/bk)

Hintergrund:Spritpreise: So kassieren Mineralölkonzerne die Autofahrer ab

Leserkommentare (6) Kommentar schreiben