Leihmöbel

Ikea testet Möbel zur Miete – bald auch in Deutschland

Darum haben Ikea-Möbel so seltsame Namen

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Hofheim/Düsseldorf  Ikea hat die Idee schon oft angekündigt, jetzt wird es konkret: Auch deutsche Kunden sollen sich bald Möbel testweise leihen können.

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Bei Autos, Fahrrädern und Haushaltsgeräten ist es längst möglich, nun könnten bald auch Ikea-Möbel dazukommen. Das Unternehmen will seine Produkte künftig nicht nur verkaufen, sondern auch verleihen.

Entsprechende Leasingangebote werde man bis spätestens 2020 auch in Deutschland testen, kündigte Ikea am Mittwoch in Kaarst bei Düsseldorf an. Kunden sollten Ikea-Produkte auf nachhaltigere Weise erwerben, pflegen und weitergeben können, hieß es zur Zielsetzung.

Ikea: Darum soll es bald Leihmöbel geben

„Da es immer üblicher wird, auf wenig Raum zu leben, und sich die Menschen auch immer mehr bewusst darüber sind, welche Auswirkungen ihr Handeln und ihre Art zu leben auf den Planeten haben, möchten sie weniger Abfall produzieren und versuchen, ihre Besitztümer länger zu nutzen“, sagte Pia Heidenmark Cook, Nachhaltigkeitschefin der Ingka Gruppe, die den Großteil der Ikea-Filialen kontrolliert.

Bei ersten Untersuchungen und Tests in vier europäischen Ländern wurden unter anderem Studenten (Polen und Niederlande) und kleine Unternehmen (Schweiz, Schweden) als mögliche Zielgruppen für Abo-Modelle identifiziert. Ikea bleibe Eigentümer und könne die Weiternutzung der Produkte sicherstellen, bevor diese dann am Lebensende recycelt würden.

Ikea geht auch beim Verkauf neue Wege

Ikea Deutschland will die Tests in den Nachbarmärkten zunächst auswerten. Denkbar seien auch Leasingangebote, die auf bestimmte Sortimentsbereiche beschränkt sind. Ob es bei Ikea also bald Hemnes und Pax auf Zeit gibt oder vielleicht nur Malm und Klippan, wird erst die Zeit zeigen.

Mit Leihmöbeln ist es aber noch nicht getan. Das Unternehmen plant zudem, Möbel über Onlinehändler zu verkaufen. Offenbar steht Ikea kurz vor dem ersten Testverkauf über Amazon.

(dpa/cho)

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