Warenhauskonzern

Galeria Karstadt Kaufhof – Weitere Filialen in NRW gerettet

Die Filiale von Karstadt Sports in Dortmund soll nun doch erhalten bleiben.

Die Filiale von Karstadt Sports in Dortmund soll nun doch erhalten bleiben.

Foto: Ralf Rottmann / FUNKE Foto Services

Essen.  Galeria Karstadt Kaufhof verkündet den Erhalt weiterer Filialen in NRW – es geht um Standorte in Düsseldorf, Dortmund und Neuss.

Beim Essener Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) verschwinden weitere Filialen von der Schließungsliste. Wie Konzernchef Miguel Müllenbach in einem Schreiben an die Mitarbeiter mitteilte, sollen unter anderem die Karstadt-Filiale an der Schadowstraße in Düsseldorf und Karstadt Sports in Dortmund fortgeführt werden. Auch die Kaufhof-Filiale in Neuss bleibe erhalten, berichtete Müllenbach in dem Brief, der unserer Redaktion vorliegt.

Die Entscheidung in Düsseldorf sei „im engen Zusammenwirken mit der lokalen Politik und Verwaltung sowie mit dem Vermieter nach langen Verhandlungen“ erreicht worden, schrieb Müllenbach. „Bereits am vergangenen Samstag konnten wir den Kolleginnen und Kollegen von Karstadt Sports in Braunschweig die gute Nachricht mitteilen, dass ihr Standort erhalten bleibt“, fügte Müllenbach hinzu.

Dem Mitarbeiterbrief waren Wochen des Hoffens und Banges in der Belegschaft vorausgegangen. „Ich weiß, dass die vielen Spekulationen und Gerüchte während solcher Verhandlungen sehr belastend sein können und oft dauert es trotz positiver Signale, bis es eine definitive Entscheidung gibt, auf die Sie sich verlassen können“, räumte Konzernchef Müllenbach ein. Er bedankte sich bei den Mitarbeitern, „die trotz dieser nervenaufreibenden Zeit weiter für unserer Kunden da waren“.

Nachdem Galeria in der Corona-Krise ein Schutzschirmverfahren eingeleitet hatte, machten Anfang September die Gläubiger der Warenhauskette den Weg für eine Sanierung des Unternehmens frei. Der Insolvenzplan des zuständigen Sachwalters Frank Kebekus und des Generalbevollmächtigten Arndt Geiwitz sieht neben Filialschließungen und Arbeitsplatzabbau auch milliardenschwere Einbußen von Lieferanten und Vermietern vor.

Nun strebt Galeria Karstadt Kaufhof einen Neustart an. Wie Konzernchef Miguel Müllenbach vor wenigen Tagen in einem Brief an die Mitarbeiter mitteilte, ist die Widerspruchsfrist gegen den Insolvenzplan ohne Einwände abgelaufen. „Somit gibt es keine Hürde mehr für den Neustart“, erklärte Müllenbach. Das Schutzschirmverfahren, in das sich der Konzern in der Corona-Krise gerettet hatte, gehe Ende September zu Ende. „Wir melden uns gestärkt auf dem Spielfeld zurück“, betonte der Konzernchef. „Wir sind ab Oktober schuldenfrei, haben ein zukunftsfähiges Filialportfolio und werden auch das Digitalgeschäft stark ausbauen.“

Ab Oktober soll bei Galeria Karstadt Kaufhof auch eine neue Managerriege an der Spitze beginnen. Müllenbach strebt dabei auch einen Kulturwandel im Unternehmen an. „Mit den neuen Kollegen werden wir als Team agieren, voller Vertrauen und auf Augenhöhe“, schrieb der Konzernchef an die Beschäftigten. „Damit zieht auch eine neue Kultur ein, die für unseren Erfolg als innerstädtischer Marktplatz der Zukunft extrem wichtig sein wird.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben