Bahnverkehr

Die Bahn baut: Drei große Vollsperrungen im Ruhrgebiet geplant

Mehr als 1000 Baustellen plant der Schienennetzbetreiber in diesem Jahr allein in Nordrhein-Westfalen. Foto: Ralf Rottmann

Mehr als 1000 Baustellen plant der Schienennetzbetreiber in diesem Jahr allein in Nordrhein-Westfalen. Foto: Ralf Rottmann

Duisburg.  Wenn die Deutsche Bahn 340.000 Schwellen und 600 Kilometer Schienen erneuert, müssen Pendler sich in Nordrhein-Westfalen in Geduld üben.

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Bahnfahrer in Nordrhein-Westfalen müssen sich in diesem Jahr auf vielen Strecken wegen Bauarbeiten auf Umleitungen, Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Die größten Auswirkungen hat eine Vollsperrung der Ruhrgebiets-Hauptstrecke zwischen Essen und Duisburg während der Osterferien (23. März bis 8. April). Grund ist der Neubau einer Straßenbrücke, die in Mülheim die Gleise quert. Die Bahn nutzt die Zwangspause für insgesamt acht Baumaßnahmen wie etwa Weichenerneuerungen oder Oberleitungsarbeiten.

Mehr als 1000 Baustellen in NRW geplant

Wenn die alte Brücke im Herbst abgerissen wird, muss die Strecke nochmal gesperrt werden. Dies soll in den Herbstferien geschehen (13. Oktober bis 28. Oktober), wie die Deutsche Bahn am Donnerstag in Duisburg mitteilte. Für weitere Arbeiten in dem Bereich ist außerdem eine Sperrung während der gesamten Sommerferien 2019 geplant. Der Abschnitt gehört zu den meistbefahrenen Bahnstrecken Deutschlands mit täglich rund 700 Zügen.

Eine weitere Vollsperrung ist in den Sommerferien und darüber hinaus zwischen Dortmund und Hamm geplant. Vom 14. Juli bis zum 10. September will die Bahn dort 24 Kilometer Gleise erneuern. Landesweit will die Bahn in diesem Jahr außerdem mit der Modernisierung von weiteren 61 Bahnhöfe beginnen. Insgesamt sind 2018 in Nordrhein-Westfalen mehr als 1000 Baustellen geplant. Fast 1,3 Milliarden Euro will das Unternehmen dafür aufwenden. Dies sei soviel wie nie zuvor in einem Jahr, sagte der Konzernbevöllmächtigte der Deutschen Bahn für NRW, Werner Lübberink.

Während der Vollsperrung zwischen Essen und Duisburg wird der Fernverkehr von Dortmund zum einen über Oberhausen nach Duisburg umgeleitet, zumeist ohne Halt in Oberhausen. Andere Züge fahren von Dortmund über Wuppertal nach Düsseldorf - ohne Halt in Wuppertal. Die Züge der Linien RE1 und RE6 fahren mit mehreren Zwischenhalten von Dortmund über Gelsenkirchen nach Duisburg. Andere Züge fahren bis Essen und enden dort. Zwischen Essen und Duisburg fahren Schnellbusse im Zehn-Minuten-Takt, die nur in Mülheim halten.

Einführung des RRX rückt näher

Im April und Mai wird auch zwischen Köln und Düsseldorf gebaut. Vom 9. April bis zum 19. Mai werden auf der dortigen Fernzugstrecke Schotter, Schienen und Schwellen erneuert. Züge des Fernverkehrs werden umgeleitet und halten teilweise nicht in den Hauptbahnhöfen von Köln und Düsseldorf. Im Nahverkehr fallen einige Züge aus, etwa die RE2-Verbindungen zwischen Duisburg und Düsseldorf. Fahrgäste sollen auf andere Züge und Busse umsteigen.

Auch die vorbereitenden Arbeiten für die Einführung des Rhein-Ruhr-Express (RRX) gehen weiter. So werden zwischen Aachen und Rheydt an neun Bahnhöfen die Bahnsteige RRX-tauglich gemacht. Die Strecke wird dafür auf einem Teilabschnitt in den Sommerferien ebenfalls gesperrt. (dpa)

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