Warenhauskonzern

Darum mietet Galeria Karstadt Kaufhof die Grugahalle an

Nach der Fusion präsentiert sich der Warenhauskonzern mit der Marke Galeria Karstadt Kaufhof.

Nach der Fusion präsentiert sich der Warenhauskonzern mit der Marke Galeria Karstadt Kaufhof.

Foto: Michael Kleinrensing / Funke Foto Services

Essen.  Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof plant eine interne Großveranstaltung in der Essener Grugahalle. Auch René Benko wird erwartet.

Nach der Fusion präsentiert sich der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof bei einer internen Großveranstaltung vor Lieferanten in der Essener Grugahalle. Von „rund 15.000 Lieferanten“ seien „die 1600 wichtigsten Kontakte“ eingeladen, erklärte Einkaufschef Jörg Peter Schmiddem in einem Newsletter für die Mitarbeiter des Unternehmens.

„Wir hätten auch doppelt so viele Stühle besetzen können“, betonte der Manager. Entscheidend für die Auswahl sei gewesen, „welche Partner Sinn machen und Potenziale bieten“. Es seien „alle großen Namen und Marken“ vertreten.

Bei der Lieferanten-Tagung am Mittwoch (12. Februar) will Konzernchef Stephan Fanderl auch seine Strategie für das Unternehmen darlegen. Ziel sei es, „zu zeigen, wofür wir stehen und wo wir hinwollen“, so Einkaufschef Schmiddem. Galeria Karstadt Kaufhof wolle sich in der Grugahalle „als Einheit präsentieren“ und unter Beweis stellen, „dass wir an das Warenhaus glauben“.

Auch René Benko wird in Essen erwartet

Neben Konzernchef Fanderl werden auch René Benko und Dieter Berninghaus von der Eigner-Gesellschaft Signa erwartet.

Durch den Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof ist ein Warenhausriese mit europaweit mehr als 240 Standorten und rund 32.000 Mitarbeitern entstanden. Treibende Kraft ist die Firmengruppe Signa des österreichischen Geschäftsmanns Benko.

Signa hatte die Kaufhof-Anteile vom kanadischen Einzelhandelskonzern Hudson’s Bay Company (HBC) übernommen, um die Warenhausgesellschaften zu einem einheitlichen Unternehmen zu verschmelzen.

Expansion durch Übernahme von Sport Scheck

Der Karstadt-Kaufhof-Mutterkonzern Signa Retail baut auch seine Position im deutschen Markt für Sport- und Outdoor-Artikel weiter aus. Das Bundeskartellamt gab dem Unternehmen nun grünes Licht für die Übernahme des bislang zur Otto-Gruppe gehörenden Wettbewerbers Sport Scheck. „Durch die Übernahme entsteht der führende Anbieter im Sport-/Outdoor-Einzelhandel in Deutschland. Trotzdem ist das Vorhaben im Ergebnis wettbewerblich unbedenklich“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Denn bundesweit lägen die gemeinsamen Marktanteile von Signa und Sport Scheck in den relevanten Bereichen auch nach dem Zusammenschluss unter 15 Prozent.

Signa Retail ist mit Karstadt Sports, den Galeria-Karstadt-Kaufhof-Warenhäusern sowie mehreren spezialisieren Sportanbietern wie Tennis Point und Outfitter in den vergangenen Jahren zu einem der führenden Sportartikel-Anbieter in Deutschland geworden. Durch die Übernahme von Sport Scheck kommen nun 19 weitere Geschäfte und ein Online-Shop hinzu.

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