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Commerzbank kündigt Schließung weiterer 50 Filialen an

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Die Commerzbank schließt weitere 50 Filialen.

Die Commerzbank schließt weitere 50 Filialen.

Foto: Soeren Stache / picture alliance/dpa

Essen.  Die Commerzbank schließt 50 weitere Filialen. Standorte sind noch unbekannt. Zusätzlichen Stellenabbau soll es nicht geben, heißt es bei Verdi.

Die Commerzbank schließt mehr Filialen als geplant. „Künftig stehen wir unseren Kunden flächendeckend an 400 Standorten zur Verfügung. Ursprünglich waren 450 Standorte geplant“, sagte ein Sprecher unserer Redaktion.

Die zweitgrößte deutsche Privatbank hatte geplant, ihr Geschäftsstellen-Netz halbieren wollen. Während des mehrjährigen Umbau-Prozesses hat der Commerzbank-Vorstand nun beschlossen, bundesweit 50 weitere Standorte aufzugeben. Sie seien „bereits in den vergangenen Monaten teilweise geschlossen“ gewesen – unter anderem wegen der Corona-Pandemie. Um welche 50 Filialen es konkret geht, sagte der Sprecher nicht. In NRW sollten den Planungen zufolge 112 Geschäftsstellen erhalten werden.

Verdi: Kein weiterer Personalabbau

Im Zuge des Umbaus wollte die Commerzbank 10.000 Stellen abbauen. Mit dem Personalrat hatte sich das Geldinstitut auf einen Sozialplan geeinigt. Mit der Schließung 50 weiterer Filialen soll nun offenbar keine weitere Streichung von Arbeitsplätzen verbunden sein. „Einen weiteren Personalabbau soll es ausdrücklich nicht geben“, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Stefan Wittmann, der Mitglied im Commerzbank-Aufsichtsrat ist. „Wir tragen das mit: Das Kundenverhalten ändert sich. Durch den Abbau von Personal stehen außerdem nicht mehr genügend qualifizierte Berater zur Verfügung. Von daher ist es folgerichtig, die Filialzahl weiter auf rund 400 zu reduzieren“, so Wittmann.

Der Commerzbank-Sprecher verweist darauf, dass bereits heute über 80 Prozent der Kundenkontakte über die digitalen Kanäle erfolgten. „Wir haben Menschen in der Filiale befragt. Bis zu 70 Prozent der dortigen Kundenanliegen hätten digital erledigt werden können.“ Der Sprecher verweist auf die bundesweit zwölf Beratungscenter – eines davon in Düsseldorf – , die bis Ende November an den Start gehen sollen. Rund 100 Stellen will die Commerzbank zudem im bundesweiten Servicecenter in Duisburg schaffen.