Essen/Duisburg. Nach dem Eklat im Aufsichtsrat ist die Unruhe bei Thyssenkrupp groß. Ein hochrangiger Arbeitnehmervertreter sieht eine „Zeitenwende“ im Konzern.

Der Eklat im Thyssenkrupp-Aufsichtsrat angesichts eines bevorstehenden Vorstandsumbaus belastet nach Einschätzung eines führenden Arbeitnehmervertreters die Verhandlungen mit dem tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky zum Verkauf der Stahlsparte. Detlef Wetzel, der frühere IG Metall-Chef, der jetzt bei der Stahlsparte Thyssenkrupp Steel stellvertretender Aufsichtsvorsitzender ist, kritisiert offen Vorstandschef Miguel López und Aufsichtsratschef Siegfried Russwurm. „Ich habe nach diesem Vorgehen von Russwurm und López kein Vertrauen mehr in den Verkaufsprozess für den Stahl“, sagt Wetzel im Gespräch mit unserer Redaktion.