Kreuzfahrtschiff

AIDAnova hat das Baudock der Meyer Werft verlassen

Berlin  Aida Cruises ist um ein Familienmitglied reicher. Die AIDAnova wurde auf der Meyer Werft ausgedockt. Besonders ist ihr Gas-Antrieb.

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Zwölf Kreuzfahrtschiffe sind aktuell für Aida Cruises unterwegs, heute kam ein dreizehntes hinzu: Die AIDAnova soll ab Anfang Dezember dieses Jahres Gäste an Bord begrüßen.

An diesem Dienstag kam sie diesem Ziel einen Schritt näher. Ab 19 Uhr verließ sie das überdachte Baudock II der Meyer Werft in Papenburg – das Wetter spielte mit.

Nach dem Ausdocken legte das Schiff am Ausrüstungspier der Werft an. Dort wird es neben den Masten auch die Schornsteinverkleidung erhalten. Ende September ist dann die Ems-Überführung Richtung Nordsee geplant. Aida ist Marktführer für Kreuzfahrten in Deutschland.

AIDAnova: Ausdocken per Webcam verfolgen

Im Hafen der Meyer Werft stehen bis dahin noch weitere Ausrüstungsarbeiten sowie der Innenausbau an. Außerdem müssen die Motoren getestet werden. Und auch für die etwa 1400 Crew-Mitglieder wird es so langsam ernst. Sie starten in Kürze ihr Training, um fit für die erste Kreuzfahrt zu sein.

Für Mitte November ist geplant, dass das 337 Meter lange und 42 Meter breite Schiff mit mehr als 2600 Passagierkabinen an die Aida-Reederei übergeben wird. Die Jungfernfahrt startet am 2. Dezember in Hamburg.

Das Ausdocken der AIDAnova konnte man auf der Website der Meyer Werft über eine Webcam verfolgen. Es ist das erste mit Flüssiggas betriebene Kreuzfahrtschaft von Aida Cruises . Flüssiggas gilt als umweltfreundlicherer Antrieb als Diesel oder Schweröl. Aida sieht sich mit diesem Antrieb in einer Vorreiterrolle. Auch die Meyer Werft hat mit dem Bau des neuartigen Schiffes Neuland betreten.

Die deutschen Kreuzfahrtreedereien nehmen den oft immensen Abgas-Ausstoß ihrer Schiffe nach Einschätzung des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) inzwischen ernster. Dies zeigt eine Auswertung, aus der sich Fortschritte bei der Reduzierung von Schadstoffen ergeben.

Ein Schiff der Superlative: Das ist die AIDAnova

„Wir sehen die Branche am Scheideweg“, sagte der Leiter der Verkehrspolitik im Nabu-Bundesverband, Dietmar Oeliger. Reedereien wie Aida Cruises oder Hapag-Lloyd Cruises aus Deutschland gäben den Takt vor.

Insgesamt sind nach Einschätzung des Nabu immer noch zu viele Schiffe ohne moderne Abgastechnik oder emissionsarmen Treibstoff unterwegs. „Wir hoffen, dass die Kreuzfahrtindustrie ein Impulsbringer für die übrige Schifffahrt ist“, sagte Oeliger.

Der Kapitän der neuen AIDAnova

Ihren Namen erhält die AIDAnova offiziell Ende des Monats. Am 31. August steigt die Taufzeremonie auf der Meyer Werft. Mit dabei sein wird auch Superstar David Guetta, der sein einziges Open-Air-Solokonzert 2018 in Deutschland gibt.

AIDAprima muss zurück ins Dock

Im Dezember 2019 soll ein weiteres Kreuzfahrtschiff für Aida an den Start gehen. Die AIDAmira wird mit rund 700 Gästekabinen etwas exklusiver. Sie soll rund um den Süden Afrikas eingesetzt werden.

Ein anderes Schiff der Aida-Flotte muss derweil pausieren. Die AIDAprima sollte eigentlich vom 8. bis 15. September im Mittelmeer auf Tour gehen. Doch der sogenannte Azipod-Propellerantrieb macht Probleme und kann nur in einer Werft repariert werden . „Wir bedauern außerordentlich, dass die geplante Reise nicht durchgeführt werden kann“, sagte Aida-Sprecher Alexander Christen unserer Redaktion. (cho)

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