Tattoo

Viel nackte Haut – und noch mehr bunte Bilder

Die Mädels zeigten sich den Besuchern und vor allem der Jury in recht knappen Outfits – schließlich musste bei dem Wettbewerb ja möglichst viel von den Tattoos zu sehen sein.

Die Mädels zeigten sich den Besuchern und vor allem der Jury in recht knappen Outfits – schließlich musste bei dem Wettbewerb ja möglichst viel von den Tattoos zu sehen sein.

Foto: Erik Wellmann

Hagen.   Elf Mädels aus ganz Deutschland und Österreich kämpften bei der Premiere von „Germany’s Next TattooModel“ um den Einzug in das große Finale.

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Wirklich viel war das nicht, was die Mädels da auf der Bühne anhatten. Genau genommen eher ein Hauch von Nichts. Nur die wichtigsten Körperstellen waren bedeckt. Kein Wunder, schließlich wollten sie möglichst viel von ihren Körpern zeigen – vor allem aber von den vielen kleinen bunten Bildchen, die eben diese zieren. Denn genau um die ging es an diesem Abend – zumindest für den Veranstalter Toni Pulsone aus Iserlohn und seine achtköpfige Fachjury. Die war nämlich auf der Suche nach „Germany’s Next TattooModel“.

Elf Frauen aus ganz Deutschland und sogar Österreich wollten genau das werden. Dafür haben sie sich extra auf den Weg ins Capitol gemacht. Eine von ihnen: Roxy Royal. Die Erfurterin, die im echten Leben eigentlich Sophia heißt, trägt nicht nur extravagante Portraits ihrer Eltern auf den Beinen, sondern auch ihre eigene Lebensgeschichte auf dem Rücken. „Mein erstes Tattoo habe ich mir mit 15 stechen lassen, aber mit 27 ging es erst so richtig los“, sagte die 29-Jährige, die mittlerweile schon als Tattoomodel arbeitet. Für sie aber trotzdem kein Freifahrtschein ins Finale: „Die Konkurrenz ist stark“, sagte die einzige Schwarzhaarige noch vor dem Lauf.

Doch ob blond-, braun- oder schwarzhaarig, das interessierte die Jury eigentlich gar nicht. Zumindest nicht Bert Wollersheim, die Rotlicht-Legende höchstpersönlich: „Das Ganze muss objektiv und fair sein. Deswegen gucke ich, wie harmonisch und künstlerisch die Tattoos sind“, sagte der selbsternannte Bordell-König, dessen Körper ebenfalls mit unzähligen Tätowierungen übersät ist – und das, obwohl er erst im Alter von 51 Jahren damit angefangen hat.

In zwei Durchgängen präsentierten sich die Mädels der Jury, in der neben Wollersheim und weiteren Prominenten wie dem ehemaligen Fußball-Profi Mo Idrissou oder Ex-Viva-Moderator Mola Adebisi auch Tätowierer und Model-Agenten saßen. Beim ersten Lauf hatten die Mädels übrigens freie Outfitwahl.

Mit einer kleinen Rose hat alles angefangen

Für Lady Kim mit der Startnummer sieben offensichtlich ein echtes Problem: „Sag mal einer Frau, dass sie anziehen darf, was sie will. Das endet doch in einem riesen Chaos“, sagte sie. Letztlich ist es bei der Hamburgerin, für die das an diesem Abend alles komplettes Neuland war, ein kurzer Jumpsuit geworden. „Das ist mein aller erstes Mal bei so einer Veranstaltung. Meine Freundin hat mich einfach angemeldet“, sagte sie. Bei ihr hat alles mit einer kleinen Rose begonnen, mittlerweile hat auch sie an etlichen Körperstellen diverse Verziehrungen.

Einige Gäste schienen bei ihrem Anblick dann auch gleich selbst auf den Geschmack gekommen zu sein – oder hatten einfach Lust auf echten Nervenkitzel. Denn sie ließen sich direkt vor Ort – bei lauter Musik, Lärm und zwischen anderen Partywütigen – tätowieren.

Noch einen Schritt weiter in Sachen Nervenkitzel ging Rolf Buchholz – mit rund 470 Piercings der meistgepiercte Mann der Welt. An diesem Abend kamen zwar keine neuen mehr dazu, dafür ließ er sich an zwei Fleischerhaken aufhängen und schwebte durch die Luft. Als Showact stand noch der Hemeraner Sänger Antonio Gerardi zusammen mit dem Supertalent-Finalisten Emil Kusmirek auf der Bühne.

Eine Minute, um die Tattoos perfekt in Szene zu setzen

In der Zwischenzeit waren die Teilnehmerinnen – die auch schon ein Fotoshooting hinter sich hatten – in ihre Bikinis geschlüpft, um sich beim zweiten Durchgang noch einmal von ihrer besten Seite zu zeigen. Am besten von der, von der die Jury und die Zuschauer die meisten Tattoos sehen konnten. Bei einigen Kandidatinnen reichte diese eine Minute allerdings gar nicht aus, um tatsächlich jedes Tattoo genauer unter die Lupe zu nehmen – es waren schlichtweg zu viele.

So wie bei Veronika, deren gesamte linke Körperhälfte mit den verschiedensten Motiven in höchster Perfektion tätowiert ist, während die rechte völlig nackt ist – zumindest was Arme und Beine betrifft. Nicht besonders verwunderlich also, dass Moderator „Big Brother Klaus“ sie zu einer der drei Gewinnerin des Abends kürte. Neben ihr erhielten noch Jill Hardener und Alexandra Unger, alias „Cat Arina Liza“, die heiß begehrten Tickets für das große Finale, wo die drei dann mit sechs weiteren Kandidatinnen um den Titel „Germany’s Next TattooModel“ kämpfen.

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