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Coronavirus in NRW: Meldungen von Mittwoch (4. März)

Videografik: So wird das Coronavirus übertragen

Das neuartige Coronavirus COVID-19 kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Vor allem bei engem Körperkontakt ist die Ansteckungsgefahr groß. Vorsichtsmaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen können einer Infektion vorbeugen.

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Essen.  Die Zahl der Corona-Patienten in NRW steigt weiter. Eine Essener Grundschule schließt einen Teil der Schüler aus. Unser Newsblog zum Nachlesen.

In diesem Artikel haben wir unsere Berichterstattung für Sie archiviert. Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen zum Coronavirus in NRW. Hier finden Sie die nationalen und internationalen Entwicklungen.

  • Rund 130 bestätigte Fälle von Coronavirus-Infektionen in NRW, darunter alleine im Kreis Heinsberg 104.
  • Fußballspiel Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund wird nicht abgesagt.
  • Kreis Heinsberg reagiert auf massive Probleme in der Gesundheitsversorgung vor Ort.
  • Das Land NRW kauft eine Million Atemschutzmasken, um Mängel im Gesundheitswesen zu beheben.
  • In Essen hat sich eine zweite Person mit dem Coronavirus infiziert.

22.30 Uhr: Vierzehn Tage, so lange dauert in der Regel eine Quarantäne wegen Corona. Doch wer kommt für den Verdienstausfall in dieser Zeit auf? Gute Nachrichten für die meisten Heinsberger: Der Landschaftsverband zahlt. Schlechte Nachrichten für die meisten Betroffenen in Essen-Kettwig: erst einmal niemand.

20.57 Uhr: 56 Schüler der Essener Käthe-Kollwitz-Schule dürfen die kommenden 14 Tage nicht am Unterricht teilnehmen. Sie hatten Kontakt zu einer erkrankten Pflegerin aus Gelsenkirchen. Das Gesundheitsamt empfiehlt den Eltern, ihre Kinder unter häusliche Quarantäne zu stellen.

19.56 Uhr: Die Idee von sogenannten Corona-Drive-In-Tests aus Südkorea ist inzwischen auch in Deutschland angekommen. Dort stehen Menschen mit ihren Autos in Schlage, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen, Das Konzept ist bereits in Hessen adaptiert worden. Eine Kreisklinik in Südhessen nimmt Abstriche durch das Autofenster. Und auch auf dem Hinterhof einer Hausärztin in Marburg können Verdachtsfälle für einen Abstrich vorfahren. Auch ein Modell für NRW? „Derzeit sind uns keine Planungen solcher Drive-Ins bekannt“, hieß es seitens des NRW-Gesundheitsministeriums in Düsseldorf. „Wenn, dann werden solche Planung vor Ort mit den Unteren Gesundheitsbehörden, der niedergelassenen Ärzteschaft und weiteren Akteuren vorgenommen“, sagte ein Sprecher.

18.46 Uhr: Die am Coronavirus erkrankte Seniorin aus Essen hat sich wohl bei einer Pflegerin angesteckt. Diese wohnt in Gelsenkirchen. Das teilte die Stadt Essen am Mittwochnachmittag mit. Die Gelsenkirchenerin steht nach Angaben der Stadt seit Mittwochnachmittag – also unmittelbar nach der Information der Behörde in Essen – unter häuslicher Quarantäne, ebenso wie ihr Ehemann.

18:28 Uhr: Die drei Verdachtsfälle im Märkischen Kreis sind tatsächlich am Coronavirus erkrankt. Das meldete das Gesundheitsamt am Mittwoch. Es handelt sich um ein Ehepaar aus Plettenberg, das keine Kontaktpersonen hatte und keine Symptome zeigt. Die dritte Person ist ein Lüdenscheider: dessen einzige Kontaktperson ist die Ehefrau. Sie wird ebenfalls unter häusliche Quarantäne gestellt.

18:22 Uhr: Stephan Pusch (CDU), Landrat des Kreises Heinsberg, wird am Mittwochabend zu Gast in der ZDF-Talkshow Markus Lanz sein. Die Sendung beginnt um 23.45 Uhr. Den Besuch kündigte Pusch am Nachmittag in einem Video auf der Facebook-Seite des Kreises an. "Jeck" nannte er darin auch die Art und Weise, wie sich die bundesweite Debatte um die Ausbreitung des Coronovirus' - ausgehend von seinem Landkreis - entwickelt habe: "Diese Hysterie ist für uns alle in Deutschland gift." Erneut beklagte Pusch in dem Video auch, wie aus dem Kreis Heinsberg stammende Menschen stigmatisiert würden. "HS - be strong", "Heinberg - bleib stark", so schloss der Landrat seine Video-Botschaft.

18:19 Uhr: Weitere Details zum Fall aus Bochum: Der 68-Jährige aus dem Stadtteil Stiepel ist nach Angaben der Stadt leicht erkrankt und befindet sich freiwillig seit Montag, auf Anraten des Gesundheitsamtes, in häuslicher Quarantäne. Seine Ehefrau wurde auch getestet, das Ergebnis steht noch aus. Sie befindet sich mit in Quarantäne. Der betroffene Ruheständler hatte sich am 2. März bei seinem Hausarzt telefonisch gemeldet, der ihn an das Gesundheitsamt verwies. Der dort durchgeführte Test war positiv. "Das Ehepaar hat vorbildlich gehandelt und sich telefonisch informiert, als erste Symptome (Husten und Fieber) auftraten", lobt die Stadt in einer Mitteilung, "vorsorglich ist es in seiner Wohnung geblieben und hat Kontakt zu anderen vermieden." Beide waren zuvor im Skiurlaub in Südtirol und haben sich dort mutmaßlich infiziert. Das städtische Informationstelefon ist unter der Rufnummer 0234/910-5555 täglich von 8 bis 16 Uhr zu erreichen.

18:05 Uhr: Im Kampf gegen die Verunsicherung der Bevölkerung durch die Corona-Epidemie greift die Landesregierung NRW nun in die Medienarbeit der Städte und Landkreise ein. Das Gesundheitsministerium von Karl-Josef Laumann (CDU) fordert die Oberbürgermeister und Landräte per Erlass auf, sich Pressemitteilungen über Covid-19-Infektionen von der Pressestelle des Ministeriums vor deren Veröffentlichung „unbedingt“ freigeben zu lassen. Viele Pressesprecher in den Kommunen sind dem Vernehmen nach irritiert und fragen sich, wie praktikabel diese Kontrollschleife sein wird.

17:59 Uhr: Der aktuellste Stand in Duisburg nach Angaben der Stadt: Aktuell gibt es dritten bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Betroffen ist eine Frau, die sich in Düsseldorf bei einem Seminar angesteckt hat. An dem Seminar hat auch eine Person aus Heinsberg teilgenommen. Die Frau hat lediglich leichte Krankheitssymptome, ihr gesundheitlicher Zustand ist stabil. Der Lebenspartner der Frau wurde negativ getestet. Es wurde häusliche Quarantäne angeordnet. Die Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt.

17:51 Uhr: Beim städtischen städtischen Informationstelefon zum Coronavirus in Düsseldorf (0211/8996090) haben am Mittwoch bis 17 Uhr 515 Menschen angerufen. Zehn Berater nahmen gleichzeitig Anrufe entgegen. Am Dienstag wurden von 0 bis 24 Uhr insgesamt 757 Anrufe angenommen. Während am Dienstag in insgesamt acht Fällen ein Test auf das Coronavirus angezeigt war, wurden am Mittwoch in 21 Fällen Termine für einen Test im Diagnostikzentrum vergeben und die Abstriche auch bereits am Nachmittag dort vorgenommen. Von den Tests am Dienstag stellte sich heute nur einer als positiv heraus. Der Mann ist aber kein Düsseldorfer, sondern kommt aus Erkelenz. Das Infotelefon ist rund um die Uhr, auch am Wochenende, besetzt.

17:45 Uhr: In Bochum gibt es einen ersten bestätigten Fall. Über das weitere Vorgehen informiert die Stadt am Mittwochnachmittag in einer Pressekonferenz. Erste Erkenntnis: Alle Schulen und Kindergärten bleiben vorerst geöffnet.

17:40 Uhr: Der Kreis Recklinghausen hat am Mittwochnachmittag den ersten „schwach positiven“ Coronavirus-Fall gemeldet. „Das Ergebnis ist noch nicht eindeutig, so Svenja Küchmeister von der Presseabteilung im Kreishaus. Das Gesundheitsamt habe bereits einen zusätzlichen Test durchführen lassen, das Ergebnis soll am Donnerstag vorliegen. Bei der betroffenen Person handelt es sich um eine Erzieherin aus einer städtischen Kindertagesstätte in Marl. Darum habe das Gesundheitsamt vorsorglich „und bis zum Vorliegen der endgültigen Ergebnisse die Kita Max-Reger-Straße in Hüls-Süd geschlossen und für alle Kinder und die dort Beschäftigten häusliche Isolierung angeordnet“, so Svenja Küchmeister.

17:21 Uhr: Der Coronavirus setzt den Messebau-Firmen stark zu. Zahlreiche Messen wurden entweder ganz abgesagt – oder verschoben. „Im Prinzip geht unser Umsatz gerade gegen Null“, so Klaus Hoffmann, Geschäftsführer beim Düsseldorfer „Hoffmann Messebau“ im Stadtteil Heerdt. 14 Veranstaltungen hätten sie im März eigentlich gehabt, zwölf davon seien schon abgesagt und auch bei den anderen zwei rechnen sie noch mit Absagen. Man steure auf eine ungewisse Zukunft zu, „wir wissen nicht, was kommt oder wie lange sich dieser Virus hinzieht“, so Hoffmann.

17:02 Uhr: In den Kliniken der St. Elisabeth-Gruppe in Herne würden aktuell Desinfektionsmittel aus den öffentlichen Bereichen gestohlen, sagt Sabine Edlinger, Mitglied der Geschäftsleitung. Die Flaschen mit Flüssigkeit gegen unerwünschte Keime hängen unter anderem in Krankenzimmern, auf Fluren und an Eingängen. Vor einigen Tagen wurden bereits ähnliche Fälle gemeldet, unter anderem in Duisburg.

16:50 Uhr: In Ratingen gibt es nach wie vor keinen bestätigten Fall, allerdings seit Mittwoch einen ersten Verdacht.

16:44 Uhr: Die Coronavirus-Verdachtsfälle im Kreis Paderborn haben sich nicht bestätigt. Die im Labor getesteten Proben waren allesamt negativ. Die Grundschule Harth und das Liebfrauengymnasium Büren, die auf Anordnung des Paderborner Kreisgesundheitsamtes in Abstimmung mit Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow und den Schulleitungen vorsorglich für drei Tage geschlossen worden waren, sind ab Donnerstag, 5. März, wieder geöffnet.

16:37 Uhr: Die Stadt Meschede setzt in den kommenden Wochen ihre öffentlichen Kinderveranstaltungen aus. Grund ist die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland. Zuvor hatte es Besprechungen mit dem HSK-Gesundheitsamt gegeben.

16:32 Uhr: Wer in diesen Tagen eine Duisburger Behörde aufsucht, sollte nicht mit Händeschütteln und herzlichen Umarmungen rechnen. Die Stadt hat ihre Angestellten darauf hingewiesen, dass angesichts des Coronavirus bestimmte Hygienemaßnahmen eingehalten werden sollen. Es handele sich dabei nicht um eine dienstliche Anweisung und habe auch nichts mit weniger „Bürgernähe“ zu tun, sagt Stadtsprecher Jörn Esser: Nicht die Hände zu schütteln und sich nicht zu umarmen, sei augenblicklich ein sinnvoller und vernünftiger Umgang. Die Hygienehinweise werden auch nicht nur im Umgang mit dem Bürger ausgesprochen sondern ebenso für den Umgang innerhalb der Belegschaft empfohlen.

15:55 Uhr: Die Sorge vor dem Coronavirus in Düsseldorf ist groß – das spürt die Stadt vor allem bei der Nachfrage nach ihrer extra eingerichteten Hotline. Mehrere Tausend Anrufer haben sich dort bereits gemeldet, um sich über das Coronavirus zu informieren – darunter waren auch die beiden positiv auf das Virus getesteten Männer in Düsseldorf. Doch nicht nur Düsseldorfer nutzen den Service der Stadt. „Es rufen auch viele Leute außerhalb Düsseldorfs an, man möchte fast sagen aus ganz Deutschland“, sagte nun Oberbürgermeister Thomas Geisel. Dabei sollte sich der Service vor allem an Düsseldorfer und an in Düsseldorf arbeitende Menschen richten. Daher appelliert der OB noch einmal an andere Kommunen, den Beispiel der Landeshauptstadt zu folgen und einen ähnlichen Service anzubieten. „Es kann nicht sein, dass wir das alleine stemmen“, so Geisel.

15:40 Uhr: In Bochum gibt es den ersten bestätigten Corona-Fall. Ein Rentner wurde laut Stadtverwaltung am Mittwoch positiv auf das Virus getestet. Wie es heißt, hat er kürzlich eine Italien-Reise unternommen und sich dort mutmaßlich infiziert. Italien gilt mit aktuell 1100 erkrankten Menschen und 29 Toten zu den am meisten betroffenen Ländern in Europa. Wie Stadtdirektor Sebastian Kopietz, Leiter des Bochumer Krisenstabes, am Nachmittag im Haupt- und Finanzausschuss erklärte, befindet sich der Bochumer in häuslicher Quarantäne. Weitere Einzelheiten sollen zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt werden.

15:37 Uhr: Die Essener Krankenhäuser verstärken wegen des Coronavirus’ ihre Vorsichtsmaßnahmen. Nun haben viele Häuser beschlossen, die Besuchszeiten für Angehörige und Freunde von Patienten zu begrenzen. Noch strenger geht es an der Ruhrlandklinik in Heidhausen zu. Dort ist ein generelles Besuchsverbot in Kraft getreten. „An der Ruhrlandklinik werden Lungenpatienten behandelt, die eines besonderen Schutzes vor Viren bedürfen“, sagt Prof. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums.

15:22 Uhr: Das Coronavirus ist jetzt auch im Kreis Viersen angekommen. Ein Gymnasium in Schwalmtal wird vorübergehend geschlossen. Bei der Mutter einer Schülerin der Oberstufe war in der Nacht zum Mittwoch der Erreger nachgewiesen worden. Die Schülerin lebt im Haushalt der Mutter. Sie wird unter häusliche Quarantäne gestellt und auf das Virus getestet. Landrat Andreas Coenen sagt: "Diese Maßnahme ist erforderlich, damit die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden kann." Auch zwei weitere Personen im Kreis wurden in der Nacht positiv getestet, beide kommen aus Viersen. Ein junger Mann, Jahrgang 1999, und um eine Frau, Jahrgang 1959. In beiden Fällen hatten die Betroffenen nach Angaben des Kreises Kontakt mit Erstinfizierten, die sich in häuslicher Isolierung befinden. Die Infizierte aus Schwalmtal war bis Ende Februar zu Besuch in Venedig gewesen. Katarina Esser, Gesundheitsdezernentin des Kreises und Leiterin des Krisenstabs, sagt: „Die drei Infizierten befinden sich in häuslicher Quarantäne und werden gut von unserem Gesundheitsamt betreut.“ Der Kreis rechnet damit, dass das Virus in der kommenden Zeit bei weiteren Einwohnern nachgewiesen wird.

15:19 Uhr: Nach einer Mitteilung des Gesundheitsamtes des Kreises Mettmann am Mittwochmittag hat sich der am Dienstag gemeldete Coronavirus-Verdachtsfall bei einer Langenfelderin nicht bestätigt.

14:58 Uhr: Nachdem für zwei Tage im städtischen Gesundheitsamt in Düsseldorf ein Diagnostikzentrum auf den Coronavirus (COVID-19) eingerichtet war, nahm am Mittwoch, 4. März, an zentraler Stelle ein neues Testzentrum unter der Regie der niedergelassenen Ärzte seine Arbeit auf. Die Stadt hat die Räumlichkeiten in Düsseldorf-Bilk vermittelt und gibt logistische Unterstützung. Das Personal stellen die niedergelassenen Ärzte. Termine für einen Coronatest werden ausschließlich über das Infotelefon unter 0211/8996090 vergeben. Bei der Hotline können alle Düsseldorfer Bürger und Menschen, die in der Landeshauptstadt arbeiten haben, bei Fragen zum Coronavirus anrufen. Wer aus anderen Städten kommt, muss sich an die dortigen Behörden wenden. Die Hotline ist rund um die Uhr, auch am Wochenende, erreichbar. Die Zahl der besetzten Plätze dort wird je nach Bedarf auf 30 aufgestockt.

14:20 Uhr: In der Grafschaft Bentheim hat sich ein Mann mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Der etwa 30 Jahre alte Patient aus Schüttorf befinde sich in häuslicher Quarantäne, teilte der Landkreis Grafschaft Bentheim am Mittwoch in Nordhorn mit. Die häusliche Isolation betreffe auch die in dem Haushalt lebenden Familienangehörigen. Das genaue Alter wollten die Behörden nicht nennen. Der Mann arbeite in einem grenzüberschreitenden Gewerbegebiet und habe sich nach bisherigen Erkenntnissen bei einem Infizierten im niederländischen Coevorden angesteckt, sagte ein Landkreissprecher.

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14:07 Uhr: Der zweite Essener Corona-Fall gibt den Behörden Rätsel auf. Immer noch unbeantwortet ist die drängende Frage, wie sich die 89 Jahre alte Frau aus dem Essener Südviertel mit dem Coronavirus infiziert hat. „Das herauszufinden, ist jetzt unser vorrangiges Ziel“, sagt Stadtsprecherin Silke Lenz am Mittwochmittag. Der zweite Coronavirus-Fall in Essen war Dienstagabend bekannt geworden. Bei der infizierten Person handele es sich um eine alleinstehende Frau, die in einer eigenen Wohnung lebe. Die Frau war nach Mitteilung der Stadt Essen mit einem Rettungswagen ins Universitätsklinikum gebracht worden. Sie werde zurzeit in einem Infektionszimmer auf der Intensivstation versorgt.

13:27 Uhr: Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) sieht Anzeichen dafür, dass Menschen aus dem Kreis Heinsberg überregional stigmatisiert werden. Außerhalb der Region werde gewarnt: Wer nach einem Kontakt mit Leuten aus dem Kreis einen Schnupfen bekomme, der solle sich direkt auf den Coronavirus testen lassen. „Da hab ich mich gefragt: Liebe Leute, ehrlich gesagt: tickt Ihr noch ganz sauber!“, sagte Pusch am Mittwoch in einem auf Facebook veröffentlichten Video. Dass das Ansteckungsrisiko im Kreis höher sei als etwa in Garmisch-Partenkirchen, möge ja sein. Er glaube aber, dass die Menschen im Kreis Heinsberg, die die Auswirkungen vor Augen hätten, viel gelassener seien als die Leute weit weg vom tatsächlichen Geschehen.

13:18 Uhr: Im Sauerland gibt es aktuelle drei Fälle häuslicher Quarantäne. Es geht um Feriengäste und die Vermieterin ihrer Ferienwohnung in Bad Fredeburg. Auch in Schmallenberg sei eine Person vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Die Feriengäste hätten Grippesymptome gezeigt, die Kontaktpersonen bis dato nicht, hieß es. Ihre Quarantänte könnte damit womöglich noch an diesem Mittwoch auslaufen.

12:54 Uhr: Im Kreis Heinsberg steigt die Zahl der bestätigten Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus weiter: Inzwischen wurde das Virus bei 104 Menschen bestätigt, berichtete Landrat Stephan Pusch. Am Montag war noch von etwas über 60 Infizierten die Rede. Sieben Patienten würden aktuell stationär im Krankenhaus behandelt, darunter vier am Uniklinikum Düsseldorf, die besonders schwer erkrankt sind. Unter ihnen ist nach wie vor der 47-jährige Mann aus Gangelt, der als Erstinfizierter in NRW gilt. Landrat Pusch beruhigte: Die meisten der 104 Infizierten seien schon längst wieder frei von Symptomen und gelten als geheilt". Pusch geht zudem davon aus, dass sich Lage in der Gesundheitsversorgung vor Ort in den nächsten Tagen entspannen wird: Seit diesem Mittwoch gibt es im Kreis eine mobile Notarztpraxis und ein zweites Untersuchungszentrum, das Arztpraxen und Krankenhäuser vor Ort entlassen soll.

12:47 Uhr: Die Gesundheitsmesse in Bochum am 29. März ist abgesagt worden. Bochums größte Leistungsschau der Gesundheitswirtschaft, die in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfinden würde, soll am 13. September nachgeholt werden - wie gehabt im Ruhrcongress.

12:30 Uhr: Nach der Städtregion Aachen schickt jetzt auch der Kreis Heinsberg medizinisches Personal, das in Kontakt mit Coronavirus- Infizierten war, nicht mehr automatisch in Quarantäne. Die Richtlinie des Robert Koch-Instituts führe dazu, dass nach und nach immer mehr medizinisches Personal nicht mehr arbeiten dürfe, sagte Landrat Stephan Pusch am Mittwoch in einem Facebook-Video. „Das heißt also Arztpraxen, Kliniken haben massiv Probleme, den Betrieb aufrecht zu erhalten“, sagte Pusch. Jetzt dürften Betroffene unter Einhaltung strenger Schutzvorschriften weiterarbeiten.

12:28 Uhr: "Die Krankenhäuser in Aachen und in der gesamten StädteRegion stehen angesichts der steigenden Corona-Virus-Infektionen vor einem gravierenden Problem", berichtete die Städteregion Aachen. Krankenhaus-Mitarbeiter, die Kontakt zu Corona-Verdächtigen bzw. -Erkrankten haben, kommen deshalb nicht mehr automatisch in häusliche Quarantäne, sondern nur, wenn sie auch Erkrankungs-Symptome zeigten. Die Städteregion hält sich deshalb nicht mehr an Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Sonst hätten dort nach der RKI-Regelung 45 Kontaktpersonen 14 Tage lang unter Quarantäne gestellt werden müssen. "Damit wäre die Arbeit auf der Intensivstation der Universitätsklinik zum Erliegen kommen", hatte die Klinik betont.

11:43 Uhr: Das St.-Marien-Hospital in Marsberg hat Besuche von Patienten auf der Intensivstation eingeschränkt. Grund ist der Mangel an der nötigen Schutz-Ausrüstung, die Besucher auf der Intensivstation tragen müssten.

11.35 Uhr: In Erkrath im Kreis Mettmann gibt es den ersten Coronafall. Das Virus wurde bestätigt. Die betreffende Person und die Familienangehörigen seien in häuslicher Quarantäne, teilte die Stadtverwaltung mit. Man sehe derzeit aber keinen Grund, Schulen oder Kitas zu schließen. Der Krisenstab des Kreises Mettmann tage dazu jedoch noch am Mittwoch.

11:08 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat Arbeitgebern im Gesundheitswesen im Zuge der Coronavirus-Ausbreitung mangelnde Vorbereitung beim Arbeitsschutz vorgeworfen. „Es kann nicht sein, dass die Arbeitgeber im Gesundheitswesen im Arbeitsschutz so schlecht vorbereitet sind wie sie jetzt vorbereitet waren“, sagte Laumann. Arbeitsschutz sei Sache der Arbeitgeber, betonte der Minister. Mitarbeiter von Praxen und Kliniken kritisieren seit Tagen, dass ihnen Schutzausrüstung für den Behandlung möglicher Coronavirus-Infizierter fehle.

10:44 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit der Lungenkrankheit Covid 19, die durch das Coronavirus ausgelöst werden kann, ist in NRW auf 129 gestiegen, das hat das NRW-Gesundheitsministerium berichtet. Im Kreis Heinsberg ist die Zahl der Infektionsfälle, die bestätigt wurden, auf 87 gestiegen. Bundesweit zählte das Robert-Koch-Institut zum Stand 10 Uhr 240 Fälle. Angesichts der neuen Fälle aus NRW war dieser Wert am Mittwochvormittag nicht mehr aktuell.

10:11 Uhr: Der Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach soll vor der Begegnung am Samstag, 7. März, gegen Borussia Dortmund alle Karten-Inhaber aus dem Kreis Heinsberg auffordern, freiwillig nicht ins Stadion zu kommen - um einer möglichen Verbreitung des Coronavirus vorzubeugen. Dies erklärte NRW-Gesundheitsminister Laumann auf einer Pressekonferenz. Zusammen mit dem Verein habe das NRW-Gesundheitsministerium von einer Absage der Begegnung Abstand genommen. Borussia Mönchengladbach werde beim Verzicht auf den Besuch allen Karteninhabern den Kartenpreis erstatten. Nicht nur das: "Allen Kartenkäufern aus dem Kreis Heinsberg, die von diesem Angebot Gebrauch machen und ihre Karte zurückgeben, wird Borussia Mönchengladbach kostenlos zum nächsten Champions- oder Europa-League-Heimspiel im Borussia-Park einladen", teilte der Verein am Mittwoch mit. Bis dahin wird noch Zeit vergehen, an den aktuellen internationalen Wettbewerben dieser Saison ist die rheinische Borussia nicht mehr beteiligt.

10:02 Uhr: Das Land NRW kauft eine Million Atemschutzmasken, um Materialengpässe im Gesundheitswesen zu beheben. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in einer Pressekonferenz an. Schon in Kürze würden 20.000 solcher Atemmasken zur Verfügung stehen, sagte Laumann: "Es wird zügig gehen, dass wir an diese Masken kommen". Die Masken sollen dann dorthin verteilt werden, "wo sie am dringendsten gebraucht werden" - bei Ärzten und Krankenhäusern. Koordiniert werde die Verteilung voraussichtlich über das Ministerium, bzw. über die zuständigen örtlichen Gesundheitsämter, sagte Laumann. In der Zwischenzeit werde das Land NRW dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg mit Material helfen. „Wir haben über 7000 Atemschutzmasken, knapp 3000 Schutzanzüge, 2000 Testsets organisiert und in den Kreis Heinsberg geschickt“, sagte Laumann.

9:59 Uhr: Im Hochsauerlandkreis hat sich bis dato noch kein Coronavirus-Verdacht bestätigt. Die Sorge vor einer Ausbreitung führt auch dort zur Absage von Veranstaltungen.

9:45 Uhr: Die evengelische Kirchengemeinde Wesel verzichtet ab sofort auf den Gemeinschaftskelch bei der Abendmahl-Feier. Bei Gottesdiensten werde man Teilnehmern bis auf Weiteres einen Einzelkelch anbieten, so habe es die Evengelische Kirche im Rheinland mit Blick auf Sorgen vor Corona-Ansteckungen empfohlen.

9:29 Uhr: Die Folgen des Coronavirus machen sich in den Gastronomie- und Veranstaltungsbetrieben in NRW bemerkbar. Seit vergangener Woche seien die Absagen und Verschiebungen vermehrt aufgetreten. "Selbst kleinere Zusammentreffen werden aktuell abgesagt oder verschoben", berichtet ein Duisburger Catering-Unternehmen.

9.12 Uhr: Das Essener Energie-Unternehmen Steag berichtet von einem Verdachtsfall. Eine Mitarbeiter einer Steag-Tochterfirma in Aachen stehe unter häuslicher Quarantäne wegen des Coronavirus. Der Fall stehe in einem Kontext zu den Ansteckungen im Kreis Heinsberg, sagte ein Steag-Sprecher auf Nachfrage. Weitere Fälle seien im Unternehmen derzeit nicht bekannt, sagte der Sprecher. Als Reaktion auf die Corona-Verbreitung habe das Unternehmen Mitarbeitern Dienstreisen in die vom Auswärtigen Amt in den Reisewarnungen genannten Corona-Krisengebiete untersagt.

9:09 Uhr: "Sorry We're closed": Mit diesem Hinweis informiert das Rhein-Gymnasium in Köln heute, dass die Schule mindestens an diesem Mittwoch geschlosen bleibt. Bei einer Praktikantin sei die Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden, teilte die Schulleitung mit. "Das Gesundheitsamt wird an diesem Mittwoch klären, wer wann Kontakt mit dieser Lehrkraft hatte". Inwieweit die Schule auch am Donnerstag wieder öffnen könne, soll am Mittwoch entschieden werden, hieß es. Klassenarbeiten und Vorabitur-Klausuren würden verschoben.

8.42 Uhr: Von insgesamt sechs Corona-Verdachtsfällen in Dortmund hat sich bis dato keiner bestätigt, teilt die Stadt Dortmund mit. Am dortigen Uniklinikum wurde zuletzt eine 61-jährige Frau aus Unna behandelt, bei der das Coronavirus nachgewiesen worden war. Sie sei inzwischen in häusliche Quarantäne entlassen worden, weil sie bis dato keine Krankheits-Symptome gezeigt hätte.

8:34 Uhr: Mit Blick auf die anstehenden Osterferien (6. bis 17. April) gibt es in vielen Schulen in Herne Diskussionen über geplante Klassenfahrten. Schulleiter bitte um Besonnenheit - vor allem, wenn Klassen- oder Stufenfahrten Ziele haben, die bis dato nicht als Risikogebiet gelten.

7:51 Uhr: 14 Schüler einer Klasse der James-Rizzi-Schule in Duisburg-Meiderich müssen sicherheitshalber bis Ende der Woche zu Hause bleiben. Sie waren auf Klassenfahrt in Italien und hatten dort womöglich Kontakt zu einem Lehrer aus Berlin, der jetzt positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

7:46 Uhr: NRW-Ministerpräsident Karl-Josef Laumann warnt vor "Corona-Panik". Auf einer CDU-Veranstaltung in Gladbeck sagte Laumann, man müsse die Ausbreitung des Virus zwar sehr ernst nehmen, "es besteht aber kein Grund etwa zu Hamsterkäufen". Trotz hoher Belastung und einem Mangel an Schutzausrüstung, wie etwa Gesichtsmasken, laufe die medizinische Versorung in NRW derzeit "alles in allem gut".

7:30 Uhr: In fast allen Bundesländern gibt es inzwischen bestätigte Corona-Fälle, berichtet das Robert-Koch-Institut in Berlin. Von den bundesweit über 170 Fällen sind die meisten in NRW (105, Stand Dienstababend). Noch keine Meldungen gebe es aus dem Saarland und aus Sachsen-Anhalt, hieß es beim RKI. Am Dienstagabend wurden auch aus Mecklenburg-Vorpommerm zwei bestätigte Corona-Fälle gemeldet.

6:51 Uhr: Im Kreis Heinsberg soll an diesem Mittwoch eine fahrbare Arztpraxis den Dienst aufnehmen, deren Aufbau am Dienstag startete. Sie soll helfen, Arztpraxen und Krankenhäuser vor Ort zu entlasten und ist neben einem weiteren 'Fieber-Zelt' in Erkelenz.zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Coronavirus-Verdacht. Unterdessen nehmen ab diesem Mittwoch die Amtsgerichte Heinsberg, Erkelenz und Geilenkirchen den Sitzungsbetrieb wieder auf und öffneten die Gerichte auch für den Publikumsverkehr, teilten die Gerichte mit. Kommenden Montag sollen Schulen und Kindergärten im Kreis wieder öffnen, teilte der Kreis Heinsberg mit.

6:44 Uhr: In Köln sind aktuell 82 Menschen in häuslicher Quarantäne, die in Kontakt mit Personen standen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen worden ist. Auch 23 Feuerwehrleute wurden als Kontaktpersonen ermittelt, darunter wurden bis dato bei drei Feuerwehrleuten das Coronavirus positiv getestet, teilte die Stadtverwaltung mit. In allen Fällen stünden die Infektionen im Zusammenhang mit den Ansteckungen im Kreis Heinsberg. Insgesamt gibt es in Köln aktuell sechs bestätigte Corona-Fälle.

6:42 Uhr: Nach ersten Schulschließungen wächst unter Abiturienten die Sorge, dass das Coronavirus ihre Abitur-Vorbereitungen durchkreuzen könnten. Eltern- und Lehrerverbände fordern einen "Abi-Notfallplan". Das NRW-Schulministerium weist darauf hin, Eltern dürften trotz der aktuellen Coronavirus-Lage ihre Kinder nicht vom Unterricht fernhalten: Die Schulpflicht gelte weiter.

6:26 Uhr: Der zweite Corona-Fall am Uniklinikum Essen ist eine 89-jährige Frau, hat das Uniklinikum Essen veröffentlicht. Sie wird in einem Isolationszimmer auf einer Intensivstation versorgt. Ihr Zustand habe sich am Dienstag verschlechert, sei aber stabil.

6:03 Uhr: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern kommen an diesem Mittwoch in Berlin zusammen. Bundesminister Jens Spahn (CDU) und die Vorsitzende der Länderminister, die Berliner Senatorin Dilek Kalayci (SPD), wollen nach dem Treffen am Nachmittag über die aktuelle Lage und das Krisenmanagement informieren. Zuvor gibt Spahn im Bundestag auch eine Regierungserklärung dazu ab. Eines der Themen auf dem Treffen wird der Mangel an Schutzbekleidung für Ärzte sein.

3:31 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus hat in Nordrhein-Westfalen auch Auswirkungen auf die Blutspendebereitschaft. Die Zahl der Blutspender sei in den vergangenen Tagen um knapp 20 Prozent zurückgegangen, sagte ein Sprecher des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes. „Die Verunsicherung bei den Leuten ist groß“, sagte der Sprecher, versicherte aber gleichzeitig: „Das Spenden und Empfangen von Blut ist auch in Zeiten des Coronavirus ungefährlich.“

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0:15 Uhr: In der Uniklinik Düsseldorf werden seit Dienstagabend zwei weitere schwer erkrankte Corona-Patienten behandelt. Beide stammen aus dem Kreis Heinsberg. Die beiden anderen Patienten sind der 47-jährige Mann, der als Erstinfizierter in NRW gilt, und seine ein Jahr jüngere Frau. Der Zustand des Ehepaares habe sich nicht signifikant geändert, teilte die Klinik mit: Beim Mann sei er ernst, aber unverändert stabil, bei der Frau hätten sich die Symptome gebessert.

0:01 Uhr: Im Kreis Düren ist ein weiterer Fall des neuartigen Coronavirus bei einer Lehrerin bestätigt worden. Die Frau sei aus der Städteregion Düren und unterrichte an der Johannes-Schule in Aldenhoven-Siersdorf, teilte der Kreis Düren am Dienstagabend mit. Damit steige die Zahl der bestätigten Fälle im Kreis auf drei. Die Grundschule bleibt vorsichtshalber am Mittwoch geschlossen. (Red./dpa)

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