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Coronavirus in NRW: Meldungen vom Montag (2. März)

Für Hausärtze ist  ein Infektions-Schutzanzug wie dieser derzeit so gut wie nicht zu bekommen.

Für Hausärtze ist ein Infektions-Schutzanzug wie dieser derzeit so gut wie nicht zu bekommen.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen.   Rund 100 Eltern sollen in Essen in häusliche Quarantäne, am Abend gibt die Stadt Empfehlungen für Veranstalter ab. Unser News-Blog zum Nachlesen.

In diesem Artikel haben wir unsere Berichterstattung für Sie archiviert. Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen zum Coronavirus in NRW. Hier finden Sie die nationalen und internationalen Entwicklungen.

Coronavirus - die Entwicklungen in NRW am Montag (2. März):

20:44 Uhr: Die Stadt Essen hat eine Empfehlung für Veranstalter herausgeben: Bei Veranstaltungen mit mehr als 25 Personen sollte eine Teilnehmerliste mit allen Kontaktdaten erstellt werden. Die Stadt betont, dass diese Reglung aktuell nur eine Empfehlung sei. Man würde aber von der weiteren Entwicklung abhängig machen, ob aus der Freiwilligkeit eine Verpflichtung werden müsse.

19:05 Uhr: Der Landrat des besonders vom Coronavirus betroffenen Kreises Heinsberg erwägt Ausnahme-Regeln für Ärzte, damit trotz der neuartigen Krankheit die medizinische Versorgung sichergestellt ist. Diese zu gewährleisten werde im Kreis derzeit zunehmend schwierig, betonte Landrat Stephan Pusch (CDU) am Montag in einer Videobotschaft bei Facebook. Er sprach von einer „ernsten“ Situation. Immer mehr Praxen meldeten sich beim Gesundheitsamt ab. Nach den Vorschriften des Robert Koch-Institutes (RKI) müsse medizinisches Personal nach Kontakt zu Infizierten 14 Tage in Quarantäne. Es sei nun die Frage, ob der Kreis abweichende Richtlinien herausgebe, wenn das Personal „keinerlei Symptome“ zeige und „entsprechende Schutzvorrichtungen“ getroffen würden, so Pusch. Es gehe um Patienten, die zum Beispiel mit Verdacht auf einen Herzinfarkt behandelt werden müssten. „Für den ist erstmal sekundär, ob die abstrakte Gefahr besteht, dass er sich bei diesem Arztbesuch noch mit dem Coronavirus ansteckt“, sagte Pusch.

17:42 Uhr: Die NRW-Landesregierung hat Handelsketten vor dem Hintergrund von 'Hamsterkäufen' gestattet, auch Sonntags Nachschub zu organisieren. Doch die Ketten wollen davon eigenen Angaben nach vorerst keinen Gebrauch machen.

17:11 Uhr: Die Absage der besucherstarken März-Messe „Sanitär Heizung Klima“ (verschoben auf September) trifft die Essener Hotellerie hart. „Das ist wirklich dramatisch“, sagt Harald Mintrop, Geschäftsführender Gesellschafter der Mintrop-Hotels Burgaltendorf und Margarethenhöhe. Eine stichprobenartige Dehoga-Umfrage bei Essener Hotels kam am Montag zu dem Ergebnis, dass alle Hotels wegen der Verschiebung Verluste erwarten – „überwiegend in fünfstelliger Höhe“.

16:49 Uhr: In den Gesundheitsämtern der Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen fehlen Ärzte - nicht erst seit sich der neuartige Coronavirus ausbreitet. „Der Personalmangel in den Gesundheitsämtern ist ein bundesweites Problem“, sagte am Montag die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert. Nach einer Umfrage des WDR-Magazins Westpol fehlen in zwei Drittel der NRW-Gesundheitsämter Ärzte.

16:25 Uhr: Im Kreis Heinsberg sollen die Amtsgerichte in Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg am Mittwoch wieder für den Publikumsverkehr öffnen, teilte der Kreis mit. Seit der vergangenen Woche waren die Gerichte wegen des Coronavirus vorsorglich geschlossen worden. Das Landgericht Mönchengladbach soll ebenfalls am Mittwoch wieder öffnen. Für dringende Fälle gebe es einen "Eildienst", unaufschiebbare Maßnahmene würden mit der "gebotenen Vorsicht" durchgeführt. Die 80 Schulen im Kreis Heinsberg, die derzeit wegen der Coronafälle geschlossen sind, sollen ab kommende Woche Montag wieder öffnen, berichtete der Kreis.

16:18 Uhr: In NRW hat sich die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus weiter erhöht. Den Behörden waren am Montagnachmittag um 15.30 Uhr 92 Fälle bekannt, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte. Am Vormittag war noch von 86 Fällen die Rede.

16:07 Uhr: Der Vorstandsvorsitzende des Duisburger Hafens, Erich Staake, rechnet mit negativen Auswirkungen auf die Transportbranche durch das Coronavirus. „Bereits heute hat die Ausbreitung des Coronavirus in der globalen Transportwirtschaft für erhebliche Rückgänge im Handelsvolumen gesorgt“, sagte Staake laut einer Mitteilung der Hafengesellschaft vom Montag. Logistik und Warentransport trügen jedoch selbst nicht zur Gefährung bei, sagte Staake mit Verweis auf Erkenntnisse des Bundesinstituts für Risikobewertung. Demnach sei es "unwahrscheinlich, dass importierte Waren, wie Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände, Quelle einer Corona-Infektion sein könnten". Die Hafengesellschaft hat am Montag einen Krisenstab eingerichtet.

15:42 Uhr: Immer mehr Städte in Nordrhein-Westfalen richten im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Diagnosezentren ein. So nahmen am Montag spezielle Zentren in Düsseldorf und Köln die Arbeit auf, zuvor waren schon in Gangelt im Kreis Heinsberg, sowie in Kleve Stellen eingerichtet worden, an denen sich Patienten auf das neuartige Virus testen lassen können. Durch diesen Schritt sollen Hausarztpraxen entlastet und deren Personal geschützt werden. Zwei Erkrankte aus Goch beschwerten sich unterdessen über lange Wartezeit im Klever Fieberzelt.

15:37 Uhr: Das Lüdenscheider Unternehmen Kostal ergreift Vorsichtsmaßnahmen. Grund: Ein Mitarbeiter hatte beruflich Kontakt mit einer Person, die unter Corona-Verdacht steht, berichtete ein Unternehmenssprecher. Der Mitarbeiter arbeite bis auf Weiteres von zuhause aus. Ihm gehe es gut, er zeige keinerlei Symptome, hieß es.

15:35:Uhr: In Lüdenscheid selbst sind derzeit zwei Grundschulen geschlossen, die Mosaik- und die benachbarte Otfried-Preußler-Schule im Ort Gevelndorf. Bei einem Lehrer der Mosaikschule gebe es Corona-Verdacht. Die Schließung der Schulen sei "eine reine Vorsichtsmaßnahme". Sie gelte vorerst nur für diesen Montag, teilte die Stadt mit - solange das Testergebnis zum Verdachtsfall offen sei: Im Gebäude und auf dem Schulhof gebe es eigentlich keinen Kontakt zwischen den Schülerinnen und Schülern der beiden Schulen.

15:19 Uhr: Dem Coronavirus-Patienten der Uniklinik Münster, der sich bei einer Iran-Reise angesteckt hatte, geht es „ausgesprochen gut“. Das sagte der Ärztliche Direktor der Uniklinik, Hugo Van Aken bei einer Pressekonferenz am Montag in Münster. Der Iraner habe sich vorbildlich verhalten und sich gut isoliert. Die Frau des Ingenieurs, die nicht mit ihrem Mann im Iran war, habe sich nicht angesteckt. Das Gesundheitsamt der Stadt nimmt jetzt mit Hilfe der Lufthansa Kontakt zu den Reisenden auf, die im Flugzeug bei der Rückreise im Umfeld des 51-Jährigen gesessen haben. Der Münsteraner war am 28. Februar von Teheran nach Frankfurt zurückgeflogen. Per Zug reiste er dann nach Köln. Von dort fuhr er mit dem eigenen Auto nach Münster. Nach Auskunft der Stadt sei es allerdings nicht möglich zu ermitteln, wer im Zug neben ihm gesessen habe.

14:45 Uhr: Am Flughafen Düsseldorf wurde am Montagmorgen ein Flugreisender unter Quarantäne gestellt. Der Iraner, der in Großbritannien lebt, war um 6.25 Uhr mit einem Flug von Etihad Airways aus Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingereist. Er sei zwar mit dem Coronavirus infiziert, zeige aber keine Symptome, sagte ein Sprecher des Flughafen Düsseldorf. Der Iraner habe sich vor seiner Abreise testen lassen, erst während des Fluges aber sei das Ergebnis gekommen. Der Mann sei nach der Landung beim Verlassen des Flugzeuges sofort isoliert worden. "Die Weiterreise wurde ihm untersagt", sagte der Sprecher.

14:32 Uhr: Den Eindruck von Hamsterkäufen kann man bei Edeka in der Region Rhein-Ruhr derzeit nicht NRW-weit bestätigen. "Bei vereinzelten Märkten im Raum Heinsberg war in den vergangenen Tagen eine verstärkte Kundennachfrage spürbar, dort wurden vor allem haltbare Lebensmittel nachgefragt", sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. Flächendeckend für die 850 Lebensmittelmärkte in NRW könne man "keine übergreifenden Tendenzen beschreiben". Die Warenversorgung sieht man bei Edeke "weiterhin sichergestellt". Eine Rewe-Sprecherin erklärte: "Es gibt keine Engpässe in der Warenversorgung. Die Frequenz der Belieferung der Rewe- und Penny-Märkte haben wir erhöht bzw. angepasst. Wir sind gut auf die Situation eingestellt."

14:23 Uhr: Im Kreis Heinsberg steigt die Zahl der bestätigten Infektionsfälle auch am Montag: Inzwischen werden 78 Infizierte gezählt, am Sonntag waren es noch 65 bestätigte Fälle. Der Krankheitsverlauf sei bei allen neu Betroffenen mild, sagte Sprecher Ulrich Hollwitz. Inwieweit auch die neuen Fälle im Zusammenhang mit der Karnevalssitzung stehen im Ort Gangelt stehen, konnte der Sprecher noch nicht sagen.

14:16 Uhr: Die Stadt Bochum rüstet sich für den Ernstfall. Der Krisenstab rechne nach Angaben der Stadt damit, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis auch in Bochum der erste Verdachtsfall gemeldet werde: "Auch wir werden betroffen, wir wissen nur noch nicht wann". Noch aber sei kein solcher Fall in Bochum gemeldet worden, hieß es am Mittag. Bei der seit Jüngstem eingerichteten Corona-Hotline in der Stadtverwaltung, die unter der Telefonnummer 0234/910-5555 zu erreichen ist, gingen bislang 300 Anrufe ein – "auch aus den umliegenden Städten", sagte ein Stadtsprecher. Von 8 Uhr bis 16 Uhr werden alle Fragen zu Vorsichtsmaßnahmen und Verhaltensregeln beantwortet.

14:04 Uhr: Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe hat seinen für den 5. bis 7. März geplanten Hausärztetag in Münster abgesagt. "Hausärzte werden jetzt in den Praxen gebraucht", sagte Anke Richter-Scheer, 1. Vorsitzende des Verbandes. Es sei die erste Absage des Kongresses. Über 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich angemeldet.

14:01 Uhr: Beim Versuch, sich vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen, greifen manche Menschen zu rabiaten Mitteln: Aus Krankenhäusern wurden bereits Desinfektionsflaschen aus den öffentlichen Spendern geklaut. Das komme vereinzelt vor, berichtete ein Sprecher der drei Malteser-Krankenhäuser am Niederrhein am Montag in Duisburg. Der Zusammenhang mit dem Coronavirus sei offensichtlich. Desinfektionsmittel sind derzeit knapp. In vielen Apotheken und beim Großhändler sind sie vergriffen.

13:45 Uhr: Ein Gefangener der JVA Köln-Ossendorf steht unter Corona-Verdacht, teilte die Anstaltsleitung mit. Der 27-Jährige, der aus Bayern kommt, ist seit dem 20. Februar in Köln untergebracht. Er klagte über Fieber, andere Symptome habe er bis dato nicht gezeigt. Das Ergebnis des Virustests stehe noch aus, hieß es.

13:37 Uhr: Nun gibt es auch im Rheinisch-Bergischen Kreis einen ersten bestätigten Corona-Fall. Die betreffenden Frau sei seit Freitag in häuslicher Quarantäne. Die Patientin hatte am Freitag telefonisch ihrem Hausarzt Symptome geschildert. Ihr gehe es "den Umständen entsprechend gut", teilte der Kreis mit. Mitarbeiter im Kreis-Gesundheitsamt ermittelten jetzt den Kreis der Kontaktpersonen der Frau.

13.31 Uhr: Weil sie mit einer Corona-Infizierten auf einem Elternabend am Theodor-Heuss-Gymnasium waren, empfiehlt die Stadt Essen 100 bis 150 Eltern, freiwillig zu Hause zu bleiben. Bei der Veranstaltung wurde entschieden, eine Ski-Freizeit nach Südtirol abzusagen.

13.12 Uhr: Nach der Eröffnung des Fieberzelts am Klever St.-Antonius-Hospital sind allein am Samstag und Sonntag mehr als 40 Menschen positiv auf Influenza getestet worden. Das teilte der Kreis Kleve auf NRZ-Nachfrage mit. Eine Infektion mit dem Coronavirus hat es bislang im Kreis Kleve nicht gegeben.

12.56 Uhr: Die meisten der wegen eines Coronavirus-Falles unter den Mitarbeitern ausgesperrten rund 1500 Beschäftigten der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) in Düsseldorf und Essen können am Dienstag wieder zurück in ihre Büros. „Die Büros wurden großflächig desinfiziert“, berichtete ein Unternehmenssprecher am Montag. Die zuständigen Behörden hätten der Wiederaufnahme der Arbeit zugestimmt. Nachdem bei einem Mitarbeiter das Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden war, hatte das Unternehmen am Donnerstagabend alle 1500 Kollegen des Mannes in den Niederlassungen Düsseldorf und Essen aufgefordert, erst einmal zuhause bleiben.

12.35 Uhr: Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe hat seinen dreitägigen Hausärztetag am nächsten Wochenende abgesagt. Die Mitglieder wollten sich eigentlich vom 5. bis 7. März in Münster treffen. „Angesichts der aktuellen Coronavirus-Infektionen in der Region und der großen Sorge in der Bevölkerung, was dieses Thema angeht, stehen die Kolleginnen und Kollegen in den Hausarztpraxen in diesen Tagen unter einer besonderen Belastung“, erklärte die Vorsitzende Anke Richter-Scheer am Montag. Daher habe sich der Verband entschlossen, den Kongress mit über 450 Teilnehmern abzusagen.

12.19 Uhr: Bei einem Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Köln gibt es einen Verdacht auf das Coronavirus. Ein Arzt habe den Inhaftierten auf das Virus getestet, teilte JVA-Leiterin Angela Wotzlaw am Montagmittag mit. Demnach klagte der 27-Jährige am Sonntagabend über Fieber, andere Symptome habe er aber nicht gezeigt. Er müsse nun in seiner Zelle bleiben, bis das Testergebnis am Montagabend oder Dienstag vorliege. Das Haus 1 der JVA, in dem der aus Bayern kommende Mann seit dem 20. Februar untergebracht ist, werde für die nächsten 24 Stunden abgeriegelt. Die insgesamt 79 Gefangenen müssten in dieser Zeit in dem Haus bleiben. Die Freistunde auf dem Hof und das Benutzen der Sammeldusche seien solange verboten, sagte Wotzlaw.

12.13 Uhr: Der Landtag NRW in Düsseldorf reagiert auf das neuartige Coronavirus: Zum Beginn der Sitzungswoche wurden zusätzliche Desinfektionsmittel-Spender im Parlament aufgebaut. Wie ein Sprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte, wurde zudem das Reinigungspersonal angewiesen, Türklinken in öffentlichen Bereichen mit Desinfektionsmittel abzuwischen.

11.58 Uhr: Da der Vater der von Covid-19 betroffenen Familie aus Büren als Lehrer an einem Berufskolleg in Lippstadt arbeitet, bleibt auch diese Schule für rund 600 Schüler am Montag und Dienstag vorsorglich geschlossen, wie der Kreis Soest mitteilte.

11.55 Uhr: Auch im Kreis Unna ist das Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden: Betroffen ist eine 61-jährige Frau, die am vergangenen Donnerstag zur ambulanten Behandlung im Katharinen-Hospital in Unna war. Auch beim Ehemann der Frau haben die Ärzte den Verdacht auf das Coronavirus. Die Ehefrau wird zur stationären Behandlung nach Dortmund transportiert. Wo sich die Personen angesteckt haben, ist derzeit noch unklar.

11.41 Uhr: Ein Mitarbeiter von Vodafone-Deutschland ist am Corona-Virus erkrankt. Das hat das Unternehmen am Montagmorgen intern bekanntgegeben, wie die RP berichtet. Der Mitarbeiter war am Freitag positiv auf das Virus getestet worden. Er hatte an der Karnevalssitzung in Heinsberg teilgenommen, bei der sich viele andere Menschen infiziert hatten. Weil der Mitarbeiter nach der Karnevalssitzung nicht mehr in der Düsseldorfer Vodafone-Zentrale anwesend war, wird dort auf Quarantänemaßnahmen für Beschäftigte verzichtet. Bei einer Dienstreise zu Vodafone-Standorten in Großbritannien hatte der Mitarbeiter unter anderem Kontakt zu einem Vodafone-Kollegen aus Unterföhring bei München. Dieser und sechs weitere Beschäftigte aus Unterföhring wurden angewiesen, erst einmal zu Hause zu arbeiten. Für alle Vodafone Mitarbeiter weltweit sind Auslandsreisen bis auf weiteres bereits nicht mehr erlaubt, es sei denn, sie sind zwingend erforderlich. Das Unternehmen berät über weitere Schritte.

11.35 Uhr: Nach der Messe Düsseldorf verschiebt nun auch die Messe Essen eine Veranstaltung, die Sanitär-Fachmesse SHK.

11.28 Uhr: Den Behörden in Nordrhein-Westfalen sind bis Montagvormittag 86 Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 bekannt geworden. Dies teilte das Robert Koch-Institut am Vormittag in Berlin mit. Deutschlandweit wurden bislang insgesamt 150 Fälle in zehn Bundesländern bekannt.

10.45 Uhr: Wegen der Verbreitung des Corona-Virus steht das Infotelefon der Stadt Essen nicht mehr still: Zwischen Donnerstag und Sonntagabend wurden 600 Anrufe verzeichnet.

9.16 Uhr: Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg hat am Montagmorgen eine zentrale Anlaufstelle zur Probenentnahme bei Patienten mit Coronavirus-Verdacht eröffnet. Dort könnten nach Überweisung durch den Hausarzt Abstriche zur Untersuchung auf das neuartige Virus vorgenommen werden, sagte eine Kreissprecherin. Das Zentrum ist in einer Halle in der Nähe von Gangelt untergebracht. Es ist nicht frei zugänglich, der Hausarzt müsse die Patienten überweisen, betonte die Sprecherin. Stand Sonntagabend seien im Kreisgebiet 68 Menschen infiziert, neue Zahlen wollte die Verwaltung im Laufe des Montags bekanntgeben.

In Gangelt mit rund 12.000 Einwohnern waren aufgrund der Quarantänemaßnahmen mehrere Arztpraxen geschlossen worden und die übrigen sehr stark ausgelastet, wie der Kreis am Sonntag mitgeteilt hatte. Die Anlaufstelle soll die Ärzte entlasten. Für den 47 Jahre alten mutmaßlichen Erstinfizierten aus NRW, der in der Düsseldorfer Universitätsklinik behandelt wird, gebe es nach wie vor keine Entwarnung, sagte die Sprecherin. Seiner Frau gebe es aber deutlich besser. Der 47-Jährige und seine ein Jahr jüngere Frau hatten am 15. Februar in Gangelt bei einer Sitzung Karneval gefeiert. Dabei sollen sie zahlreiche andere Teilnehmer angesteckt haben.

8.25 Uhr: Wegen des neuartigen Coronavirus sind Desinfektionsmittel im Rheinland knapp. „Desinfektionsmittel sind derzeit knapp, in vielen Apotheken und beim Großhändler sind sie vergriffen. Die Apotheken in Nordrhein haben in der vergangenen Woche so viel Desinfektionsmittel verkauft wie sonst in zwei Jahren“, sagte der Chef des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, der „Rheinischen Post“. Der Verband vertritt mehr als 2100 Apotheken in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf. Preis betonte in dem Interview aber, dass die Lieferung rasch hochgefahren werden könne. Desinfektionsmittel würden - anders als Mundschutz - vor allem in Deutschland und Europa hergestellt.

7.45 Uhr: NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will das Arbeitsrecht aussetzen, um auch sonntags das Anliefern von haltbaren Waren wie Nudeln in Supermärkten zu ermöglichen. Das bestätigte das NRW-Arbeitsministerium am Sonntag. Damit soll gewährleistet werden, dass Kunden montags nicht vor leeren Regalen stehen. Bislang konnten Supermärkte sonntags lediglich mit Frischware beliefert werden: Durch die Ausnahmeregelung sollen nun auch Produkte wie Hygieneartikel, Nudeln und Konserven schneller zur Verfügung stehen. Damit wolle er auch Hysterie und Hamsterkäufen vorbeugen, sagte Laumann am Morgen im WDR.

6.35 Uhr: In Büren im Kreis Paderborn sind wegen des Verdachts auf eine Infektion mit dem Corona-Virus zwei Schulen geschlossen worden. Es handele sich um die Grundschule Harth und das Liebfrauen-Gymnasium Büren. Bei einer Bürener Familie habe sich am Sonntagabend der Verdacht auf die vom neuartigen Coronavirus verursachte Krankheit Covid-19 ergeben. Bisher zeige aber keines der Familienmitglieder Symptome. Die Schließung der beiden Schulen erfolge vorsorglich, bis abgeklärt sei, ob tatsächlich eine Infektion vorliegt. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

6.33 Uhr: Nach der Infektion eines Mitarbeiters einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) in Bonn gibt die Stadt eine erste vorsichtige Entwarnung. Am Sonntagabend lagen negative Tests für 185 Kinder vor, die die Grundschule besuchen, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. 30 Tests auf das neuartige Coronavirus stünden noch aus. Darunter seien sowohl Schüler als auch Lehrer. Krisenteams hatten die Familien am Wochenende aufgesucht, aber noch nicht alle Kontaktpersonen des 23 Jahre alten OGS-Mitarbeiters angetroffen. Er hat nur leichte Symptome und befindet sich nach Angaben der Uniklinik Bonn in häuslicher Quarantäne. Der Student hatte Karneval im Kreis Heinsberg gefeiert.

Was Arbeitgeber zur Bekämpfung des Coronavirus tun können
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6.20 Uhr: Im Fall einer Schülerin aus dem Raum Aachen, die mit ihrer Reisegruppe an der Grenze zu Österreich im Bus gestoppt wurde, gab es am Abend ebenfalls Entwarnung. Nach Angaben eines Sprechers fiel der Test in Bayern auf den neuartigen Coronavirus negativ aus. Die Schülerin hatte vor der Reise „intensiveren“ Kontakt zu einem Jugendlichen, bei dem es einen Nachweis gab.

Häusliche Quarantäne: Die wichtigsten Infos auf einen Blick
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6.15 Uhr: In Münster will die Stadt am Montagmittag bei einer Pressekonferenz über einen Patienten der Uniklinik informieren. Der 51-jährige Münsteraner ist bislang der nachweislich erste Fall in Nordrhein-Westfalen, der keinen Bezug zum Kreis Heinsberg hat. Der Mann war nach einem Urlaub aus dem Iran nach Deutschland zurückgekehrt. Seit Samstag liegt sein positiver Test auf das neuartige Coronavirus vor. Mit leichten Symptomen, vergleichbar einer Erkältung, wird er in der Uniklinik isoliert behandelt. „Es geht ihm soweit gut“, teilte die Klinik am Sonntag mit. Seine Frau hat sich nach Informationen der Stadt freiwillig in häusliche Quarantäne begeben. Der Mann war von Teheran aus über Frankfurt mit dem Flugzeug zurückgekehrt. In Deutschland fuhr er mit der Bahn und dem eigenen Auto über Köln zurück nach Münster. (red/mit dpa)

6.03 Uhr: Auch in Essen wird am Sonntagabend ein erster Fall von Covid-19 bestätigt: Eine Frau aus Kettwig hatte die mittlerweile bekannte Karnevalssitzung in Heinsberg besucht.

Wie das Coronavirus NRW erreichte - Unsere Live-Ticker zum Nachlesen:

Die aktuelle Entwicklung beim Thema Coronavirus

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