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Coronavirus in NRW: Meldungen vom Mittwoch (26. Februar)

Coronavirus: Diese Behörden und Institutionen sind zuständig

Im Seuchenalarmplan NRW steht detailliert, was zu tun ist, um das Coronavirus einzudämmen. Diese Organisationen und Behörden sind zuständig.

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Essen.  Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten in NRW steigt. Hier finden Sie alle Meldungen vom Mittwoch, 26. Februar, im Newsblog zum nachlesen.

In diesem Artikel haben wir unsere Berichterstattung für Sie archiviert. Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen zum Coronavirus in NRW. Hier finden Sie die nationalen und internationalen Entwicklungen.

Coronavirus in NRW: Meldungen vom Donnerstag (27. Februar)

Chronik: Coronavirus in NRW – so war die Lage am Mittwoch

23:07 Uhr: Zur Eindämmung der Coronavirus-Fälle im Kreis Heinsberg will der Krisenstab alle Besucher einer Karnevalsveranstaltung in der Gemeinde Gangelt ermitteln. Der Kreis geht davon aus, dass an der Sitzung in einem Saal etwa 300 Besucher teilgenommen haben. Darunter soll auch das Ehepaar sein, das in der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird. Wichtig sei, nunmehr alle Besucher der Kappensitzung im Ortsteil Langbroich-Harzelt am 15. Februar zu erfassen. Diese sowie deren Partner und gegebenenfalls Kinder und andere Mitbewohner müssten für 14 Tage in häuslicher Quarantäne verbleiben, hieß es am Mittwochabend in einer Mitteilung.Die Besucher der Kappensitzung würden gebeten, sich umgehend mit folgenden Angaben per E-Mail unter infektionsschutz@kreis-heinsberg.de zu melden: Name, Adresse, Rufnummern, Geburtsdatum und Hausarzt. Ab Donnerstag, 27. Februar, soll unter www.kreis-heinsberg.de ein Meldeformular zur Verfügung stehen. Es werde dringend darum gebeten, nicht die Notrufnummern zu blockieren oder selbstständig Arztpraxen oder Krankenhäuser aufzusuchen.

22:19 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sind zwei weitere Personen nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Im Zuge der Überprüfung von Kontaktpersonen des erkrankten Ehepaares aus der Gemeinde Gangelt hätten sich zwei neue bestätigte Covid-19-Fälle ergeben, teilte der Kreis Heinsberg am Mittwochabend mit. Dabei handele es sich um eine Mitarbeiterin des schwer erkrankten 47-Jährigen und deren Lebensgefährten, wie ein Sprecher des Kreises sagte. "Die Gemeinde Gangelt kristallisiert sich derzeit als Schwerpunkt der COVID-19-Infektionen im Kreis Heinsberg heraus", teilte die Behörde mit. Zudem gebe es einen weiteren Verdachtsfall, hieß es.

21:30 Uhr: Laut einem Medienbericht von Mittwochabend soll es einen weiteren bestätigten Corona-Fall in NRW geben. Die Rheinische Post berichtet mit Verweis auf Behördenangaben, dass das Virus bei einem Arzt eines Krankenhauses in Mönchengladbach festgestellt worden sei. Der Arzt habe sich bei dem 47-Jährige Corona-Erkrankten aus Gangelt angesteckt. In dem genannten Krankenhaus fand sich am Mittwochabend niemand, der diese Information bestätigten konnte.

Dinslakener Schule sagt wegen Coronavirus Klassenfahrt nach Tirol ab

20:55 Uhr: Die Erkrankung des Mannes aus Gangelt hatte auch Auswirkungen auf Köln: Wie sich herausstellte, hatte sich der Coronavirus-Patient noch vor kurzem zu regulären Nachsorgeuntersuchungen in einer anderen Sache in der Uniklinik Köln aufgehalten - am 13. und 19. Februar. In dieser Zeit soll er Kontakt zu zehn Mitarbeitern und 31 anderen Patienten gehabt haben, die mit ihm in den Wartebereichen saßen. Alle 41 Kontaktpersonen seien ausfindig gemacht worden und würden von medizinischen Teams auf das Virus getestet, teilte das Gesundheitsamt der Stadt mit. Zum Teil hätten sie sich noch im Krankenhaus befunden, zum Teil seien sie zu Hause aufgesucht wurden.

20:02 Uhr: Aus Sorge vor Ansteckung hat eine Dinslakener Schule eine Klassenfahrt nach Tirol abgesagt. Eltern waren in Sorge geraten, weil 50 Kilometer vom Zielort der Skifreizeit Corona ausgebrochen sei, berichtete die Schulleiterin. Da Behörden in Österreich wegen Coronafällen Gebiete sperren könnten, habe man in der Dinslakener Schule verhindern wollen, dass Schüler bei sich zuspitzender Lage dort festsitzen, hieß es.

19:30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet hierzulande mit einer Ausbreitung des Coronavirus. „Wir befinden uns am Beginn einer Corona-Epidemie in Deutschland“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. „Die Infektionsketten sind teilweise - und das ist eine neue Qualität - nicht nachzuvollziehen.“ Vor diesem Hintergrund sei es fraglich, ob die bisherige Strategie zum Eingrenzen des Virus und zum Beenden der Infektionsketten weiter aufgehe. In Deutschland waren seit Dienstagabend bis zum frühen Mittwochabend sieben Infektionen bekannt geworden.

Schülerin aus Wesel bleibt nach Italien-Reise zu Hause

18:45 Uhr: Eine Schülerin des Andreas-Vesalius-Gymnasium in Wesel muss vorsorglich zu Hause bleiben. Die Oberstufenschülerin war am Karnevalswochenende in Mailand, das in der vom Coronavirus besonders betroffenen Region Lombardei liegt. Das Mädchen zeige keinerlei Krankheitssymptome, sagte die Leiterin des Gymnasiums. Die Nachricht von der Italien-Reise der Schülerin habe jedoch Sorge unter Mitschülern und Angehörigen ausgelöst, hieß es an der Schule.

18:30 Uhr: Die Nachricht, dass bei zwei Bewohnern das Coronavirus nachgewiesen wurde, hat Menschen im Ort Gangelt im Kreis Heinsberg auch Verunsicherung ausgelöst. Eine Reporterin dieser Zeitung berichtet, manche der Straßen seien menschenleer gewesen. In Geschäften im Ort hingegen herrschte am Mittwoch ein Andrang "wie sonst kurz vor Weihnachten". Manche der Bewohner hätten Hamsterkäufe vorgenommen, würden haltbare Lebensmittel kaufen; auch Desinfektionsmittel würden stark gekauft. Auch vor der örtlichen Apotheke hätten sich am Morgen Menschenschlangen gebildet.

17:28 Uhr: Was geschieht, wenn sich eine hochansteckende Krankheit in NRW ausbreitet? Der Seuchenalarmplan schreibt vor, wer wann was zu tun hat. Eine Übersicht über wichtige Bestimmungen: Coronavirus: Wie der Seuchenalarmplan NRW funktioniert

17:22 Uhr: Nach der Coronavirus-Infektion einer Kindergärtnerin soll die betroffene Einrichtung in Gangelt an der deutsch-niederländischen Grenze für insgesamt zwei Wochen geschlossen bleiben. Das teilte der Kreis Heinsberg am Mittwoch mit. Die Kita mit 65 Plätzen ist bereits seit Anfang der Woche dicht. Die Einrichtung selbst schrieb auf ihrer Internetseite, dass sie bis zum 6. März geschlossen bleibe. Die infizierte 46-Jährige hatte noch bis Freitag in der Kindertagesstätte im Ortsteil Breberen gearbeitet. Die Inkubationszeit - der Zeitraum zwischen Infektion und Beginn von Symptomen - beträgt nach derzeitigem Stand meist 2 bis 14 Tage.

Sorge vor Coronavirus – so reagieren Veranstalter und Messen

17:15 Uhr: Menschenansammlungen, raten Experten, solle meiden, wer sich vor dem Coronavirus schützen will. Aber was wird dann aus all den lange geplanten Großveranstaltungen im Ruhrgebiet? Wir haben nachgefragt:

17:03 Uhr: Wer glaubt, Symptome einer Coronavirus-Infektion zu haben, soll laut NRW-Gesundheitsministerium nicht einfach zum Arzt gehen. So verhält man sich bei dem Verdacht einer Infektion:

16:51 Uhr: Die Nachrichten von den beiden bestätigten Coronavirus-Fällen verunsichert viele Menschen im Land. Die Behörden im Sauerland, in Hagen und Siegen-Wittgenstein berichten von vermehrten-Bürger-Anfragen rund um die Infektion.

Schulen sagen wegen Corona-Fällen Schüleraustausch ab

16:44 Uhr: Obwohl im Kreis Mettmann noch kein Infizierter registriert wurde, gibt es in Velbert erste Auswirkungen der Erkrankung. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium hat seine Italienreise, die nächste Woche stattfinden sollte, abgesagt. Die Oberstufe des Gladbecker Riesener-Gymnasiums hat sich schon jetzt dazu entschieden, zu reagieren und vorsorglich die vor den Osterferien geplante Reise der Jahrgangsstufe QI zum Gardasee nicht anzutreten.

16:15 Uhr: "Die Infektionskette unterbrechen, Neuerkrankungen vermeiden“ – Das ist das Ziel der NRW-Gesundheitsbehörden, nachdem das Corona-Virus in NRW angekommen ist. Das Problem: Die beiden Corona-Patienten aus dem Kreis Heinsberg hatten in den vergangenen Tagen sehr viele berufliche und private Kontakte:

16:00 Uhr: Nach Bekanntwerden der ersten Fälle bereiten sich die Städte und Kreise auf mögliche weitere Coronavirus-Fälle vor. So reagieren Kreisverwaltung, Krankenhäuser und Unternehmen im Kreis Wesel:

15:48 Uhr: In Mülheim bespricht der Krisenstab der Stadt am Donnerstag mögliche Maßnahmen. Die Stadt hat schon die Yonex German Open abgesagt. Die Sportler waren von der Absage überrascht.

Gesundheitsbehörden suchen weiter nach Infektionsherd des Corona-Patienten

15:42 Uhr: Bei einem am Militärflughafen Köln-Wahn stationierten Soldaten der Flugbereitschaft ist nach Bundeswehr-Angaben das neuartige Coronavirus festgestellt worden. Der 41-jährige Soldat werde seit Mittwoch im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt. Er habe grippeähnliche Symptome, sei aber „in einem gutem Zustand“. Der Soldat hatte laut Bundeswehr Kontakt zu dem schwer Erkrankten oder dessen Frau aus Gangelt - beim dortigen Karneval. „Nur weil er hörte, dass sein Bekannter in der Uniklinik in Düsseldorf behandelt wird, hat er sich gemeldet“, sagte der Koblenzer Oberstarzt Thomas Harbaum. Zuvor habe der 41-Jährige an eine normale Grippe geglaubt. Nun werde versucht, seine Kontaktpersonen ausfindig zu machen, um sie „wegen häuslicher Absonderung“ zu informieren. Aus Sicherheitsgründen wurde am Mittwoch auch der Militärflughafen Köln-Wahn, Sitz der Flugbereitschaft und Arbeitsplatz des Soldaten, für einige Zeit geschlossen. Bis zur Klärung der Lage seien die Kasernentore zu gewesen, sagte der Sprecher. „Diese Sperrung ist mittlerweile aufgehoben“, sagt er weiter.

15:31 Uhr: Nach der Infektion einer Kindergärtnerin mit dem Coronavirus sollen alle Kinder der betroffenen Einrichtung im Kreis Heinsberg auf das Virus untersucht werden. „Da werden jetzt die sogenannten Abstriche gemacht und wir werden irgendwann morgen wissen, ob Kinder infiziert sind oder nicht“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Die Kinder aus der Einrichtung und deren Eltern seien gebeten worden, zu Hause zu bleiben. Die infizierte Frau hat noch bis vergangenen Freitag in dem Kindergarten gearbeitet.

15:25 Uhr: Bei dem Fall in Moers handelt es sich bisher um einen reinen Verdachtsfall. Der Mann ist im Moerser Bethanien-Krankenhaus ausführlich gestetet worden - mit den Ergebnissen wird in ein bis zwei Tagen gerechnet. Eine Ansteckungsgefahr ist derzeit laut dem Krankenhaus nicht gegeben. Der Mann ist mittlerweile wieder zuhause. Mehr zu den Hintergründen zu dem Verdachtsfall aus Moers lesen Sie hier.

15:22 Uhr: Die Behörden in NRW wissen bislang nicht, wo sich das Ehepaar aus dem Kreis Heinsberg ursprünglich mit dem neuen Coronavirus infiziert hat. Ein Geschäftspartner des Mannes, der nach einer angeblichen China-Reise zunächst als mutmaßliche Quelle galt, war es nicht. Das sagte Landrat Stephan Pusch am Donnerstag in Düsseldorf. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bestätigte, dass man den zuerst Infizierten bisher nicht kenne.

Corona-Patienten aus Gangelt waren auch auf Kurzurlaub in Holland

14:56 Uhr: Am Düsseldorfer Flughafen gibt es keine neue Entwicklung in Sachen Coronavirus. Bei sämtlichen Verdachtsfällen in Maschinen gab es bislang von ärztlicher Seite Entwarnungen – so auch am Dienstag bei einem Turkish Airline-Flieger aus Istanbul. Die Air China hat momentan ihre Flüge nach Peking vorübergehend ausgesetzt. Die Wiederaufnahme ist aktuell für Ende März geplant.

Am Flughafen Düsseldorf informieren Plakate im Sicherheitsbereich die Fluggäste über das Coronavirus. Darauf vermerkt sind in deutscher, englischer und chinesischer Sprache Hinweise zu den Symptomen sowie Handlungsempfehlungen, falls Beschwerden auftreten.

14:50 Uhr: Selbst wenn das Ruhrgebiet verschont bleiben sollte, müssen Schulen über den Umgang mit dem drohenden Coronavirus nachdenken. Gerade jetzt laufen viele Skifreizeiten von Schulen. Am Max-Planck-Gymnasium in Buer wollte am kommenden Freitag eine Gruppe von 16 Austauschschülern für eine Woche ins süditalienische Monopoli starten. Der Austausch wurde jetzt vorerst abgesagt.

14:45 Uhr: Die in Düsseldorf behandelten Coronavirus-Patienten haben kürzlich noch einen Kurzurlaub in einem Hotel in den Niederlanden gemacht. Die niederländischen Behörden und das Hotel seien über die Infektionen des Ehepaares informiert worden, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

14:42 Uhr: Zehn Pflegekräfte und vier Ärzte, die im Erkelenzer Krankenhaus in Kontakt mit dem Coronavirus-Infizierten standen, sind sicherheitshalber nach Hause geschickt worden. Sie seien aber keine Verdachtsfälle auf eine Infektion, „da sie keine Symptomatik aufweisen“, sagte der Pflegedirektor des Krankenhauses, Stephan Demus, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Erkelenz.

Die 14 Mitarbeiter sollen jetzt zwei Wochen zuhause bleiben und eine „Art Tagebuch führen“, sagt Demus. Die Beobachtungsphase geschehe unter der Aufsicht des Gesundheitsamts Heinsberg. Der Betrieb in den Kernbereichen der Klinik gehe indes normal weiter, sagte Friedrich Hölzl, Chefarzt in dem Krankenhaus. Lediglich planbare Fälle seien verschoben worden, um „Kapazitäten freizuhalten“.

14:32 Uhr: Die Kinder des Paares aus dem Kreis Heinsberg zeigen bisher keine Symptome. Sie seien bislang „putzfidel“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Er könne dennoch noch nicht sagen, ob die Kinder erkrankt sind, so Laumann. Darüber solle es am Donnerstag nach einem Test Klarheit geben.

14:23 Uhr: Der Zustand des Coronavirus-Patienten, der an der Düsseldorfer Uni-Klinik behandelt wird, hat sich über Nacht nicht verschlechtert. Tendenziell gehe es eher in eine positive Richtung, sagte der zuständige Klinikdirektor Professor Dieter Häussinger bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Düsseldorf. Der Mann werde weiter beatmet.

14:22 Uhr: Der Coronavirus-Patient aus Gangelt hat laut eigener Angaben im Krankenhaus bereits seit dem 16. Februar über Symptome wie Fieber und Husten geklagt. Das sagte der Ärztlicher Direktor des Hermann-Josef-Krankenhauses in Erkelenz am Mittwoch. In das Krankenhaus waren der Mann und seine Ehefrau am Rosenmontag gekommen. „Bei der Aufnahme fiel bereits eine deutlich eingeschränkte Lungenfunktion auf“, berichtete der Ärztliche Direktor Harry Elsbernd. Der Patient sei auf der Intensivstation des Krankenhauses aufgenommen worden. „Dort kam es zu einer raschen und rapiden Verschlechterung des allgemeinen Zustandes. Es kam zu einem Lungenversagen“, so der Chefarzt. Man habe ihn aber stabil halten können.

Zunächst sei der Patient auf eine Grippeinfektion getestet worden. Nachdem dies ausgeschlossen worden sei, sei schnell der Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion aufgekommen. Eine Untersuchung beim Düsseldorfer Uniklinikum habe diesen bestätigt. Die Frau habe unter ähnlichen Symptomen gelitten, die aber deutlich schwächer gewesen seien als bei ihrem Mann. Ein erster Coronavirus-Test bei ihr sei negativ verlaufen. In der Nacht zu Mittwoch wurden die beiden in die Uniklinik Düsseldorf transportiert. Der Zustand des Mannes gilt als kritisch.

14:17 Uhr: Der mit dem neuen Coronavirus infizierte Mann aus dem Kreis Heinsberg hatte laut dem Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) in den vergangenen 10 bis 14 Tagen eine „unendliche Vielzahl von Kontakten“ zu anderen Menschen. Laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte er - bereits ansteckend - noch während der Karnevalszeit am gesellschaftlichen Leben teilgenommen und eine Karnevalssitzung in seinem Heimatort besucht. Pusch sagte am Mittwoch in Düsseldorf, es gehe jetzt darum, die „Infektionsketten zu unterbrechen“. Die Teilnehmer der Sitzung sollten auf Symptome achten.

14:10 Uhr: In Moers gibt es einen ersten Corona-Verdachtsfall. „Ja, wir haben einen ersten Verdachtsfall“, bestätigt eine Sprecherin des Krankenhauses Bethanien. Der Mann sei geschäftlich in der Risikoregion in Italien gewesen und sei jetzt im Krankenhaus vorstellig geworden.

14:01 Uhr: Nach den ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in NRW wird ein Soldat als Kontaktperson des Erkrankten auf eine mögliche Infektion getestet. Die Untersuchung laufe am Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Dies gehöre zu den Sicherheitsmaßnahmen, die auch ohne Anzeichen auf eine Erkrankung ergriffen würden. Der Soldat hatte nach dpa-Informationen Kontakt zu dem Erkrankten auf einer Karnevalsveranstaltung. Ein Ergebnis wurde im Laufe des Tages erwartet. Die „Bild“-Zeitung berichtete, es handele sich um einen Soldaten der Flugbereitschaft der Bundeswehr.

13:43 Uhr: Auch in Leverkusen gibt es einen Coronavirus-Verdachtsfall. Eine Mitarbeiterin des Chemieparks habe sich bei der dortigen Gesundheitsstation gemeldet. Sie sei dann von der Berufsfeuerwehr mit einem Infektionstransport in das Klinikum der Stadt Leverkusen gebracht worden, sagte eine Sprecherin der Stadt am Mittwoch. Dort sei sie isoliert worden und werde nun untersucht.

13:14 Uhr: Das in der kommenden Woche geplante internationale Badminton-Turnier German Open in Mülheim ist wegen des Coronavirus abgesagt worden. Die Ausbreitung des neuartigen Virus stellt für die Stadt Mülheim, die das Turnier untersagte, momentan offenbar ein unkalkulierbares Risiko für Besucher und Sportler dar. Das mit 170.000 Dollar (rund 156 000 Euro) dotierte Badminton-Turnier der BWF Word Tour mit zahlreichen asiatischen Teilnehmern sollte vom 3. bis 8. März stattfinden. Zuerst hatte der WDR über die Absage berichtet.

12:51 Uhr: Bei den Amateurfußballern des FC Wegberg-Beeck im Kreis Heinsberg ist wegen der möglichen Ausbreitung des Coronavirus der Trainings- und Spielbetrieb an diesem Mittwoch untersagt worden. Die Vermeidung von Menschenansammlungen ist nach Angaben des Clubs aus dem Kreis Heinsberg Grund für das Verbot. Die weitere Entwicklung hänge von der Entscheidung des Krisenstabes des Kreises ab.

Die erste Männermannschaft des Clubs ist als Tabellenführer in der fünftklassigen Mittelrheinliga in die Winterpause gegangen. Der Rückrundenstart ist für Freitag (20.00 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die SpVg Frechen 20 angesetzt.

12:43 Uhr: Der erste nachgewiesene Coronavirus-Patient in NRW war noch in der vergangenen Woche wegen regulären Nachsorgeuntersuchungen in der Kölner Uniklinik behandelt worden. Nachdem das Gesundheitsamt am Dienstagabend darüber informiert worden war, dass bei dem Mann das Coronavirus festgestellt worden sei, habe man ermittelt, wer mit dem Patienten in Kontakt gekommen sei.

Am Mittwochmittag teilte die Uniklinik Köln dann mit, dass eine Klinik-Mitarbeiterin leichte Krankheitssymptome zeige. Das Ergebnis des Coronavirus-Tests stehe bei ihr aber noch aus Von den insgesamt 41 Kontakten sei die Frau aus dem medizinischen Personal die einzige, die Symptome aufweise.

Coronavirus in NRW: Bahn „im ständigen Austausch“ mit Behörden

Nach der Ansteckung eines Mannes mit dem neuartigen Coronavirus im Kreis Heinsberg sind zunächst keine Einschränkungen im Bahnverkehr in der Region in Nordrhein-Westfalen eingeplant. Das sagte eine Sprecherin von DB Regio NRW der Deutschen Presse-Agentur am frühen Mittwochmorgen. Man sei jedoch „im ständigen Austausch“ mit den Behörden, sagte die Sprecherin mit Blick auf Maßnahmen gegen eine mögliche Ausbreitung, zu denen auch eine Einschränkung des öffentlichen Nahverkehrs gehören könnte.

Hohe Nachfrage bei Mundschutz und Desinfektionsmitteln in Apotheken

Seit dem Bekanntwerden mehrerer Coronavirus-Fälle in Europa suchen viele Menschen in NRW Rat bei ihren Apothekern vor Ort. „Wir haben seit Wochen, aber besonders in den letzten Tagen großen Beratungsbedarf festgestellt“, sagte Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein.

Besonders die Nachfrage nach Mundschutzmasken sowie Flächen- und Hand-Desinfektionsmitteln sei stark gestiegen. Masken seien bundesweit kaum noch verfügbar, sagte Preis. Eine Maske schütze in den meisten Fällen aber ohnehin nicht vor einer Infektion. Lediglich bei Fachpersonal und Menschen, die selbst erkrankt sind, könne ein Mundschutz sinnvoll sein.

Menschen, die vorsorgen wollen, riet Preis zu einer Grippeschutzimpfung. Wenn im schlimmsten Fall Grippe und Coronaviruserkrankung zusammenkämen, sei das eine besonders starke Belastung für den Organismus. (red/mit dpa)

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