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Coronavirus in NRW: Meldungen vom Freitag (28. Februar)

Coronavirus: Diese Behörden und Institutionen sind zuständig

Im Seuchenalarmplan NRW steht detailliert, was zu tun ist, um das Coronavirus einzudämmen. Diese Organisationen und Behörden sind zuständig.

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Essen.  Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten in NRW steigt. Hier finden Sie alle Meldungen vom Freitag, 28. Februar, im Newsblog zum nachlesen.

In diesem Artikel haben wir unsere Berichterstattung für Sie archiviert. Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen zum Coronavirus in NRW. Hier finden Sie die nationalen und internationalen Entwicklungen.

Chronik: Die Entwicklungen in NRW am Freitag, 28. Februar 2020:

22.16 Uhr: Der Krisenstab in Heinsberg hat beschlossen, dass die Kindertagesstätten, Schulen und Kindertagespflegeeinrichtungen bis einschließlich 6. März geschlossen bleiben. Die öffentlichen Verwaltungen öffnen ab 3. März teilweise wieder für den Publikumsverkehr. Es würden aber nur dringende Anliegen bearbeitet.

20:31 Uhr: Corona ist in Lüdenscheid angekommen. Dortmunds Oberbürgermeister kritisiert das Land. Und eine Firma muss schließen. Der Freitag in der Zusammenfassung: Der Corona-Tag: Neue Infektionen, Kritik an Landesregierung

19.32 Uhr: Im Zusammenhang mit dem Coronavirus fallen die Begriffe Epidemie und Pandemie und sorgen teilweise für Verwirrung. Das ist der Unterschied:

Coronavirus: Unterschied zwischen Pandemie und Epidemie
Coronavirus: Unterschied zwischen Pandemie und Epidemie

19.27 Uhr: Wie kann man Schüler vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen? Eine Privatschule in Neuss denkt über Wärmebildkameras am Eingang nach.

19.10 Uhr: Die Kölner Fitnessmesse Fibo wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus verschoben. Statt Anfang April solle sie in der zweiten Jahreshälfte 2020 über die Bühne gehen, teilten die Veranstalter am Freitagabend mit. „Obwohl es enttäuschend ist, die Veranstaltung zu verschieben, ist es unerlässlich, dass wir der Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten Priorität einräumen“, erklärte Silke Frank, Direktorin der FIBO Global Fitness Events. Die Fibo bringt nach Veranstalterangaben jedes Jahr über 1000 Aussteller und rund 145.000 Besucher aus 135 Ländern in Köln zusammen. Und auch die Reisemesse ITB in Berlin ist abgesagt worden.

18.34 Uhr: Der Kreis Wesel hat am Freitagabend einen ersten Fall des Coronavirus' bestätigt. Die Infektion sei bei einer Frau aus Kamp-Lintfort durch einen Labortest nachgewiesen worden, vermeldete der Kreis Wesel in einer Pressemitteilung. Zuvor hatte es bereits einen Verdachtsfall in Neukirchen-Vluyn ergeben. Hier konnte der Kreis bereits Entwarnung geben.

Der Krisenstab des Kreises Wesel wurde einberufen

18.12 Uhr: Auch Schalke 04 hat Vorkehrungen gegen das Coronavirus getroffen, aber bisher gibt es keine Anzeichen, dass der Spielbetrieb in irgendeiner Weise beeinträchtigt oder gar gefährdet ist. Dennoch sind die Schalker natürlich, wie die gesamte Bevölkerung, derzeit hoch sensibilisiert. Mannschaftsarzt Dr. Patrick Ingelfinger hat die Spieler und die gesamte sportliche Abteilung über entsprechende Vorsichtsmaßnahmen instruiert, unter anderem gibt’s ein Händeschütteln-Verbot in der Kabine.

18.11 Uhr: Gute Nachrichten aus den Krankenhäusern des Ruhrgebiets. Alle bisher getesteten Verdachtsfälle in Duisburg, Essen, Witten und Moers sind nicht mit dem Coronavirus infiziert. Trotz der Entwarnung am Freitag bleibt eine achtköpfige Familie plus ein Partner aus Essen-Stoppenberg vorsichtshalber noch einige Tage in Quarantäne. Zwei Familienmitglieder hatten über grippeähnliche Symptome geklagt, nachdem sie an jener nun berüchtigten Karnevalssitzung in Gangelt bei Heinsberg teilgenommen hatten.

18.08 Uhr: Das Coronavirus hat das Sauerland erreicht. Im Märkischen Kreis hat sich der Verdachtsfall einer Infektion mit dem Coronavirus nach einer Blutprobe im Labor bestätigt, wie der Kreis mitteilte. Betroffen ist ein Lehrer der Mosaikschule in Lüdenscheid. Der Mann befindet sich unter häuslicher Quarantäne. Sein Gesundheitszustand ist nach Auskunft des Kreises gut, er zeigt nur sehr milde Erkältungssymptome. Der Krisenstab im Märkischen Kreis hat seine Arbeit aufgenommen. Die Kontaktpersonen des Mannes sind bekannt. Davon werden 31 unter häusliche Quarantäne gestellt. Unter diesen Betroffenen sind 28 Personen aus dem Schulumfeld. Die Kontaktpersonen werden noch heute vom Gesundheitsamt telefonisch benachrichtigt und im Laufe des morgigen Tages vom Kreis auf das Coronavirus hin untersucht.

17.54 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus wird auch in Essen immer mehr zu einer Gefahr für die Wirtschaft. Das berichtet der Essener Unternehmensverband (EUV), der 400 zumeist größere Unternehmen in Essen zu seinen Mitgliedern zählt. „Zurzeit bekommen wir pro Tag 50 Anfragen nur zum Themenkomplex Corona“, sagt Hauptgeschäftsführer Ulrich Kanders. Das sei unglaublich viel. „Die Verunsicherung, wie im Fall einer Erkrankung oder eines Verdachts zu verfahren ist, ist sehr groß.“

17.35 Uhr: Auch vor dem Hintergrund der ersten bestätigten Fälle von mit dem Coronavirus infizierten Menschen in NRW sieht der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) derzeit keine Veranlassung, den Spielbetrieb beziehungsweise Wettkämpfe in der Leichtathletik für das kommende Wochenende abzusagen.Wohl aber empfehlen der Verbands-Fußball-Ausschuss und der Verbands-Jugend-Ausschuss das Handshake-Ritual aktuell „auszusetzen, um unnötigen Körperkontakt zu vermeiden“ – so heißt es in einer Mail, die vom Verband an alle Vereine versendet wurde.

16.53 Uhr: Die örtlichen Krankenhäuser loben die Oberhausener Bürger im Umgang mit dem Coronavirus. „Bisher verhalten sich die Leute vorbildlich. Sie fahren nicht einfach zu uns, sondern rufen nur an, um sich zu erkundigen – so wie es sein soll“, sagt eine Sprecherin des Evangelischen Krankenhauses (EKO).

16.45 Uhr: Eine Absperrung ganzer Ortschaften wäre als Maßnahme gegen das neue Coronavirus nach Auffassung des Heinsberger Landrates zwecklos. „Ich halte das sowohl für den Staat als auch für unsere Menschen für eine Maßnahme, die sie nicht akzeptieren werden.“ Er gehe davon aus, dass der Kreis Heinsberg in einiger Zeit nicht der einzige Kreis mit Corona-Infizierten sein werde: „Was wollen wir jetzt absperren, was soll das noch bringen“, sagte der Landrat. Am Freitag hatte eine Falschmeldung über angeblich geplante Sperrbezirke im Kreis Heinsberg für kurzfristige Aufregung gesorgt. Pusch erklärte die Falschmeldung durch ein Missverständnis.

16.38 Uhr: Der Landrat des Kreises Heinsberg hat sich für einen selektiveren Test von Menschen auf das neue Coronavirus ausgesprochen. „Wir können nicht ins Blaue hinein testen, dafür haben wir in Deutschland gar nicht die Kapazitäten.“ Aus seiner Sicht sollte man nur diejenigen testen, „die Symptome zeigen“. In den vergangenen Tagen hatte es mehrere vorsorgliche Testreihen in NRW gegeben. Im Kreis Heinsberg wurden alle Kinder einer Kita getestet, in der eine Infizierte (46) als Erzieherin arbeitet. Die Ergebnisse werden laut Pusch am Freitagabend erwartet.

16.30 Uhr: Die Behörden wissen noch immer nicht, wo sich der erste bekannte Patient (47) in NRW mit dem neuen Coronavirus infiziert hat. Den sogenannten „Patient Null“, bei dem sich der 47-Jährige angesteckt haben muss, werde vielleicht auch nie gefunden, so Landrat Stephan Pusch.

16.26 Uhr: Von den 35 Menschen aus dem Kreis Heinsberg, die inzwischen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, wird nur ein Ehepaar im Krankenhaus behandelt. Alle anderen Patienten seien nicht stationär aufgenommen worden, sagte Landrat Stephan Pusch. Unter den 35 mit dem neuen Coronavirus infizierten Menschen im Kreis Heinsberg sind demnach keine Kinder.

16.24 Uhr: Die Kinder des Ehepaars aus Gangelt, das am neuartigen Coronavirus erkrankt ist, sind gesund. Sie seien ebenso wie weitere Verwandte nicht infiziert, sagte Landrat Stephan Pusch (CDU) am Freitag bei einer Pressekonferenz. Das habe ein Test ergeben. Der Vater der beiden Kinder war als erster Patient mit dem neuen Virus in NRW identifiziert worden. Sowohl er als auch seine Frau werden an der Düsseldorfer Uni-Klinik behandelt.

16.08 Uhr: Die Zahl der am neuartigen Coronavirus erkrankten Menschen im Kreis Heinsberg ist auf 35 gestiegen.

15.53 Uhr: Sie trotzen dem Virus: Am 12. März wollen Schüler des Gymnasiums Holthausen in Hattingen nach Südtirol aufbrechen. Die Skifreizeit führt sie ins Ahrntal nach Italien. „Wir werden natürlich nicht in eine gefährdete Zone fahren“, betont Jens Schlegel, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums. Das Ziel der Reise sei derzeit kein Risikogebiet. „Stand heute, treten wir die Reise an“, sagt er am Freitag.

15.41 Uhr: Im Märkischen Kreis gibt es einen begründeten Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus . Ein Lehrer der Mosaikschule in Lüdenscheid wird derzeit untersucht. Das teilte der Märkische Kreis am Freitagnachmittag mit. Demnach habe der Lehrer an einer Veranstaltung in Kreis Heinsberg teilgenommen, an der auch ein bestätigter Corona-Patient teilgenommen hatte. Der Lehrer zeige seit Freitag „Symptome, die auch auf den neuen SARS-CoV2-Virus hinweisen“, teilt der Märkische Kreis mit. Seit Mittwoch sei der Mann nicht mehr im Dienst gewesen. Der Kreis betont, dass der Verdacht bisher nicht bestätigt sei.

15.36 Uhr: Die Stadt Dortmund befindet sich trotz sechs unbestätigten Verdachtsfällen im Krisenstabsmodus, sagt Oberbürgermeister Ulrich Sierau. In einer Pressekonferenz am Freitag kritisierte die Stadt das Land NRW für sein bisheriges Krisenmanagement. Die Stadt sieht sich zwar in der Lage, auf die dynamische und schwer einzuschätzende Lage zu reagieren. Dennoch wurde die Kritik laut, dass es bislang noch keine klare Kommunikationsstruktur gebe und die Stadt unzureichend informiert worden sei. Die Gesundheitsministerien des Landes und auch des Bundes müssten klare Grundlagen an die Hand geben, wie vor Ort mit dem Coronavirus umgegangen werden sollte.

15.30 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus stehen in Düsseldorf mehrere Messen auf dem Prüfstand. Die Internationale Messe für Technologien der Metallbearbeitung, die eigentlich ab dem 10. März stattfinden sollte, werde verschoben, teilten der Veranstalter und die Düsseldorfer Messe gemeinsam mit. Ein neuer Termin werde zeitnah gesucht. Die Düsseldorfer Messe kündigte außerdem an, neu bewerten zu wollen, ob die weiteren anstehenden Messen wie geplant stattfinden können. Das betrifft unter anderem die Beauty-Messen Beauty und Top Hair sowie die Weinmesse ProWein. „Wir stehen in direktem Kontakt mit den zuständigen Gesundheitsbehörden und vertrauen auf deren Empfehlung“, sagte Messe-Chef Werner Dornscheidt.

15.18 Uhr: Alle bisherigen vier Verdachtsfälle in Duisburg wurden nach Angaben der Stadt negativ getestet, es habe sich kein Verdachtsfall bestätigt.
Neue Verdachtsfälle gebe es aktuell nicht.

15.16 Uhr: Auch das Erzbistum Paderborn gibt am Freitag konkrete Handlungsanweisungen aus. In der Mitteilung hei´ es: „Als Reaktion auf die weitere Verbreitung des Coronavirus empfiehlt das Erzbistum Paderborn zur Vermeidung von Ansteckungen in Gottesdiensten und Kirchenräumen, nach Ermessen der örtlichen Verantwortlichen auf das Händereichen beim Friedensgruß und die Verwendung von Weihwasser während der Zeit erhöhter Infektionsgefahr zu verzichten.“

15.05 Uhr: Die Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen haben nach den Worten von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zu einer ernsten Situation geführt. Panik und Alarmismus wären allerdings falsch, sagte er am Freitag nach einem Besuch im Krisenstab des bislang am stärksten betroffenen Kreises Heinsberg. Der Ministerpräsident wollte sich vor Ort aus erster Hand informieren und sich bei allen Helfern bedanken. Jetzt sei es wichtig, über alles zu informieren, was dabei helfe, das Coronavirus einzudämmen, sagte Laschet. „Das Land Nordrhein-Westfalen wird weiter seinen Beitrag leisten, um dieser Lage gerecht zu werden. Wir sichern volle Unterstützung zu.“

15.04 Uhr: In dem besonders stark vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg ist nach Angaben nordrhein-westfälischer Behörden bislang kein Sperrbezirk geplant. Sowohl das Düsseldorfer Gesundheitsministerium als auch der Kreis Heinsberg dementierten am Freitag anderslautende Medienberichte. Ein Sperrbezirk sei bislang kein Thema, sagten Sprecher beider Behörden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

14.59 Uhr: Die Stadt Herne weist darauf hin, dass die Kassenärztliche Vereinigung für das kommende Wochenende eine Patientenhotline für „Corona“ eingerichtet hat. Unter der Telefonnummer 116 117 beraten Ärzte landesweit Anrufer, die Sorge wegen Corona haben. Es gelten folgende Telefonzeiten: Freitag, 28. Februar 2020, von 15 bis 22 Uhr, Samstag, 29. Februar 2020, 8 bis 22 Uhr und Sonntag, 1. März 2020, 8 bis 22 Uhr.

14.35 Uhr: Inmitten der steigenden Corona-Besorgnis in der Bevölkerung ruft die Stadt Bochum zu Ruhe und Besonnenheit, aber auch Wachsamkeit auf. Nach wie vor gebe es in Bochum keinen einzigen bestätigten Verdachtsfall, betonte Stadtdirektor Sebastian Kopietz am Freitag vor der Presse. Auch eine behördlich verfügte Absage von Veranstaltungen sei – „Stand jetzt“ – nicht zu erwarten.

14.23 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus hat mittlerweile auch Auswirkungen auf die Wirtschaft im Mittleren Ruhrgebiet. Längst beginnen Firmen damit, ihre Mitarbeiter aus besonders betroffenen Gebieten in China abzuziehen. Vor allem Unternehmen der Chemie-Industrie sowie der Metall- und Elektroindustrie sind davon betroffen, so die Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen mit Sitz in Bochum nach einer Blitzumfrage: Das Geschäft in China ruhe größtenteils, die Verunsicherung bei asiatischen Geschäftspartnern sei groß.

14.20 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will den vom Coronavirus bislang am stärksten heimgesuchten Kreis Heinsberg besuchen. Laschet werde dort noch am Freitag den Krisenstab aufsuchen, teilten ein Sprecher des Kreises und die NRW-Staatskanzlei mit.

14.09 Uhr: Wegen des neuartigen Coronavirus verzeichnet die Düsseldorfer Uni-Klinik einen deutlichen Rückgang an Blutspenden. Von den im Schnitt täglich 60 Spendern komme derzeit bis zu ein Viertel nicht, berichtete der Leiter der Blutspendezentrale, Johannes Fischer, am Freitag. Die Absagen würden mit der Furcht vor einer Ansteckung begründet, sagte der Arzt in Düsseldorf. Diese Entwicklung gebe es seit etwa drei Tagen, seitdem die Corona-Fälle „zwei Landkreise weiter“ im Kreis Heinsberg bekannt wurden. Der Arzt wies darauf hin, dass Menschen mit einer Erkältung beim Blutspenden ohnehin zurückgewiesen würden. Die Blutspendezentrale versorgt unter anderem Krebspatienten, die wegen einer Chemotherapie keine eigene Blutbildung mehr haben.

13.41: Das Klinikum Dortmund schreibt auf Twitter: "Gesundheitsamt: Die bisherigen Verdachtsfälle zu #Corona in der Stadt sind im Klinikum #Dortmund untergebracht, und zwar in Nord und in der Kinderklinik. - Experten gehen von dynamischer Lage aus & haben Krisenstab gegründet, um schnell reagieren zu können."

13.23 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch Auswirkungen auf den landesweiten Warntag. Dieser sollte eigentlich am kommenden Donnerstag, 5. März, um 10 Uhr stattfinden. Der Test wird jedoch verschoben, weil das Heulen von Sirenen zu Verunsicherungen in der Bevölkerung führen könnte.

13.14 Uhr: Bei dem Coronavirus-Verdachtsfall in Moers ist das Testergebnis negativ. Das teilte der Kreis Wesel am Freitagmittag mit. Das Ergebnis liege dem Fachdienst Gesundheitswesen vor. Damit gibt es laut Mitteilung nach wie vor keinen Erkrankungsfall mit dem Coronavirus im Kreis Wesel.

13.08 Uhr: Der Zustand des mit dem Coronavirus infizierten Ehepaares auf der Isolierstation der Düsseldorfer Uniklinik ist stabil. Das teilte das Klinikum am Freitag mit. Der 47-jährige Selbstständige aus dem Kreis Heinsberg sei zwar weiterhin in kritischem Zustand, dieser habe sich seit Donnerstag aber etwas stabilisiert. Er leide unter einer schweren Lungenentzündung. Auch seine Ehefrau leide an einer Lungenentzündung, aber mit weniger schwerem Verlauf. Das Ehepaar war in Nordrhein-Westfalen zuerst als infiziert getestet worden.

13.03 Uhr: Bislang sind die sechs Verdachtsfälle in Dortmund nicht bestätigt. Es sei aber nur noch eine Frage der Zeit, bis auch Dortmund einen bestätigten Coronavirus-Fall vorweisen könne. "Früher oder später werden wir erfahren, dass wir einen Fall in Dortmund bekommen werden", sagte Gesundheitsamtleiter Dr. Frank Renken. Da sich aber kein Fall bislang bestätigen ließ, gehe das Gesundheitsamt derzeit noch nicht davon aus, dass das Coronavirus in Dortmund zirkuliere.

13.01 Uhr: Das Coronavirus beeinflusst auch die Wirtschaft im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest. Nach einer Blitzumfrage der IHK Arnsberg unter 750 Unternehmen meldet fast jeder dritte Betrieb unmittelbare Auswirkungen des Virus. Zulieferengpässe, Absatzschwierigkeiten, Ausbleiben von Gästen oder Messeabsagen – die Effekte des aus China stammenden Coronavirus sind vielfältig.

12.33 Uhr: Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund befürchtet nach Verbreitung des neuartigen Coronavirus keine Einnahmeausfälle durch mögliche Spielabsagen. Der Verein habe eine Ausfallversicherung, wie ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der Aktienkurs des Vereins im S-Dax war am Morgen gegen 11.30 Uhr um mehr als sieben Prozent gefallen. Borussia Dortmund empfängt am Samstag den SC Freiburg im eigenen Stadion.

12.23 Uhr: Die Stadt Dortmund gibt am Mittag eine Pressekonferenz. Wie die Ruhrnachrichten berichten, gebe es Insgesamt bislang sechs Verdachtsfälle auf Erkrankungen durch das Coronavirus. „Zwei waren durch Laborergebnisse unauffällig“, erklärte Oberbürgermeister Ulrich Sierau demnach. „“Wir haben momentan keinen bestätigten Corona-Fall“. Auf der Pressekonferenz habe Sierau mangelnde Informationen durch das Land NRW beklagt, so die Ruhrnachrichten.

12.16 Uhr: Als Ausrede vor Gericht hat das Coronavirus in Düsseldorf nicht funktioniert. Ein 29-jähriger Angeklagter war seinem Prozess am Landgericht am Freitag mit der Begründung ferngeblieben, er stehe als Verdachtsfall unter Quarantäne und dürfe das Haus nicht verlassen. Auf Nachfrage des Staatsanwalts erklärte das Düsseldorfer Gesundheitsamt, dass der 29-jährige Mann definitiv nicht zu den Verdachtsfällen gehöre. Daher verwarf das Landgericht in Abwesenheit des Angeklagten dessen Berufung, wie eine Richterin am Freitag bestätigte. Er muss nun 1200 Euro Geldstrafe wegen Betrugs zahlen.

12.06 Uhr: Bezüglich des infizierten Mitarbeiters von Ernst&Young in Düsseldorf teilt das Unternehmen mit, dass sowohl die Niederlassungen in Düsseldorf am Graf-Adolf-Platz (GAP15) als auch die Niederlassung in Essen (Wittekindstraße) betroffen seien. Weil der Erkrankte sich dort für eine kurze Zeit aufgehalten habe, wurden auch die Mitarbeiter in Essen per E-Mail aufgefordert, von zu Hause zu arbeiten. Die Mitarbeiter in beiden Städten seien demnach heute gar nichts ins Büro gekommen. „Der betreffende Mitarbeiter hatte nach unseren derzeitigen Erkenntnissen keinen Mandantenkontakt“, sagte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage dieser Redaktion. Allein in der Düsseldorfer Niederlassung arbeiten laut Unternehmensangaben etwa 1400 Mitarbeiter. Manche von ihnen werden vorerst im Homeoffice arbeiten.

11.47 Uhr: Nach den ersten beiden Corona-Verdachtsfällen in Duisburg hat jetzt die Stadtverwaltung reagiert und will insbesondere Kinder besser davor schützen, sich anzustecken. Sie will dafür die „schnelle Informationskette“ verbessern und für Ernstfälle eine Kontaktliste aufbauen.

11.41 Uhr: Ein weiterer Erkrankter aus dem Kreis Heinsberg arbeitet in Bergheim. Deswegen sei die Dienststelle der Knappschaft in Bergheim für 14 Tage geschlossen worden, teilte der Rhein-Erft-Kreis mit. Alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle stünden unter häuslicher Quarantäne.

11.33 Uhr: Das Lagezentrum des Hochsauerlandkreises, das im Zusammenhang mit dem Coronavirus eingerichtet wurde, hat am Freitag zum zweiten Mal getagt. Das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises, der HSK-Rettungsdienst und die Pressestelle tauschen sich jetzt täglich über die aktuelle Lage in Sachen COVID-19 aus. Wichtigste Nachricht: Stand Freitagvormittag wurde im Hochsauerland keine kein Erkrankung mit dem Coronavirus gemeldet und auch kein Verdachtsfall.

Häusliche Quarantäne: Die wichtigsten Infos auf einen Blick
Häusliche Quarantäne: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

11.15 Uhr: Nach Informationen der Rheinischen Post gibt es einen ersten Coronavirus-Fall in Düsseldorf. Erkrankt sei ein Mitarbeiter der Unternehmensberatung Ernst&Young. Der Mann habe demnach seinen Arbeitsplatz am Graf-Adolf-Platz. Nach Informationen des Express hat das Unternehmen seine Niederlassung geschlossen. Alle Mitarbeiter seien nach Hause geschickt worden. Laut Rheinischer Post ist der Mann ebenfalls im Kreis Heinsberg gemeldet. Er habe zehn Kontaktpersonen gehabt, die nun auch Covid-19 getestet würden.

11.12 Uhr: Eine junge Frau, mit dem Wohnsitz Düsseldorf, die ebenfalls an dem Virus erkrankt ist, hat sich hingegen nach Angaben der Stadt seit über einer Woche nicht mehr in Düsseldorf aufgehalten. Sie ist laut einer Mitteilung seit über einer Woche bei ihrem Freund in Heinsberg und hat mit ihm dort auch Karneval gefeiert hat. Ihr Freund ist ebenfalls erkrankt. Die beiden hatten seit dem 19. Februar keine Kontakte nach Düsseldorf und befinden sich in Heinsberg in häuslicher Quarantäne.

10.24 Uhr: Entwarnung und neue Verdachtsfälle in Duisburg: Das kürzlich isolierte Paar aus Duisburg hat sich nicht mit dem Coronavirus infiziert. Es gibt jedoch zwei neue Verdachtsfälle in der Stadt. Dabei handele es sich um ein italienisches Paar, das zu Gast in Duisburg ist.

10.19 Uhr: Gute Nachrichten auch aus Witten: Dort gab es zwei "ernsthafte Verdachtsfälle". Doch die Proben waren negativ.

09.55 Uhr: Als eine vorbereitende Maßnahme für mögliche Corona-Fälle im Kreis Kleve wurde am Freitagvormittag ein Fieberzelt am Klever St. Antonius-Hospital aufgebaut. In diesem Zelt sollen Verdachtsfälle auf den Virus getestet werden.

09.47 Uhr: Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat wegen des Coronavirus eine Informationsveranstaltung für den Ausbau der Autobahn 3 in Hünxe im Kreis Wesel abgesagt. Bei der Veranstaltung am kommenden Dienstag sollte es um den Neubau einer Brücke und die Erweiterung einer Raststätte gehen, teilte Straßen.NRW am Freitagmorgen mit. Der Termin im Rathaus der Stadt Hünxe solle nachgeholt werden.

09:02 Uhr: Trotz der Entwarnung nach den negativen Probe-Ergebnissen bleibt die Familie aus Stoppenberg vorsichtshalber noch acht Tage in Quarantäne, erklärte Peter Renzel gegenüber unserer Redaktion am Freitagmorgen. So lange dauert die Inkubationszeit des Virus. Zwei Familienmitglieder hatten über grippeähnliche Symptome geklagt.

08.39 Uhr: Hausarzt Udo Pappert aus Holzwickede wundert sich, dass es bereits zu Lieferengpässen bei Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken kommt. „Entgegen der Aussagen verantwortlicher Gesundheitspolitiker ist Deutschland nicht gut vorbereitet auf das Coronavirus.“

Coronavirus: Richtiges Verhalten bei Infektionsverdacht
Coronavirus: Richtiges Verhalten bei Infektionsverdacht

08:21 Uhr: In Zeiten des Coronavirus empfiehlt jetzt die IHK zu Essen und Oberhausen, auf Höflichkeitsgesten wie Händeschütteln zu verzichten.

07.44 Uhr: Im Kreis Heinsberg, dem westlichsten Kreis Deutschlands, in dem rund 252 000 Menschen leben, kämpft ein rund 100-köpfiger Krisenstab gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Schulen und Kindergärten im Kreis sind vorsorglich vorerst geschlossen. Auch alle Kreisbehörden und Gerichte sind für den Publikumsverkehr dicht.

06:01 Uhr: Gute Nachrichten aus Essen: Die Coronavirus-Verdachtsfälle bei einer Familie aus Stoppenberg haben sich nicht bestätigt. Der Gesundheitsdezernent der Stadt gab in der Nacht Entwarnung.

04.35 Uhr: Nach dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 in NRW sind inzwischen 20 Menschen nachweislich infiziert. Alle 14 neu positiv Getesteten seien in häusliche Quarantäne entlassen worden, weil eine stationäre Behandlung nicht notwendig sei, hieß es. Die Betroffenen wohnten vorwiegend in der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg. Eine Person, die im Gangelter Karneval aktiv gewesen sei, lebe in der Städteregion Aachen.

03.42 Uhr: Immer mehr Menschen im Kreis Heinsberg müssen nach den ersten Infektionsfällen mit dem neuartigen Coronavirus vorsorglich zu Hause bleiben. Der Kreis Heinsberg geht mittlerweile von schätzungsweise 1000 Menschen in häuslicher Quarantäne aus.

Coronavirus in NRW: Meldungen vom Donnerstag (27. Februar)

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