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Coronavirus in NRW: Meldungen vom Donnerstag (27. Februar)

Coronavirus: Diese Behörden und Institutionen sind zuständig

Im Seuchenalarmplan NRW steht detailliert, was zu tun ist, um das Coronavirus einzudämmen. Diese Organisationen und Behörden sind zuständig.

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Essen.  Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten in NRW steigt. Hier finden Sie alle Meldungen vom Donnerstag, 27. Februar, im Newsblog zum nachlesen.

In diesem Artikel haben wir unsere Berichterstattung für Sie archiviert. Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen zum Coronavirus in NRW. Hier finden Sie die nationalen und internationalen Entwicklungen.

Coronavirus in NRW: Meldungen vom Freitag (28. Februar)

Chronik: Die Entwicklungen in NRW am Donnerstag, 27. Februar 2020:

22.54 Uhr: Ergebnisse der Tests aus Essen sollen Freitag vorliegen – ebenso die Ergebnisse der Verdachtsfälle in Duisburg, Moers und Witten.

Häusliche Quarantäne: Die wichtigsten Infos auf einen Blick
Häusliche Quarantäne: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

22.09 Uhr: Es gibt mehrere Verdachtsfälle in Essen: Eine Familie aus Stoppenberg hat sich bei der Stadt gemeldet. Einige Familienmitglieder feierten Karneval in Gangelt, zwei Personen weisen Krankheitssymptome auf.

20.58 Uhr: Von den 14 neu hinzugekommenen Infizierten leben neun in Gangelt. Zwei Erkrankte stammen aus Selfkant, einer aus Heinsberg, einer aus Herzogenrath – und einer lebt in Düsseldorf. Damit hat das Virus eine NRW-Großstadt erreicht. Laut dem Kreis Heinsberg gibt es auch hier viele Verbindungen zum Gangelter Karneval.

20.44 Uhr: Für den Überblick: Derzeit gibt es in Deutschland 29 betätigte Corona-Fälle. Zuvor waren schon 16 weitere Patienten gemeldet worden – die Gesundeten gelten inzwischen alle als virusfrei.

19.13 Uhr: Im Kreis Heinsberg gibt es 14 Neuerkrankungen – damit erhöht das die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf einen Schlag auf 20. Das bestätigte der Kreis Heinsberg am Abend. Wegen des bisher milden Verlaufs der Krankheit wurden alle Infizierten in die Quarantäne nach Hause geschickt worden.

18.16 Uhr: Ein großer Teil der Schutzkleidung von Klinik-Mitarbeitern wird in Asien herstellt. Das erschwert wegen den Einkauf von Nachschub. Deshalb sollen Klinik-Mitarbeiter sparsam damit umgehen. Lieferengpässe seien nicht ausgeschlossen.

17.43 Uhr: In vielen Apotheken und Drogerien sind schon die Desinfekionsmittel ausverkauft. Aus Angst vor dem Coronavirus decken sich Menschen zuhauf damit ein. So auch in Essen.

17.11 Uhr: Ein Corona-Fall im Gefängnis würde für die JVA Kleve eine Mammutaufgabe bedeuten. Wie die Haftanstalt auf eine mögliche Infektion vor:

16.44 Uhr: Ein mit dem Coronavirus infizierter Mann aus dem Kreis Heinsberg war vergangene Woche im Erlebnisbad Tropical Islands in Brandenburg zu Gast. Das verkündete Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher am Donnerstagnachmittag bei einer Pressekonferenz. Der Mann war erst nach seiner Rückkehr in seine Heimat positiv auf das Virus getestet worden, sagte sie. Laut Medienberichten soll er als Kontakt zu den beiden Erkrankten ermittelt worden sein, die derzeit im Uniklinikum Düsseldorf behandelt werden.

Die vier Erwachsenen und ein Kind waren nach eigenen Angaben nur in der großen Badehalle, so die Gesundheitsministerin. „Unsere bisherigen Prüfungen haben ergeben, dass kein erhöhtes Ansteckungsrisiko bestanden hat“, teilte das zuständige Gesundheitsamt Dahme-Spreewald am Donnerstag mit. „Augenblicklich tendiert die Ansteckungsgefahr gegen Null.“ Der infizierte Mann war nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom 20. bis zum 23. Februar in dem Freizeit-Resort südlich von Berlin.

Man habe von dem Patienten sehr genau erfahren, mit wem er in Kontakt war. Engeren Kontakt habe es nur zu Mitarbeitern gegeben, zum Beispiel bei der Essensausgabe. Eine Isolation dieser Menschen sei nicht nötig. Sie könnten sich aber freiwillig testen lassen. Mit den Tests soll am Freitag begonnen werden, so Nonnemacher. Die 91 Mitarbeiter des Badeparks zeigten demnach keine Symptome.

16.28 Uhr: Der Essener Virologe Prof. Ulf Dittmer schätzt, dass in NRW mittlerweile 10 bis 15 Labore testen können, ob ein Patient mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert ist. „Inzwischen sind das alle Unikliniken, aber auch schon private Laboranbieter“ In NRW gibt es sechs Unikliniken.

An der Uniklinik Essen werden nach seinen Angaben seit Mittwoch täglich rund zehn Tests vorgenommen. Wenn möglich, sollen die Proben jeweils bis 13 Uhr vorliegen. „Wir testen dringende Fälle aber auch außerhalb dieser Zeiten, allerdings nicht in der Nacht.“ Ein Test benötige mit Auswertung 3,5 Stunden. Dittmer ist Spezialist für Viruserkrankungen und leitet das Institut für Virologie der Essener Uniklinik.

Das Institut testet bereits seit mehreren Wochen. Insgesamt seien knapp 35 Tests durchgeführt worden, teilte Dittmer mit. Alle hätten ein negatives Ergebnis gehabt. „Wir testen bisher hauptsächlich für Essen. Vereinzelte Anfragen kommen aber aus dem ganzen Ruhrgebiet.“

16.21 Uhr: Trotz mehrerer bestätigter Coronavirus-Infektionen ist der Öffentliche Nahverkehr in NRW bislang nicht beeinträchtigt. Man habe bislang keine besonderen Maßnahmen eingeleitet, hieß es von mehreren Verkehrsbetrieben. Es gebe auch keine Einschränkungen.

„Wir beobachten die Situation engmaschig und kontinuierlich“, sagte eine Sprecherin der Nordwestbahn. Man stehe im Austausch mit den Gesundheitsbehörden, die für Schutzmaßnahmen zuständig seien. Das Gleiche gilt auch für die Düsseldorfer Rheinbahn. „Da eine Übertragung über unbelebte Oberflächen bisher nicht dokumentiert ist, ist eine zusätzliche vorsorgliche Desinfektion von Fahrzeugen und Haltestellen im Moment nicht geplant“, erklärte eine Sprecherin.

Im Kreis Heinsberg hatte man kurz nach Bekanntwerden des ersten infizierten Patienten in NRW kurzzeitig überlegt, auch den ÖPNV zu stoppen. Dies passierte letztlich nicht.

16.16 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus lässt vielerorts Gerüchte sprießen. Angeblich sollte es am Donnerstag den ersten Fall im EvK gegeben haben:

16.09 Uhr: Im Kreis Heinsberg geht die Suche nach „Patient Null“, der den Ausbruch in NRW verursacht hat, weiter. Man gehe davon aus, dass er den 47-Jährigen als ersten Patienten der bekannten Infektionskette angesteckt hat. Wegen seines kritischen Zustands konnte der 47-Jährige aus Gangelt noch nicht befragt werden. Er wird nach einem Lungenversagen beatmet.

15.51 Uhr: Nach den ersten Coronavirus-Fällen in NRW wächst in der Wirtschaft die Sorge vor drastischen Folgen für die Betriebe. Im Raum Heinsberg haben sich einzelne Unternehmen nach den Regeln für die Zahlung von Kurzarbeitergeld erkundigt. „Es gibt sieben bis acht Anfragen“, sagte ein Sprecher der zuständigen Arbeitsagentur in Aachen am Donnerstag.

Konjunkturelles Kurzarbeitergeld könne gezahlt werden, wenn der Arbeitsausfall auf einem unabwendbaren Ereignis oder auf wirtschaftlichen Gründen beruhe. Etwa wenn eine Firma vorrangig für Kunden aus China arbeite oder wenn notwendige Lieferungen ausblieben. Das Kurzarbeitergeld soll den Verdienstausfall der Beschäftigten zumindest teilweise ausgleichen, wenn der Arbeitgeber die regelmäßige Arbeitszeit kürzt.

15.22 Uhr: Das Coronavirus hat zu einer verstärkten Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln und Hygieneprodukten geführt. „Wir sind darauf vorbereitet und erhöhen entsprechend unsere Lagerbestände“, heißt es bei Aldi-Süd. Auch Lidl hat eigenen Angaben zufolge die Vorräte aufgestockt und arbeitet „intensiv“ an der sicheren Warenversorgung. Die Rewe Group hingegen, zu der auch die Penny-Märkte gehören, hat bisher keine auffällig starke Nachfrage verzeichnet.

Den Angaben des Handelsverbandes Deutschland nach kam es bislang nicht zu Engpässen bei der Lieferung. Die Lieferstrukturen seien im Handel „effizient und gut vorbereitet, sodass die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet ist“, ergänzte der Sprecher.

15.10 Uhr: Am Maria-Wächtler-Gymnasium in Essen-Rüttenscheid bricht der siebte Jahrgang am 5. März zu einer Stufenfahrt nach Südtirol auf. Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bleiben aber etwa 30 Siebtklässler zu Hause:

14.51 Uhr: Die Krankenhausgesellschaft sieht die Kliniken im Land für eine Virus-Ausbreitung gerüstet - doch es zeichnen sich auch mögliche Probleme ab. Für eine Isolation von Kranken seien die Häuser gerüstet, sagte deren Präsident Jochen Brink. Größere Herausforderungen stellten aber mögliche Erkrankungen des Personals dar. Auch Betreuungsprobleme durch geschlossene Kindergärten könnten die angespannte Personalsituation in Kliniken verschärfen, sagte Brink. „Hierfür müssen Lösungen her“, sagte er.

Wie gut Kliniken mit Materialien wie Schutzkleidung für Ärzte und Pflegekräfte ausgestattet seien, schwanke erheblich und hänge unter anderem von Lagerkapazitäten ab. „Die Beschaffung von Masken und Schutzkitteln stellt derzeit aufgrund der weltweit hohen Nachfrage das größte Problem dar, wobei noch keine manifeste Unterversorgung besteht“, sagte Brink. Beatmungsgeräte stünden auf Intensivstationen in ausreichender Zahl zur Verfügung.

14.40 Uhr: Pressekonferenz des Landrats im Kreis Heinsberg: Den vier weiteren mit dem Coronavirus infizierten Erkrankten in NRW geht es den Umständen entsprechend gut. „Das ist bei ihnen kein dramatischer Krankheitsverlauf“, sagte der Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) am Donnerstag. Derzeit stünden im Kreis Heinsberg rund 400 Menschen unter häuslicher Quarantäne. Sie sollen sich daheim aufhalten und von Verwandten versorgen lassen, die ihnen Essen vor die Tür stellen könnten. „Wir haben heute keine Neuinfektionen. Im Moment entspannt sich die Lage für mich etwas, aber das kann sich stündlich ändern“, sagte Pusch. Die 300 Menschen, die am 15. Februar eine Karnevalsveranstaltung mit den Erstinfizierten besucht hätten, könnten bereits am kommenden Sonntag aufatmen, wenn sie bis dahin symptomfrei bleiben. Dann sei die Inkubationszeit abgelaufen und die Quarantäne für sie beendet. Noch am Donnerstag sollten 65 bis 70 Kinder sowie deren Eltern getestet werden. Die Kinder waren in eine Kindertagesstätte gegangen, in der eine der Infizierten gearbeitet hatte.

14.31 Uhr: Auch die Kirchen reagieren auf das Corona-Virus. Das ändert sich in den nächsten Wochen bei den Gottesdiensten.

14.22 Uhr: Die nächste Absage eines internationalen Sportevents. Die Deutsche Billard-Union (DBU) hat als Organisator die geplante Billard-Weltmeisterschaft abgesagt. Diese sollte Anfang März in Viersen stattfinden. „Um das Wohlergehen der Sportler, der Besucherinnen und Besucher zu schützen“, sehe sie sich zu diesem Schritt gezwungen, teilte DBU-Präsident Helmut Biermann mit. „Die Entscheidung wurde kurzfristig in enger Abstimmung mit der Stadt Viersen und dem Billardweltverband UMB getroffen und war unumgänglich. Trotz des immensen finanziellen Schadens musste diese schwere und schmerzhafte Entscheidung getroffen werden“, so Biermann.

14.07 Uhr: Auch Duisburg meldet zwei weitere Verdachtsfälle: Ein Paar aus Duisburg, das sich bei einer Italien-Reise mit dem Virus infiziert haben könnte, ist im Fahrner Krankenhaus isoliert worden:

14.06 Uhr: Der Kosmetikriese L'Oréal setzt zum Schutz seiner Mitarbeiter vor dem Coronavirus bis Ende März seine internationalen Geschäftsreisen aus. Diese Maßnahme betreffe auch Reisen ins innereuropäische Ausland, wie ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag erklärte. Zu dem Kosmetikunternehmen, das seinen deutschen Sitz in Düsseldorf hat, gehören Luxusmarken wie Lancôme oder Giorgio Armani, aber auch L'Oréal Paris, Maybelline New York und Garnier.

14.01 Uhr: Der Zustand des Ehepaares aus Gangelt, das auf die Isolierstation der Düsseldorfer Uniklinik gebracht wurde, ist unverändert. Der Zustand des 47-Jährigen Mannes sei weiterhin ernst und habe sich bislang nicht gebessert, teilte das Uniklinikum mit. Beide leiden an einer Lungenentzündung.

13.54 Uhr: Der mit dem Coronavirus infizierte Klinikarzt hatte an seinem Arbeitsplatz in Mönchengladbach nach seiner Ansteckung Kontakt zu zwölf Patienten. Wie viele Mitarbeiter mit ihm Kontakt hatten, werde derzeit noch ermittelt, sagte ein Kliniksprecher am Donnerstag auf Anfrage. Sie würden dann auf das Virus getestet und unter häusliche Quarantäne gestellt. Der Arzt hatte sich in seinem Heimatort Gangelt am 15. Februar bei der Karnevalsveranstaltung angesteckt, bei der auch das Paar, das nun in der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird, teilgenommen hatte. Seither habe er in der Klinik nur einen Tag gearbeitet.

13.47 Uhr: Am Donnerstagmorgen sind in einer Hausarztpraxis in Witten-Herbede zwei ernsthafte Verdachtsfälle auf den Erreger getestet worden. Die Ergebnisse der Proben stehen noch aus. Die Betroffenen sollen sich bis auf Weiteres in Hausquarantäne befinden. Die ersten Infos:

13.35 Uhr: Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf ergreift wegen des neuen Coronavirus vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC am Freitagabend keine besonderen Maßnahmen. Auf Anfrage erklärte ein Clubsprecher am Donnerstag, dass man sich nach den Vorgaben der Deutschen Fußball Liga richten werde. "Wir als Verein werden nicht aktiv oder etwas prüfen", sagte der Sprecher.

13.11 Uhr: In Moers wartet man noch auf die Testergebnisse in dem Verdachtsfall im Bethanien-Krankenhaus. Dort wird seit Mittwoch ein Mann aus Neukirchen-Vluyn behandelt. Der aktuelle Stand:

12.50 Uhr: Fußball wird nach dem Coronavirus-Ausbruch im Kreis Heinsberg Wegen mehrerer Fälle von Coronavirus-Infektionen am Wochenende im Kreis Heinsberg nicht gespielt. Der Fußball-Verband Mittelrhein hat nach einer gemeinsamen Entscheidung mit dem Fußballkreis Heinsberg entschieden, alle Spiele im unteren Amateur- und Jugendbereich ausfallen zu lassen. Spiele außerhalb des Kreises Heinsberg unter Beteiligung von Teams aus diesem seien von den Absagen aktuell aber nicht betroffen.

12.44 Uhr: Die Gerüchteküche im Internet brodelt. Gibt es in meiner Stadt einen Coronavirus-Verdacht? Der Kreis Olpe widerspricht nun Fake-News, dass es im Kreisgebiet einen bestätigten Fall gebe. Und auch im HSK hat das Gesundheitsamt wegen eines Gerüchtes in Meschede Stellung bezogen:

12.38 Uhr: Die Hände-Desinfektion kann die Übertragung des Coronavirus, aber auch anderer Infektionskrankheiten verhindern. Deshalb wollen die Städte vorsorgen: Wesel will Desinfektionsmittelspender aufstellen

12.11 Uhr: Das Robert-Koch-Institut hat in einer Pressekonferenz über die aktuelle Situation in Deutschland informiert. Nach den bisher bekannten Zahlen sei das Virus tödlicher als die Grippe, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler.

11.45 Uhr: In häuslicher Quarantäne dürfen Menschen 14 Tage lang ihre Wohnungen nicht verlassen und müssen sich von Freunden, Verwandten oder Nachbarn mit Lebensmitteln versorgen lassen, die dann die Einkäufe vor der Haustür abstellen. Das funktioniere im Kreis Heinsberg aktuell sehr gut, so der Sprecher der Kreisverwaltungf. Außerdem müssten die Menschen in Quarantäne nach Vorgaben des Gesundheitsamtes eine Art Protokoll zu ihrem Gesundheitszustand erstellen. Das Gesundheitsamt bleibe in der Zeit in Kontakt mit den Betroffenen.

11.43 Uhr: Im Kreis Heinsberg stehen nach dem Coronavirus-Ausbruch nach Schätzungen des Kreises mehrere Hundert Menschen unter häuslicher Quarantäne. Betroffen seien vor allem Besucher einer Karnevalssitzung in Gangelt, die auch das infizierte Paar besucht hatte. Es gelte auch für das Personal und Kinder des Kindergartens, in dem die Frau beschäftigt ist. Betroffen seien auch die Menschen, die mit diesen Betroffenen in einem Haushalt lebten, sagte der Sprecher des Kreises Heinsberg, Ulrich Hollwitz. Genaue Zahlen erhebe der Kreis nicht.

11.31 Uhr: Der Gangelter Karnevalsverein hat nach eigenen Angaben die Namen seiner Mitglieder dem zuständigen Kreis Heinsberg gemeldet. „Wir haben dem Kreis unsere Mitgliederlisten übermittelt und jegliche Unterstützung angeboten“, sagte der Präsident des Karnevalsvereins „Langbröker Dicke Flaa“, Wilfried Gossen, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Karnevalisten herrsche zwar Besorgnis, aber keine Panikstimmung. Es sei natürlich nicht schön, dass die Kappensitzung des Vereins nun plötzlich durch Corona überregional in den Schlagzeilen sei, sagte Gossen. „Aber es ist nun mal so, wir können ja nichts daran ändern.“

10.59 Uhr: Nachdem sich im Internet ein Shitstorm gegen das infizierte Paar aus Gangelt entwickelt hat, bezieht der Landrat des Kreises Heinsberg in einem Video-Statement deutlich Position: "Sie verdienen unser Mitgefühl, nicht Vorwürfe. Es hätte jeden von uns treffen können. Wer von uns hätte auf fest gebuchte Karnevalsveranstaltungen verzichtet, weil er etwas erkältet ist?"

10.55 Uhr: Die Infektion eines Soldaten der Flugbereitschaft mit dem neuartigen Coronavirus wird zunächst keine Folgen für den Einsatz von Regierungsmaschinen haben. „Nach dem aktuellen Stand können wir alle unsere Einsätze mit der Flugbereitschaft erfüllen“, sagte ein Luftwaffensprecher am Donnerstag in Berlin. Der Soldat gehöre nicht zum fliegenden Personal. Nachdem er aber Kontakt zu anderen Soldaten gehabt habe, sei eine „Kontaktliste“ erstellt worden und weitere Soldaten seien unter Beobachtung. Der 41-jährige Infizierte wird seit Mittwoch im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt.

10.34 Uhr: In Mönchengladbach läuft am Krankenhaus Maria Hilf die Suche nach Menschen, die Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatten. Nach bisherigen Erkenntnissen der Stadt hatte er eine Karnevalsveranstaltung im Kreis Heinsberg besucht, auf der auch Kontaktpersonen des schwer erkrankten Mannes aus Gangelt anwesend gewesen sein sollen.

10.22 Uhr: Die Amtsgerichte Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg stellen wegen des Coronavirus bis nächsten Montag den Publikumsverkehr ein. Nach Angaben des Landgerichts Mönchengladbach von Mittwoch finden auch keine Sitzungen statt.

10.13 Uhr: Eine am Mittwoch in ein Leverkusener Krankenhaus gebrachte Frau ist nicht am neuartigen Coronavirus erkrankt. Das sagte am Donnerstag eine Sprecherin der Stadt Leverkusen. Der 25-Jährigen gehe es den Umständen entsprechend gut, sie weise keine starken Erkältungssymptome auf und werde heute aus der Klinik entlassen. Die Mitarbeiterin des Leverkusener Chemparks hatte sich am Mittwoch bei der dortigen Gesundheitsstation gemeldet und war als Verdachtsfall isoliert und untersucht worden.

9.43 Uhr: Bei dem Coronavirus-Ausbruch in Gangelt wurden nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums insgesamt sechs Patienten infiziert. Einer von ihnen - ein 41-jähriger Bundeswehrsoldat - werde in Rheinland-Pfalz behandelt.

9.17 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat betont, dass man noch nicht den „Patient Null“ kenne, an dem sich ein am neuen Coronavirus schwer erkrankter Mann aus Gangelt angesteckt hat. Man gehe davon aus, dass der 47-Jährige der erste Patient der bekannten Infektionskette sei, sagte Laumann in einem WDR2-Interview. Wo und bei wem sich der Mann allerdings angesteckt habe, sei unklar. Wegen seines Zustands habe man ihn das auch noch nicht fragen können. Laumann sagte, dass der 47-Jährige in seinem Beruf viele Kontakte habe – auch jenseits von NRW.

9:01 Uhr: Laumann sieht vorerst keinen Grund für eine Quarantäne von Städten in Folge der Ausbreitung des Coronavirus. „Das seh ich noch nicht. Ich glaube auch nicht, dass das die richtigen Maßnahmen am Ende sind“, sagte er am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“.

8:19 Uhr: Der Städte- und Gemeindebund in NRW ruft die Menschen zur Besonnenheit angesichts der Coronavirus-Fälle im Land auf. „Für Panik ist absolut kein Grund. Wir sind vorbereitet“, versicherte der Präsident des Kommunalverbands, Roland Schäfer, im WDR5-Interview. Man müsse die wenigen bestätigten Coronavirus-Fälle im Verhältnis sehen – etwa zur viel stärker verbreiteten Influenza-Grippe: „In den letzten zwei Jahren sind jeweils pro Jahr über 20.000 Menschen gestorben an der Grippe, ohne dass wir (...) hier in der Bundesrepublik Panikkäufe oder Hamsterkäufe oder so etwas hätten“, sagte Schäfer.

7:06 Uhr: Wer ist eigentlich besonders gefährdet? Ein erster umfangreicher Seuchenbericht zu Coronavirus-Fällen in China hat ergeben, dass Männer offensichtlich härter getroffen werden als Frauen. Auch das Alter erhöht das Risiko. Dafür könnte es mehrere Gründe geben – welche, lesen Sie hier.

5:45 Uhr: Bei mehr als 40 Menschen, die in der Uniklinik Köln Kontakt mit dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in Nordrhein-Westfalen, dem 47-jährigen Mann aus Gangelt, gehabt haben sollen, ist bei einem Test der neuartige Virus nicht nachgewiesen worden. Bis zur endgültigen Entwarnung müsse wegen der theoretischen Inkubationszeit jedoch das Ende der zweiwöchigen Isolation abgewartet werden, teilte die Stadt in der Nacht mit.

Donnerstag, 5.32 Uhr: Bei einem der Infizierten handelt es sich nach Angaben der Stadt Mönchengladbach um einen Arzt, der in der Stadt am Klinikum tätig ist. Nach bisherigen Erkenntnissen habe der Mediziner eine Karnevalsveranstaltung im Kreis Heinsberg besucht, auf der auch Kontaktpersonen des schwer erkrankten Mannes aus Gangelt anwesend gewesen sein sollen, teilte ein Stadtsprecher mit.

Coronavirus in NRW: Meldungen vom Mittwoch (26. Februar)

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