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Coronavirus in NRW: Meldungen vom Donnerstag (12. März)

Coronavirus: "Wenn ich abkratze, spare ich mir mühsame Jahre."

Die Corona-Krise verunsichert die Gesellschaft. Wie unterschiedlich jüngere und ältere Menschen mit dem Virus umgehen, zeigt diese Umfrage.

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Düsseldorf.  Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in NRW ist über 1000 gestiegen. Es gibt einen vierten Todesfall. Die Meldungen des Donnerstags im Überblick.

  • 1041 Fälle sind in NRW inzwischen gemeldet, alleine im Kreis Heinsberg 483. Zahl der gesundeten Corona-Fälle wird zurzeit nicht erfasst.
  • In NRW sind bis dato vier Menschen an dem Coronavirus gestorben.
  • Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern werden ab sofort grundsätzlich untersagt oder ohne Zuschauer abgehalten, das sieht ein verbindlicher Erlass der Landesregierung für die Kommunen vor. Selbst Veranstaltungen unter 1000 Teilnehmern droht bei gewissen Risikofaktoren Absage.
  • Schulen und Kindergärten im Kreis Heinsberg für eine weitere Woche geschlossen. Kitagebühren werden möglicherweise erstattet, so Landrat Pusch.
  • Der SPD-Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel fordert die Regierung auf, Kitas, Schulen und Universitäten umgehend zu schließen.
  • Revierderby und weitere Fußballspiele in NRW vor leeren Rängen. Fans sollen Stadionnähe meiden. Der Sender Sky hat am Donnerstag auf die Geisterspiele reagiert: Er will die Bundesliga-Konferenz im Free-TV zeigen.
  • BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat sich für eine Absage des Bundesliga-Spieltages ausgesprochen.

23.08 Uhr: Die Stadt Bochum hat am Donnerstag entschieden, alle städtischen Veranstaltungen bis Ende der Osterferien, 19. April, vorsorglich abzusagen. Sie will so dazu beitragen, Ansteckungsmöglichkeiten deutlich zu verringern und die Ausbreitung des Corona-Virus zu verzögern. Um das Ansteckungsrisiko für Bürger wie für Beschäftigte so klein wie möglich zu halten, bittet die Stadt Bochum, bis auf Weiteres alle städtischen Dienstleistungen, die sie online anbietet, auch online zu nutzen oder einen Amtsgang auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Die Dienstleistungen befinden sich im Onlineportal https://portal.bochum.de. Bis zum Donnerstagabend ist die Zahl der Infizierten auf 18 angestiegen.

22.45 Uhr: Normalerweise bedenkt die Stadt Dortmund bestimmte Alters- und Ehejubiläen von Bürgern mit einem Glückwunsch in Form einer Urkunde und eines Blumenpräsents. Um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden und der Fürsorgepflicht insbesondere für die älteren Bürger Dortmunds zu entsprechen, hat Oberbürgermeister Ullrich Sierau entschieden, die Überbringung von Glückwünschen zunächst bis zum 15. April auszusetzen. Die Gratulationen sollen nachgeholt werden.

21.43 Uhr: An der Schiller-Schule in Bochum gibt es den Verdacht auf zwei mögliche Corona-Infektionen. Das teilte die Stadt Bochum bei Twitter mit. Ab sofort ruhe der Unterricht für die Quarantänezeit von 14 Tagen, schreibt die Stadt. Gleiches gelte für die integrative Kita Wasserstraße. Hier prüfe die Stadt, ob sich eine Mitarbeiterin angesteckt hat. Das Gymnasium berichtete von der Schließung auf seiner Homepage. Die Schiller-Schule bleibe bis zum 27. März geschlossen: "Die Schüler sollen Außenkontakte soweit möglich vermeiden und sind dazu aufgefordert, ein grobes Tagebuch zu führen, an welchen Orten sie sich tagsüber aufgehalten und zu wem außerhalb der Familie sie Kontakt hatten." Weitere Informationen will die Schule am Freitag auf der Homepage und per Mail mitteilen.

21.26 Uhr: Die Stadt Essen hat ihre Allgemeinverfügung zur Verhütung und Bekämpfung des Coronavirus am späten Donnerstag Abend verschärft und nun auch Veranstaltungen zwischen 500 und 1000 Mitwirkenden mit hohen Hürden versehen und damit faktisch unmöglich gemacht. Betroffen sind Kultur-, Sport- und sonstige Freizeitveranstaltungen, Messen und Kongresse, Tanzveranstaltungen aller Art sowie familiäre und religiöse Veranstaltungen. Die Verschärfung gilt ab sofort, das heißt ab Freitag 13. März. Bisher waren nur Veranstaltungen ab 1000 Personen verboten.

21.11 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Bottrop hat sich auch am Donnerstag weiter erhöht, drei sind es insgesamt. Der Krisenstab der Stadt beschloss einschneidende Maßnahmen. Alle städtischen Veranstaltungen sind bis auf wenige Ausnahmen abgesagt.

20.33 Uhr: Das betrifft auch viele Menschen in NRW: In ganz Tirol werden weitere Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus' umgesetzt. Das teilten Tiroler Tourismus und das Land Tirol am Donnerstagabend mit. Im gesamten Landesgebiet werden alle Seilbahnen am Sonntag 15. März 2020 ihren letzten Betriebstag haben. Beherbergungsbetriebe (Hotels, Apartments, Privatzimmer usw.) werden im Laufe des Montags, 16. März 2020, geschlossen.

20.14 Uhr: Im Kreis Heinsberg ist eine weitere mit dem Coronavirus infizierte Patientin gestorben - es ist der vierte bekannte Todesfall in Nordrhein-Westfalen und der sechste in Deutschland. Die 78-Jährige sei am Donnerstagnachmittag an den Folgen einer Lungenentzündung in einem Heinsberger Krankenhaus gestorben, teilte der Kreis mit. Wo sich die Patientin mit dem Virus angesteckt hatte, sei noch nicht bekannt, hieß es.

19.55 Uhr: In Paderborn erklärte das Heinz Nixdorf Museumsforum, es bleibe bis zum 30. März geschlossen. Es sei ein besonders interaktives Museum, in dem es viel zum Berühren und Ausprobieren gebe. „Was ansonsten eine große Attraktion ist, birgt nun die Gefahr der Virenübertragung“, erklärte das Computermuseum. In Ahlen im Münsterland schloss das Kunstmuseum „bis auf weiteres“ aus präventiven Gründen.

19.13 Uhr: Wie der Kölner Stadt-Anzeiger und die Kölnische Rundschau berichten, verschiebt die Uni Köln den Semesterstart. Eigentlich sollte das neue Semester am 6. April beginnen. Nun starten die Vorlesungen für die Studenten wohl erst nach den Osterfeiertagen.

18.43 Uhr: Borussia Dortmund-Sportdirektor Michael Zorc hat sich für eine Absage des Bundesliga-Spieltages an diesem Wochenende ausgesprochen. „Es gibt ja keine Blaupause, wie man mit so einer Lage umgeht. Das ist für alle und jeden neu, und die Situation hat eine unglaubliche Dynamik“, sagte Zorc der „Süddeutschen Zeitung“ und fügte an: „Aber wenn ich sehe, dass die spanische und die italienische Liga ab sofort pausieren, obwohl die mit ihren 20 Erstliga-Vereinen ja noch mehr Spieltage und deshalb größere Terminprobleme haben, frage ich: Warum sollten wir es nicht genauso machen können?“

18.40 Uhr: Seit Donnerstagabend gibt es auch in Hamm die ersten beiden bestätigten Fälle des Coronavirus. Betroffen sind eine Frau und ein Mann mittleren Alters, die sich unabhängig voneinander während eines Urlaubs in Österreich infiziert haben. Aufgrund der beiden Fälle hat der städtische Krisenstab noch am Donnerstagabend die Bedingungen für (Groß-) Veranstaltungen präzisiert: Veranstaltungen mit mehr als 300 Besuchern werden in Hamm bis auf weiteres nicht stattfinden. Kleinere Veranstaltungen mit weniger als 300 Personen werden anhand einer festgelegten Checkliste im Einzelfall geprüft.

18.32 Uhr: Drei Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis sind inzwischen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zwei haben einen Skiurlaub in Ischgl verbracht. Die Zahl der begründeten Verdachtsfälle liegt laut Kreis aktuell bei 55.

18.27 Uhr: „Über Corona-Partys in der Gastronomie kann ich in diesen Tagen wahrlich nicht lachen“, sagt Stephan Büttner vom Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT). Die Lage für die Branche sei ernst. Betreiber von Diskotheken oder Clubs könnten in eine existenzbedrohende Situation geraten.

18.13 Uhr: Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) bereitet Studierende, Lehrpersonal und Mitarbeiter auf ein Sommersemester während der Corona-Krise vor. Dafür hat die Universität eine Informationsseite eingerichtet.

18.06 Uhr: Der Essener Dienstleister Deutsche Arzt AG hat positive Erfahrungen mit einer Online-Sprechstunde gemacht. Für die Zeit der Corona-Krise bietet das Unternehmen diesen Dienst nun kostenlos an.

18.00 Uhr: Die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus treffen immer mehr Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags erwarten 45 Prozent der in NRW befragten Firmen in diesem Jahr einen Umsatzrückgang. Vor allem die Absage von Messen und Veranstaltungen, Krankheitsausfälle, aber auch eine allgemeine sinkende Kaufbereitschaft nach Produkten und Dienstleistungen wirkten sich negativ auf die Geschäfte aus, teilte die IHK NRW am Donnerstag mit.

17.50 Uhr: In NRW wird der Druck auf die Landesregierung, angesichts der dramatischeren Entwicklung der Coronakrise auch über Schul-Schließungen nachzudenken, immer größer. Neben politischen Forderungen aus NRW, diesen Schritt konsequent zu tun, schaffen mehrere europäische Nachbarn bereits Tatsachen.

17.38 Uhr: In Dortmund sind zwei weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Die Betroffenen waren in Österreich im Urlaub und weisen nur leichte Symptome auf. Die Kontaktpersonen werden zurzeit noch ermittelt", schreibt die Stadt Dortmund auf der Homepage. Damit sind in Dortmund 14 Fälle bekannt.

17.28 Uhr: Der Coronavirus wirbelt . Noch herrscht vielerorts Ungewissheit, aber auch Optimismus. Fest steht: Die „The Club“-Party im Autohaus Lueg wird verschoben.

17.17 Uhr: Zwei Mitglieder des SC Obersprockhövel wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Der Verein hat alle Spiele am Wochenende, auch das der Landesligamannschaft, abgesagt.

17.10 Uhr: Das Coronavirus sorgt für weitere Absagen in Oberhausen. Nicht nur große Veranstaltungen ab 1000 Besuchern fallen aus, sondern zunehmend auch kleinere. Ein neues Hotel in der Stadt allerdings will der Corona-Krise trotzen. Die Krankenhäuser der Stadt schränken die Patientenbesuche ein.

16.48 Uhr: Auch in Bochum gibt es immer mehr Fälle des Coronavirus: .

16.45 Uhr: Mittlerweile gibt es in NRW mehr als 1000 mit dem Coronavirus infizierte Personen, wie das NRW-Gesundheitsministerium mitteilt. 483 Fälle sind alleine aus dem Kreis Heinsberg gemeldet.

16.41 Uhr: Weiterhin hat das Coronavirus auch den Duisburger Sport fest im Griff. Nach dem Fußball-Drittligaspiel des MSV Duisburg wurde am Donnerstagnachmittag auch die für Samstag geplante Partie von Regionalligist VfB Homberg im PCC-Stadion gegen den SV Rödinghausen abgesetzt.

16.35 Uhr: "Der Handballverband Westfalen bedauert, mitteilen zu müssen, dass aufgrund der das Corona-Virus betreffenden Lage bis auf Weiteres alle Veranstaltungen, Sitzungen und Maßnahmen des Handballverbandes Westfalen abgesagt sind", heißt es auf der Homepage des Verbandes. Der Jugendspielbetrieb für die Saison 2019/20 ist damit beendet. Die Seniorenspiele werden bis zum 19. April ausgesetzt. "Diese Entscheidung wurde nach intensiver Absprache zwischen allen Handball-Landesverbänden, Sportfachverbänden und Spitzenverbänden getroffen", heißt es dort weiter.

16.25 Uhr: Wie die Stadt Leverkusen auf der Homepage mitteilt, ist eine dritte Person mit dem Coronavirus infiziert worden. "Eine 79-jährige Frau ist erkrankt. Sie hatte sich gemeinsam mit dem Ersterkrankten in Südtirol aufgehalten", schreibt die Stadt Leverkusen. Sie befinde sich in stationärer Behandlung.

16.19 Uhr: Die Saison ist für die Zweitliga-Volleyballerinnen von BW Dingden beendet. „Der Spielbetrieb der 2. Bundesliga der Frauen und Männer wird mit sofortiger Wirkung eingestellt“, teilten die Verantwortlichen der Volleyball-Bundesligen in einer Presseerklärung am Donnerstagnachmittag mit. „Eine einheitliche Lösung ist das beste. Jetzt weiß jeder, woran er ist“, sagt der Dingdener Mannschaftsverantwortliche Dirk Kappmeyer.

Eishockey-Verband NRW stellt seinen Spielbetrieb ein

16.00 Uhr: Es war nur eine Frage der Zeit, bis es den ersten Corona-Infizierten in Herne geben wird - dies war allen Verantwortlichen klar: Am Dienstag war die Zeit gekommen. Einer der Infizierten schildert im Telefongespräch, wie er sich angesteckt hat und wie es ihm und seiner Familie geht.

15.57 Uhr: Nach dem Deutschen Eishockey-Bund hat auch der Eishockey-Verband NRW seinen Spielbetrieb wegen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus mit sofortiger Wirkung eingestellt. Diese Entscheidung trifft die Nachwuchsteams und die 1b des Herner EV.

15.53 Uhr: Die Evangelische Kirche im Rheinland empfiehlt ihren Gemeinden, die Konfirmationen zu verschieben. Konfirmationen finden in der Regel im Monat Mai statt. Das Bistum Essen hat über Kommunion noch nicht entschieden.

15.41 Uhr: Die Stadt Düsseldorf hat am Nachmittag neun weitere, bestätigte Corona-Fälle in der Landeshauptstadt gemeldet. Damit sind nun insgesamt 16 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer mit dem Coronavirus infiziert. In Düsseldorf stehen 122 Kontaktpersonen unter Quarantäne.

15.34 Uhr: Als eine Schmallenbergerin am vergangenen Samstag aus Südtirol aus dem Urlaub zurückkommt hat sie ein unwohles Gefühl. Nicht, weil sie sich gesundheitlich schlecht fühlt, sondern weil sie ein komisches Bauchgefühl hat. Nach einem Abstrich am Mittwoch dann die Gewissheit: Sie hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Im Interview spricht sie über ihre Situation.

15.28 Uhr: Wie der Märkische Kreis mitteilt, gibt es in Menden den zweiten Coronavirus-Fall. Vier weitere Menschen befinden sich in Quarantäne.

15.23 Uhr: Der Fußballkreis Ennepe-Ruhr/Hagen hat alle Fußballspiele der Jugendmannschaften abgesagt. Der Kreisjugendausschuss hat beschlossen: Alle Jugendspiele auf Kreisebene werden bis zu den Osterferien abgesetzt.

15.20 Uhr: Das Klinikum Hochsauerland verschärft die Maßnahmen zum Schutz gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Sprecher Richard Bornkessel bestätigt, dass am Donnerstag beschlossen wurde, die Besuchszeiten an allen Klinikum-Standorten zu reduzieren.

15.15 Uhr: Insgesamt 130 Abstriche hat die Stadt Oberhausen bei Bürgern vorgenommen, die in Verdacht stehen, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Die Zahl der Infizierten habe sich laut Pressemitteilung der Stadt aber nicht erhöht. Stand Donnerstag (15 Uhr) sind in Oberhausen drei Fälle bekannt.

15.07 Uhr: Die Deutsche Bahn hat Anfang März aufgrund des neuartigen Coronavirus deutlich weniger Fahrgäste befördert als im Vorjahreszeitraum. Um rund ein Viertel sei das Fahrgastaufkommen in der ersten Märzwoche im Jahresvergleich zurückgegangen, wird Fernverkehrsvorstand Michael Peterson in einer Mitteilung des Bundestags zitiert. Für die laufende Woche rechne der Konzern bei den Fahrgästen sogar mit einem Rückgang um 40 Prozent. Auch die Privatbahn Abellio verzeichnet bereits „einen merklichen Rückgang an Fahrgästen“. Beziffern ließe sich das aber momentan noch nicht. Das ebenfalls private Bahnunternehmen Keolis merkt noch keinen verstärkten Coronavirus-Effekt.

15.03 Uhr: Der deutsche Fernbus-Marktführer Flixbus, der auch international unterwegs ist, hat seine Fahrten nach Italien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingestellt - zunächst bis zum 3. April. „Menschen reisen aktuell generell deutlich weniger“, sagte eine Sprecherin. Auch der Berliner Anbieter BlaBlaBus - vom Unternehmen BlaBlaCar - ist dieser Empfehlung der italienischen Behörden gefolgt. BlaBlaBus beklagt für seine Busse bereits einen Rückgang des Geschäfts um rund ein Fünftel, in Norditalien ging es sogar um knapp 60 Prozent zurück.

Deutsche Oper am Rhein setzt den Spielbetrieb aus

14.53 Uhr: Die Geschäftsführung der Deutschen Oper am Rhein hat entschieden, den Spielbetrieb vorerst bis zum 2. April 2020 auszusetzen. Das gilt für beide Häuser, also auch für die Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein im Theater Duisburg. Die Deutsche Oper am Rhein setzt sich mit den betroffenen Karteninhabern in Verbindung, um eine Umbuchung oder eine Stornierung anzubieten. Sie hofft auf eine schnellstmögliche Normalisierung der Lage und möchte mit dieser Entscheidung dazu beitragen.

14.46 Uhr: Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) bittet die Fahrgäste: "Zum Schutz für Gäste und Fahrer: Bitte hinten in den Bus einsteigen". "Um in der aktuellen Situation im Umgang mit dem Corona-Virus das Infektionsrisiko zu verringern, setzt die DVG im Rahmen der Möglichkeiten auf vorbeugende Maßnahmen. Deshalb stehen ab Samstag (14. März 2020) bei allen Bussen die Fronttüren nicht mehr für den Ein- und Ausstieg zur Verfügung", schreibt die DVG in einer Mitteilung. Fahrgäste sollen die hinteren Türen benutzen. "Das bedeutet auch gleichzeitig, dass beim Fahrer kein Fahrscheinverkauf erfolgt. Damit soll die Wahrscheinlichkeit einer Virenübertragung beim Ticketkauf und einem damit verbundenen Geldwechsel sowohl für alle Fahrgäste als auch für die Fahrer minimiert werden", heißt es in der Mitteilung weiter. Die Fahrscheinpflicht werde nicht aufgehoben. "Die DVG bittet ihre Fahrgäste, die Tickets alternativ an den Fahrkartenautomaten, in den DVG-Vorverkaufsstellen und in der VRR- oder Handyticket-App zu erwerben."

14.33 Uhr: Die Stadt Dortmund teilt auf der eigenen Homepage mit, dass eine Kirchhörder Grundschule für zwei Wochen geschlossen wird. "Aufgrund eines bestätigten Corona-Falles", heißt es in der Mitteilung. Alle Lehrer, Mitarbeiter und Schüler würden sich für zwei Wochen in häuslicher Isolierung befinden.

Zahl der Coronavirus-Fälle in Heinsberg steigt weiter an

14.30 Uhr: Die Stadt Mönchengladbach zählt derzeit (Stand 14 Uhr) 20 mit dem Coronavirus infizierte Personen. Im Vergleich zum Mittwoch sind somit zwei Fälle dazugekommen. "Die Zahl der unter Quarantäne stehenden Personen hat sich hingegen seit gestern deutlich reduziert, weil die Quarantänezeit von insgesamt 87 Schülerinnen und Schülern der 3. Klassen, sowie Lehrkräften und Mitarbeitern der Katholischen Grundschule Holt abgelaufen ist", heißt es auf der Homepage. "Insgesamt stehen in Mönchengladbach zurzeit 129 Personen unter Quarantäne."

14.26 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus steigen im Kreis Heinsberg weiter: Am Donnerstagmittag zählte man im Kreis 474 Infektionen. Das waren 31 Mehr als am Vorabend. "Wir haben noch weiter steigende Zahlen. Diese könnten jedoch ohne die getroffenen Maßnahmen deutlich höher sein und schneller ansteigen", sagte Kreissprecherin Jennifer Grünter auf Nachfrage.

14.22 Uhr: Zum Schutz der Bevölkerung und zur Minimierung des Übertragungs- und Verbreitungsrisikos hat die Stadt Duisburg weitere Maßnahmen erlassen: Alle städtischen Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmer werden abgesagt. Veranstaltungen unter 200 Teilnehmer werden nach den Kriterien des Robert-Koch-Institutes (RKI) beurteilt und im Einzelfall entschieden.

Bochum veröffentlich Corona-Prüfkatalo

14.13 Uhr: Die Stadt Bochum hat einen Corona-Prüfkatalog veröffentlicht. . Mit dem Katalog soll abgefragt werden, ob die Austragung von Veranstaltungen genehmigt werden kann.

14.03 Uhr: Aktuell sind in Gelsenkirchen vier Menschen mit dem Coronavirus (Covid-19) infiziert (Stand: Donnerstag, 12. März, 13 Uhr). hat die Stadt nun einen mobilen Testservice eingerichtet. „Jeder, der aus medizinischer Sicht getestet werden muss, kann nun mobil getestet werden“, sagt Gesundheitsdezernent Luidger Wolterhoff.

14.00 Uhr: Die Stadt Mülheim hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus eine Allgemeinverfügung erlassen. Alle Events mit über 1000 Gästen sind verboten. Dieser Verfügung gilt ab sofort und bis auf Weiteres.

13.40 Uhr: Die Allendorfer Firma Viessmann spendet Catering-Lebensmittel an die Tafeln. Grund ist die Absage einer Messe in Folge der Ausbreitung des Coronavirus. Die Lebensmittel im Wert von 24.000 Euro gehen nach Essen und Frankfurt.

13.26 Uhr: Die verschärften Auflagen für Großveranstaltungen hat auch Konsequenzen im „Kulttempel“ in Oberhausen, obwohl der genau genommen gar kein Ort für „Großveranstaltungen“ mit mehr als 1000 Besuchern ist:

13.23 Uhr: Der traditionelle Paderborner Osterlauf wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus verschoben. Der für den 11. April angesetzte älteste Straßenlauf in Deutschland hat ein Teilnehmerfeld von mehr als 10.000 Läufern. Dies teilten die Veranstalter am Donnerstag mit. Die Veranstaltung soll eventuell nach den Sommerferien stattfinden.

Fans sollen sich beim Revierderby nicht in der Nähe des Stadions aufhalten

13.09 Uhr: Vor dem Geisterspiel am Samstag gegen den FC Schalke 04 hat Borussia Dortmund an die Fans appelliert, sich beim Revierderby nicht in unmittelbarer Nähe des Stadions aufzuhalten. „So sehr wir es bedauern, dass wir im Stadion auf Euren schwarzgelben Support verzichten müssen, steht die Gesundheit klar im Vordergrund. Jeder Einzelne ist aufgefordert, Verantwortung zu zeigen und damit sich und andere Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Auch im Fall eines Derbysieges“, schrieb der Fußball-Bundesligist am Donnerstag auf seiner Homepage. Darüber hinaus äußerte der Tabellenzweite die Bitte, keine „Public Viewings“ zu veranstalten. Damit will der BVB vermeiden, dass sich ähnliche Vorfälle wie am Mittwoch in Mönchengladbach und Paris wiederholen.

13.05 Uhr: Viele Veranstaltungen in NRW sind derzeit von Absagen betroffen. Das internationale Frauenfilmfestival Dortmund Köln allerdings findet nach derzeitigem Stand statt. Der Rahmen des Festivals und die Größe der beteiligten Kinos machen es möglich, das Festival flexibel zu gestalten und auf die von der Stadt Köln und dem Robert Koch-Institut empfohlenen Maßnahmen einzugehen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Veranstaltungen sollen vom 24. bis zum 29. März in Köln stattfinden.

12.52 Uhr: Wegen des Coronavirus verlegt die Stadt Duisburg die nächste Ratssitzung am 30. März vom Ratssaal in die Mercatorhalle. Dies hat SPD-Fraktionsvorsitzender Bruno Sagurna bestätigt. Oberbürgermeister Sören Link habe diese Entscheidung mitgeteilt.

12.45 Uhr: Im Marien-Hospital in Witten gelten seit Mittwoch neue Besuchszeiten. Wegen des Coronavirus schränkt das Haus am Marienplatz die Zeiten, zu denen Patienten Besucher empfangen dürfen, ein.

12.40 Uhr: Und ein weiteres Spiel in der Fußball-Regionalliga wird wohl abgesagt: Das Duell zwischen dem TuS Haltern am See und RW Oberhausen, das eigentlich am Sonntag stattfinden sollte, wird wohl nicht ausgetragen. "Der TuS Haltern hat heute den Verband informiert, dass er sich der Empfehlung des DFB für die 3. Liga anschließt und in den kommenden zwei Wochen an keinem Punktspiel in der Regionalliga West teilnehmen wird", heißt es in einem Statement. Die Gesundheit aller Beteiligten stehe im Vordergrund.

12.35 Uhr: Im Kreis Recklinghausen steht eine Schulklasse unter Quarantäne. Die Zahl der Infizierten im Kreis ist von neun auf 16 angestiegen. In Gladbeck allerdings ist bisher noch kein Fall des Coronavirus bekannt.

12.05 Uhr: Wie die Stadt Duisburg per Pressemitteilung erklärte, werden die TANZtage nicht fortgeführt. "Das gilt schon für die Show heute Nachmittag", heißt es in der Mitteilung. Aus logistischen Gründen sei es nicht möglich, die Shows zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Bereits gekaufte Tickets können in den Vorverkaufsstellen, in denen sie erworben wurden, zurückgegeben werden. Das Geld wird dann erstattet.

12.00 Uhr: Mit einem deutlichen Appell hat Stephan Pusch, Landrat des vom Coronavirus bundesweit besonders stark betroffenen Kreis Heinsberg, am Donnerstag vor Corona-Angst gewarnt: „Die Angst ist viel Schlimmer, als die medizinischen Auswirkungen des Virus“, sagte Pusch in einer Videobotschaft.

11.55 Uhr: Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus verkauft das Kölner Fernbusunternehmen Pinkbus künftig nur noch jede zweite Fahrkarte. „Wir wollen damit die Fahrgäste vor Ansteckung schützen“, sagte Geschäftsführer Christian Höger. Jedem Fahrgast solle ein freier Platz neben sich garantiert sein. Allerdings dürften etliche Busse in diesen Tagen auch ohne diese Maßnahme nicht voll besetzt sein: Es gebe eine starke Nachfrage nach Umbuchungen, oder Fahrgäste träten die Reise gar nicht erst an.

11.50 Uhr: Im Kreis Viersen hat sich die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen binnen 24 Stunden auf 12 verdoppelt. In welchen Orten die Betroffenen leben, will der Kreis im Laufe des Tages mitteilen. Das gilt auch für etwaige weitere Schließungen von Kitas oder Schulen.

11.46 Uhr: Auch in Dinslaken, Voerde und Hünxe fallen immer mehr Veranstaltungen dem Coronavirus zum Opfer. .

11.27 Uhr: 70 Infizierte: So ist der aktuelle Stand (Donnerstag, 11.30 Uhr) in und um Aachen. Damit verzeichnet die Region um die Stadt Aachen die zweitmeisten Fälle hinter dem Kreis Heinsberg (443). Zudem empfiehlt der Krisenstab, von Besuchen von Alten-, Wohn- und Pflegeeinrichtungen abzusehen. Am Freitagnachmittag wollen die Verantwortlichen bekannt geben, wie nach dem 15. März mit den derzeit geschlossenen Schulen und der Kita verfahren wird.

11.20 Uhr: Auch in Mülheim breitet sich das Virus weiter aus: Mittlerweile sind fünf Menschen infiziert. 20 Personen wurden dort am Dienstag getestet. Vier Ergebnisse stehen allerdings noch aus.

11.16 Uhr: Die Grundschule in Witten-Rüdinghausen ist vorsorglich geschlossen worden. Es gibt offenbar einen Kontakt zu einem eventuellen Corona-Fall. Die Kinder sollen zu Hause bleiben. Weitere Informationen sollen im Laufe des Tages folgen.

11.15 Uhr: Elf Personen in Essen sind mit dem Coronavirus infiziert, die Messe Techno Classica ist bereits abgesagt. Und auch das Fußballspiel zwischen RWE und der U23 des FC Schalke 04 fällt aus. Hier gibt es alle weiteren Informationen aus Essen.

11.04 Uhr: Das Konrad-Duden-Gymnasium Wesel sagt die Info-Veranstaltungen der Schule ab.

Coronavirus: Sky zeigt die Fußball-Bundesliga-Konferenz im Free-TV

10.52 Uhr: Die Spiele der Fußball-Bundesliga finden am Wochenende ohne Zuschauer statt. Der Sender Sky allerdings hat am Donnerstagmorgen auf die aktuelle Entwicklung reagiert und zeigt die Konferenz im Free-TV.

10.47 Uhr: Die Stadt Mönchengladbach meldet einen Anstieg der Coronavirus-Infizierten: Zehn Fälle sind laut der Statistik innerhalb eines Tages dazugekommen. 18 Personen sind es damit insgesamt. Eine Gruppe von Skifahrern sei aus dem Italien-Urlaub zurückgekommen, sagt Dirk Rütten, stellvertretender Pressesprecher der Stadt. Zudem sei bei einer Kontaktperson der Urlauber das Virus nachgewiesen worden. Über weitere Infizierte am Donnerstag wolle die Stadt Mönchengladbach im Laufe des Tages informieren.

10.21 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat auch am Donnerstag wieder die aktuellen Fallzahlen aus NRW veröffentlicht. Stand 10.03 Uhr sind in NRW nun 909 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 443 Personen sind es alleine im Kreis Heinsberg.

10.11 Uhr: Eine Arztpraxis in Soest macht nach Informationen des WDR Corona-Tests nach dem Drive-In-Verfahren: Dabei fahren Betroffene mit dem Auto vor und erhalten bei offenem Wagenfenster einen Abstrich. Danach geht es wieder nach Hause. Die Idee von sogenannten Corona-Drive-In-Tests aus Südkorea war zuvor in einer Kreisklinik in Südhessen und einer Hausärztin in Marburg adaptiert worden.

09.37 Uhr: Die Stadt Essen meldet am Donnerstagmorgen einen weiteren Fall. Demnach sie ein Reiserückkehrer aus Südtirol positiv auf das Virus getestet worden. „Er und das familiäre Umfeld sind bereits in angeordneter Quarantäne. Die Umfeldanalyse läuft zur Stunde. Der Mann kommt aus dem Stadtteil Bredeney“, berichtet Stadtsprecherin Silke Lenz. Damit erhöht sich die Zahl der infizierten Menschen in Essen auf nunmehr elf. Eine 89-jährige Frau erlag am Montag den Folgen des Coronavirus. Zwei der insgesamt fünf neuen Fälle, die am Mittwoch bekannt wurden, stammen aus dem Umfeld des Pflegedienstes.

Menschen spenden in NRW aus Angst vor Corona weniger Blut

09.32 Uhr: Fußball-Zweitligist VfL Bochum hat die öffentliche Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den 1. FC Heidenheim abgesagt. „Wir versuchen dabei mitzuhelfen, die Ausbreitung des so genannten Coronavirus dahingehend einzudämmen, indem wir Kontakte einschränken und somit das Infektionsrisiko minimieren“, teilte der Club am Donnerstag mit. Medienvertreter können Cheftrainer Thomas Reis allerdings schriftlich Fragen stellen und diese per Mail einreichen. Die Partie am Samstag wird ohne Zuschauer ausgetragen.

09.18 Uhr: Aus Sorge vor dem Coronavirus sind wohl weniger Menschen in NRW bereit, Blut zu spenden. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) lag die Zahl der Blutspender in den vergangenen Wochen um bis zu 20 Prozent niedriger als normalerweise, meldete der WDR. Seit Ausbruch des Coronavirus in Deutschland registriert auch die Transfusionsmedizin der Uniklinik Essen eine sinkende Bereitschaft Blut zu spenden. Die Uniklinik nimmt die Ängste der Menschen ernst, beruhigt aber. Niemand müsse Angst haben, sich in der Klinik anzustecken, so der Direktor der Transfusionsmedizin. Möglicherweise ein pfiffiges Dankeschön in Zeiten von Corona: Wer beim DRK-Blutspendedienst West Blut spendet, bekommt ein Handdesinfektionsgel geschenkt.

08.58 Uhr: Aufgrund eines Corona-Verdachtsfalls bleibt das Erkrather Gymnasium Hochdahl zunächst am Donnerstag und am Freitag geschlossen. Das teilte die Stadt Erkrath am Donnerstag mit. Die Stadtverwaltung sei am Donnerstagmorgen durch den Krisenstab des Kreises Mettmann informiert worden.

Absage in Hagen: Dieter Nuhr möchte trotzdem auftreten und bekommt Kritik auf Twitter

08.07 Uhr: Für einige Zeit galt der Karneval in Gangelt als größte Quelle für die Gefahr, doch jetzt rücken Südtirol beziehungsweise die Alpen immer mehr als Herd der Ansteckung in den Fokus: Die Anzahl der neu Infizierten steigt in der Region stark an. Fast alle Neu-Infizierten in der Region waren zuvor im Skiurlaub in den Alpen. Ganz und damit auch Südtirol werden – im Gegensatz zu Österreich – inzwischen vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Risikogebiet bewertet. Und hier empfehlen die RKI-Experten: Menschen, die sich dort in den vergangenen 14 Tagen aufgehalten haben, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zuhause bleiben.

07.50 Uhr: Kabarettist Dieter Nuhr (59) möchte trotz Coronavirus-Vorsichtsmaßnahmen auftreten - ein Tweet dazu hat bei Twitter überwiegend wütende Reaktionen ausgelöst. „Wir haben eine Erkrankungsrate von 0,0001 Prozent der Bevölkerung. Also ich würde gerne einfach auftreten am Wochenende...“, schrieb der 59-Jährige am Dienstag. Der Comedian absolviert derzeit eine Tour in Deutschland und Österreich. Der Auftritt des Kabarettisten Dieter Nuhr in der Stadthalle Hagen am Freitag, 13. März, ist unterdessen definitiv abgesagt worden. Ersatz-Termin ist nun der 7. September.

07.03 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat vor Alleingängen von Ländern in der Corona-Krise gewarnt. „Die Ausbreitung des Virus können wir nur durch gemeinsames, abgestimmtes Handeln im Länderkreis und kluges, konsequentes Vorgehen verlangsamen“, sagte Laschet der Deutschen Presse-Agentur vor Beratungen der Ministerpräsidenten am Donnerstag in Berlin. Zur Lösung der Corona-Krise brauche es starke Länder, die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen. „Wir setzen auf eine enge Abstimmung. Alleingänge helfen nicht, sondern verunsichern nur“, sagte Laschet. „Gerade in einer solchen Krisensituation zeigt sich: Der Föderalismus ist eine Chance, und er fordert uns zugleich. Länder und Kommunen können vor Ort am besten beurteilen und entscheiden, was notwendig ist für das öffentliche Leben in Abwägung mit dem Schutz der Gesundheit.“ Die Ministerpräsidenten der Länder kommen am Donnerstagnachmittag auch im Kanzleramt mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie Bundesministern zusammen.

Kreis Heinsberg: Schulen und Kindergärten für eine weitere Woche geschlossen

06.52 Uhr: Ganz Deutschland spricht über das Coronavirus - aber in Köln gibt es in zwei Häusern im Stadtteil Ossendorf ein kleines Areal von Ahnungslosen. Am 6. Februar wurden dort rund ein Dutzend Menschen von der Außenwelt abgeschottet, um in das Camp der Sat.1-Show „Big Brother“ einzuziehen. Der Wissensstand der Kandidaten hat sich seitdem nicht weiterentwickelt. „Je nachdem, wie sie sich im Vorfeld informiert haben, wissen sie theoretisch von dem Ausbruch des Virus in Wuhan und ersten Ansteckungen außerhalb Chinas“, sagte ein Sat.1-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Damit sich das Coronavirus nicht auch noch in den Häusern breit machen kann, wurden neue Bewohner vor ihrem Einzug getestet. Nach Angaben von Sat.1 fielen alle Tests negativ aus.

06.31 Uhr: Im Kreis Heinsberg bleiben die Schulen und Kindergärten für eine weitere Woche geschlossen, möglicherweise sogar bis zu den Osterferien. Das hatte Landrat Stephan Pusch in einer Videobotschaft am Mittwoch mitgeteilt. Ziel sei es, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. „Das haben wir uns wirklich - das können Sie mir glauben - nicht leicht gemacht, weil wir natürlich alle auch sehr heftig diskutiert haben: Ist das vor dem Hintergrund der Auswirkungen auf Familien, auf Betreuung, auf das Arbeitsleben der Einzelnen - Stichwort beispielsweise die alleinerziehende Mutter - ist das überhaupt vertretbar?“ Im Kreis Heinsberg war am Mittwoch ein zweiter mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierter Patient gestorben. Es war der dritte bekannte Todesfall in Deutschland. Der Landrat sagte: „Wir haben auch durch viele Gespräche mit den Krankenhäusern in den letzten Tagen festgestellt, dass nicht sehr viele wirklich schwer am Coronavirus erkranken, aber dass insbesondere die Risikogruppe der älteren Personen und der vorgeschädigten Personen, dass man da doch mit schweren Krankheitsverläufen rechnen muss. Mit Blick auf die geschlossenen Kitas sagte Pusch: „Ich kann zumindest eine positive Nachricht senden.“ Denn: Die Bürgermeister des Kreises und er wollten darauf hinwirken, Kita- und OGS-Gebühren zu erstatten. Dies solle nicht „kleinlich“, sondern monatsweise, „so wie es Sie trifft“, passieren.“

06.17 Uhr: Das rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und der Borussia Mönchengladbach hat Mittwochabend als erstes Geisterspiel stattgefunden. Die Partie ging 2:1 für Gladbach aus. Mehrere hundert Anhänger waren gekommen und hatten sich hinter der Nordkurve aufgehalten, um ihre Mannschaft auf das Duell mit dem 1. FC Köln einzustimmen.

Bislang neun Personen in Bochum infiziert

06.11 Uhr: Die Zahl der Infizierten in . Stand Mittwochabend sind damit neun Personen infiziert. Auch einen Maßnahmenkatalog hat die Stadt veröffentlicht. „Wer in Bochum eine Veranstaltung ausrichten will, deren Teilnehmerzahl zwischen 100 und 1000 liegt, muss in diesem Katalog verbindliche Angaben zu seiner Veranstaltung machen und so eine Risikobewertung vornehmen“, so die Stadt am Mittwoch in einer Presseerklärung. Dazu gehören verpflichtend auch Teilnehmerlisten damit mögliche Infektionsketten nachverfolgt werden können.

06.09 Uhr: Das Flüchtlingsdorf an der Mintarder Straße in Mülheim ist schon lange leergezogen. Die 13 Holzhäuser, in denen 2016 noch 500 Asylsuchende eine vorübergehende Heimat fanden, stehen verlassen auf dem Saarner Kirmesplatz. In einem von ihnen hat die Stadt nun ein Diagnosezentrum eingerichtet. Patienten werden hier auf das Coronavirus getestet. Ein Besuch:

06.00 Uhr: Wegen des Coronavirus hat das NRW-Schulministerium alle Schulausflüge und Klassenfahrten bis zu den Osterferien abgesagt. Dies sei ein „schulischer Beitrag zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus“, teilte das Schulministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit. Die Schulferien in NRW beginnen am 6. April. Bislang hatte das Ministerium lediglich Fahrten in Regionen verboten, die als Corona-Risikogebiete gelten.

Beethovenfest in Bonn ist abgesagt

05.59 Uhr: Die Stadt Bonn hat ihr für nächste Woche geplantes Beethovenfest abgesagt. Es handele sich um zehn Veranstaltungen zwischen dem 13. und 22. März, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Die Konzerte müssten ersatzlos ausfallen, bereits erworbene Tickets würden erstattet. Bonn feiert in diesem Jahr den 250. Geburtstag des Komponisten, der dort 1770 geboren wurde.

05.55 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in NRW ist weiter gestiegen. Stand 16 Uhr am Mittwoch zählt das Gesundheitsministerium 801 Fälle.

05.54 Uhr: Der Kreis Heinsberg hat jetzt weitere Details zu dem zweiten Corona-Todesfall bekannt gegeben. Der Patient, der in der Nacht zu Mittwoch starb, ist ein 73-Jähriger aus Übach-Palenberg. Der Mann wurde im Krankenhaus Heinsberg behandelt. Die Todesursache ist bei dem Dialysepatienten mit schweren Vorerkrankungen eine Lungenproblematik gewesen, heißt es in der Mitteilung des Kreises Heinberg. Die Infektion mit dem Coronavirus hatte seinen Gesundheitszustand zusätzlich beeinträchtigt. Wo der Patient sich mit dem Virus angesteckt haben könnte, ist nicht bekannt. „Auch an dieser Stelle möchte ich mein ausdrückliches Mitgefühl aussprechen“, so Landrat Stephan Pusch.

Wie das Coronavirus NRW erreichte - Unsere Newsblogs zum Nachlesen:

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