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Coronavirus in NRW: Meldungen vom Dienstag (3. März)

Videografik: So wird das Coronavirus übertragen

Das neuartige Coronavirus COVID-19 kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Vor allem bei engem Körperkontakt ist die Ansteckungsgefahr groß. Vorsichtsmaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen können einer Infektion vorbeugen.

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Essen.   Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus ist in NRW auf 105 gestiegen. In Essen gibt es einen zweiten Fall. Unser News-Blog zum Nachlesen.

In diesem Artikel haben wir unsere Berichterstattung für Sie archiviert. Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen zum Coronavirus in NRW. Hier finden Sie die nationalen und internationalen Entwicklungen.

Coronavirus - die Entwicklungen in NRW vom Dienstag (3. März):

22.44 Uhr: Auch in Neuss gibt es den ersten bestätigten Fall: Ein Familienvater (49) aus Neuss-Norf ist am Coronavirus erkrankt. Er wurde in einem Neusser Krankenhaus isoliert, teile die Stadt auf ihrer Internetseite mit. Seine Familie wurde unter Quarantäne gestellt. Die Kindertagesstätte des einen Kindes sowie die Klasse des anderen Kindes an der Grundschule wurden durch die Stadt Neuss auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes geschlossen. Der Mann hatte Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arbeitskollegen aus Heinsberg.

21.38 Uhr: In Haan gibt es einen Verdacht auf das Coronavirus. Bei der womöglich erkrankten Person handelt es sich um ein Elternteil zweier Kinder, die die die Gemeinschaftsgrundschule Gruiten und die Kita Hasenhaus besuchen. Beide Einrichtungen bleiben daher am Mittwoch erst einmal für einen Tag geschlossen, teilte die Stadt auf ihrer Internetseite mit.

21.22 Uhr: Das Virus hält NRW-Gesundheitsminister Laumann auf Trab. Trotzdem fand er Zeit, vor der CDU Gladbeck vom Kampf gegen die Infektion zu berichten. „Es ist eine Herausforderung, vor der wir gerade stehen und wir müssen das sehr ernst nehmen, es besteht aber kein Grund zur Panik oder gar zur Hamsterkäufen“, sagte der Minister

20.59 Uhr: In die Düsseldorfer Universitätsklinik sind am Dienstagabend zwei weitere schwer erkrankte Corona-Patienten eingeliefert worden. Beide stammen aus dem Kreis Heinsberg. Die Universitätsklinik habe besondere Erfahrung im Umgang mit Patienten mit Infektionskrankheiten und übernehme jene, für die in anderen Krankenhäusern keine ausreichenden Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen. „Das gilt aktuell auch für unsere Patienten, die am Coronavirus erkrankt sind“, hieß es in einer Mitteilung der Uniklinik. Damit behandele die Universitätsklinik nun insgesamt vier Coronavirus-Patienten mit schweren Krankheitssymptomen. Die beiden anderen Patienten sind der 47-jährige Mann, der als Erstinfizierter in NRW gilt, und seine ein Jahr jüngere Frau.

20.10 Uhr: In Essen ist ein zweiter Fall des Coronavirus bekannt. Eine 89-jährige Frau aus dem Südviertel wurde am Montag mit Blutzuckerbeschwerden und einer Durchfallerkrankung von einem Rettungswagen in die Universitätsmedizin Essen gebracht. Bei der Frau wurde vorsorglich eine Test auf die Viren durchgeführt. Am Dienstag lag dann der positive Befund auf das Coronavirus vor. Die Seniorin wird zur Zeit in einem Isolationszimmer auf der Intensivstation versorgt. Der Zustand der Frau ist stabil.

18.58 Uhr: Angesichts der Verunsicherung wegen der Corona-Epidemie und der konfusen Beschlusslage in Städten und Kreisen nimmt die Kritik am Krisenmanagement der NRW-Landesregierung zu. Die SPD-Landtagsfraktion warf NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) vor, „strategielos“ in die Krise zu schlittern. Dortmund erneuerte am Dienstag den Vorwurf, es fehlten einheitliche Regeln für Absagen von Veranstaltungen ein gemeinsames Corona-Lagebild für NRW.

18 Uhr: Vor dem Hintergrund der aktuellen Coronavirus-Epidemie könnte es auch in den Oberhausener Krankenhäusern zu Engpässen bei der Schutzkleidung für Ärzte und Pflegekräfte kommen. Darauf weist Dr. Henning Karbach, Leiter des Oberhausener Gesundheitsamtes, hin. Insbesondere Atemschutzmasken seien mittlerweile nur noch schwer zu bekommen. Dazu kommt die Sorge vor einem Aufeinandertreffen von Coronavirus und Grippewelle.

17.52 Uhr: Die Stadt Düsseldorf hat am Dienstag zwei Corona-Fälle bestätigt. Demnach wurden zwei Männer positiv auf den Virus getestet. Das teilte Oberbürgermeister Thomas Geisel bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz am Dienstagnachmittag mit. Einer der beiden Männer (Jahrgang 1983) besuchte die Karnevalssitzung in Heinsberg, bei der sich zuvor schon viele andere Menschen infiziert hatten. Er lebt mit seiner Freundin zusammen. Der zweite betroffene Düsseldorfer (Jahrgang 1977) lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Düsseldorf. Beide Männer und ihre Familien befinden sich vorerst in häuslicher Quarantäne

17.41 Uhr: In einem Hilferuf haben Ärzte aus dem Kreis Heinsberg vor den Folgen des Coronavirus' für die gesundheitliche Versorgung gewarnt. Die „medizinische Situation im Kreis Heinsberg eskaliert und nimmt bedrohliche Ausmaße an“, heißt es in dem Brief, der auch vom Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) unterschrieben ist. Ein Zusammenbruch der medizinischen Versorgung an der Basis und in den Krankenhäusern sei nicht mehr auszuschließen. „Wir brauchen dringend Hilfe (...)“, hieß es in einem Brief an die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. Durch die vom Robert Koch-Institut (RKI) vorgeschriebenen Quarantänemaßnahmen würden die Krankenhäuser hochgradig behindert. Ärzte und Mitarbeiter seien deshalb nicht arbeitsfähig. Notdienste könnten nur mit Mühe und auch nur eingeschränkt besetzt werden. Die Versorgung der niedergelassenen Ärzte mit Schutzmasken sei katastrophal. Der Handel liefere nicht mehr. „Wir brauchen ganz dringend entsprechende Schutzmaterialien, da wir zurzeit unter Gefährdung der Gesundheit von Ärzten und Mitarbeitern arbeiten“, hieß es in dem Brief.

17.36 Uhr: Alle Kontaktpersonen des mit dem Coronavirus infizierten Lehrers der Mosaikschule in Lüdenscheid wurden auf den ansteckenden Erreger getestet. Alle Tests sind negativ ausgefallen, meldet der Märkische Kreis. Die Mosaikschule bleibt vorsorglich noch eine Woche geschlossen. Der Pädagoge war der erste Corona-Fall im Sauerland. Mittlerweile geht es ihm gut, heißt in einer Mitteilung des Märkischen Kreises. Insgesamt 36 Kontaktpersonen aus dem privaten und schulischen Umfeld des Mannes waren in häusliche Quarantäne gekommen.

17.29 Uhr: Das Bistum Essen will die Empfehlung der Stadt Essen, bei Veranstaltungen ab 25 Personen Anwesenheitslisten wegen des Coronavirus anzulegen, bei Gottesdiensten nicht umsetzen. Ein Gottesdienstbesuch sei eine sehr persönliche Angelegenheit, sagte Bistumssprecher Ulrich Lota am Dienstag. „Es wäre schon befremdlich, wenn man Gottesdienstbesuche dadurch kontrollieren könnte, dass man Namenslisten anfertigt.“ Das Bistum erkenne die Bemühungen der Behörden an, Coronavirus-Ansteckungsrisiken zu vermindern. Man müsse jedoch auch prüfen, was sich umsetzen lasse. Der Evangelische Kirchenkreis Essen wollte nach Angaben eines Sprechers am Dienstagabend darüber beraten, wie man mit der Empfehlung der Stadt umgehen kann.

17.17 Uhr: Der Kreis Mettmann hat drei erste Corona-Verdachtsfälle im Süden des Kreises. Im ersten Fall handelt es sich, wie die Kreisverwaltung mitteilt, um eine junge Frau aus Erkrath, die klinische Symptome aufweist und über eine Veranstaltung in Düsseldorf Kontakt zu einer im Kreis Heinsberg bereits positiv getesteten Person hatte. Zurzeit steht die Frau mit ihrem Mann und zwei Kindern zu Hause unter Beobachtung. Beim zweiten Fall handelt es sich ebenfalls um eine junge Frau, die aus Mailand kommend ihre Familie in Erkrath besucht. Auch sie zeigt klinische Symptome und steht zusammen mit ihrer Familie unter häuslicher Beobachtung. Beim dritten Fall handelt es sich um eine Urlaubsrückkehrerin aus der Lombardei, die ebenfalls mit ihrem Kind und Mann in Langenfeld in der häuslichen Umgebung überwacht wird.

17.11 Uhr: Schüler einer Klasse der James-Rizzi-Schule in Meiderich müssen sicherheitshalber bis Ende der Woche zu Hause bleiben. Das teilte die Stadt Duisburg am Dienstagnachmittag mit. Die Schüler waren zuvor gemeinsam mit einer Klasse aus Berlin in Italien untergebracht und kehrten am 22. Februar von ihrer Klassenfahrt zurück. Ein Lehrer der Berliner Klasse wurde nun positiv getestet. Da die 14-Tage-Frist noch nicht abgelaufen ist, sollen die Kinder nun vorsichtshalber bis Ende der Woche nicht zur Schule gehen. Betroffen sind 14 Schüler im Alter zwischen 12 und 16 Jahren und vier Betreuer. Das Gesundheitsamt nimmt aktuell Kontakt zu den betroffenen Eltern auf, um das weitere Prozedere abzustimmen.

16.59 Uhr: Die für den 11. März geplante Klever Job- und Ausbildungsbörse mit 4000 bis 5000 Besuchern wird wegen des Coronavirus' vorsorglich verschoben. „Im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger, den teilnehmenden Unternehmen und Besuchern haben wir uns entschieden, die Klever Job- und Ausbildungsbörse vorsorglich auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben“, begründeten die Stadt Kleve und die beteiligten Organisatoren am Dienstagnachmittag die Absage der Veranstaltung in der Klever Stadthalle. Über den Alternativtermin befinden sich die beteiligten Akteure nach eigener Aussage noch in der Abstimmung.

16.03 Uhr: Die Stadt Essen rät den Organisatoren von Veranstaltungen ab sofort dazu, von sämtlichen Besuchern Teilnehmerlisten ausfüllen zu lassen. Bei Veranstaltern stößt die Empfehlung der Verwaltung aber auf Skepsis: „Eine Anwesenheitsliste ist sicherlich praktikabel für die Jahreshauptversammlung eines Schützenvereins, aber nicht für ein Regionalliga-Heimspiel von Rot-Weiss Essen mit 11.000 Zuschauern“, sagt der Vereinsvorsitzende Marcus Uhlig. Rot-Weiss Essen hat sein nächstes Heimspiel erst am 14. März. Viel früher ist die Grugahalle ausverkauft – am Freitag, 6. März, tritt Komödiant Atze Schröder auf. „Wir werden die Veranstaltung wie geplant stattfinden lassen“, teilt eine Sprecherin der Veranstaltungsagentur Bucardo mit.

15.48 Uhr: Die ursprünglich für Samstag geplante Ü30-Party in der Niederrheinhalle ist jetzt abgesagt worden. Der Veranstalter möchte der weiteren Verbreitung des Coronavirus durch die Großveranstaltung vorbeugen. Wer bereits sein Ticket hat: Die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit für die nächste Ü30-Party in Wesel, die am Donnerstag, 30. April, in der Niederrheinhalle steigen wird. Die Veranstalter hatten mit 1500 Besuchern gerechnet.

15.18 Uhr: Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund sagt eine für den Sommer geplante Asien-Reise in der Saisonvorbereitung aufgrund des Coronavirus' ab. „Das tut uns sehr leid, weil wir wissen, wie sehr sich die Menschen vor Ort wünschen, dass wir ihnen wieder nahe sind“, sagte BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer (51) der Sport Bild. Ob die Westfalen stattdessen wie schon in den vergangenen beiden Jahren einen Trip in die USA planen, ließ Cramer offen: „Wir haben einige Offerten und werden alle prüfen. Entscheiden wir uns für eine Reise, muss sie zu 100 Prozent verantwortbar und ohne Risiko für alle Beteiligten sein.“

14.32 Uhr: Entwarnung gibt die Stadt Düsseldorf: Der am Flughafen gelandete britische Passagier trägt das Coronavirus nicht in sich. Der Mann war am Montag aus Abu Dhabi kommend eingereist. Er wurde vorsorglich in Quarantäne genommen. Wie die Stadt am Dienstagmittag mitteilte, sei der dritte Test auf das Virus negativ ausgefallen: "Daher kann er seine Reise in die Heimat nun fortsetzen." Der Mann habe sich vor der Weitereise ausdrücklich für die "äußerst zuvorkommende" Behandlung und Betreuung in Düsseldorf bedankt.

13.30 Uhr: Im vom Coronavirus besonders betroffenen Kreis Heinsberg könnten Schulen und Kindergärten ab Montag, 9. März, wieder öffnen. Das teilte der Kreis Heinsberg am Dienstag mit. Eine endgültige Entscheidung wolle der Krisenstab im Laufe der Woche treffen. Einzige Ausnahme wäre der Kindergarten in Gangelt-Breberen, in dem die Frau des Erstinfizierten arbeitet. Die Quarantänezeit laufe dort noch bis zum 10. März. Vier Kinder dieser Einrichtung hatten sich mit dem Virus infiziert. Zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung sucht der Kreis jetzt ausdrücklich Arzte, die den Kreis in der Ausnahme-Situation unterstützen.

13.23 Uhr: Am Theodor-Heuss-Gymnasium in Essen-Kettwig sind nach Angaben der Bezirksregierung am Dienstag elf der etwa 80 Lehrer zu Hause geblieben. Die meisten von ihnen hatten in der vergangenen Woche am Elternabend teilgenommen, als kurzfristig und mehrheitlich beschlossen wurde, die geplante Skifreizeit nach Südtirol wegen des Coronavirus' abzusagen. Die Veranstaltung hatte auch eine Mutter besucht, bei der mittlerweile der Coronavirus nachgewiesen wurde – er ist übrigens bis Dienstagmittag der einzige positiv getestete Fall im gesamten Essener Stadtgebiet.

13.14 Uhr: Die Stadt und die Region Aachen weichen von geltenden Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zum Coronavirus ab, um den Betrieb von Krankenhäusern sicherzustellen. Bei einer Infektion in der Belegschaft auf einer Station werden Mitarbeiter ohne Krankheits-Symptome nicht mehr vorsorglich unter Quarantäne gestellt, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Nach Empfehlungen des Robert Koch-Instituts seien dagegen in einem solchen Fall alle Mitarbeiter in Quarantäne zu schicken. Der Krisenstab der Städteregion Aachen sieht den Klinikbetrieb beim Festhalten an den aktuellen Regelungen gefährdet. Weil eine Pflegekraft auf einer Intensivstation Kontakt mit 45 Kräften hatte, hätten die nach RKI-Empfehlungen 14 Tage lang unter Quarantäne gestellt werden müssen. Damit wäre die Arbeit auf der Intensivstation zum Erliegen kommen, so die Klinik.

12.12 Uhr: Der größte Teil der nordrhein-westfälischen Unternehmen spürt nach Erkenntnissen des Wirtschaftsministeriums noch keine Auswirkungen der Coronavirus-Krise. Deutliche Einbußen hätten allerdings Tourismus, Logistik und das Messewesen zu verkraften, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Dienstag in Düsseldorf. Gleiches gelte für Unternehmen, die auf Zulieferungen aus China angewiesen seien. „Corona ist konjunkturell die große Unbekannte“, sagte der Minister bei der Vorlage des aktuellen Konjunkturberichts für NRW. „Seriös beziffern lässt sich das nicht.“ Auch Konjunkturforscher Roland Döhrn sprach von großen Unsicherheiten für die aktuellen Wirtschaftsprognosen. Der Höhepunkt der Virus-Krise sei voraussichtlich bis April zu erwarten, sagte der Experte des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung.

12 Uhr: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat auf die Hilfsangebote hingewiesen. Entschädigungen für die Lohnfortzahlung für infizierte Mitarbeiter in Quarantäne seien bei den Landschaftsverbänden zu beantragen. Die landeseigene Förderbank NRW berate Unternehmen am Service-Telefon unter der Nummer 0211 91741 4800. Auch die Industrie- und Handelskammern hätten einen „heißen Draht“ für Fragen von Unternehmen eingerichtet.

11.28 Uhr: Als Vorsichtsmaßnahme ist die Personalversammlung der Stadt Essen abgesagt worden. Mehrere tausend Bedienstete sollten in die Grugahalle kommen.

11.22 Uhr: Der Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in NRW spürt zunehmend die Folgen durch die Verbreitung des Coronavirus. Der Verband fordert finanzielle Unterstützung für Hotellerie und Gastronomie: „Wir brauchen jetzt von unserer Landes- wie unserer Bundesregierung effektive, schnelle, unbürokratische Liquiditätshilfen und Fördermaßnahmen“, sagte DEHOGA-Präsident Bernd Niemeier. Besonders dramatisch sei die Situation bei der Absage von Messen oder anderen Großveranstaltungen. „Wenn in Köln, Düsseldorf oder Essen wie geschehen Messen abgesagt oder verschoben werden (...), bedeutet das nicht nur weniger Übernachtungen in den Messestädten und deren Umgebung, sondern auch massive Umsatzausfälle für Caterer und Restaurants, die traditionell viele Messebesucher bewirten“, so Niemeier weiter in einem am Dienstag veröffentlichten Statement des Verbands. Darüber hinaus würden überall im Land derzeit Übernachtungen oder geschlossene Gesellschaften storniert. Die Auswirkungen des Coronavirus drohten die erfolgreiche Entwicklung des Tourismus in Nordrhein-Westfalen massiv auszubremsen.

11.04 Uhr: An der neuen Fieberambulanz am Klever St.-Antonius-Hospital ist ein Wartepavillon errichtet worden. „Er soll vor Regen schützen, wenn man in der Schlange vor dem Zelt warten muss“, erläutert Elke Sanders, Sprecherin des Kreises Kleve. Nach der Eröffnung des Fieberzelts gab es Kritik, weil Patienten teilweise mehrere Stunden bei Wind und Wetter vor dem Eingang warten mussten.

10.50 Uhr: Im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es den ersten begründeten Corona-Verdachtsfall: Eine Frau aus Herdecke hatte in der vergangenen Woche Kontakt zu einem positiv auf das Corona-Virus getesteten Patienten außerhalb des Kreisgebiets.

10.30 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus sind in Nordrhein-Westfalen auf 101 gestiegen. Das teilte das Robert Koch-Institut am Dienstag um 10 Uhr mit. Damit liegt NRW mit Abstand an der Spitze der Bundesländer. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen im besonders betroffenen Kreis Heinsberg lag am Dienstagmorgen bei 84, wie ein Sprecher des Kreises mitteilte. Deutschlandweit lag die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen am Dienstag bei 188 Fällen.

9.27 Uhr: Hamsterkäufe sorgen für leere Regale in den Supermärkten in zahlreichen Orten in Nordrhein-Westfalen. Warum das in Bezug auf das Coronavirus übertrieben, aber ansonsten sehr sinnvoll ist und wie man richtig Vorräte anlegt, steht hier.

8.45 Uhr: Aus Sorge vor einer Ansteckung der Besucher mit dem Corona-Virus sagen immer mehr Veranstalter geplante Aktionen ab.

7.58 Uhr: Die Stadt Essen hat eine Empfehlung für Veranstalter herausgeben: Bei Veranstaltungen mit mehr als 25 Personen sollte eine Teilnehmerliste mit allen Kontaktdaten erstellt werden. Außerdem sollte auf enge Interaktionen (z.B. Tanzen) bei Veranstaltungen verzichtet werden, empfiehlt die Stadt in ihrem Schreiben. Die Stadt betont, dass dies aktuell nur eine Empfehlung sei. Man würde aber von der weiteren Entwicklung abhängig machen, ob aus der Freiwilligkeit eine Verpflichtung werden müsse.

7.49 Uhr: Bundesweit sind mittlerweile 170 Menschen infiziert. Die EU und das Robert-Koch-Institut haben ihre Risikobewertung, sich mit Covid-19 zu infizieren, hochgestuft. In diesem Newsblog berichten wir über die bundes- und weltweiten Entwicklungen.

6.54 Uhr: Ein mit dem Coronavirus infizierter Brite ist nach Angaben der Düsseldorfer Feuerwehr am Montagabend vom Flughafen abtransportiert und anschließend in einer Flüchtlingsunterkunft in Quarantäne gebracht worden.

6.46 Uhr: Hausärzten im Ruhrgebiet geht zunehmend die Schutzkleidung aus. Trotzdem sollen sie bei möglicherweise an Corona erkrankten Patienten Hausbesuche machen. „Man will uns ungeschützt an die Front schicken“, beklagt sich Arne Meinshausen, Hausarzt und Geschäftsführer der Ärztlichen Qualitätsgemeinschaft Witten (ÄQW).

6:19 Uhr: Für den 47 Jahre alten mutmaßlichen Erstinfizierten aus NRW, der in der Düsseldorfer Universitätsklinik behandelt wird, gebe es nach wie vor keine Entwarnung, hieß es am Montag. Seiner Frau gehe es aber deutlich besser. Weitere Fälle, in denen Infizierte schwer erkrankt sind, wurden zunächst nicht bekannt.

6.11 Uhr: Im besonders vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg rückt aus Sicht des Landrates die medizinische Versorgung abseits der neuartigen Krankheit in den Fokus. Die Versorgung zu gewährleisten werde zunehmend schwierig, betonte Landrat Stephan Pusch (CDU) am Montagabend in einer Videobotschaft bei Facebook. „Die Situation betrachte ich selber als ernst.“ Grund für die Lage sei, dass sich immer mehr Praxen beim Gesundheitsamt abmeldeten. Nach den Vorschriften des Robert Koch-Institutes (RKI) müsse medizinisches Personal nach Kontakt zu Infizierten 14 Tage in Quarantäne.

Es sei nun die Frage, ob der Kreis abweichende Richtlinien herausgebe, wenn das Personal „keinerlei Symptome“ zeige und „entsprechende Schutzvorrichtungen“ getroffen würden, so Pusch. Es gehe um Patienten, die zum Beispiel mit Verdacht auf einen Herzinfarkt behandelt werden müssten. „Für den ist erstmal sekundär, ob die abstrakte Gefahr besteht, dass er sich bei diesem Arztbesuch noch mit dem Coronavirus ansteckt“, sagte Pusch.

Coronavirus: Diese Behörden und Institutionen sind zuständig
Coronavirus: Diese Behörden und Institutionen sind zuständig

6.05 Uhr: Laut Zahlen vom Montagnachmittag gibt es in NRW 92 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Die betroffenen Personen hätten meistens direkt oder indirekt Bezug zum Kreis Heinsberg, teilte das Gesundheitsministerium mit.

6.02 Uhr: Es gibt Zeichen der Normalisierung im Kreis Heinsberg: So öffnen etwa die Amtsgerichte Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg ab Mittwoch wieder für den Publikumsverkehr. Dieser und auch der Sitzungsbetrieb waren wegen des Coronavirus in der vergangenen Woche nach Bekanntwerden des Ausbruchs eingestellt worden. Zudem öffne die Kreisverwaltung ab Dienstag zumindest teilweise mit der Einschränkung, „dass sich Bürgerinnen und Bürger vorher telefonisch melden und das Anliegen auf Dringlichkeit überprüft wird“, hieß es in einer Mitteilung.

6.01 Uhr: Nicht nur Kreis Heinsberg, sondern auch in anderen Landesteilen hält das Virus derzeit die Behörden in Atem. Die nordrhein-westfälische Verbraucherministerin, Ursula Heinen-Esser (CDU), kritisierte Hamsterkäufe aus Sorge wegen des Virus. „Das halte ich für komplett übertrieben und sorgt unnötig für Panik“, sagte sie dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. (red/dpa)

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