Coronavirus

Coronavirus in NRW: Meldungen vom Mittwoch (18. März)

Warum es wichtig ist sich an die Maßnahmen zu halten

In NRW wird das öffentliche Leben weiter stark eingeschränkt. Mit den aktuellen Maßnahmen soll der Verlauf der Epidemiewelle verlangsamt werden.

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Düsseldorf.  Viele weitere Einschränkungen im öffentlichen Leben wegen Coronakrise. Land fordert Bürger auf: "Bleiben Sie zuhause!" Die Chronik des Tages:

In diesem Artikel haben wir unsere Berichterstattung für Sie archiviert. Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen zum Coronavirus in NRW. Hier finden Sie die nationalen und internationalen Entwicklungen.

  • Die NRW-Landesregierung stoppt nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote und verbietet alle öffentlichen Veranstaltungen - auch Demos. Land startet übergreifende Hotline zum Coronavirus.
  • Ab Mittwoch ist der Einzelhandel in NRW grundsätzlich geschlossen. Ausgenommen sind unter anderem Supermärkte, Apotheken, Banken und Wochenmärkte.
  • Ab Mittwoch sind auch alle Spiel- und Bolzplätze geschlossen. Restaurants in NRW müssen ab Mittwoch um 15 Uhr schließen.
  • Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sind alle Schulen und Kitas in NRW bis zum Ende der Osterferien (19. April) geschlossen. Zudem verschiebt sich der Semesterstart an den Universitäten auf den 20. April. >> Das müssen Eltern jetzt wissen.
  • 3375 Corona-Fälle sind in NRW inzwischen gemeldet, alleine im Kreis Heinsberg mehr 750. Die Zahl der gesundeten Corona-Fälle wird zurzeit nicht flächendeckend erfasst.
  • In NRW sind inzwischen dreizehn Menschen an dem Coronavirus gestorben.
  • Die bundesweite und internationale Entwicklung begleiten wir in diesem Newsblog.
  • >>> Direkt zu den aktuellsten NRW-Meldungen

+++++ Alle Meldungen aus NRW im News-Ticker +++++

23 Uhr: Wir beenden die aktuelle Berichterstattung für Mittwochabend. Am Donnerstagmorgen geht es mit aktuellen Informationen für Sie weiter. Bleiben Sie gesund.

22.38 Uhr: Die katholische Kirche Homberg stellt sich auf die Lage ohne Gottesdienste ein. Wer digitale Fürbitten schickt, für den werden Kerzen angezündet. Auch wenn keine Gottesdienste mehr gefeiert werden, sind die Kirchen trotzdem zum Gebet und der Stille geöffnet, zu bestimmten Zeiten in der Woche und immer sonntags von 10 bis 12 Uhr. Ansonsten setzt die Kirche in diesen Tagen aus auf moderne, digitale Technik. Die Gottesdienstabsagen laufen erst einmal bis zum 19. April.

21.49 Uhr: Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange hat junge Leute vor sogenannten Coronapartys gewarnt. „Das Virus kennt keinen Spaß“, sagte Lange in einem am Mittwoch auf Facebook veröffentlichten Video. „Ich bitte Sie und euch eindringlich darum, solche Privatveranstaltungen nicht zu organisieren und nicht zu besuchen.“ Sich an sowas zu beteiligen, sei „verantwortungslos“. Sollte es trotzdem zu Partys kommen, würden die Beamten eingreifen: „Die Polizei wird solche Menschenansammlung umgehend auflösen.“

21.15 Uhr: RTL hatte für Karmittwoch (8. April) Großes in Essen geplant: "Die Passion" sollte ein aufwändiges Live-Musik-Event im ganzen Essener Stadtgebiet werden, doch aufgrund des Coronavirus sagt der Fernsehsender die Inszenierung der Ostergeschichte nun ab.

20.59 Uhr: Toilettenpapier ist in Zeiten von Corona ein rares Gut. Doch es gibt in der allgemeinen Jäger-und-Sammler-Stimmung auch gute Neuigkeiten: Engpässe sind offenbar nicht zu befürchten. „Gemeinsam mit unseren Kunden tun wir alles uns Mögliche, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Bisher gab es keine Lieferengpässe und eine Hygienepapierknappheit ist auch nicht zu erwarten“, sagt Sophie von Fürstenberg, Sprecherin der Firma Wepa mit Sitz in Arnsberg. In Sachen Hygienepapieren (u.a. auch Taschentücher, Kosmetiktücher, Papierhandtücher) gehören die Sauerländer mit 25 Prozent Marktanteilen in Deutschland zu den großen Playern.

20.28 Uhr: Die Uniklinik Bonn hat beschlossen, dass schwangere Frauen ab sofort nicht mehr mit Begleitung in die Geburtenstation dürfen. Damit wollen die Verantwortlichen das Risiko für Infektionen mit dem Coronavirus erringern. Werdende Väter sind mit dieser Entscheidung sehr unzufrieden. Dies berichtet der Bonner General-Anzeiger.

19.27 Uhr: Die Stadt Breckerfeld verschärft die Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus weiter. Neben öffentlichen Veranstaltungen sind fortan auch private Feiern untersagt. „Dazu“, so erklärt Bürgermeister André Dahlhaus, „zählen beispielsweise auch Geburtstagsfeten. Dabei kommt es nicht auf die Anzahl der Gäste an. Es geht nach wie vor generell darum, jegliche soziale Kontakte unter allen Umständen zu minimieren.“

19.15 Uhr: Bei den Geschäftsschließungen geht die Stadt Moers in der Coronakrise über die Regelungen des Landes hinaus. Laut einer Mitteilung vom Mittwoch müssen jetzt auch Friseurgeschäfte, Nagel-, Kosmetik-, Sonnen- und Tattoostudios schließen. Die Stadt beruft sich dabei auf das Infektionsschutzgesetz.

18.59 Uhr: Die 45. Ausgabe der Mülheimer Theatertage "Stücke", die vom 16. Mai bis zum 6. Juni stattfinden sollte, wurde wegen der Coronakrise am Mittwoch abgesagt. Diese Entscheidung hat die Stadt Mülheim in Abstimmung mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und der Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung aufgrund der Corona-Pandemie getroffen, teilte das Büro der Mülheimer Theatertage mit.

18.45 Uhr: Der Duisburger Luca Bleckmann spricht in Zeiten von Corona von einem fahrlässigen Verhalten der Deutschen Bahn. Insgesamt zwei Stunden lang hat der 23-Jährige nach eigenen Angaben am Dienstagabend ohne ausreichende Informationen in einer liegengebliebenen Regionalbahn fest gesessen.

18.27 Uhr: Das US-Unternehmen Bemis wollte an der Messe SHK in Essen teilnehmen. Nach deren Absage verschenkte die Firma kurzerhand ihre Hotelzimmer an Obdachlose.

18.08 Uhr: In einer Telefonkonferenz von den Vertretern sämtlicher Vereine der Regionalliga West sowie des Fußballausschusses des Westdeutschen Fußballverbands wurde eine vorübergehende Aussetzung des Ligabetriebs beschlossen. So werden bis einschließlich zum 19. April keine Pflichtspiele ausgetragen. Der Spielbetrieb soll dementsprechend am letzten AprilWochenende rund um den 25. April wieder einsetzen.

17.52 Uhr: Die Gerichte in Nordrhein-Westfalen schränken ihren Betrieb ab sofort stark ein. Ein Notbetrieb bleibt aber bestehen, um eilige Rechtssachen bearbeiten zu können. Der Publikumsverkehr soll aber auf ein Minimum beschränkt bleiben, schreibt NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU). Damit soll das Infektionsrisiko reduziert werden. Lange Zeit hatten die Gerichte im Land auf diesen Erlass gewartet. Bundes- und Landesregierung sowie die Kommunen beschränkten bereits die Möglichkeiten des öffentlichen Lebens, erst da reagierte am Dienstagabend auch das Düsseldorfer Ministerium mit einem Erlass. Bis dahin lief der Betrieb in den Gerichten, als existiere kein Virus.

17.46 Uhr: Im Warenverteilzentrum von Opel in Bochum-Langendreer ist ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert worden. Trotzdem läuft der Betrieb weiter. „Wir bestätigen, dass ein Mitarbeiter unseres Unternehmens am Standort Bochum positiv auf das Covid-19-Virus getestet wurde", sagte Opel-Sprecher Nico Schmidt am Mittwoch auf Anfrage. "Gemäß unserer existierenden Gesundheitsbestimmungen werden Mitarbeiter, die mit dem Kollegen in engerem Kontakt waren, nun ebenfalls untersucht und betreut. Sie befinden sich vorsorglich zu Hause."

17.32 Uhr: Die Corona-Krise trifft den Essener Stahl- und Industriegüterkonzern Thyssenkrupp mit voller Wucht. Ob bei Volkswagen, Daimler, Ford und Opel – in Deutschlands Autofabriken stehen die Bänder still, wie lange genau, lässt sich noch nicht absehen. Dass die wichtigsten Abnehmer der Stahlwerke ihre Produktion stoppen, erhöht den Druck auf den ohnehin angeschlagenen Revierkonzern massiv. „Sollte es zu massiven Rückgängen bei den Kundenabrufen kommen und unsere Auftragslage sich erheblich verschlechtern, lässt sich Kurzarbeit nicht ausschließen“, heißt es in einem Schreiben des Thyssenkrupp-Vorstands um Konzernchefin Martina Merz an die Mitarbeiter.

17.15 Uhr: Ausnahmezustand im St.-Johannes-Stift: Als erstes Bochumer Altenheim steht das Seniorenzentrum in Wiemelhausen unter Quarantäne. 192 Bewohner an der Borgholzstraße sowie deren Angehörige sind betroffen. Ein Ende ist derzeit nicht absehbar. "Wir sind von den Ereignissen förmlich überrollt worden", sagt Klaus Rohde, Vorsitzender des Trägervereins St.-Johannes-Stift.

16.53 Uhr: Wegen Nachschubproblemen mit Schutzausrüstung gegen den Coronavirus schlagen immer mehr ambulante Pflegedienste Alarm. „Vielen Pflegedienstbetreibern gehen Schutzkittel, Desinfektionsmittel und Mundschutze aus. Vielleicht zehren sie noch von Vorräten, können aber dann ihre Mitarbeiter nicht mehr schützen“, sagte Claudia Engel, Sprecherin des Bundesverbandes Ambulante Dienste und Stationärer Einrichtungen (bad) am Mittwoch in Essen.

16.46 Uhr: Die Ausbreitung der Corona-Pandemie führt im internationalen Luftverkehr weiter zu erheblichen Einschränkungen. Das Verkehrsaufkommen bewegt sich aktuell bei lediglich rund 20 Prozent des für diese Jahreszeit üblichen Volumens. Das teilte der Düsseldorfer Flughafen am Mittwochnachmittag mit. Trotz dieses starken Nachfragerückgangs erhält der größte Airport Nordrhein-Westfalens seinen Betrieb aufrecht. Infrastruktur und Services werden jedoch an den deutlich reduzierten Flugverkehr angepasst.

16.41 Uhr: In der Gebäudereiniger-Branche setzen nach Angaben der Gewerkschaft IG BAU Arbeitgeber ihre Beschäftigten wegen der Corona-Krise zunehmend unter Druck. Zudem äußern Beschäftigte demnach immer häufiger die Sorge, nicht ausreichend mit Schutzausrüstung ausgestattet zu sein. In der Branche arbeiten in Nordrhein-Westfalen nach Gewerkschaftsangaben 160.000 Menschen. Da mittlerweile zahlreiche Einrichtungen geschlossen worden sind, entfallen auch ihre Aufgaben.

16.32 Uhr: Die Stadt Duisburg sucht für ärztliche Tätigkeiten im ambulanten Bereich ehrenamtliche Ärzte, die nicht berufstätig oder im Ruhestand sind. Bei den eingerichteten Testzentren im Norden und Süden Duisburgs sowie auch zur Unterstützung bei der Beratung von infizierten Patienten im Gesundheitsamt ist Hilfe gefragt. Interessierte melden sich bitte mit ihren Kontaktdaten per E-Mail an spontanhelfer@feuerwehr.duisburg.de.

16.15 Uhr: Die Zahl der bestätigten Krankheitsfälle in Nordrhein-Westfalen ist inzwischen (Stand Mittwoch 16 Uhr) auf 4268 Fälle gestiegen. Allein im besonders betroffenen Kreis Heinsberg ist sie auf 811 gestiegen. Auch in Köln gibt es inzwischen 430 Fälle. Dreizehn Menschen sind in Nordrhein-Westfalen an dem Virus gestorben.

16.04 Uhr: Der Flughafen Paderborn-Lippstadt ist offenbar wegen der Folgen des Coronavirus auf staatliche Hilfen angewiesen. "In Anbetracht der jetzigen Situation prüfen wir, inwieweit wir davon profitieren können", sagt Sprecher Stefan Hensel. Der Standort habe "starke Erlösrückgänge" zu verzeichnen, nicht erst seitdem eine weltweite Reisewarnung der Bundesregierung gilt. Einzelne Reiseveranstalter bringen derzeit noch Urlauber zurück nach Ostwestfalen - von den spanischen Urlaubsinseln Mallorca und Teneriffa sowie aus dem ägyptischen Hurghada.

15.44 Uhr: Überwiegend nach Anrufen wegen Ruhestörungen hat die Polizei in der Zeit von Dienstagabend bis Mittwochmorgen Schließungen von insgesamt elf Gaststätten angeordnet. Im gesamten Stadtgebiet hatten etliche Inhaber ihre gastronomischen Betriebe trotz Verbots für Kundschaft geöffnet.

15.30 Uhr: Der 20. Marathon in Bonn ist aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs verlegt worden. Wie der Veranstalter am Mittwoch mitteilte, findet der Lauf mit 14.000 Teilnehmer nicht wie geplant am 26. April 2020, sondern am 18. Oktober 2020 statt. Alle bisher angemeldeten Teilnehmer bleiben startberechtigt.

15.20 Uhr: Das Coronavirus legt in Oberhausen nicht nur das öffentliche Leben lahm. In Zeiten der Sorgen und Ängste sinkt offenbar auch die Spendenbereitschaft. Mit dramatischen Folgen: Das Friedensdorf Oberhausen bangt um seine Existenz. Die Spenden sind „merklich zurückgegangen“, sagt Sprecherin Claudia Peppmüller. Es gebe kaum noch Zahlungseingänge auf dem entsprechenden Konto. Und auch Sachspenden wie gut erhaltene Kleidung brechen ein.

15.11 Uhr: Die Kommunen haben das vom Land verfügte Spielplatz-Verbot zur Eindämmung des Coronavirus am Mittwoch unterschiedlich intensiv umgesetzt. Während zum Beispiel in Recklinghausen schon am Morgen Spielplätze mit rot-weißem Flatterband und Hinweisschildern abgesperrt waren, wies an mehreren Spielplätzen in Köln oder Düsseldorf zunächst nichts auf ein Verbot hin. Dennoch herrschte auch dort auf Schaukeln, Rutschen und Klettergerüsten oft gähnende Leere.

14.52 Uhr: Während am Dienstag das Leben in den Essener Stadtteilen noch weitgehend seinen gewohnten Gang nahm, hat sich die Lage am Mittwoch morgen doch deutlich verändert. Trotz des gleichbleibend sonnigen Wetters sind die Gesichter noch ernster geworden, die Menge an Menschen etwa auf der Rüttenscheider Straße hat abgenommen und vor allem haben dort die beliebten Frühstückscafés und andere gastronomischen Treffpunkte nun geschlossen - fast alle jedenfalls.

14.50 Uhr: Der Landeselternverband NRW (LEK) hat an Familien mit schulpflichtigen Kindern appelliert, auf die Rückforderung von Beiträgen für Kurse und Veranstaltungen zu verzichten. In einem am Mittwoch veröffentlichten Appell des Dachverbandes der Stadt- und Kreisschulpflegschaften wird um Solidarität mit Freiberuflern wie Musik-, Sport- und Nachhilfelehrern gebeten. „Viele Menschen sind durch die Schulschließungen und abgesagte Veranstaltungen finanziell betroffen und bangen um ihre Existenz“, heißt es in dem Aufruf. Man bitte die Eltern deshalb um „kleine Opfer“.

14.34 Uhr: Die Regale im Supermarkt, in denen sonst das Toilettenpapier lagert, sind seit Tagen immer wieder mal leer. Die Menschen, vor allem jene, die sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus große Sorgen machen, horten die Rollen. Doch es gibt in der allgemeinen Jäger-und-Sammler-Stimmung auch gute Neuigkeiten: Engpässe sind offenbar nicht zu befürchten. „Gemeinsam mit unseren Kunden tun wir alles uns Mögliche, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Bisher gab es keine Lieferengpässe und eine Hygienepapierknappheit ist auch nicht zu erwarten“, sagt Sophie von Fürstenberg, Sprecherin der Firma Wepa mit Sitz in Arnsberg, einem der größten Anbieter von Hygienepapier in Europa.

14.31 Uhr: In Duisburg halten sich bislang die allermeisten Betriebe an die Schließungsverfügung der Stadt. 40 Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind im Einsatz, um Fitnessstudios, Restaurants und andere Betriebe, die nicht zur Grundversorgung gehören, darüber zu informieren, dass sie nicht mehr geöffnet haben dürfen. Einen Anbieter hat die Stadt allerdings beim verbotenen Öffnen erwischt. 230 Betriebe hat die Stadt bis jetzt (Stand: Dienstagnachmittag) kontrolliert. 229 davon hatten wie vorgeschrieben geschlossen.

14.26 Uhr: Petra Hartmann kann es nicht fassen. Unsere Recycling-Höfe werden in diesen Tagen förmlich überrannt“, sagt die Sprecherin der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG.) Zeitweise komme es bereits zu massiven Rückstaus an den Einfahrten zu den Höfen. So viele Menschen an einer Stelle, „das widerspricht allen Empfehlungen in Sachen Corona“, ärgert sich Hartmann und findet den Ansturm „absurd“. Ein Einzelfall aber ist er nicht. „Offensichtlich nutzen viele die Zwangspause im öffentlichen Leben und beginnen, das Haus aufzuräumen“, berichtet Sabrina Fischer, die Abteilungsleiterin Deponie und Wertstoffhöfe, beim USB Umweltservice Bochum.

14.11 Uhr: Im Kreis Heinsberg ist die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus auf 811 gestiegen. Davon zählen 25 Personen als genesen und wurden aus der Quarantäne entlassen. Diese Zahl wird jetzt erstmals im Kreis erfasst.

13.47 Uhr: Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus richtet die Universität Siegen ab sofort einen Minimalbetrieb ein. Das gilt vorläufig bis zum 19. April, gegebenenfalls bis 3. Mai. Im Rahmen dieses Minimalbetriebs wird der Universitätsbetrieb unter reduzierter Dienstleistungsbereitschaft weiter fortgesetzt. Auch die Ruhr-Universität Bochum und alle ihre Einrichtungen stellen ab Mittwoch auf einen Basisbetrieb um, um einen wirkungsvollen Beitrag zur Verlangsamung der Epidemie zu leisten. Das heißt: Alle Gebäude der RUB sind ab sofort bis auf weiteres geschlossen. Der Campus soll ab diesem Tag von niemandem mehr betreten werden. Ausgenommen sind systemrelevante Beschäftigte

13.34 Uhr: Prof. Ulf Dittmer, Chefarzt der Virologie der Essener Uniklinik, hält die jetzt in vielen Städten eingerichteten mobilen Test-Zentren in der Bekämpfung des Coronavirus für wenig wirksam. Vielmehr lobt er den „Essener Weg“, da er deutlich effektiver sei: „Es macht für mich inhaltlich keinen Sinn, wenn wir tausende Tests verschwenden. Unser Gesundheitsamt macht hier eine Super-Arbeit, indem es nur begründete Verdachtsfälle durch die Feuerwehr überprüfen lässt.“

13.24 Uhr: Wegen der Coronakrise verschiebt auch der Energiekonzern RWE seine - ursprünglich für den 28. April geplante - Hauptversammlung. Die Gesundheit der Aktionäre und Mitarbeiter habe absolute Priorität, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch mit. Durch die Verlegung der Hauptversammlung sei auch eine entsprechende Verschiebung des Gewinnverwendungsbeschlusses und der Dividendenauszahlung unvermeidbar. Ein neuer Termin hänge „vom weiteren Verlauf der Infektionswelle“ ab.

13.23 Uhr: Für Pflegebedürftige und behinderte Menschen müssen Tagespflegeeinrichtungen und Werkstätten auch in der Corona-Krise eine Notbetreuung gewährleisten. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind auch diese Einrichtungen eigentlich geschlossen. Die Träger müssten aber jene Menschen aufnehmen, deren Betreuung tagsüber sonst nicht sichergestellt sei. Die ambulanten Pflegedienste arbeiteten „natürlich weiter“, betonte Laumann. Andernfalls wäre die Versorgung der Pflegebedürftigen „schlicht und ergreifend nicht mehr gewährleistet“.

13.21 Uhr: Um eine Pleitewelle gerade von Klein- und Kleinstunternehmen sowie Solo-Selbstständigen zu verhindern, zieht NRW nun auch ungewöhnliche Maßnahmen in Betracht: Eine Möglichkeit, um Existenzen zu retten, seien Barauszahlungen durch die Finanzämter, sagte Landeswirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) unserer Redaktion. Damit greift er eine Forderung aus der FDP-Bundestagsfraktion auf, die viele Wirtschaftsförderer und Ökonomen teilen und schon bald umgesetzt werden könnte.

13.17 Uhr: Die Kreisverwaltung meldet, dass die Hattingerin, die als erste bestätigte Infizierte im Ennepe-Ruhr-Kreis galt, inzwischen gesund aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Bei nahezu allen bestätigten Fällen ist der Krankheitsverlauf zudem mild. Bis auf einen Patienten befinden sich alle zuhause. Dennoch steigen die Zahlen der Corona-Fälle in Ennepe-Ruhr-Kreis weiter.

12.58 Uhr: Die Grippesymptome beim mit dem Coronavirus infizierten Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz sind nach dessen Angaben „etwas stärker geworden“. Merz bedankte sich am Mittwoch via Twitter „für die überwältigende Zahl von Genesungswünschen, die ich seit gestern bekommen habe“. Er fügte hinzu: „Am Tag 4 sind die Grippesymptome etwas stärker geworden. Ich bleibe zuversichtlich und danke allen, die unser Gesundheitssystem so engagiert am Laufen halten.“

12.46 Uhr: Trotz Schließung der rund 400 Berufsschulen in Nordrhein-Westfalen wegen des Coronavirus können die Jugendlichen den berufspraktischen Teil ihrer Ausbildung in den Betrieben fortsetzen. Das sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP)

12.42 Uhr: Bei Beatmungsgeräten gebe es Lieferengpässe, räumte Karl-Josef Laumann (CDU) ein. Derzeit gebe es 5000 Beatmungsplätze in den Krankenhäusern des Landes. Sie sollen im Zuge der Coronakrise ausgebaut werden. Geräte könnten auch geliehen werden, sagte Laumann.

12.30 Uhr: Eine mögliche Ausgangssperre "hängt von der Disziplin der Bürger ab", drohte Joachim Stamp (FDP), müsste aber mit anderen Bundesländern abgestimmt werden. Die Lage werde in den kommenden Tagen weiter beobachtet und jeweils neu bewertet.

12.28 Uhr: "Ego zurücknehmen, Disziplin, und dann haben wir alle die Möglichkeit, so schnell wie möglich zum Normalzustand zurückzukehren", sagte Joachim Stamp (FDP) in seiner energischen Ansprache, Hamsterkäufe seien "unverhältnismäßig", "Corona-Partys" "unverantwortlich".

12.24 Uhr: "Kinder müssen zu Hause von den eigenen Eltern betreut werden", mahnte Familienminister Joachim Stamp (FDP) zum wiederholten Mal und verteidigte auch die Entscheidung, alle Spiel- und Bolzplätze zu sperren.

12.21 Uhr: "Das System werde aufrecht erhalten", sagte Familienminister Joachim Stamp (FDP), die weitere Finanzierung von Kitas, Tagespflegeeinrichtungen und offenen Ganztagsschulen sei weiter gesichert, auch wenn einige der Einrichtungen leer stehen.

12.15 Uhr: Werden die Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen verschoben, wie es Bayern bereits gemacht hat? Dazu machte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) keine konkrete Aussage. Das weitere Vorgehen solle nun auch mit den übrigen Bundesländern besprochen werden, um eine gemeinsam abgestimmte Lösung zu finden und Schülern und Eltern Planungssicherheit geben zu können: "Sichere Botschaften sind das A und O", sagte Gebauer.

12.12 Uhr: Weit unter zehn Prozent aller Kinder, die nicht mehr in die jetzt geschlossenen Grundschulen gehen können, wird in einer Notbetreuung untergebracht, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). "Das Zusammenspiel aller Akteure war und ist vorbildlich", so die Ministerin, die damit Lehrer, Eltern und Mitarbeiter in Schulen lobte.

12.07 Uhr: "Wir werden alles tun, dass unsere Krankenhäuser ungestört arbeiten können", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bei einer Pressekonferenz der Landesregierung in Düsseldorf.

11.44 Uhr: Angesichts der Corona-Krise hat sich auch Mülheims Berufsfeuerwehr mit einem dringenden Appell über die Sozialen Medien an die Bürger gewandt: „Bleibt bitte für uns daheim! Wir bleiben für Euch da!“, heißt es darin. Zur Lage in der Hauptwache. Mehr Worte bedürfe es nicht, heißt es in dem Facebook-Post. Weiter heißt es zu den verbreiteten Bild, auf dem Einsatzkräfte von Wehr und Rettungsdienst Pappschilder mit dem Appell hochhalten: „52 Wochen, 365 Tage, 24 Stunden, sind wir für Euch da!

11.35 Uhr: Rund 750 OP-Masken und 200 Atemschutzmasken haben Unbekannte aus einem Krankenhaus in Hamm gestohlen. Außerdem seien etwa 100 Flaschen Desinfektionsmittel sowie Desinfektionstücher mitgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Gegenstände seien zwischen Montag und Dienstag verschwunden. Vor zwei Tagen waren bereits 50.000 Atemschutzmasken in Kölner Kliniken gestohlen worden. Nach Angaben der Stadt sollen nun alle Krankenhäuser angewiesen worden sein, täglich den Bestand zu kontrollieren.

11.18 Uhr: Nun hat die Virus-Welle auch die Essener Polizei erfasst: Die ersten Beamten befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die Behörde ergreift bereits Gegenmaßnahmen. Unter anderem appelliert das Präsidium an die Bürger, Anzeigen möglichst über ein dafür vorgesehenes Internetportal aufzugeben, um vermeidbare Kontakte zu minimieren.

10.40 Uhr: In Nordrhein-Westfalen haben sich bis jetzt (Stand Mittwoch, 10 Uhr) 3838 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Dreizehn Todesfälle sind bislang zu beklagen. Am stärksten betroffen ist der Kreis Heinsberg mit derzeit 789 bestätigten Fällen.

10.35 Uhr: Die Corona-Krise hat auch ihre guten Nachrichten: Mit Rücksicht auf die darbenden Gastronomen kündigt die Bochumer Privatbrauerei Fiege an, die geplante Preiserhöhung für Bier zu verschieben:

10.28 Uhr: Trickbetrüger nutzen die Angst vor dem Coronavirus, um an Wertsachen von Senioren zu kommen. Die Polizei warnt vor diesen Maschen und gibt Tipps.

10.08 Uhr: Die Stadt Duisburg hält sich an die Allgemeinverfügung und erlaubt bestimmten Geschäften im Einzelhandel auch sonntags zu öffnen. Die Sondergenehmigung gilt unter anderem für Apotheken, Drogerien und Lebensmittelgeschäfte. Alle Infos im Duisburger Corona-Bloq:

9.59 Uhr: Im Kreis Heinsberg gilt ab sofort eine "Ausgangssperre light". Personen ab 65 Jahre sollen sich freiwillige in häusliche Quarantäne begeben, insbesondere mit Vorerkrankung, etwa der Lunge, teilt der Kreis mit. Nur für unaufschiebbare Arztbesuche dürfen sie das Haus verlassen. "Alle anderen Personen dürfen arbeiten und einkaufen gehen, bleiben aber ansonsten zuhause und unterlassen soziale Kontakte", sagte Landrat Stephan Pusch. Der Kreis Heinsberg hat etwa 254.000 Einwohner. Stand Dienstagabend waren dort 760 Personen mit dem Coronavirus infiziert.

9.55 Uhr: Die Stadt Essen weist darauf hin, dass die Geschäfte in der Stadt erst ab Donnerstag geschlossen sind, nicht ab heute. Begründung: Die Stadt hat den Erlass des Landes gestern erst 23 Uhr erhalten und es zeitlich nicht mehr geschafft, ihre Allgemeinverfügung dahingehend zu ändern. Deshalb wird diese heute aktualisiert und veröffentlicht, so dass sie ab 0 Uhr in Kraft tritt. Bisher gibt es lediglich eine Empfehlung der Stadt, schon heute zu schließen.

9.48 Uhr: Das Mülheimer Corona-Diagnosezentrum ist weiter überlaufen von verunsicherten bis panischen Bürgern. Die Stadt appelliert noch mal eindringlich, dem Diagnosenzentrum in Saarn fernzubleiben, wenn keine Überweisung für einen Corona-Test ausgestellt ist.

9.36 Uhr: Die Lebenshilfe NRW fordert wegen der Ausbreitung des Coronavirus die sofortige Schließung aller Werkstätten für Menschen mit Behinderung in NRW.

9.22 Uhr: NRW fährt das öffentliche Leben runter, aber noch sind Aktivitäten im Freien erlaubt. Hier steht noch einmal zusammengefasst, was noch geht und was nicht:

9.09 Uhr: Das Land teilte erst Dienstagabend per Twitter mit, dass die Geschäfte ab Mittwoch schließen. Das hat viele Städte überrumpelt. So auch die Stadt Dinslaken: Der erneuerte Erlass des Landes per Mail – mit dem Absatz zur Schließung des Einzelhandels – musste zuerst über den Kreis Wesel gehen und erreichte die Stadt Dinslaken am Mittwoch gegen 6 Uhr. Nun wird auch die Allgemeinverfügung geändert. Die Zeit drängt, die Einzelhändler in den Innenstadt öffnen gemeinhin gegen 10 Uhr.

8.54 Uhr: Die Stadt Mülheim hat die aktuellen Zahlen zur Corona-Pandemie veröffentlicht: 21 Infizierte sind aktuell bekannt. Dazu stehen 260 Bürger unter Quarantäne. Auch Mülheims Politikbetrieb setzt sich aufgrund des Corona-Krise auf Sparflamme.

8.18 Uhr: Zur Eindämmung der Coronaviren müssen auch die die Oberhausener Einkaufszentren Bero und das Centro die meisten Läden schließen. Das Centro macht jetzt präzise Angaben, was das ab heute für die Kunden bedeutet:

7.37 Uhr: Eine Ausgangssperre hält NRW-Ministerpräsident Armin Laschet noch nicht für sinnvoll: „Man muss sich immer die Frage stellen, ob es in dieser Situation wirklich helfen würde“, so der CDU-Politiker im ZDF-Talk "Lanz". Ein Verbot, das eigene Haus oder die Wohnung zu verlassen, sei noch kein Thema in Deutschland.

7.25 Uhr: Kita-Beiträge ohne Kita-Betreuung - die NRW-Grünen wollen das mit einer landesweiten Corona-Regelung ändern. Da das Land beschlossen habe, die Kitas zur Eindämmung der Corona-Pandemie grundsätzlich schließen zu lassen, müsse das Land auch die Erstattung der Elternbeiträge regeln, sagte der Chef der NRW-Grünen, Felix Banaszak, der Deutschen Presse-Agentur. Es könne nicht sein, dass es in den Kommunen, je nach Finanzkraft, unterschiedliche Regelungen gebe.

7.02 Uhr: Für alle Maus-Fans: Wegen der Schul- und Kita-Schließung sendet der WDR ab heute die Sendung mit der Maus täglich um 11.30 Uhr im Fernsehen.

6.18 Uhr: Die Stadt Essen hat ihre Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus noch einmal verschärft. Unter anderem wird jetzt auch der Grugapark geschlossen. Dafür dürfen Geschäfte des Grundbedarfs bis auf weiteres auch an Sonn- und Feiertagen öffnen:

6.11 Uhr: Die Einkaufsgewohnheiten in Deutschland werden sich nach Ansicht von Experten wegen der Coronavirus-Krise nachhaltig verändern. Der größte Gewinner dürfte dabei der Online-Handel sein. Davon gehen der Geschäftsführer des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH), Kai Hudetz, und der E-Commerce-Experte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein aus. Die Krise gebe dem Online-Handel noch einmal einen kräftigen Schub, sagte Hudetz.

5.59 Uhr: Getrennte Teams, Homeoffice, flexible Arbeitszeiten – so reagieren Arbeitgeber in NRW auf das Coronavirus sowie die Schul- und Kita-Schließungen:

5.51 Uhr: Die Schließung von Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden stellt den DRK-Blutspendedienst vor ein neues Problem: Vielerorts fehle es an geeigneten Räumen, um Blutspenden zu sammeln, sagte ein Sprecher des DRK-Blutspendedienstes West, der auch für Nordrhein und Westfalen-​Lippe zuständig ist, der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich appellierte er an die Verantwortlichen, Räume für diese essenzielle Aufgabe zur Verfügung zu stellen. Dafür führe man derzeit auch vielerorts Gespräche. An Spendenbereitschaft mangele es indes nicht, erklärte der Sprecher.

22.35 Uhr: Bei Twitter verbreitete die Staatskanzlei NRW am Dienstagabend diese Botschaft: "Klare Botschaft, klare Regeln: Der Einzelhandel in NRW ist ab Mittwoch grundsätzlich geschlossen." Ausgenommen von dieser Regel sind unter anderem Supermärkte, Apotheken, Banken und Wochenmärkte.

Hier der entsprechende Erlass:

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21.45 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise können Erntehelfer derzeit nicht einreisen. Viele Spargelbauern sind verzweifelt - und hoffen auf Ausnahmeregelungen. Auf 4000 Hektar wird in NRW Spargel angebaut. Aber ob die für die Ernte zwangsläufig benötigten Helfer aus Polen und Rumänien kommen können, ist wegen der Grenzschließungen und –kontrollen fraglich.

21.26 Uhr: Trotz Coronavirus ist die Hoffnung auf Parookaville 2020 groß. Falls das Festival doch abgesagt werden müsste, hat der Veranstalter sich zum Thema Tickets geäußert.

Wie das Coronavirus NRW erreichte - Unsere Newsblogs zum Nachlesen:

Mehr zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite zum Coronavirus.

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