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Coronavirus in NRW: Die Meldungen von Freitag (6. März)

In NRW ist die Zahl der bestätigten Fälle auf 358 gestiegen. Allein im Kreis Heinsberg waren es 214.

In NRW ist die Zahl der bestätigten Fälle auf 358 gestiegen. Allein im Kreis Heinsberg waren es 214.

Essen/Düsseldorf.  In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der bestätigten Fälle von Coronavirus-Infektionen auf 358 gestiegen. Der Freitag im Rückblick.

In diesem Artikel haben wir unsere Berichterstattung für Sie archiviert. Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen zum Coronavirus in NRW. Hier finden Sie die nationalen und internationalen Entwicklungen.

  • Mindestens 358 Fälle in NRW. Der jüngste Stand, der auf Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums basiert, stammt von Freitag, 17 Uhr. Allein im Kreis Heinsberg waren es 214.
  • Für bessere Versorgung: Sonntagsfahrverbot für Lkw gelockert.
  • Essen meldet sechsten Verdachtsfall.
  • Durchschnittlicher Umsatzausfall bei Gastronomen, Hoteliers und Caterern seit Februar bei rund 33 Prozent.
  • Desinfektionsmittel aus Mülheimer Krankenhäusern gestohlen.

21.22 Uhr: Im Kreis Mettmann gab es am Freitag zwei bestätigte Corona-Fälle – beide in Erkrath. Die Testergebnisse für einen Verdachtsfall in Velbert ergaben am Freitabend, dass es sich nicht um eine Corona-Erkrankung handelt.

20.05 Uhr: Nordrhein-Westfalen hat das Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen wegen der deutlich gestiegenen Nachfrage in den Supermärkten und Drogerien im Zuge der Coronakrise gelockert. Zur Belieferung des Einzelhandels mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln sei innerhalb des Bundeslandes vorerst keine Ausnahmegenehmigung für Lkw erforderlich, wie aus einem Erlass des NRW-Verkehrsministeriums hervorgeht. Diese Regelung, die das sogenannte Trockensortiment im Handel betrifft, gelte ab sofort bis zum 30. Mai 2020. Die Landesregierung ist damit einem Vorschlag des Bundes gefolgt.

19.49 Uhr: Es hätte so schön werden können - aber das Virus macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Ein Oberhausener Ehepaar ist auif Kreuzfahrt im Pazifik - aber ein Landgang auf den schönen Südsee-Insel blieb ihnen bisher verwehrt.

19.41 Uhr: Die Landeselternkonferenz hat die NRW-Regierung kritisiert: An Schulen im ganzen Land zeige sich eine große Unsicherheit im Umgang mit dem Coronavirus. Die Verantwortung für viele Entscheidungen werde „von der politischen Entscheidungsebene und höchsten Verwaltungsebene so tief wie möglich abgewälzt - auf die Schulleitung“, heißt es in einer Pressemitteilung.

18.25 Uhr: In Oberhausen melden die Behörden mittlerweile sieben neue Quarantänefälle wegen Corona-Verdachts. Erstmals handelt es sich bei zwei Betroffenen um echte Verdachtsfälle, die auch Krankheitssymptome aufweisen.

18.14 Uhr: Das Lagezentrum der Stadt Essen hat am Freitagnachmittag einen sechsten bestätigten Coronavirus-Fall gemeldet. „Es handelt sich um eine Person aus Werden, die aus der Region Lombardei in Norditalien zurückgekehrt ist“, sagte Stadtsprecherin Jasmin Trilling. Die Person habe bei der Rückkehr am Montag, 2. März, grippeähnliche Krankheitssymptome an sich festgestellt und besonnen reagiert. „Die Person hat sich selbst in häusliche Quarantäne begeben und Kontakte zu anderen Menschen vermieden“, so die Sprecherin weiter.

18.09 Uhr: Das NRW-Schulministerium hat am Freitag landesweit alle Schulen angewiesen, alle Fahrten in vom Robert Koch-Institut benannte Corona-Risikogebiete abzusagen. Das gelte für Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche, teilte das Ministerium am Freitag mit. Damit Lehrern und Eltern kein finanzieller Schaden entstehe, etwa durch Stornierungsen, stelle das Land finanzielle Mittel bereit.Vor Schulfahrten in Nichtrisikogebiete im Ausland müssten sich die Schulen mit den jeweiligen Gesundheitsämtern vor Ort abstimmen.

17.51 Uhr: Die Zahl der bestätigten Fälle in Nordrhein-Westfalen ist auf 358 gestiegen. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit. Im Kreis Heinsberg waren es 214.

17.30 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich minimal auf 28 erhöht (Stand 6. März, 16.45 Uhr). In Bottrop gibt es weiter keinen Fall, in Gelsenkirchen drei, im Kreis Borken fünf und im Kreis Recklinghausen eine Infektion.

17.25 Uhr: Eine weitere Person aus dem Märkischen Kreis hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben des Märkischen Kreises handelt sich um die Ehefrau eines bereits positiv getesteten Lüdenscheiders. Demnach bleiben beide weiter unter Quarantäne. Damit steigt die Anzahl der bestätigten Coronafälle im Märkischen Kreis auf insgesamt fünf: der Lehrer der Mosaikschule, ein Ehepaar aus Plettenberg sowie das Ehepaar aus Lüdenscheid. Alle hatten untereinander nach Angaben des Kreises keinen Kontakt. Es habe auch keine weiteren Kontaktpersonen gegeben.

17.08 Uhr: Das Rundschreiben des Amtes für Schulische Bildung im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Duisburg sorgt für Aufregung. Kinder mit Erkältungssymptomen sollen ab sofort vom Unterricht ausgeschlossen und nach Hause geschickt werden. Michael Fuchs, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) in Duisburg, kritisiert die Stadt für das Schreiben. Dass Kinder nun bereits bei ersten Anzeichen einer Erkältung wie Schnupfen oder Husten nicht mehr am Unterricht teilnehmen sollen, hält Fuchs für völlig überzogen. Er ist Lehrer einer Grundschule in Bruckhausen: „Wenn bei einem Kind die Nase läuft, bekommt es ein Tempo, aber ich schicke es doch nicht gleich nach Hause“, stellt der Pädagoge klar. „Und ein Großteil meiner Kolleginnen und Kollegen macht das auch nicht anders.“

16.56 Uhr: Auch wenn noch kein Coronavirus-Krisenfall eingetreten ist: Der Kreis Siegen-Wittgenstein schaltet in den Krisenmodus – um vorbereitet zu sein, wenn die erste Infektion mit dem Coronavirus im Kreisgebiet auftritt. Dass das früher oder später passiert, davon gehen die Behörden aus. „Es wird uns treffen, es wäre ein Wunder, wenn nicht“, sagt Landrat Andreas Müller, „wir bereiten intensiv vor, was dann zu tun ist.“ Der Kreis informiert über alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus auf seiner Homepage.

16.51 Uhr: Die letzten Flüchtlinge haben am Freitag die Unterkunft an der Blanckertzstraße in Düsseldorf verlassen. Sie wurden in andere Unterkünfte im Stadtgebiet verlegt, damit in der Unterkunft im Stadtteil Ludenberg eine Quarantänestation eingerichtet werden kann. Dort könnten Menschen vorübergehend aufgenommen werden, die wegen des Verdachts, sie könnten sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, oder bei denen das Virus bereits nachgewiesen wurde, nicht unter häusliche Quarantäne gestellt werden können. Auch Menschen, die mit einem Coronavirus beispielsweise am Düsseldorfer Flughafen gestrandet sind, könnten dort vorübergehend eine Bleibe finden. Am Informationstelefon der Stadt (0211-8996090), das am vergangenen Wochenende seinen Betrieb aufnahm, wurden schon mehr als 5000 Anrufe bearbeitet.

16.45 Uhr: Auch Räuber gehen mit der Zeit: Mit einem weißen Mundschutz im Gesicht hat Freitag (gegen 3 Uhr ein dunkel gekleideter Mann einen Tankstellenmitarbeiter in Duisburg mit einer Pistole bedroht. Er forderte im gebrochenen Englisch "Money, Money!". Der Angestellte öffnete die Kasse, aus der sich der Räuber Geldscheine nahm. Er fragte noch "Is that all?" - und lief dann weg.

16.28 Uhr: Seit Freitag gibt es in der Stadt Oberhausen zwei neue Verdachtsfälle. Eine Frau soll leichte Symptome haben, ein Mann "typische". Beide stehen unter Quarantäne und werden entsprechend versorgt und betreut. Das Ergebnis der Tests erwartet das Gesundheitsamt im Laufe des Wochenendes. Das Gesundheitsamt hat außerdem bei fünf weiteren Personen häusliche Quarantäne angeordnet. Darunter befinden sich nach Angaben der Stadt ein Mann, der Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Kollegin außerhalb Oberhausens hatte. Vorsorglich wurden auch seine Frau und seine zwei Kinder unter Quarantäne gestellt. Der Familie geht es gut, sie weisen keine Infektionssymptome auf. Weil hier zwei Schulkinder betroffen sind, stehen Schulaufsicht, Schuldezernat, Schulleitung und Gesundheitsamt in engem Austausch. Nach gründlicher Abwägung seien - Stand Freitag - keine Klassen- oder Schulschließungen erforderlich, sagt die Stadt. Weiter wurde eine Frau, die ebenfalls Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person hatte, unter häusliche Quarantäne gestellt. Auch sie zeigt keine Krankheitssymptome, ihr geht es gut. In Oberhausen sind jetzt insgesamt zehn Personen vorsorglich in Quarantäne. Eine bestätigte Coronainfektion gibt es in der Stadt bislang nicht.

15.56 Uhr: Dr. Ralf Winter, Leiter des Gesundheitsamts, Bochum erklärt wie die am Freitag eröffnete Diagnostikstelle der Stadt organisiert ist: Befürchtet ein Anrufer, er sei infiziert, wird in Absprache mit einem Experten geprüft, ob nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts ein begründeter Verdachtsfall vorliegt. „Von diesen Kriterien weichen wir nicht ab“, betonte Winter. Ist das der Fall, wird die Person zum Test in das Diagnostikzentrum gebeten.

15.48 Uhr: Der Schulbetrieb am Albert-Einstein-Gymnasium in Kaarst läuft seit Freitag wieder normal. In der Grundschule Stakerseite werden am Montag ebenfalls alle Schülerinnen und Schüler in den Unterricht zurückkehren. Zwischenzeitlich wurde bei mehreren Personen, darunter auch Lehrern des Albert-Einstein-Gymnasiums, ein Test auf eine Coronavirus-Infektion durchgeführt. Alle Tests waren negativ.

15.40 Uhr: Eine Privatschule in Neuss geht einen besonderen Schritt, um Schüler, Lehrer und Eltern vor dem Coronavirus zu schützen. Die International School on the Rhine (ISR) misst mit Thermometern die Stirntemperatur jeder Person, die das Schulgebäude betreten möchte. Annika Poestges, bei der ISR zusändig für Öffentlichkeitsarbeit, sagt: „Wir schauen nach den bestmöglichen Maßnahmen, um unsere Schüler zu schützen.“ Am Schuleingang werden sich Lehrer und Security-Personal postieren, ausgerüstet mit einem guten dutzend Infrarot-Thermometer. Schüler, bei denen eine erhöhte Temperatur gemessen wird, sollen sich bei der Schulkrankenschwester melden.

15.32 Uhr: Das Katholische Klinikum Bochum schränkt seine Besuchszeiten wegen des Coronavirus drastisch ein. Die Patienten in dem Krankenhaus-Verbund dürfen nur noch von 16 bis 18 Uhr Besuch empfangen. Dabei gilt: pro Tag pro Patient ein Besucher. „Dennoch wollen wir alles tun, um die Ansteckungsgefahr in unseren Häusern so gering wie möglich zu halten“, ergänzt Klinikum-Sprecher Jürgen Frech. Im St.-Josef-Hospital (mit der Kinderklinik), im St.-Elisabeth-Hospital, im Martin-Luther-Krankenhaus und im Marien-Hospital sind davon rund 1300 Patienten betroffen. Coronavirus: Bochumer Klinken schränken Besuchszeiten ein

15.10 Uhr: Auch die Stadt Duisburg hat jetzt eine Sonderrufnummer für Fragen zum Coronavirus eingerichtet. Allgemeine Fragen rund um das Thema werden unter 0203/940049 beantwortet. Die Servicenummer ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr erreichbar. Wenn eine gesundheitliche Einschätzung zu einer akuten persönlichen Erkrankung erfolgen soll, sollte der Hausarzt angerufen werden. Außerdem steht die bundesweite Arztrufzentrale unter 116 117 (ohne Vorwahl) zur Verfügung.

15.07 Uhr: In der seit Montag geöffnete neuen Stelle zur „Corona-Testung" im Gesundheitsamt Dortmund wurden bislang 90 Tests auf das Virus durchgeführt. Positiv waren zwei, über die die Stadt bereits am Donnerstag informierte. Seitdem gibt es keine neuen bestätigten Corona-Fälle in Dortmund. Zehn Kontaktpersonen des erkrankten Paares hat die Stadt ermittelt. Von ihnen wurden am Freitag ebenso Abstriche genommen wie von acht weiteren Verdachtspersonen. Ergebnisse sollen am Samstagnachmittag vorliegen. Für Fragen und Informationen sowie eine eventuelle Anmeldung zum Test ist die „Corona-Hotline" der Stadt Dortmund unter Telefon 0231/50-13150 von montags bis freitags 7 bis 18 Uhr erreichbar.

14.49 Uhr: Die Brauerei Veltins sagt vorerst alle Termine für Besichtigungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab. Zwischen 150 und 200 Personen besuchen das Unternehmen üblicherweise pro Woche und lassen sich über den Brauvorgang und die Produktion informieren; im Anschluss sind sie zum Umtrunk in die Schützenhalle der Grevensteiner Bruderschaft eingeladen. Jetzt entschied das Unternehmen, dass alle Termine ab der elften Kalenderwoche abgesagt werden. Die Regelung gilt „bis auf Weiteres“, zumindest aber für zwei Wochen.

14.44 Uhr: Die Stadt Herne bereitet gegenwärtig ein Corona-Diagnosezentrum vor. Es soll in den ersten Tagen der kommenden Woche den Betrieb aufnehmen. Bei der Einrichtung wird es sich ausdrücklich nicht um eine Zugangspraxis handeln. Das bedeutet konkret: In der Einrichtung gibt es keinen allgemeinzugänglichen Praxisbetrieb. Auch direkte Terminvereinbarungen sind nicht möglich.

14.39 Uhr: Ab sofort und bis 31. März verzichten Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines und Air Dolomiti grundsätzlich weltweit auf die Umbuchungsgebühren und bieten eine einmalige Umbuchung bei allen neu gebuchten Flügen unabhängig vom Buchungstarif an. Das teilte Lufthansa am Freitag mit. Passagiere könnten neue Tickets einmal ohne Gebühr auf ein neues Datum bis 31. Dezember 2020 umbuchen. Die neue Kulanzregel gilt auch für bestehende Buchungen - und zwar für alle bis zum 5. März gebuchten Flüge mit Abflugdatum bis 30. April 2020. Umbuchbar sind laut Lufthansa bestehende Tickets innerhalb dieses Zeitraums. In beiden Fällen gilt: Abflug- und Zielflughafen müssen identisch sein. Sollte der ursprüngliche Tarif nicht mehr verfügbar sein, muss die Differenz bezahlt werden.

14.33 Uhr: Mit einem „Corona-Bluff“ haben zwei unbekannte Frauen in Düren versucht, sich zu Zugang zu der Wohnung einer älteren Dame (68) zu verschaffen. Wie die Kreispolizei an diesem Freitag berichtete, hatten die Frauen an der Tür in dem Mehrfamilienhaus geklingelt und behauptet, dass sich die Seniorin mit dem gefährlichen Virus infiziert habe und sie jetzt in der Wohnung „weitere Untersuchungen“ erledigen müssten. Die Wohnungsinhaberin habe den Zutritt den verweigert und „das einzig Richtige getan: die Polizei gerufen“, berichteten die Beamten.

14.26 Uhr: Die Corona-Verdachtsfälle an der Hermann-Grothe-Schule und der im gleichen Gebäude untergebrachten Kita in Duisburg haben sich nach Angaben der Stadt nicht bestätigt. Die beiden Einrichtungen waren am Donnerstag vorsorglich geschlossen worden. Schule und Kita könnten ihren Betrieb am Montag wieder aufnehmen.

14.21 Uhr: Eine weitere Person im Kreis Viersen ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Es handelt sich um eine in Willich lebende Frau, die Urlaub in einem Krisengebiet gemacht hatte. Sie befindet sich bereits in häuslicher Isolation. Damit sind im Kreis Viersen aktuell fünf Personen bekannt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Landrat Andreas Coenen sagt: "Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Fälle entsprechend dem bundesweiten Trend weiter ansteigt. Unser Gesundheitsamt ist darauf eingerichtet."

14.10 Uhr: Wegen der Ausbreitung von Sars-Cov-2 bietet nun auch Eurowings flexible, kostenlose Umbuchungen an. Alle bestehenden Buchungen mit Abflugdatum bis 30. April 2020 ließen sich einmalig ohne Gebühr auf ein Datum bis 31. Dezember 2020 umbuchen, teilte die Fluggesellschaft mit. Die gleiche Regel gelte für alle Neubuchungen ab sofort bis 31. März 2020. Die Umbuchung muss laut Eurowings in beiden Fällen bis 31. Mai 2020 erfolgen. Nicht nur das Reisedatum lässt sich kostenfrei ändern, auch die Umbuchung auf eine andere Strecke sei möglich. Allerdings müssen Reisende dann eventuell die Preisdifferenz bezahlen. Zuvor hatte bereits der Ferienflieger Condor angekündigt, bei neuen Buchungen vorerst auf Umbuchungsgebühren zu verzichten.

14.01 Uhr: Die Essener Apotheke „Rathaus Galerie“ hat sich jetzt den Zorn einer Kundin zugezogen, weil dort selbst hergestellte Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken zu deutlich erhöhten Preisen verkauft wurden. „Bei 20 Euro das Stück für eine Schutzmaske handelt es sich um einen Wucherpreis, der sogar die Preise zweifelhafter Internethändler noch übertrifft“, klagt die Kundin, die der Apotheke zudem vorwirft, eine Waschlotion verkauft zu haben, die gegen Viren unwirksam sei. Peter Ricken, Inhaber der Apotheke, sagt hingegen, dass der enthaltene Wirkstoff gegen umhüllte Viren wie das Coronavirus wirksam sei.

13.46 Uhr: Das Krisenmanagement der nordrhein-westfälischen Landesregierung im Umgang mit dem Coronavirus ist aus Sicht der SPD-Opposition ungenügend. Von der Wirtschaft über die Schulen und den öffentlichen Nahverkehr bis zur Versorgung der Bevölkerung und zur Gesundheitsvorsorge fehle eine schlüssige Strategie. Für die Risikobewertung und vereinzelte restriktive Maßnahmen seien keine einheitlichen Kriterien erkennbar, kritisierte die Vizevorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Lisa Kapteinat, am Freitag in Düsseldorf. Selbst bei einfachsten Hygiene-Artikeln herrsche „ein eklatanter Fehlbestand“, bemängelte die Oppositionspolitikerin. Die Behauptung des Gesundheitsministers vor dem Ausbruch der Infektion in NRW, das Land wäre „gut vorbereitet“, habe sich als falsch erwiesen.

13.36: Nach einer Schnell-Umfrage des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga, an der sich 1696 Unternehmer in Nordrhein-Westfalen beteiligt haben, verzeichneten 82 Prozent der befragten Gastronomen, Hoteliers und Caterer Umsatzeinbußen. Der durchschnittliche Umsatzausfall seit Februar liegt bei rund 33 Prozent. Bei 955 Gastronomen und Hoteliers, die ihre Ausfälle konkret bezifferten, entstand ein Umsatzrückgang von rund 62 Millionen Euro. „Setzt man das ins Verhältnis zur Gesamtzahl der Zehntausenden von gastgewerblichen Betrieben in NRW, wird mir Angst und Bang. Wir sind mit einer Situation konfrontiert, wie wir sie noch nicht erlebt haben, auch nicht 2008/2009 nach der Bankenkrise. Es ist schlicht verheerend - für die gesamte Branche“, stellt Dehoga-NRW-Präsident Bernd Niemeier fest.

13.30 Uhr: Über 73 Prozent der 664 Unternehmer aus Siegen-Wittgenstein und Olpe, die an einer IHK-Blitzumfrage teilgenommen haben, befürchten, dass das Virus die geschäftlichen Tätigkeiten beeinträchtigen wird. Vor allem die Unsicherheiten über künftige Geschäfte bzw. Investitionen (30 Prozent) belasten die unternehmerischen Tätigkeiten. Auch durch Krankheitsausfälle (31 Prozent), Absagen von Messen und Veranstaltungen (32 Prozent), weniger Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen (29 Prozent) sowie wegen Lieferengpässen (24 Prozent) erwarten die Unternehmen negative wirtschaftliche Folgen.

13.17 Uhr: Der Leiter der Zentralen Notaufnahme des Universitätsklinikums Aachen hat Politiker und Bürger vor einer Coronavirus-Hysterie gewarnt. „Wir haben keine medizinische Lage, wir haben eine politische Lage“, sagte Jörg Brokmann am Freitag bei einem Kongress mit rund 1400 Notärzten und Rettungskräften in Koblenz. Der neue Erreger Sars-CoV-2 habe beispielsweise im besonders stark betroffenen Kreis Heinsberg zur Quarantäne von vier Kinderärzten und somit zu weniger Behandlungen kranker Mädchen und Jungen geführt. „Da ist aus meiner Sicht überreagiert worden“, sagte Brokmann.

13.04 Uhr: Die Stadt Mönchengladbach hat ihre Entscheidung gegen die Absage des Bundesliga-Spitzenspiels am Samstag in Mönchengladbach mit einem aus ihrer Sicht geringen Corona-Infektionsrisiko verteidigt. In Abwägung der Gesamtsituation habe die Stadt so entschieden, „weil wir bei diesem Spiel nicht mit einer Situation rechnen, wo sich übermäßig Leute infizieren“, sagte der Sprecher der Stadt Wolfgang Speen am Freitag. Mönchengladbach sei kein Coronavirus-Hotspot. Die Stadt gehe davon aus, dass Infizierte isoliert seien, etwa in Quarantäne oder im Krankenhaus. „Also müssen wir davon ausgehen, dass kein positiver Fall sich auf den Weg macht in Richtung Stadion“, sagte Speen. Darüber hinaus müsse jeder Besucher selbst überlegen, in welcher gesundheitlichen Verfassung er sei.

12.59 Uhr: Der Krisenstab der Stadt Mülheim und die Kassenärztliche Vereinigung richten ein Diagnosezentrum für Coronaverdachtsfälle ein mit dem Ziel, niedergelassene Ärzte und Kliniken zu entlasten, sowie die Ansteckungsgefahr in Wartezimmern zu minimieren. Das Zentrum kann Anfang kommender Woche an den Start gehen, voraussichtlich ab Dienstag, 10. März. Das Diagnosezentrum wird in einem leerstehenden Gebäude im ehemaligen Flüchtlingsdorf Saarn an der Mintarder Straße betrieben.

12.48 Uhr: Am Donnerstag gab das Kreisgesundheitsamt noch Entwarnung bei einem möglichen Corona-Fall in Marl, am Freitag nun wurde eine Dorstenerin positiv auf das Coronavirus getestet. Damit gibt es den ersten Infektionsfall im Kreis Recklinghausen. Die Frau sei in häuslicher Isolierung und nicht schwer erkrankt, so Kreissprecherin Svenja Küchmeister. Das Gesundheitsamt stehe in regelmäßigem Kontakt mit der Person und setze sich mit denjenigen aus dem Umfeld der Dorstenerin in Verbindung, die in den letzten Tagen engen Kontakt zu ihr hatten.

12.43 Uhr: Corona hier, Corona da – man kann es schon fast nicht mehr hören. Wir finden aber, wir können auch nicht einfach darüber schweigen und möchten in der neuen Podcast-Folge über die Corona-Lage in der Region informieren. Dazu haben wir mit der Virologin und Junior-Professorin Stephanie Pfänder von der Ruhr-Uni-Bochum gesprochen. Sie hat uns zum Beispiel erzählt, ob das Virus COVID-19 den Sommer überleben kann und was sie von sogenannten Corona-Drive-Ins hält.

12.39 Uhr: Im Gegensatz zum Duisburger Schulamt erteilt die Stadt Oberhausen den Schulen im Stadtgebiet keine Anordnung, Schüler schon bei bloßen Erkältungssymptomen wie Schnupfen, Heiserkeit und Husten vom Unterricht auszuschließen und nach Hause zu schicken. Schuldezernent Jürgen Schmidt hält eine solche Aufforderung nach Absprache mit Medizin-Fachleuten im jetzigen Stadium der Coronaviren-Verbreitung für übertrieben und nicht zielführend.

12.14 Uhr: Zweiter Corona-Fall in Bochum: Inzwischen ist eine weitere Person positiv auf eine Corona-Infektion getestet worden. Das teilte die Stadt Bochum am Freitagmittag mit. Weitere Maßnahmen leiten sich daraus aber nicht ab, da sie auch bereits seit der Erkrankung ihres Mannes in Quarantäne ist. Gemeinsam mit Ärzten der kassenärztlichen Vereinigungen, der Krankenhäuser, ehrenamtlichen Helfern hat die Stadt am Freitag eine zentrale Corona-Diagnostikstelle eingerichtet. Dort werden die notwendigen Tests auf das Coronavirus durchgeführt. Zur Verfügung stehen dafür Räumlichkeiten im Gesundheitsamt.

12.08 Uhr: Eine Blitzumfrage der IHK Düsseldorf zeigt: Rund 80 Prozent der betroffenen Unternehmen in der Region rechnen mit Umsatzeinbußen. 350 international tätige Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen haben sich an der Umfrage beteiligt, wie die Kammer mitteilte. 60 Prozent dieser sind nach eigenen Angaben durch das Coronavirus betroffen: über zwei Drittel durch die Absage von Messen und Veranstaltungen, die Hälfte durch Reiseeinschränkungen und ein Viertel durch fehlende Waren und Zulieferprodukte.

Erster Todesfall wegen des Coronavirus in den Niederlanden

12.02 Uhr: In den Niederlanden gibt es einen ersten Coronavirus-Todesfall. Es handelt sich um einen 86 Jahre alten Mann, der nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Rotterdam behandelt wurde. Wo der Mann sich mit dem neuartigen Virus angesteckt hat, ist nicht bekannt. Die Zahl der Coronavirus-Fälle lag in den Niederlanden zuletzt bei 82. Bisher waren die meisten Coronavirus-Nachweise in den Niederlanden auf Reisen nach Norditalien zurückzuführen.

11.53 Uhr: Das Coronavirus beeinträchtigt die Wirtschaft im Sauerland. Die Firma Hoppecke aus Brilon bekommt das besonders zu spüren. Sie hat ein Werk in Wuhan, das seit Wochen geschlossen ist.

Diagnoselabor im Bochumer Gesundheitsamt gestartet

11.47 Uhr: Die Essener Discounter-Kette Aldi Nord verkauft ab Montag, 9. März, Hygiene-Handgel, Desinfektionsspray und Hygienetücher in ihren Filialen. Wegen der aktuellen Situation rund um den Coronavirus wird Aldi Nord die Produkte rationieren: „Die Stückzahl wird auf drei pro Kunde beschränkt“, kündigte ein Aldi-Sprecher am Freitagmorgen in Essen an.

11.36 Uhr: Das Gesundheitsamt der Stadt Bochum öffnet am Freitagmittag ein Diagnoselabor. Hier sollen Coronavirus-Tests durchgeführt und so Krankenhäuser und Ärzte entlastet werden. Dafür seien kurzfristig leerstehende Räume im Gesundheitsamt umgebaut worden. Bochumer Bürger können aber nicht spontan kommen, sondern müssen sich telefonisch anmelden, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Die neue Diagnostikstelle ist an sechs Tagen in der Woche geöffnet.

11.12 Uhr: Die Stadt Düsseldorf hat eine Flüchtlingsunterkunft geräumt, um in den Räumlichkeiten eine Quarantänestation einzurichten. Die rund 100 Flüchtlinge werden laut Stadt auf freie Plätze in anderen Unterkünften verteilt. Die Quarantäne-Station solle benutzt werden, falls zum Beispiel Touristen als Corona-Verdachtsfälle in Düsseldorf stranden oder es Düsseldorfer gibt, die nicht in häuslicher Quarantäne verbleiben können. Die letzten Flüchtlinge waren am Freitag ausgezogen. Wann erste Menschen in Quarantäne dort untergebracht werden könnten, blieb zunächst unklar. Laut Stadt wäre Platz für bis zu 150 Personen.

Aus Mülheimer Krankenhäusern wurden Desinfektionsmittel gestohlen

11.03 Uhr: Der Chef-Virologe der Berliner Charité fordert wegen der vielen Coronavirus-Fälle im Kreis Heinsberg bei Mönchengladbach die Absage von Bundesligaspielen in der Region. Das sagte er am Freitag der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Das Stadion von Borussia Mönchengladbach liegt keine zehn Kilometer vom Kreis Heinsberg entfernt, der bundesweit am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Die Behörden hatten entschieden, dass das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund am Samstag stattfinden kann.

10.54 Uhr: Aus den Mülheimer Krankenhäusern sind Desinfektionsmittel gestohlen worden. „Patienten haben bei uns Flaschen ausgetauscht und auch Desinfektionsmittel in selbst mitgebrachte Flaschen abgefüllt“, sagt Corinna Bach, Sprecherin des St.-Marien-Hospitals. Das Krankenhaus habe sich deshalb entschieden, die Desinfektionsmittel-Spender mit Klippern zu sichern, so dass man die Flaschen nicht mehr herausnehmen kann.

10.25 Uhr: Wie das NRW-Gesundheitsministerium am Freitagvormittag mitteilte, sind die Corona-Fälle mittlerweile auf 324 gestiegen.

09.24 Uhr: Das Bürgertelefon der Stadt Essen zum Coronavirus wird stark in Anspruch genommen; es hat in fünf Tagen 1550 Anrufe verzeichnet. Am Donnerstag wurden rund 400 Anrufe verzeichnet – also etwa jeweils ein Anruf in 90 Sekunden. Die Stadtverwaltung schult nach Angaben von Freitag weitere 35 Mitarbeiter aus unterschiedlichen Fachbereichen, die fortan Dienst verrichten sollen – auch am Wochenende, täglich von 8 bis 18 Uhr.

Rossmann in Bochum hat Seifenstücke rationiert

09.08 Uhr: An der Düsseldorfer Dieter-Forte-Gesamtschule haben sich so viele Lehrer krank gemeldet, dass die Schule am Freitag dicht bleiben musste. Nachdem bei einer Lehrerin das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde, sollte der Schulbetrieb eigentlich weiter gehen. Nach intensiver Prüfung habe das Gesundheitsamt entschieden, dass nur Schüler einer Lerngruppe und einige Kontaktpersonen zu Hause bleiben sollen. Laut Bezirksregierung Düsseldorf wurden von den 45 krank gemeldeten Lehrern elf von den Gesundheitsämtern aufgefordert, zur Sicherheit zu Hause zu bleiben - sie hatten Kontakt mit der erkrankten Kollegin. Wie die „Westdeutsche Zeitung“ berichtete, befindet sich darunter auch die Schulleitung.

09.01 Uhr: Die Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Heinsberg bleiben bis mindestens 15. März geschlossen - eine Woche länger als geplant. Das teilte Landrat Stephan Pusch am Donnerstagabend in einer Videobotschaft mit. Die stetig steigenden Infektionszahlen im Kreis ließen keine andere Möglichkeit zu.

08.36 Uhr: Nur noch zwei Seifen pro Kunde: In der Rossmann-Filiale im Gertudis-Center in Bochum-Wattenscheid wird Handseife rationiert. Hier kann .

07.59 Uhr: Die NRW-Meisterschaften sind wegen der Corona-Gefahr abgesagt worden. Die SG Gelsenkirchen wollte eigentlich mit zehn Athleten in der Wuppertaler Schwimmoper an den Start gehen. Nun können sie sich die Fahrt sparen.„Wir bedauern die Absage, folgen damit aber einer Einschätzung von fachlicher Seite. Für uns steht das Wohl und die Gesundheit der Schwimmer, Kampfrichter, Zuschauer, Helfer, Betreuer, Gäste und sonstiger Beteiligten an erster Stelle", hieß es seitens des NRW Schwimmverbands. Ob die NRW-Meisterschaften nachgeholt werden oder in diesem Jahr ersatzlos gestrichen werden müssen, steht noch nicht fest.

07.44 Uhr: Wegen des Coronavirus müssen die Lichtburg Essen und andere Kinos der Region auf den neuen James Bond warten. Der Filmstart ist auf den Herbst verschoben worden. In Asien sind viele Kinos durch den Ausbruch des Coronavirus bereits dicht. „Nach sorgfältiger Überlegung und gründlicher Bewertung des weltweiten Kinomarktes“ sei Sony zu dem aktuellen Entschluss gekommen, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Neuer Starttermin für den Film: der 12. November 2020.

07.21 Uhr: In Bochum hat am Freitag eine zentrale Diagnostikstelle die Arbeit aufgenommen, in der künftig die notwendigen Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 vorgenommen werden. In Detmold hat der Kreis Lippe ein Diagnosezentrum eingerichtet, in dem ab Freitag medizinisches Fachpersonal für Rachenabstriche zur Diagnose bereitsteht. Spezielle Zentren sind unter anderem bereits in Düsseldorf und Köln eingerichtet worden. Zuvor waren schon in Gangelt im Kreis Heinsberg sowie in Kleve Stellen aufgebaut worden, an denen sich Patienten auf das neuartige Virus testen lassen können. Durch diesen Schritt sollen dort Hausarztpraxen entlastet und deren Personal geschützt werden.

Zwei weitere Quarantänefälle in Oberhausen

07.12 Uhr: Am Donnerstagabend hat die Stadt Oberhausen zwei weitere Quarantänefälle wegen einer möglichen Coronavirus-Infektion gemeldet. Eine Krankenschwester aus dem Universitätsklinikum Essen hatte nach Angaben der Stadt Kontakt mit einem bestätigten Coronafall. Ein neunjähriger Junge hatte ebenfalls Kontakt mit einem bestätigten Fall. Beide Betroffenen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Ein Bürgertelefon ist unter 0208-825-7777 eingerichtet.

06.59 Uhr: In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises und dem Schulträger wird die Geschwister-Scholl-Realschule Senden für voraussichtlich 14 Tage geschlossen, wie die Schule am Donnerstag auf ihrer Homepage bekannt gab. Die Realschule werde vorübergehend geschlossen, weil dort ein positiv getestetes Kind eines erstinfizierten 49-Jährigen unterrichtet werde, berichteten die Westfälischen Nachrichten am Donnerstagabend. Es gebt jedoch weder positiv getesteten Mitschüler noch Verdachtsfälle, so der Schultäger. Die Schließung sei eine Vorsichtsmaßnahme. Der Kreis Coesfeld verzeichnet bislang 13 gemeldete Ansteckungen (Stand 5. März).

06.42 Uhr: Die Kliniken in NRW haben sich gegen Vorwürfe von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) gewehrt, sie hätten sich schlecht auf das Coronavirus vorbereitet und es versäumt, sich mit ausreichend Schutzkleidung zu bevorraten. „Schutzkleidung ist eine Aufgabe der Arbeitgeber“, also auch der Krankenhäuser, hatte Laumann am Mittwoch gesagt. Diese Kritik sei „völlig unangemessen“, sagte ein Sprecher der Krankenhausgesellschaft NRW am Donnerstag. Es gebe nämlich keine konkreten Vorgaben, wie viel Schutzkleidung, zum Beispiel Masken oder Kittel, Krankenhäuser lagern müssten. Die Vorräte, die die Kliniken in NRW trotz des „leer gefegten“ Marktes angelegt hätten, reichten dennoch voraussichtlich mehrere Monate lang.

06.40 Uhr: Hygiene war 2018 eine Schwachstelle der Feuerwehr Bochum. Die ist beseitigt. Polizei und Feuerwehr fühlen sich in Sachen Coronavirus gewappnet. „Da sind wir erprobt. Von den 58.047 Fahrten des Rettungsdienstes im Vorjahr waren mehrere Tausend Infektionsfahrten“, so der Feuerwehr-Chef.

6.31 Uhr: Noch keine Event-Absagen in Kleve: Zwar hat das Kreisgesundheitsamt Kleve dazu geraten, Veranstaltungen mit zahlreichen Teilnehmern abzusagen. Denn: „Generell ist die Ansteckungsgefahr höher, wenn viele Menschen zusammenkommen. Dies ist zum Beispiel bei Veranstaltungen der Fall.“ Doch bislang gibt es keine Absagen wegen dem Coronavirus.

Stadt Gelsenkirchen richtet eine Corona-Hotline ein

6.24 Uhr: Um Bürgerfragen rund um das Thema Coronavirus zu beantworten, richtet die Stadt Gelsenkirchen eine Hotline ein. Sie ist ab Montag, 9. März, erreichbar. Die Rufnummer 0209 169 5000 ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr besetzt.

5.31 Uhr: Landesweite Schulschließungen wie in Italien kann sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) trotz deutlich steigender Coronavirus-Infektionen nicht vorstellen. Wenn - rein theoretisch - eine solche Entscheidung getroffen würde, „dann würde sich ja auch die Frage stellen, wer betreut eigentlich die Kinder unserer Krankenschwestern, unserer Ärztinnen und Ärzte“, sagte er am Donnerstag dem WDR. Allerdings sei der Prozess dynamisch. In vier oder acht Wochen könne die Situation anders sein. „Das liegt daran, wie das Virus sich verbreitet.“

4.47 Uhr: Die Stadt Düsseldorf teilte mit, dass ein junger Erzieher einer Kita positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Da alle Erzieherinnen und Erzieher der Kita derzeit unter Quarantäne stünden, müsse die Kita vorerst ihren Betrieb einstellen. Die 15 engen Kontaktpersonen des Mannes und die 60 Kinder der Kita seien bisher nicht erkrankt. Der Kreis Viersen teilte mit, dass ein Gymnasium in Schwalmtal bis einschließlich 18. März geschlossen wird. Die Mutter einer Schülerin hat sich den Angaben zufolge mit dem Virus infiziert.

3.35 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg am Donnerstag im Vergleich zum Vortag noch einmal deutlich auf landesweit 302, wie das NRW-Gesundheitsministerium (Stand 16.00 Uhr) mitteilte. Allein im Kreis Heinsberg lag die Zahl demnach bei 197. Am Vorabend waren es den Angaben nach 150 in Heinsberg und 172 landesweit. Ein Hintergrund des Anstiegs sind auch die Diagnostikzentren. Es wird jetzt schlicht mehr untersucht, wie der Kreis Heinsberg deutlich machte.

2.11 Uhr: In weiteren Städten von Nordrhein-Westfalen werden im Kampf gegen das Coronavirus Diagnosezentren eröffnet. So nimmt in Bochum an diesem Freitag eine zentrale Diagnostikstelle die Arbeit auf, in der künftig die notwendigen Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 vorgenommen werden.

20.42 Uhr: Wer muss wann in Quarantäne? Die NRW-Städte handhaben das bei Coronavirus-Verdachtsfällen sehr unterschiedlich. Hier steht, welche Regeln überhaupt gelten.

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