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Corona in NRW: Meldungen von Mittwoch (01. April)

Erntehelfer aus dem Aus- und Inland sollen in NRW helfen

Das für Erntehelfer aus dem Ausland verhängte Einreiseverbot wurde gelockert. Auch Helfer aus dem Inland sollen die Landwirtschaft unterstützen.

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Düsseldorf.  In der Corona-Krise geht der Blick in die Alten- und Pflegeheime. Die Bewohner sind gefährdet, doch auch die Mitarbeiter. Der Tag in der Chronik:

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  • 16.344 Corona-Fälle sind in NRW inzwischen gemeldet (Stand 1. April, 16 Uhr). 180 Menschen sind in NRW nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums aufgrund einer Erkrankung mit dem Coronavirus gestorben.
  • Landtag berät über Notstandsgesetz. Landesregierung sieht wegen Pandemie "dringenden Anpassungsbedarf" in der Gesetzgebung.
  • Kontaktregeln sollen bis nach Ostern gelten. Der Newsblog zum nationalen und internationalen Geschehen.
  • Hier finden Sie unsere Newsblogs aus den Städten.

+++++ Alle Meldungen aus NRW im News-Ticker +++++

Wir beenden die Corona-Berichterstattung für heute. Am Mittwochmorgen geht es mit aktuellen Informationen aus NRW weiter. Bleiben Sie gesund!

23.14 Uhr: Die Umsatzeinbußen der vergangenen Wochen sorgen für große Nöte bei Galeria Karstadt Kaufhof. Der Warenhauskonzern sucht die seine Rettung nun in einem Schutzschirmverfahren. Was das für das Unternehmen bedeutet, erklären wir hier.

22.30 Uhr: Mitarbeiter von Polizei und Ordnungsamt haben am Mittwochabend ein Flüchtlingsheim in Mettmann unter Quarantäne gestellt. Zuvor war bei einem Bewohner des Heimes Covid-19 bestätigt worden, eine Erkrankung am neuartigen Coronavirus. Der betroffene Mann und drei Kontaktpersonen wurden nach Angaben der Stadt Mettmann isoliert. Zudem müssten sich alle Bewohner des Heimes Seibelstraße für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Dies sei notwendig, weil sie sich Gemeinschaftsküchen und -bäder mit dem Erkrankten geteilt hätten.

21.52 Uhr: Smart Distancing, statt Social Distancing - das könnte (mittelfristig) der Ausweg aus der Krise sein. Warum eine Tracking-App dabei helfen kann, erklären wir hier.

20.48 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in nordrhein-westfälischen Pflegeheimen ist auf 316 Bewohner angestiegen. Bis Dienstagabend registrierte das Gesundheitsministerium laut Angaben von Mittwoch drei weitere Todesfälle. Es seien nun insgesamt 32 Bewohner mit Coronavirus-Infektionen in 21 stationären Pflegeeinrichtungen gestorben, teilte ein Sprecher mit. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr gilt in vielen Heimen praktisch eine Ausgangssperre.

20.15 Uhr: Anderthalb Meter Abstand? Das ist auf Bürgersteigen schon manchmal schwierig. In einem vollen Bis ist es schlicht unmöglich. Deshalb ärgert sich die Duisburgerin Jacqueline de Haas über den ausgedünnten Fahrplan. Wir haben die Verkehrsgesellschaft, was sie dazu zu sagen hat.

19.50 Uhr: Es war ein ganz normaler Frauenarzt-Termin, doch er endete für eine Schwangere im Kreis Wesel in Corona-Quarantäne. Unverständlich für die betroffene Frau: Getestet wurde sie nicht.

19.29 Uhr: Die Luftwaffe ist am Mittwoch zu einem weiteren Flug nach Bergamo gestartet, um schwer an Covid-19 erkrankte Italiener zur Behandlung nach NRW zu fliegen. Mit dem Flug des Airbus A310 MedEvac sollten sechs Intensiv-Patienten nach Köln gebracht werden, sagte ein Luftwaffen-Sprecher am Mittwoch in Berlin. Sie sollen in zivilen Krankenhäuser behandelt werden.

18.34 Uhr: Wegen der Corona-Krise rollt auf die Kommunen eine milliardenschwere Kostenlawine zu, sagen die Grünen. Das Land soll sich stärker engagieren.

18.17 Uhr: Warum wurde es noch nichts mit dem Epidemie-Gesetz in NRW? Wer sitzt in Laschets neuem Corona-Expertenrat? Wir sprechen darüber in unserem Podcast "Das Corona-Update für NRW", Folge 4.

18.01 Uhr: Beim Aufbau der intensivmedizinischen Kapazitäten ist NRW bislang kaum vorangekommen. 6161 Intensivbetten gab es am Mittwoch in NRW, das sind 13 mehr als zuletzt genannt. Bundesweit soll die Zahl der Intensivbetten verdoppelt werden. Die Zahl der Intensivbetten mit Beatmung war Mitte März für NRW mit 4223 angegeben worden. Eine neuere Zahl liege noch nicht vor.

Coronavirus: Das sollten Sie zu Intensivstationen wissen
Coronavirus: Das sollten Sie zu Intensivstationen wissen

17.42 Uhr: Von den Covid-19-Patienten in NRW sind - Stand heute - 525 in intensivmedizinischer Behandlung gewesen. Das sind 3,3 Prozent der bestätigten Infizierten und 35 Prozent der Covid-19-Fälle in NRW, die derzeit wegen schwerer Verläufe im Krankenhaus sind, teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit. 424 Patienten (2,7 Prozent der Infizierten) mussten am Mittwoch künstlich beatmet werden. Am Vortag waren es noch 355.

17.28 Uhr: Die Ärztekammer in Oberhausen warnt alle Bürger davor, akute Beschwerden nicht mehr vom Arzt checken zu lassen, auf Vorsorgeuntersuchungen völlig zu verzichten oder sogar empfohlene Krankenhaus-Einweisungen zu ignorieren oder abzulehnen. Aus Angst vor einer Corona-Ansteckung sind derzeit viele Wartezimmer leer.

17.17 Uhr: Weil er sein Fast Food nicht im Auto auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants essen durfte, ist ein 44-Jähriger in Monheim ausgerastet. Als ein Restaurant-Mitarbeiter das Kennzeichen des Wagens fotografierte, kassierte er dafür von dem Mann eine Tracht Prügel, berichtete die Polizei am Mittwoch. Der Mitarbeiter hatte den Mann und seinen Bekannten zuvor aufgefordert, den Parkplatz wegen der Corona-Schutzverordnung zu verlassen. Beide Männer kamen anschließend in eine Ausnüchterungszelle.

17.09 Uhr: Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus bremst die Opposition im Landtag den Plan von Ministerpräsident Armin Laschet für weitgehende Regierungsbefugnisse vorerst aus. Gut eine Woche nach der einstimmigen Verabschiedung eines 25-Milliarden-Rettungspakets im Landtag verweigerten SPD, Grüne und AfD der CDU/FDP-Regierung heute die rasche Zustimmung zum geplanten Epidemie-Gesetz. Die Opposition warnte Laschet, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus das Maß zu verlieren und die Rechte des Parlaments zu beschneiden.

16.56 Uhr: Auch Feuerwehrleute machen sich angesichts von Corona Sorgen, haben alte Eltern oder andere Risikopersonen in der Familie. Thomas Verbeet, Chef der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache Wesel, begegnet der Gefahr derzeit im Job mit Professionalität: „Wir müssen uns auf das besinnen, was wir gelernt haben und beherrschen“.

16.42 Uhr: Überraschung für die Mitarbeiter der Geburtsstation im Klinikum in Velbert. Unter dem Motto „Kochen für Helden“ gab es feine Kost vom Sternekoch.

16.29 Uhr: Seit Mitte März ist auch im Sauer- und Siegerland alles anders. Auch am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Anträge auf Kurzarbeit ist in noch nie dagewesene Dimensionen gestiegen.

Zahl der Toten durch Corona steigt auf 180 Menschen

16.16 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle mit dem Coronavirus liegt Stand Mittwoch, 16 Uhr, bei 16.355, teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Corona-Toten ist auf 180 gestiegen. Die in absoluten Zahlen meisten Infizierten sind in Köln (1405), bezogen auf die Bevölkerungszahl liegt nach wie vor der Kreis Heinsberg vorne mit 1331 Infizierten.

Joggen, Oberflächen, Masken: Alles über Ansteckungsgefahren
Joggen, Oberflächen, Masken: Alles über Ansteckungsgefahren

16.01 Uhr: Der Küchengerätehersteller Küppersbusch schließt Ende des Jahres seinen Standort in Gelsenkirchen. Das hat das Unternehmen an diesem Mittwoch mitgeteilt. „Wer angesichts der großen Unsicherheit während der Corona-Krise Arbeitsplätze streicht, denkt nicht an die aktuellen Sorgen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, kritisiert Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski. Es dränge sich zudem der Verdacht auf, dass der Zeitpunkt nicht zufällig gewählt wurde: "Jetzt, wo Demonstrationen vor den Werkstoren und gemeinsame Proteste wegen der Corona-Epidemie nicht möglich sind, nutzen Geschäftsführungen und Konzernleitungen offenbar die Situation aus, um unliebsame Entscheidungen durchzusetzen. Ich kann nur hoffen, dass sich die Unternehmen jetzt nicht noch zusätzlich aus dem Schutzschirm bedienen“, sagte Baranowski.

15.46 Uhr: Mit einem Appell an die Landesregierung fordern fünf Gesellschafter der vier Regionalflughäfen Paderborn/Lippstadt, Münster/Osnabrück, Niederrhein und Dortmund Finanzhilfen des Landes NRW: "Ohne eine finanzielle Unterstützung werden die Flughäfen die Krise nicht überstehen", heißt es in dem Brief mehrere Landräte und Oberbürgermeister. Die kommunalen Haushalte seien durch die Coronakrise stark belastet und könnten die Flughäfen aus eigener Kraft nicht am Leben erhalten: „Es droht damit die existenzielle Gefährdung eines systemrelevanten Bestandteils der Verkehrsinfrastruktur.“

15.33 Uhr: Keine privaten Übernachtungen mehr und auch kaum noch Geschäftsreisende: Die Corona-Krise hat die Hotels in Essen nahezu lahmgelegt. Wenn sie überhaupt noch geöffnet haben, können sie ihre Gäste dieser Tage an den Händen abzählen. Da werden Hotliers nun kreativ.

Kurve der Corona-Infizierten flacht sich offenbar ab

Erntehelfer aus dem Aus- und Inland sollen in NRW helfen
Erntehelfer aus dem Aus- und Inland sollen in NRW helfen

15.25 Uhr: Der Kreis Kleve startet ein eigenes Corona-Soforthilfeprogramm für Kleinunternehmen und Freiberufler vor Ort. Zunächst zwei Millionen Euro stünden nun bereit. Zuschüsse bis zu 7500 Euro würden auf Antrag gezahlt, um existenzgefährdete Schieflagen abzumildern bzw. die Schließung von Kleinunternehmen zu verhindern. Das Geld soll in solchen Fällen gezahlt werden, wenn andere Programme von Bund oder Land nicht greifen, teilte der Kreis Kleve mit: "Wir wollen keinen Überbietungswettbewerb der Hilfsprogramme".

15.01 Uhr: Bei einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen in der derzeitigen Geschwindigkeit könnten nach Berechnungen bis Ende April 150.000 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert sein. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in einer Aktuellen Stunde des Landtags. Zehn Prozent der Infizierten, also rund 15.000, müssten Schätzungen zufolge dann in Krankenhäusern behandelt werden. Laut Laumann verdopple sich die Zahl der Infizierten derzeit alle 8,9 Tage. "Wir müssen auf zehn bis zwölf Tage kommen", sagte Laumann. Die Kurve scheint sich aber abzuschwächen: Noch am Montag sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Nachfrage dieser Zeitung, die Zahlen verdoppelten sich alle 6,5 Tage.

14.42 Uhr: Zum - verschobenen - Start des Sommersemesters am 20. April bleiben an den Hochschulen in NRW viele Hörsäle leer. Hochschulen verlegen Veranstaltungen möglichst ins Internet und planen ein digitales Semester.

14.21 Uhr: Die Bezirksregierung in Münster warnt Unternehmer vor einer Betrugsmasche im Zusammenhang mit Soforthilfe-Anträgen wegen der Corona-Krise. Laut Mitteilung geben sich vermehrt Betrüger als Mitarbeiter der Behörde aus, um von Unternehmen, die Anträge auf Soforthilfe gestellt haben, einen Vorschuss und Bearbeitungsgebühren einzutreiben. Dazu rufen die Täter bei Unternehmen an, bei denen Wahrscheinlichkeit groß ist, dass sie finanzielle Hilfe benötigen. Damit der Zuschuss ausgezahlt wird, sollen die Firmen angeblich vorab 150 Euro zahlen. Die Bezirksregierung stellte klar: Es gibt kein Vorschuss-System und keine Bearbeitungsgebühren. Die Anträge können kostenlos seit dem 27. März gestellt werden.

14.13 Uhr: Kinder, denen wegen der Kontaktsperren in der Corona-Krise zuhause Gewalt droht, sollen bald in Kitas oder Schulen notbetreut werden können. Familienminister Joachim Stamp (FDP) kündigte im Landtag an, dass die Landesregierung mit Kommunen, Trägern und Einrichtungen dazu im Gespräch sei. „Wir möchten eine passgenaue Regelung bekommen.“ Noch am Mittwoch oder am Donnerstag hoffe er auf ein „finales Ergebnis“ der Gespräche.

14.11 Uhr: Die Band Frida Gold aus Hattingen hat sich wegen des Coronavirus etwas einfallen lassen: Es gibt Live-Konzerte vom Dach - mit großer Resonanz.

NRW-Landesregierung beruft Experten-Rat

13.47 Uhr: Österreich und die Stadt Jena verpflichten Bürger dazu, einen Mundschutz in der Öffentlichkeit zu tragen. Für die Stadt Gladbeck kommt eine solche Regelung nicht in Frage.

13.25 Uhr: Die Stadt Essen will Bewohner von zehn Altenheimen vorsorglich auf das Corona-Virus testen. Das kündigt Gesundheits-Dezernent Peter Renzel an. Es sollen Abstriche genommen werden sowohl von Senioren, die gesund sind, als auch von solchen mit leichten Erkältungs-Symptomen.

13.16 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat ein Experten-Gremium einberufen. Dem zwölfköpfigen Expertenrat sollen unter anderem der Direktor des Bonner Instituts für Virologie, Hendrik Streeck, der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, und der frühere Richter am Bundesverfassungsgericht, Udo di Fabio, angehören. Das Ifo-Institut prognostiziert, dass jede zusätzliche Woche Shutdown (zu Deutsch: Stilllegung) ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts kosten würde - also rund 35 Milliarden Euro“, sagte Laschet. „Im schlimmsten Fall sinkt die Wirtschaftsleistung um 20 Prozent. Eine solche tiefe Wirtschaftskrise hat Deutschland noch nie erlebt.“ Die Politik könne nicht Ende April einfach verkünden, aus den Beschränkungen auszusteigen und alles wieder zu öffnen, sagte Laschet. „Man muss nachvollziehen können, warum man das macht und was abgewogen wird.“ Dafür sei der Expertenrat nötig.

13.00 Uhr: Zwei Wochen nach dem coronabedingten Aus für den Straßenstrich an der Gladbecker Straße, das Bordell an der Stahlstraße und vergleichbare Prostitutionsbetriebe in Essen hat sich das horizontale Gewerbe zumindest teilweise hinter verschlossene Türen zurückgezogen. Die Stadt schließt "eine Verlagerung der Frauen in die illegale Wohnungsprostitution" jedenfalls nicht aus.

Zweiter Mülheimer stirbt an Corona

12.42 Uhr: In Mülheim ist ein 79-Jähriger im Krankenhaus mit dem Coronavirus gestorben. Er war schwer vorerkankt. Es ist das zweite Todesopfer in der Stadt. Stadtdirektor Frank Steinfort appelliert an die Bürger, das Kontaktverbot weiterhin einzuhalten. 42 Mülheimer sind derzeit mit dem Virus infiziert.

12.21 Uhr: Einen geliebten Menschen zu verlieren, gehört wohl zu den schwierigsten Aufgaben des Lebens. In Zeiten des Coronavirus allerdings wird Trauernden noch mehr abverlangt. Für Beerdigungen gelten straffe Regelungen und Beschränkungen. Diese allerdings können von Friedhof zu Friedhof variieren.

12.04 Uhr: Das Sommersemester 2020 an der Ruhr-Universität Bochum wird komplett in Heimarbeit stattfinden. Aufgrund der Coronakrise sollen Studenten ihre Credit-Points komplett durch Online-Veranstaltungen erwerben, teilt die Universität mit. Ein Nullsemester werde es nicht geben.

11.59 Uhr: Erstmals ist ein Gefangener des Strafvollzugs in NRW positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Es handele sich um einen Häftling des Offenen Vollzugs, der in der JVA Euskirchen eine Haftstrafe von mehr als vier Jahren wegen Finanzdelikten verbüße, sagte ein Sprecher des NRW-Justizvollzugsamtes in Düsseldorf. Der Mann mittleren Alters stehe nun in seiner Privatwohnung unter Quarantäne. Vier weitere Gefangene, zu denen er im Gefängnis Kontakt hatte, seien dort in einem Quarantäne-Bereich untergebracht worden. Auf solche Fälle hat sich das Land NRW vorbereitet.

Duisburg bucht Kita-Beitrag in Zeiten der Corona-Krise ab

11.53 Uhr: Landesweit soll Eltern der Kita-Beitrag für April erlassen werden. In Duisburg wurde er trotzdem abgebucht. Die Stadt prüft eine Lösung. Bildungsdezernent Thomas Krützberg ist eines ganz wichtig: "Wir werden alles daran setzen, dass die Duisburger Eltern nicht schlechter gestellt werden als alle anderen Eltern in NRW."

11.45 Uhr: Der erste Corona-Tote, den Gelsenkirchen am Sonntag, 29. März, zu beklagen hatte, soll nach Angaben der Stadt keine Vorerkrankung gehabt haben. So stand es in einer Pressemitteilung, die am frühen Montagnachmittag verbreitet wurde. Doch mittlerweile gibt es Zweifel an dieser Darstellung.

11.40 Uhr: Ein „Expertenrat Corona“ soll in NRW bei der Bewältigung der Corona-Krise helfen. Jetzt müssten Maßstäbe erarbeitet werden, wie und wann es nach der Krise weitergehe, sagte Ministerpräsident Armin Laschet im NRW-Landtag an. Dazu brauche es nicht nur Virologen, sondern auch Soziologen, Ethiker, Juristen und Experten aus vielen anderen Fachdisziplinen. Der Rat solle seine Arbeit noch diese Woche aufnehmen, kündigte Laschet an. Jetzt gehe es darum, heute schon über den Tag hinauszuschauen.

11.29 Uhr: Das "Bündnis gegen Mietenwahnsinn" in Köln hat sich einen April-Scherz auf Kosten der Stadt erlaubt. Das Bündnis behauptet in einer an diesem Mittwoch veröffentlichten Mitteilung, die Stadt habe verfügt, dass Obdachlose ab sofort in den Ferienwohnungen in Köln untergebracht werden sollen. Die Stadt antwortet auf Nachfrage trocken: "Die Meldung können wir nicht bestätigen".

Corona-Zwangspause für den Circus Probst

11.01 Uhr: Zwangspause statt Tourneestart, Geldnot statt Tageseinnahmen, Corona-Krise statt Circus-Spiele: Eigentlich, sagt Circus-Chefin Brigitte Probst, stünde das rot-gelbe Viermastzelt des Familienunternehmens aktuell noch in Duisburg. Euskirchen und Koblenz wären die nächsten Tourneestationen gewesen. Alles abgesagt. Stattdessen stehen die Probsts wieder im Winterquartier in Essen-Stoppenberg. So kämpft der Circus Probst um Geld und Überleben.

10.44 Uhr: Keine Kinos, kein Sport und die Kinder sind jeden Tag zuhause. Damit in der Corona-Zeit keine Langeweile aufkommt, hier einige Spieletipps.

10.32 Uhr: Die Polizei registriert zwar weniger Gewaltdelikte. Doch dieser Eindruck täuscht: In vielen Familien brodelt es. Das Frauenhaus in Oberhausen etwa ist bereits komplett belegt.

10.18 Uhr: 15.999 Menschen sind nach aktuellen Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums aktuell mit dem Coronavirus infiziert, mindestens 168 Menschen sind daran gestorben. An der Spitze steht Köln mit 1405 bestätigten Fällen (1 Todesfall), gefolgt vom Kreis Heinsberg mit 1305 (37 Tote). Die wenigsten Fälle - in absoluten Zahlen - gibt es aktuell in Bottrop: 44 Infizierte.

10.01 Uhr: Das Sommersemester an der Ruhr-Universität Bochum wird digital. Es starte am 20. April 2020 und es werde keine Präsenzveranstaltungen geben, teilt die Uni auf ihrer Internetseite und auf Facebook mit. Die Studierenden sollen Zuhause lernen.

9.54 Uhr: Fünf HSK-Kliniken schließen sich zum Corona-Zentrum Hochsauerland Süd/Ost zusammen, um effektiver gegen Corona und Covid-19 zu kämpfen. Um diese Häuser geht es und das ist ihr Plan.

9.43 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat nach „Welt“-Informationen einen „Expertenrat Corona“ gegründet, der ihn im weiteren Umgang mit der Krise beraten soll.

9.02 Uhr: In Mülheim gibt es momentan mehr Geheilte als Infizierte: 39 Menschen sind Corona-positiv, 40 Personen wieder vom Virus genesen. Die Stadt bittet: Weiter an das Kontaktverbot halten!

8.41 Uhr: Ein 36-Jähriger aus Dinslaken hat Asthma, hustet und ist erkältet - bekommt aber weder einen Krankenschein noch eine Überweisung zum Coronatest.

8.34 Uhr: Die Stadt Bochum erlässt allen Angestellten in Kliniken und Pflegeeinrichtungen zunächst bis zum 1. Mai die Parkgebühren. Zusammen mit der Hochschule für Gesundheit will sie zudem einen Pool von freiwilligen Helfern für den medizinischen Bereich schaffen.

Ein Drittel der Fußballfans ist für Saisonabbruch

8.23 Uhr: Die Fußball-Bundesliga pausiert wegen der Corona-Pandemie noch bis 30. April. Ein Drittel der Fußballfans jedoch ist einer Umfrage zufolge für einen sofortigen Saisonabbruch in der Bundesliga.

8.04 Uhr: Die Stadtverwaltung Menden verteidigt eine mittlerweile fertig eingerichtete Quarantäne-Halle in der Sporthalle einer ehemaligen Realschule. Die in einer Boulevardzeitung als „Corona-Knast“ bezeichnete Maßnahme wird ausdrücklich als Vorsorge bezeichnet. Während die Parteien in Menden streiten, wollen andere Städte nachziehen.

7.50 Uhr: Die Bezirksregierungen in NRW haben bereits den Großteil der Anträge auf Soforthilfen in der Corona-Krise bewilligt. Bis Dienstagnachmittag seien rund 285.000 Anträge eingegangen und mehr als 256.000 bereits bewilligt, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. Die Auszahlung soll ab Ende der Woche erfolgen.

7.31 Uhr: Kinder betreuen, Geld verdienen - Alleinerziehende leiden besonders unter der Corona-Krise. „Alleinerziehende können die Doppelbelastung aus Existenzsicherung und Kinderbetreuung mit niemandem teilen. Sie brauchen jetzt eine zentrale Anlaufstelle für ihre Fragen und Sorgen“, forderte Nicola Stroop vom Verband Alleinerziehender Mütter und Väter NRW. Deshalb hat der Verband die Rufnummer 0201/82774799 für überforderte Alleinerziehende eingerichtet. Die psycho-soziale Beratungsstelle wird laut Mitteilung vom Familienministerium Nordrhein-Westfalen unterstützt.

7.07 Uhr: Ein Duisburger verkauft Atemschutzmasken für je 175 Euro. Was hinter dem Preis steckt und warum es kein unverschämter Wucher ist.

6.59 Uhr: Schalke 04 setzt während der Corona-Pause auf ein Cyber-Training. Hier erklärt der Leiter der Abteilung Fitness und Prävention die neuen Methoden.

6.32 Uhr: Auch wenn heute der 1. April ist: Das Bundesministerium für Gesundheit bittet auf Facebook eindringlich, auf Aprilscherze zu Thema Corona zu verzichten: "Corona ist kein Scherz"

6.01 Uhr: Noch reicht es, aber bald schon werden den Kliniken im Revier Atemschutzmasken, Kittel, Handschuhe und Desinfektionsmittel womöglich ausgehen. Der Kampf um Atemschutzmasken für Kliniken.

5.51 Uhr: Ebenfalls heute (14 Uhr) berät Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder über den Kampf gegen die Coronavirus-Krise. Dabei soll die aktuelle Entwicklung bei den Neuinfektionen in Deutschland bewertet werden. Es dürfte auch um eine Art Evaluation der bisherigen Anti-Corona- Maßnahmen gehen.

Landesregierung bringt Epidemie-Gesetz in Landtag ein

5.42 Uhr: Die Landesregierung bringt heute (10 Uhr) ein umstrittenes Vorhaben in den Landtag ein: ein Epidemie-Gesetz, das Grundrechte massiv einschränken würde. Die CDU/FDP-Koalition möchte verbindliche Durchgriffsrechte für den Fall einer schlimmen Ausbreitung der Corona-Epidemie in NRW. Gegen das geplante Epidemie-Gesetz hat die Opposition ebenso wie Rechtswissenschaftler, Ärzte- und Pflegeverbände massive - teils auch verfassungsrechtliche - Bedenken geäußert.

Ursprünglich wollte Laschet sein Epidemie-Gesetz bereits an diesem Mittwoch im Eilverfahren durch den Landtag bringen, scheiterte aber am Widerstand der drei Oppositionsfraktionen. Nach zähem Ringen haben sich dann allerdings alle Parteien einvernehmlich darauf geeinigt, das Gesetz zunächst nur in den Landtag einzubringen. Am 6. April sollen dann Sachverständige angehört und am 9. April eine Sonder-Plenarsitzung in den Osterferien einberufen werden. Er wolle auf jeden Fall „einen parteiübergreifenden Konsens in der Corona-Krise“, bekräftigte der Regierungschef.

22.10 Uhr: In der Bundesliga ruht der Ball noch mindestens bis zum 30. April, doch in Nordrhein-Westfalen darf die Fußballelite trotz der Coronavirus-Pandemie das Training auf dem Rasen aufnehmen. Dies bestätigte Dortmunds Ordnungsdezernent Norbert Dahmen.

21.10 Uhr: Weil Schutzmasken gegen das Corona-Virus kaum noch zu kriegen sind, setzen sich Freiwillige an die Nähmaschinen. Nur, was nutzen die Mundschutze?

20.35 Uhr: Langwierige Behandlungen, zahllose OPs, Überlebenskampf: Julius Wyrwa (16) aus Essen startete endlich ins Leben. Nun ist er Risikopatient – in Quarantäne. Lesen Sie seine bewegende Geschichte.

20.02 Uhr: Um in der Corona-Krise im Fall einer sich verschärfenden Situation in Kliniken und Pflegeeinrichtungen gewappnet zu sein, will die Stadt Bochum vorsorgen. Menschen, die im medizinischen Bereich helfen wollen, können sich auf einem eigens eingerichteten Internet-Portal registrieren lassen. Außerdem soll die Zahl der Corona-Tests ausgedehnt werden.

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