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Corona in NRW: Meldungen von Dienstag (31. März)

Erntehelfer aus dem Aus- und Inland sollen in NRW helfen

Das für Erntehelfer aus dem Ausland verhängte Einreiseverbot wurde gelockert. Auch Helfer aus dem Inland sollen die Landwirtschaft unterstützen.

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Düsseldorf.  Die Zahl der bestätigten Corona-Infizierten ist auf mehr als 15.000 gestiegen. 148 Todesfälle gibt es inzwischen in NRW. Der Tag in der Chronik:

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  • 15.251 Corona-Fälle sind in NRW inzwischen gemeldet (Stand 31. März, 16 Uhr). 148 Menschen sind in NRW nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums aufgrund einer Erkrankung mit dem Coronavirus gestorben.
  • Kreis Heinsberg startet Studie, die erstmals genaue Erkenntnisse zur Ausbreitung des Coronavirus bringen soll.
  • Die Landesregierung plant ein Notstandsgesetz und sieht vor dem Hintergrund der Pandemie "dringenden Anpassungsbedarf" in der Gesetzgebung.
  • Trump will Einreisestopp für Europäer verlängern. Der Newsblog zum nationalen und internationalen Geschehen.
  • Hier finden Sie unsere Newsblogs aus den Städten.

Der Tag in der Chronik:

23 Uhr: Wir beenden die Corona-Berichterstattung für heute. Am Mittwochmorgen geht es mit aktuellen Informationen aus NRW weiter. Bleiben Sie gesund!

22.10 Uhr: In der Bundesliga ruht der Ball noch mindestens bis zum 30. April, doch in Nordrhein-Westfalen darf die Fußballelite trotz der Coronavirus-Pandemie das Training auf dem Rasen aufnehmen. Dies bestätigte Dortmunds Ordnungsdezernent Norbert Dahmen.

21.10 Uhr: Weil Schutzmasken gegen das Corona-Virus kaum noch zu kriegen sind, setzen sich Freiwillige an die Nähmaschinen. Nur, was nutzen die Mundschutze?

20.35 Uhr: Langwierige Behandlungen, zahllose OPs, Überlebenskampf: Julius Wyrwa (16) aus Essen startete endlich ins Leben. Nun ist er Risikopatient – in Quarantäne. Lesen Sie seine bewegende Geschichte.

20.02 Uhr: Um in der Corona-Krise im Fall einer sich verschärfenden Situation in Kliniken und Pflegeeinrichtungen gewappnet zu sein, will die Stadt Bochum vorsorgen. Menschen, die im medizinischen Bereich helfen wollen, können sich auf einem eigens eingerichteten Internet-Portal registrieren lassen. Außerdem soll die Zahl der Corona-Tests ausgedehnt werden.

19.29 Uhr: In Gelsenkirchen gibt es bisher weder Verdachts- noch Infektionsfälle in Seniorenheimen laut Heimaufsicht.

18.48 Uhr: Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat für einen Teil seiner Mitarbeiter jetzt offiziell Kurzarbeit beantragt. Die beruhigende Nachricht dabei: Es ist sichergestellt, dass die betroffenen Mitarbeiter keine Verluste erleiden. Möglich macht das der am vergangenen Freitag von Schalke 04 beschlossene und verkündete teilweise Gehaltsverzicht von etwa 70 Personen – allen voran den Lizenzspielern aus dem Bundesliga-Kader.

18.21 Uhr: Die Corona-Krise stürzt in Essen Tausende Betriebe in Kurzarbeit. Wie die Arbeitsagentur am Dienstag mitteilte, hatten bis vergangenen Freitag bereits über 3000 Unternehmen in der Stadt Kurzarbeit angezeigt. Im Februar, noch vor Ausbreitung der Coronapandemie, hatten ganze fünf Firmen Kurzarbeit angemeldet.

17.58 Uhr: Corona und seine Blüten: Ein Mülheimer Edeka-Betreiber bietet jetzt Mehl in 25-Kilo-Säcken an. Dass ein gewisser psychologischer Effekt durchaus beabsichtigt war, bestätigt Geschäftsführer Falk W. Paschmann. „Es zeigt den Menschen: Leute, es ist genug da!“ Es sei tatsächlich zu beobachten, dass, seitdem die 25-Kilo-Säcke in dem Edeka-Markt neben den normalen haushaltsüblichen Paketen stehen, diese viel langsamer weggingen und das Mehl nicht mehr kiloweise gebunkert werde.

17.48 Uhr: Über die Hilfe für Einrichtungen hinaus ist auch die Diskussion auch im vollen Gange, ob es eine generelle Mundschutzpflicht im öffentlichen Raum geben soll. Dafür scheint es durchaus eine Offenheit bei den Menschen in Hagen, dem Sauerland, Siegen-Wittgenstein und dem Ennepe-Ruhr-Kreis zu geben. Aber es gibt Skepsis, ob es denn überhaupt genug geben kann.

17.39 Uhr: Angesichts der Coronavirus-Pandemie steht der Video- und Computerspielmesse Gamescom in Köln eine harte Entscheidung bevor. Die Koelnmesse und der Branchenverband Game teilten am Dienstag mit, eine Verschiebung schließe man aus. In welcher Form das publikumsstarke Event über die Bühne gehen kann, ist aber noch offen. Eine Option ist eine Fokussierung auf die digitalen Formate der Messe.

17.27 Uhr: Nachdem Österreich seine Bürger verpflichtet, beim Einkauf Schutzmasken zu tragen und Jena am Dienstag als erste Deutsche Stadt wegen der Coronakrise eine Mundschutz-Pflicht angekündigt hat, raten Experten auch in NRW den Bürgern dazu, sich freiwillig mit provisorischen Masken zu schützen.

17.17 Uhr: Während der Corona-Krise könnten nach Einschätzung eines hochrangig besetzten Beratergremiums Obst und Gemüse in Deutschland knapp werden. In einer Analyse wird auf einen vergleichsweise geringen Selbstversorgungsgrad bei diesen Lebensmitteln verwiesen. Der Bedarf an Obst werde in Deutschland lediglich zu 22 Prozent selbst gedeckt, bei Gemüse seien es 37 Prozent. Hier werde es „voraussichtlich zu Engpässen kommen“, so die Experten.

17.04 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Besuchseinschränkungen wegen des Coronavirus rund um die Osterfeiertage verteidigt. Es sei eine der menschlich schwierigsten Entscheidungen, Enkeln zu verbieten, zu den Großeltern zu gehen, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf. Dies sei erst recht so, wenn es um Besuche in Krankenhäusern und Pflegesituationen gehe, „wo man vielleicht den meisten Zuspruch braucht“.

17.01 Uhr: Das Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum bereitet sich auf weiter steigende Zahlen von Patienten vor, die an einer Infektion mit dem erkrankt sind. Durch Neuorganisation bestimmter Stationen hat die Klinik ihre intensivmedizinischen Kapazitäten von 42 auf jetzt 77 Betten aufgestockt.

16.57 Uhr: Lange Zeit strotzte das Handwerk nur so vor Stärke, war die wirtschaftliche Lage geradezu hervorragend, glänzte der sprichwörtlich goldene Boden wie schon lange nicht mehr. Und jetzt das: „Das ist eine Vollbremsung ohne Bremsweg“, kommentiert Andreas Ehlert die aktuelle Situation. Das Handwerk erlebe durch die Corona-Krise einen Konjunkturabsturz von noch nie dagewesenem Ausmaß, berichtet der Präsident der Handwerkskammer (HWK) Düsseldorf.


16.41 Uhr: Die französische Armee hat am Dienstag weitere Corona-Patienten nach Essen ausgeflogen. Begleitet wurden sie von medizinischem Personal. Bereits am Wochenende waren vier Patienten aus dem Universitätskrankenhaus in Metz per Helikopter zum Flughafen Essen/Mülheim verlegt worden. Insgesamt werden jetzt sechs Personen aus Frankreich in der Uniklinik Essen behandelt.

16.33 Uhr: Keine 48 Stunden hat es gedauert, da lenkte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ein. Das geplante „Pandemie-Gesetz“ der Landesregierung wird nach harscher Kritik noch einmal überarbeitet. „Mit mir wird es in dieser Situation kein Gesetz ohne die Opposition geben“, stellte Laschet am Dienstagnachmittag klar. Er werde noch einmal „alles zur Disposition“ stellen und suche den „Geist der Gemeinsamkeit“.

16.30 Uhr: Es ist eine der sehr vielen Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise: Die Mülltonnen am Niederrhein sind in den vergangenen Wochen deutlich voller. Vor allem beim Restmüll macht sich das bemerkbar, wie Thomas Pieperhoff von der Stadt Dinslaken weiß: "Die Leute sind mehr zu Hause und haben offenbar mehr Zeit."

16.06 Uhr: In Nordrhein-Westfalen gibt es nun 15.251 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. 148 Menschen sind an den Folgen der Erkrankung gestorben. Das teilte die Landesregierung am Nachmittag mit. Am Vormittag lagen diese Zahlen bei 14.975 Infizierten und 145 Todesfällen. Weiterhin am stärksten betroffen sind Köln, der Kreis Heinsberg und der Aachener Raum.

15.33 Uhr: Elternbeiträge werden ausgesetzt, Steuerzahlungen gestundet - bedingt durch die Corona-Krise verzichtet die Stadt Essen derzeit auf Einnahmen in Millionenhöhe. Hinzu kommen Ausgaben für die Bewältigung der Pandemie. Nach Angaben der Verwaltung summieren sich die Aufwendungen bislang auf 11,7 Millionen Euro.

15.21 Uhr: Die Stadt Hagen bittet all ihre Bürger, die geschickt mit Nadel und Faden sind, diesem Notstand entgegenzuwirken und ehrenamtlich aus nicht mehr benötigten Stoffresten Mundschutze zu nähen. Zur Herstellung eines Mund-Nasen-Schutzes kann jeder Baumwollstoff (100 Prozent Baumwolle) verwendet werden, der sich bei 90 Grad waschen lässt. Ausrangierte Bettwäsche oder Tischdecken eignen sich beispielsweise sehr gut.

15.17 Uhr: Das "Ehrenmord"-Verfahren mit rund 50 Prozessbeteiligten in Essen droht durch das Coronavirus zu platzen. Mit mehreren Maßnahmen will das Schwurgericht jetzt das vorzeitige Ende verhindern. Dafür sollen Dolmetscher und Justizwachtmeister aus dem Saal verbannt und der Raum besser gelüftet werden.

14.51 Uhr: In Pflegeheimen in Nordrhein-Westfalen haben die Behörden aktuell 268 Coronavirus-Infizierte registriert, mindestens 29 weitere Menschen starben bereits. Diesen Stand von Montagabend teilte das Gesundheitsministerium NRW auf Anfrage am Dienstag mit. Infektionen gebe es in insgesamt 53 vollstationären Pflegeheimen, 20 davon mussten Todesfälle verzeichnen. Wie viele Menschen die Krankheit überstanden haben, sei unklar.

14.44 Uhr: Der Märkische Kreis hat soeben den ersten Todesfall eines Mendeners im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gemeldet: Der 83 Jahre alte Senior aus Menden verstarb demnach am Montag im St.-Vincenz-Krankenhaus. Ob bei dem Patienten Vorerkrankungen vorgelegen haben, ist noch nicht bekannt.

14.28 Uhr: Die Justiz plant in Düsseldorf Gerichtsprozesse als Videokonferenzen. In Zivilsachen sei dies grundsätzlich möglich, sagte Landgerichtssprecherin Elisabeth Stöve am Dienstag. Dazu hat das Gericht nun eine Videokonferenzanlage in einem Gerichtssaal fest installiert. Sie war bislang für Vernehmungen von Zeugen benutzt worden, die sich im Ausland befanden. Durch die Corona-Krise waren fast alle Verhandlungen in Zivilprozessen ausgesetzt worden. Nur eilige Strafhaftsachen werden derzeit verhandelt.

14.17 Uhr: Im Hochsauerlandkreis ist am Dienstag erstmals eine mit dem Coronavirus infizierte Person gestorben. Das bestätigte die Pressestelle des Hochsauerlandkreises auf Nachfrage dieser Redaktion. Der Schmallenberger, der Mitte 60 Jahre alt gewesen sein soll, hatte laut Informationen dieser Redaktion bereits Vorerkrankungen und wurde zuvor aufgrund der Infektion in einem Krankenhaus in Arnsberg behandelt.

14.05 Uhr: Der Duisburger Upcycling-Künstler Tobias Barthelt verkauft Atemschutzmasken – für stolze 175 Euro das Stück. Ist das Wucher? Mitnichten. Denn dahinter steckt eine Spendenaktion verbunden mit einem wichtigen Appell in Zeiten der Corona-Krise.

13.42 Uhr: Langsam geht es ihm auch auf die Psyche. Seit Mitte März lebt der Mescheder Juan Manuel Valle Goncalves mit der strengen spanischen Ausgangssperre in Marbella. Die Regierung überlegt nun sie sogar bis zum 26. April auszuweiten. Auf 70 Quadratmetern ohne Balkon mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern. „Das ist nicht einfach“, sagt er. Die Jüngste, Noa, ist grade drei Wochen alt. Draußen patrouilliert derweil das Militär, es desinfiziert und kontrolliert, dass alle zu Hause bleiben.

13.35: Für die niederländische Tourismusbranche ist wie für viele andere Ferienregionen eine harte Zeit angebrochen. Wegen der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen bis Ende April ausgesprochen. Die Grenzen zu den Niederlanden bleiben offen, betonte jüngst NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner. Doch was nützt das Urlaubern, wenn die Ausflugsziele und Gastronomie dicht sind – und Übernachtungen teilweise verboten?

13.22 Uhr: Die Hamburger Modekette Tom Tailor, zu der auch das Hamminkelner Unternehmen Bonita gehört, setzt in der Corona-Krise angesichts eines "signifikanten" Umsatz- und Ertragsrückgangs sowie "erheblicher Finanzierungsrisiken" auf staatliche Hilfen. Fast alle Filialen des Unternehmens in den europäischen Märkten sind geschlossen.

13.14 Uhr: Am Mittwoch macht die Mülheimer Tafel weiter, wenn auch nur mobil und mit einem Kundenkreis von derzeit 50 Personen. Mitarbeiter des Diakoniewerks Arbeit und Kultur liefern Bedürftigen Lebensmittel bis an die Haustür. Zunächst an drei Tagen in der Woche.

13.09 Uhr: Was macht ein Musiker, den die Pandemie ausbremst? Er setzt sich hin und verarbeitet seine Gedanken in einem Lied. Sebastian Niehoff aus Recklinghausen, besser bekannt als „Sebel“, musste eine Tournee abbrechen, dafür geht nun sein Corona-Song um die Welt: „Zusammenstehen“ sammelte in kaum zwei Wochen allein auf Youtube bald zwei Millionen Aufrufe, und dabei ist er noch gar nicht richtig fertig.

13.01 Uhr: Die Theater und Konzerthäuser der Republik sind geschlossen, das kulturelle Leben auf Null gestellt. Doch während Politik und Wirtschaft allmählich darüber nachdenken, wann und wie es mit dem öffentlichen Leben weitergehen kann, haben die Theaterbetriebe an Rhein und Ruhr längst schon viel weiter in die Zukunft geplant. So hat die Essener Philharmonie am Dienstag bereits das Programm für die Spielzeit 2020/21 vorgestellt.

12.56 Uhr: Die Infizierten-Zahl in Essen geht seit dem Wochenende zurück. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle stieg in der vergangenen Woche erstmals über 300, seit Montag liegt sie wieder unter 300. Gesundheitsdezernent Peter Renzel warnt: Für eine Entwarnung ist es viel zu früh.

12.51 Uhr: Die Coronakrise verschärft die Lage in den Tierheimen. Die Aufgaben wachsen, die Mittel gehen zur Neige. Das Tierheim in Bottrop etwa bittet dringend um Geld- und Futterspenden.

12.31 Uhr: Der renommierte Bonner Virologe Prof. Hendrik Streeck hat dem Robert Koch-Institut (RKI) vorgeworfen, wertvolle Zeit bei der Bekämpfung des Coronavirus verloren zu haben. „Ich bin überrascht, dass das RKI die Studie, die wir jetzt in Heinsberg machen, nicht selbst gemacht hat. Man hätte da früher reingehen können, das ist eine verpasste Chance.“ Streeck leitet die Studie, die jetzt im Kreis Heinsberg begonnen wurde, um wichtige Erkenntnisse zur Ausbreitung des Coronavirus zu bekommen.

12.07 Uhr: In Essen sind derzeit 296 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Damit bleibt die Zahl weiter unter 300. Der bislang höchste Wert wurde am Freitag, 27. März, erreicht mit 349 Infektionen. Die Zahl der Genesungen liegt am Dienstag auf einem neuen Höchststand - bei 111. Für eine Entwarnung angesichts sinkender Fallzahlen sei es jedoch deutlich zu früh, mahnte Gesundheitsdezernent Peter Renzel:Das Thema wird uns weiter intensiv die nächsten Wochen begleiten, und wenn jetzt die Maßnahmen zurückgenommen werden würden, hätten wir schnell eine exponentiell steigende Kurve.“

11.49 Uhr: Die Stadt Mülheim droht damit, wegen Verstößen gegen das Kontaktverbot die Parkanlage Müga zu schließen. „Die Situation ist weiter gefährlich“, richtet Mülheims Stadtdirektor Frank Steinfort zur Corona-Lage einen erneuten Appell an die Bürger.

11.41 Uhr: Der Kreis Heinsberg dient Forschern des Universitätsklinikums Bonn jetzt als Blaupause für die Ausbreitung des Coronavirus. "Nirgendwo sonst lässt sich der Start und der Ort der Ausbreitung so genau benennen und so gut untersuchen", sagte der Virologe Prof. Hendrik Streek, der die Studie leitet. Insgesamt 40 Medizinstudenten der Uni Bonn sind jetzt in den Ort Gangelt ausgerückt, um unter anderem 1000 Bewohner detailliert zu befragen und zu untersuchen. Erkenntnisse erhofft man sich unter anderem zur Frage des Übertragungswegs, dem Grad der "Durchseuchung" - und was dazu geführt hat, warum manche vor Ort nicht angesteckt wurden.

11.24 Uhr: Die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus verdoppelt sich derzeit etwa alle 6,8 Tage in NRW. Das teilte ein Sprecher des Landesgesundheitsministeriums auf Anfrage mit. Inwieweit Maßnahmen wie Kontaktsperre oder die Schließung von Gaststätten helfen, die Kurve weiter zum Sinken zu bringen, sei derzeit noch nicht abschätzbar. Wichtige Erkenntnisse dazu soll die Studie im Kreis Heinsberg bringen, die heute dort vorgestellt wurde.

11.13 Uhr: Die Malteser bieten ab sofort eine bundesweite Telefon-Hotline an, um schnell Kontakt zum örtlichen Einkaufsservice oder telefonischen Besuchsdienst zu bekommen. Die Auskunft dient dazu, Älteren, Kranken, Menschen in häuslicher Quarantäne und anderen vom Corona-Virus betroffenen Risikogruppen schnell zu helfen. Zu erreichen ist die kostenlose Hotline von Montag bis Freitag immer von 8 bis 18 Uhr und Samstag von 8 bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 0221/98 22 95 06.

10.58 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in NRW ist auf 14.975 Fälle gestiegen. 145 Menschen sind an einer Infektion durch Corona gestorben. Das hat das NRW-Gesundheitsministerium mitgeteilt. Ursprünglich waren 14.901 Infizierte geworden. Das Ministererium korrigierte später seine Mitteilung. Gemessen an den absoluten Zahlen hat die Stadt Köln den Kreis Heinsberg inzwischen überholt: Knapp 1400 Fälle waren dort zuletzt registriert, im Kreis Heinsberg 1266. Gemessen am Anteil je 100.000 Einwohner liegt der Kreis Heinsberg indes in NRW nach wie vor an erster Stelle mit knapp 500 Fällen je 100.000 Einwohner. In Köln sind es etwa 120 Fälle je 100.000 Einwohner.

Studie zur Corona-Ausbreitung im Kreis Heinsberg startet

10.48 Uhr: Der Kreis Heinsberg stellt Details zur Studie vor, die letztlich erstmals bundesweit detaillierte Erkenntnisse bringen soll zur Ausbreitung des Coronavirus. Insgesamt sollen unter anderem 1000 Bewohner aus dem Ort Gangelt, vor allem Familien, die repräsentativ ausgewählt wurden, befragt und untersucht werden. Erste Ergebnisse würden bereits Ende der kommenden Wochen erwartet. Sie sollen helfen zu entscheiden, erste Einschränkungen im öffentlichen Leben möglicherweise zurücknehmen zu können.

10.24 Uhr: In der Coronakrise scheint so manchen Oberhausener die Lust gepackt zu haben, das Verhalten anderer zu kontrollieren. Sie helfen dem Ordnungsamt.

10.02 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn informieren sich am Mittag im Universitätsklinikum Düsseldorf über die aktuelle Situation in der Corona-Krise. Die CDU-Politiker treffen Beschäftigte der Uniklinik und Studierende, die die sich freiwillig zur Unterstützung gemeldet haben, wie die Staatskanzlei mitteilte. Bei den Gesprächen gehe es um die „besonderen Herausforderungen“ in der Corona-Krise. Am Nachmittag wollen Spahn und Laschet im Anschluss an die Sitzung des Landeskabinetts über die aktuelle Lage und die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Corona-Pandemie informieren.

9.37 Uhr: Die Stadt Düsseldorf verbietet Hamsterkäufe. Supermärkte und Drogerien dürfen Produkte nur noch in haushaltsüblichen Mengen verkaufen. Dazu hat die Stadt eine Allgemeinverfügung erlassen.

9.11 Uhr: Thomas Kutschaty, Chef der SPD-Fraktion im Landtag, geht nicht davon aus, dass der NRW-Landtag am Mittwoch das von der Landesregierung geplante Epidemie-Gesetz beschließt. Es werde dann nicht „zu einer abschließenden Abstimmung über dieses Gesetzpaket kommen. Da bin ich sehr zuversichtlich“, sagte Kutschaty am Dienstag bei WDR5. Die SPD sei in Gesprächen mit den Fraktionen der Grünen, FDP und CDU. Wir brauchen bei solchen weitgreifenden Maßnahmen und Einschnitten in die Freiheitsrechte der Bevölkerung ein vernünftiges parlamentarisches Verfahren.“ Unter anderem solle es in der kommenden Woche eine Sachverständigenanhörung geben.

8.51 Uhr. Enkelbesuch in Zeiten von Corona: Ein Foto der Düsseldorfer FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und ihrem Mann zeigt, wie sie auf kleinen Stühlen am Bordstein hocken - während ihre Enkelkinder oben aus dem Fenster zu ihnen hinunter schauen. „Mit angemessenem Sicherheitsabstand konnte ich meine Enkel wenigstens kurz vor dem heimischen Fenster wiedersehen“, postete Strack-Zimmermann auf ihrem Instagram-Account.

Virologe: Italienische Verhältnisse wird es hier nicht geben
Virologe: Italienische Verhältnisse wird es hier nicht geben

8.31 Uhr: Mit einer zeitgemäßen Ausrede hat ein Raser in Lüdenscheid versucht, der Polizei sein Vergehen zu erklären. Er war innerorts auf einer Tempo-50-Straße mit 95 Stundenkilometern geblitzt worden. Der Mann habe das rote Aufblitzen des Radargeräts bemerkt, sei zurückgekehrt und habe den Polizisten im Radarwagen erklärt, er sei Pizzabäcker und habe kein Mehl mehr gehabt, teilte die Polizei im Märkischen Kreis mit. Geholfen habe dem Autofahrer das nicht: Ihm drohen zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei und 200 Euro Geldbuße.

8.10 Uhr: Schwächt sich die Zahl der Infizierten in NRW tatsächlich ab? Von Sonntag auf Montag wurden 812 neue Infektionen gemeldet, von Samstag auf Sonntag davor waren es 986. Die Zahl von Samstag auf Sonntag zuvor lag zwar bei unter 500; das aber kann auch am Meldeweg gelegen haben. Von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche war die Zahl bestätigter Infektionen um 1045 gestiegen. Gegen 10.30 Uhr wird das NRW-Gesundheitsministerium die jüngsten Zahlen präsentieren. Allerdings gibt es immer wieder örtliche Abweichungen bei den Angaben.

"Flächenbrand" durch Corona in Seniorenheimen befürchtet

7.52 Uhr: Die Corona-Krise trifft auch das Handwerk hart. Obwohl viele Betriebe weiter arbeiten dürfen und dies nach dem Willen der Politik ausdrücklich auch sollen, brechen Aufträge und Einnahmen weg. Über alle Handwerksberufe sind die Umsätze um „mehr als 50 Prozent zurückgegangen“, sagt Matthias Heidmeier, der Hauptgeschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertags. Selbst Bäcker verlieren massiv Umsätze.

7.28 Uhr: Das Rotlichtmilieu macht auch in Zeiten von Corona nur bedingt Pause, glauben Streetworker. Einige Prostituierte sind nun in Wohnungen tätig.

7.14 Uhr: Nanu, was ist denn das? Auf der A40 sind zwischen Mülheim-Heißen und Essen-Zentrum in Fahrtrichtung Bochum fünf Kilometer Stau. Ein liegen gebliebenes Fahrzeug blockiert einen Fahrstreifen. Ansonsten ist Coronakrise auf den Autobahnen im Land - oder anders ausgedrückt: weitgehend freie Fahrt. Der WDR meldet insgesamt 15 Kilometer Stau. In normalen Zeiten wären es gut und gerne 100 Kilometer mehr...

7.09 Uhr: Am Flughafen Düsseldorf sind für diesen Dienstag insgesamt 34 Flugbewegungen im Flugplan. Davon sind allerdings 10 als "annulliert" ausgewiesen. Der Flughafen Dortmund listet für heute alle der geplanten Linienflüge als "annulliert" auf.

6.45 Uhr: Weil sich das Coronavirus in immer mehr Seniorenheimen ausbreitet, fordern Pflegevertreter mehr Unterstützung bei der Verhinderung von Infektionen. Wenn in Pflegeheimen ein „Flächenbrand ausbricht“, werde es extrem schwierig, diesen in den Griff zu bekommen, mahnte Ludger Risse, Chef des Pflegerats NRW. „Die Altenpflege ist eine Hochburg von gefährdeten Personen.“

Hotels bieten Zimmer für Home-Office-Geplagte

6.29 Uhr: Weil wegen der Corona-Pandemie Übernachtungsgäste ausbleiben, bieten mehrere Hotels in NRW inzwischen tagsüber Arbeitszimmer für Home-Office-Geplagte an. „Jede kreative Idee, die in der derzeitigen Situation noch für Umsätze sorgt, ist natürlich gut“, sagte Thorsten Hellwig, Sprecher der Branchenverbandes Dehoga NRW. „Aber mehr als ein Strohhalm kann das für die meisten nicht sein.“

6.12 Uhr: Zur Versorgung Obdachloser in der Corona-Krise stellt das Land NRW 500.000 Euro bereit. Die freien Träger der Wohnungslosenhilfe könnten damit Menschen, die auf der Straße leben, mit dem Lebensnotwendigsten wie Lebensmitteln, Essensgutscheinen, Hygieneartikeln oder Kleidung versorgen, teilte das Sozialministerium mit. Wohnungslose sind von der Corona-Pandemie besonders betroffen, weil ihnen ein Rückzugsraum fehlt. Tafeln, Essensausgaben und Beratungsstellen haben teilweise geschlossen oder arbeiten nur eingeschränkt. Dazu kommt, dass Obdachlose oft immungeschwächt sind und deshalb besonders anfällig für eine Infizierung.

5.16 Uhr: Die strengen Corona-Regeln auch für Beerdigungen stellen nach Einschätzung des Kölner Bestatters Christoph Kuckelkorn eine schwere Prüfung für die Angehörigen dar. Die Familie dürfe den Sarg oder die Urne zum Grab begleiten. Ein Pfarrer, ein Trauerredner oder ein Familienmitglied könne dort dann ein paar Worte sprechen, aber es gebe nicht mehr die eigentliche Trauerfeier. Auch dürften in Köln nur der jeweilige Partner und die Kinder und Enkel teilnehmen. Jemand, der ein reiches Sozialleben gehabt habe, wirke dadurch auf seinem letzten Gang womöglich wie ein Mensch ohne Freundeskreis. „Trauer braucht Raum und Platz und auch eine gewisse Öffentlichkeit“, sagte Kuckelkorn.

Opposition läuft Sturm gegen geplantes Notstandsgesetz

3.32 Uhr: Die Corona-Krise hat in NRW zu einem kräftigen Anstieg der Kurzarbeit geführt. Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hatte wenige Tage nach dem Inkrafttreten der Einschränkungen ab dem 16. März von landesweit bereits deutlich über 10.000 Unternehmen berichtet, die Kurzarbeit angezeigt haben. An diesem Dienstagnachmittag will die Regionaldirektion NRW eine Hochrechnung zur Kurzarbeit für den Monat März veröffentlichen.

1.12 Uhr: Mit Kreide direkt in die Herzen: Wie eine Familie den Großeltern trotz Coronavirus und Kontaktverbot ganz nah ist – eine Mutmachgeschichte.

0.00 Uhr: Die Opposition im Landtag läuft Sturm gegen ein geplantes Notstandsgesetz für NRW. Vorwurf: "Massiver Eingriff in die Grundrechte der Bürger".

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