Impfkampagne in NRW

Corona-Impfung in NRW - Reihenfolge, Termine, Impfstoffe

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Virologe: "Durchgemachte Infektion ist wie erste Impfung"

Virologe: "Durchgemachte Infektion ist wie erste Impfung"

Es soll Lockerungen für Geimpfte und Genesene geben. Wie hoch ist das Risiko einer Infektion für diese Gruppen? Virologe Dittmer im Interview.

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NRW.  Das Thema Corona-Impfung beschäftigt viele Menschen. In dieser Übersicht geben wir Antworten zur Covid 19-Schutzimpfung in NRW.

  • In NRW werden aktuell Menschen in der Prioritätsgruppe 2 gegen das Coronavirus geimpft, Angehörige der Prioritätsgruppe 3 können Termine vereinbaren.
  • Bei der Impfung mit Astrazeneca können Hausärzte ist die Priorisierung ab sofort aufgehoben.
  • NRW hat Corona-Maßnahmen für vollständig Geimpfte und Genesene gelockert
  • Informationen zu den Corona-Impfstoffen, ihrer Wirksamkeit und Nebenwirkungen

Seit Ende Dezember 2020 werden die Bürger in NRW gegen das Coronavirus geimpft. Lesen Sie hier, wer wann in NRW seine Corona-Impfung erhält und wieviele Menschen in Nordrhein-Westfalen bereits ihre Corona-Impfung erhalten haben.

Corona-Impfungen in NRW - Wer wird wann in NRW geimpft

Wann ein Mensch in Deutschland seine Corona-Impfung erhält, regelt die Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Das Ministerium folgt hier den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko).

In welcher Reihenfolge innerhalb der einzelnen Prioritätengruppen bestimmte Gruppen geimpft werden, regelt das Land NRW selbst. Einige Bundesländer haben diese Impfpriorisierung bereits aufgehoben, in NRW gilt sie noch teilweise. Bei ihrem Hausarzt können Patienten sich künftig ohne Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. Bund und Länder beschlossen am 6. Mai die Aufhebung der Bevorzugung von Risikogruppen bei diesem Impfstoff

Es ist damit zu rechnen, dass die Priorisierung generell im Juni aufgehoben wird, da dann ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehen soll.

Als erste Gruppe in NRW wurde Ende Dezember mit der Impfung der Menschen über 80 Jahren sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen geimpft. Denn sie haben aufgrund ihres Alters ein höheres Risiko, schwer durch das Virus zu erkranken als etwa junge, gesunde Menschen.

Parallel wurde mit der Impfung von Pflegekräften und Beschäftigten in medizinischen Einrichtungen begonnen, die einem sehr hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Dieser Fall tritt etwa ein, wenn sie in Notaufnahmen, auf Intensivstationen, im Rettungsdiensten und in den Impfzentren arbeiten.

Aktuell werden NRW-weit die Menschen in der so genannten Priorisierungsgruppe 2 geimpft, zu der das Personal in Kitas und Tageseltern, sowie Lehrer an Grund-, Förder- und Sonderschulen, Polizisten „mit direktem Kontakt zu Bürgern“ sowie Personal, Bewohner und Beschäftigte der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gehören.

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Seit dem 6. Mai können auch Angehörige der Prioritätsgruppe 3 (höhere Priorität) einen Termin in den Impfzentren oder bei Hausärzten vereinbaren. Dazu gehören unter anderem Menschen über 60 Jahren, aber auch mehrere Berufsgruppen wie Lehrer an allen weiterführenden Schulen, Steuerfahnder, Gerichtsvollzieher und Justizangestellte mit Gefangenenkontakt. Auch Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogerien sind dort aufgeführt.

Ein Impftermin kann bei den Kassenärztlichen Vereinigungen und bei Hausärzten vereinbart werden. Mehr Infos: Impfungen für Prio-Gruppe 3 in NRW: Wer nun Termine bekommt

Corona-Impfungen: Schwangere und Pflegebedürftige können Kontaktpersonen benennen

Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch müssen der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek zufolge keine Angst vor einer Corona-Impfung haben, werden wegen fehlender Studienergebnisse derzeit aber noch systematisch geimpft. Der „Mythos“, dass die Impfung unfruchtbar mache, mache vielen Frauen Angst, sagte Ciesek im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“. Solche „Fehlinformationskampagnen“ würden das Vertrauen in die Impfstoffe untergraben. Es handle sich um „ein Gerücht“.

Schwangere und stark Pflegebedürftige können zwei Menschen aus ihrem Umfeld benennen, die priorisiert geimpft werden. Kontaktpersonen von Schwangeren müssen die Impfberechtigung mit einer Kopie des Mutterpasses oder eines gleichberechtigten Dokumentes nachweisen. Außerdem ist bei beiden Gruppen die "Bescheinigung der Impfberechtigung als Kontaktperson" auszufüllen (externer Link zum Download beim NRW-Gesundheitsministerium).

Über die weitere Impfreihenfolge informiert das Land NRW auch auf seiner Seite zum Coronavirus.

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Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen

Aktuell gibt es keinen Impfstoff, der für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre zugelassen ist. Biontech und Pfizer haben bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA eine erweiterte Notfallzulassung für die Anwendung ihres Corona-Impfstoffs bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren beantragt. Voraussichtlich im Juni wird die Europäische Arzneimittelbehörde EMA verkünden, ob Biontech auch an Kinder verabreicht werden darf. Wann die ersten Corona-Impfungen für Kinder kommen könnten.

Corona-Impfung bei Allergikern und bei Menschen mit Vorerkrankungen

Bei allen Impfstoffen können nach Anwendung allergische Reaktionen auftreten. Nicht geimpft werden dürfen demnach Patienten mit einer bekannten früheren schweren allergischen Reaktion auf die Inhaltsstoffe Polyethylenglykol (=Macrogol) und Tromethamin/Trometamol.

Das Helmholtz-Zentrum München hat auf seiner Seite allergieinformationsdienst.de Informationen für Allergiker in Zusammenhang mit einer Covid-19-Impfung zusammengefasst. Auch die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie hat in Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften eine einseitige Patienteninformation veröffentlicht (PDF).

Menschen mit chronischen Krankheiten oder anderen Vorerkrankungen sollten vorab klären, ob sie tatsächlich geimpft werden können. Am Besten sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt an, ob Ihre Erkrankung oder Ihre Medikamente für oder gegen eine Impfung sprechen. Lesen Sie auch: Corona-Impfung bei Vorerkrankungen: Das sollten Sie wissen

Corona-Impfungen in NRW: So ist der Fortschritt bei den Impfungen

Die Impfung gegen eine Covid19-Infektion schreiten in NRW in höchst unterschiedlichem Tempo voran. Das zeigen Zahlen, die die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe kontinuerlich veröffentlichen. Erfahren Sie hier, wieviele Menschen in ihrer Stadt oder in ihrem Kreis bereits geimpft wurden.

Corona-Impfungen in NRW - So vereinbare ich einen Impftermin

Wer informiert mich und auf welchem Wege darüber, dass ich zur Impfung gehen darf beziehungsweise einen Termin vereinbaren kann? Kann ich mir das Impfzentrum aussuchen? Und ist es möglich gemeinsame Doppeltermine buchen als Ehepaar oder etwa für meine Eltern? In diesem Artikel haben wir wichtige Informationen rund um die Impfungen in den NRW-Impfzentren und in den Hausarztpraxen gesammelt.

Antworten auf wichtige Fragen zur Buchung eines Impftermins und welche Unterlagen Sie zum Impftermin bei ihrem Arzt oder im Impfzentrum mitbringen müssen.

Lesen Sie dazu auch: Corona-Impfungen: Braucht man dafür wirklich den Impfpass?

Corona-Impfungen in NRW - Diese Impfstoffe werden eingesetzt und das ist zu Nebenwirkungen bekannt

Aktuell sind in Deutschland drei Impfstoffe zugelassen, die in den Impfzentren und bei Ärzten verimpft werden. Es handelt sich um die Vakzine von Biontach/Pfizer, Moderna und Astrazeneca (die Impfstoffe im Vergleich).

Weitere Impfstoffhersteller haben die Zulassung bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA beantragt, darunter Johnson&Johnson und der Produzent des russischen Sputnik V-Vakzins. Was bereits über die Wirksamkeit der einzelnen Impfstoffe und mögliche Nebenwirkungen bekannt ist.

Weitere Informationen: So wirksam sind die Impfstoffe noch bei Mutationen

Lockerungen für Geimpfte und genesene Corona-Patienten

Ohne Corona-Test shoppen, zum Friseur und verreisen ohne Quarantäne: Das soll nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bald für die Menschen möglich sein, die den vollen Schutz einer Corona-Impfung haben. Auch wenn eine bundesweite Regelung noch aussteht, die etwa für Einreisen aus dem Ausland maßgeblich ist, haben einzelne Bundesländer Geimpften und Genesenen bereits erste Lockerungen versprochen. Diese Erleichterungen gibt es seit Anfang Mai in NRW.

Urlaub: Reisen ins Ausland für Geimpfte ohne Quarantäne - wo dies geht

Auch immer mehr Länder erlauben Geimpften die quarantänefreie Einreise, um dort Urlaub zu machen. Die EU will bis zum Sommer einen europaweit gültigen Impfausweis einführen, mit dem auch Urlaubsreisen ermöglicht werden sollen. Noch ist aber nicht klar, ob damit auch Reiseprivilegien verbunden werden sollen. Wohin Corona-Geimpfte ohne Quarantäne reisen können.

Auf unserer Themenseite zum Coronavirus haben wir auch viele Informationen rund um die Corona-Impfung für Sie aufbereitet. In unserem täglichen Corona-Newsletter erfahren Sie zudem alles Wissenswerte zur Entwicklung der Corona-Pandemie in der Region.

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