Corona-Pandemie

Aktuelle Corona-Regeln in NRW: Hier gilt 2G, 2Gplus und 3G

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Corona in NRW: Neue Regelungen gelten ab Donnerstag

Corona in NRW: Neue Regelungen gelten ab Donnerstag

Ab dem 13. Januar treten in NRW neue Corona-Regeln in Kraft. In der Gastronomie gilt dann 2Gplus. Geboosterte sind von der Testpflicht befreit.

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Essen/Düsseldorf.   Die aktuelle Coronaschutz-Verordnung in NRW bringt weitere Einschränkungen mit sich. In der Gastronomie gilt künftig 2Gplus - mit Ausnahmen.

  • Seit 13. Januar gilt in NRW eine neue Corona-Schutzverordnung mit weiteren Einschränkungen, Grund ist die Ausbreitung der deutlich ansteckenderen Omikron-Variante.
  • In der Gastronomie sowie im Freizeit-, Sport- und Fitnessbereich gilt nun die 2G-Plus-Regel. Neben Impfung oder Genesung ist ein negativer Test notwendig - ausgenommen sind Geboosterte sowie doppelt geimpfte Menschen, die in den vergangenen drei Monaten eine Corona-Infektion durchgemacht haben.

In NRW gelten in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens nun strengere Corona-Regeln. Die aktuelle Coronaschutz-Verordnung, die am 13. Januar in Kraft getreten ist, erschwert all jenen den Zutritt zu Restaurants, Cafés und Kneipen, die keine Auffrischimpfung (Booster) haben oder jüngst vom Coronavirus genesen sind. Von diesen Regeln ausgenommen sind alle Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 15 Jahren sowie alle Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. Bis einschließlich 16. Januar sind zudem Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 und 17 Jahren Immunisierten gleichgestellt, wenn es um die eigene Ausübung sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Aktivitäten geht.

Corona-Regeln in NRW: 2G-Plus in der Gastronomie und im Fitnessstudio

Seit Anfang Dezember sind Clubs, Diskotheken, Bordelle sowie Swingerclubs geschlossen. Im Einzelhandel gilt die 2G-Regel, wobei Geschäfte des täglichen Bedarfs ausgenommen sind. Auch beim Kino-Besuch, beim gemeinsamen Sport im Freien oder in der Gastronomie ist seitdem "geimpft oder genesen" Voraussetzung. Mit der seit 13 Januar gültigen Corona-Schutzverordnung wird die Regelung im Freizeitbereich nun nachgeschärft, wenn keine Maske getragen werden kann. Dann ist beim Restaurant-Besuch, beim Sport in Innenräumen (auch Schwimmbäder) zusätzlich zu 2G ein negatives Testergebnis notwendig.

Dieser negative Test darf bei einem Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden und bei einem PCR-Test nicht älter als 48 Stunden sein. Auch Selbsttests unter Aufsicht sind möglich - etwa in Fitnessstudios oder der Gastronomie. Ob und in welcher Form das vor Ort angeboten wird, entscheidet jedoch der jeweilige Betreiber. Diese Selbsttests gelten dann aber auch nur für den jeweiligen Besuch.

Befreit sind Bürgerinnen und Bürger, die bereits ihre Booster-Impfung erhalten haben. Auch wer doppelt geimpft ist und in den vergangenen drei Monaten eine Corona-Infektion durchgemacht hat, ist von der Testpflicht befreit.

Hier gilt aktuell 2G-Plus:

(Geimpft oder genesen plus ein negativer Test)

  • In der Gastronomie.
  • Bei gemeinsamer Sportausübung einschließlich Wettkampf und Training in Innenräumen (zum Beispiel Fitnessstudios und Hallenfußball).
  • Beim gemeinsamen Singen von Chören sowie anderer künstlerischen Tätigkeiten, die nur ohne das Tragen einer Maske ausgeübt werden können (Spielen von Blasinstrumenten und ähnliches).
  • Hallenschwimmbäder und Wellness-Einrichtungen wie Saunen, Thermen und Sonnenstudios.
  • Tanz- , Karnevals- oder vergleichbare Brauchtumsveranstaltungen.

Hier gilt aktuell 2G:

(geimpft oder genesen)

  • Einzelhandel (bis auf Geschäfte, die den täglichen Bedarf abdecken. Das sind Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Zeitungskioske, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel. Warenhäuser mit einem Mischsortiment, bei denen der tägliche Bedarf überwiegt, sind ebenfalls ausgenommen).
  • Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten und sonstige Kultureinrichtungen, Konzerte, Aufführungen, Lesungen und sonstige Kulturveranstaltungen in Theatern, Kinos und sonstigen Kultureinrichtungen sowie außerhalb von Kultureinrichtungen.
  • Bei gemeinsamer Sportausübung im Freien. Profisportler können sich wegen des Rechts auf die Ausübung des Berufs weiterhin freitesten. Ungeimpften Amateursportlern, die sich bislang mit einem maximal 48 Stunden alten PCR-Test freitesten konnten, ist dies nicht mehr möglich, sie müssen jetzt mindestens eine Impfung erhalten haben.
  • Beim Besuch von Sportveranstaltungen als Zuschauerin oder Zuschauer.
  • Tierparks, zoologische Gärten, Freizeitparks, Spielhallen.
  • Märkte, Volksfeste und vergleichbare Freizeitveranstaltungen.
  • Körpernahe Dienstleistungen mit Ausnahme von Friseuren und medizinischen oder pflegerischen Dienstleistungen.
  • Touristische Übernachtungen und Busreisen.

Hier gilt aktuell 3G:

(geimpft, genesen oder negativ getestet)

  • Versammlungen im Freien mit gleichzeitig mehr als 750 Menschen.
  • Messen und Kongresse ohne öffentlichen Publikumsverkehr.
  • Hochschulen und Universitäten, Bildungsangebote.
  • Angebote der Jugendsozialarbeit.
  • Kontaktlose Ausleihe und Rückgabe in Bibliotheken. Nur für den Zutritt in Hochschulbibliotheken gilt für Hochschulangehörige die 3G-Regel.
  • Beerdigungen und standesamtliche Trauungen.
  • Sitzungen politischer Gremien.
  • Friseurleistungen, wenn sowohl die dienstleistende Person als auch die Kundin oder der Kunde eine FFP-2-Maske tragen.
  • Nicht touristische Übernachtungen - etwa aus beruflichen Gründen. Dabei müssen nicht immunisierte Personen bei der Anreise und danach jeweils nach Ablauf der Gültigeit einen erneuten Test vorlegen - also nach 24 Stunden einen neuen Schnelltest beziehungsweise nach 48 Stunden einen neuen PCR-Test.
  • Kinder- und Jugend- sowie Familienerholungsfahrten von öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, wobei von nicht immunisierten Personen bei der Anreise und erneut nach jeweils weiteren vier Tagen ein negativer Testnachweis vorzulegen oder ein gemeinsamer beaufsichtigter Selbsttest durchzuführen ist.

In Warteschlangen oder an Verkaufsständen im Freien wird die Maskenpflicht mit der neuen Coronaschutz-Verordnung wieder eingeführt - ebenso für Veranstaltungen und Versammlungen, sofern für sie keine 3G- oder 2G-Zugangsregelung gilt. Beim Einkaufen in Geschäften und im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr wird die Verwendung von FFP2- und vergleichbaren Masken neuerdings "dringend empfohlen". Auch die sogenannten OP-Masken dürfen aber weiter verwendet werden.

Wer gegen die Verordnung verstößt, dem drohen saftige Bußgelder – wer sich etwa nicht an die Maskenpflicht hält, kann mit 150 Euro zur Kasse gebeten werden. (mit dpa)

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