Videotalk / Folge 120

„Grünes Krankenhaus“: Warum Kliniken vor Revolution stehen

Lesedauer: 3 Minuten
cv19 – die Chefvisite / Folge 120

cv19 – die Chefvisite / Folge 120

„Grünes Krankenhaus“: Warum Kliniken vor Revolution stehen. Essener Klinikchef sieht nach Verfassungsgerichtsurteil ganze Branche in der Pflicht.

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Essen.   Im Videocast: Essener Klinikchef sieht nach Verfassungsgerichtsurteil ganze Branche in der Pflicht. Technologie ist Schlüssel für Nachhaltigkeit.

Nachhaltige „grüne“ Krankenhäuser sind für den Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, die „zweite große Herausforderung“ neben der Digitalisierung des Gesundheitssystems. In unserem Videocast "19 - die Chefvisite"“ sagt Werner, dass „große Krankenhäuser die Umwelt relevant belasten“, zum Beispiel mit den „völlig unterschätzten Narkosegasen“, Verpackungen und Einmalartikeln.

„Einiges haben wir in Essen bereits auf den Weg gebracht“, so der Klinikchef. Als Beispiel nennt er die Er nennung eines Klimamanagers und von „über 100 Nachhaltigkeitsbeauftragten“. So könne ein grünes Bewusstsein in der Belegschaft „für zahlreiche umweltschonende Projekte“ geweckt werden. Werner betont, zu dieser Revolution „gehört der zwingende Einsatz digitaler Technologien“.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit ist eine Frage von Technologie

Klimaschutz wird wichtiger denn je.“ Das steht für den Verleger Jens de Buhr nach dem gestrigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts fest. Die „Mammut-Aufgabe“ Nachhaltigkeit könne nur mit neuen Technologien bewältigt werden, so de Buhr in der Sendung. „Sobald die Pandemie vorbei ist, heißt es: Klima, Klima, Klima“. Innovationen wie der Wasserstoffantrieb seien „dringend nötig“. „Wir reden wirklich von einem Zeitenwechsel“, betont der Verleger der DUP-Unternehmer-Plattform. Dieser Wechsel werde „alle Lebensbereiche erfassen“, einschließlich der Wirtschaft.

Unternehmensberaterin: Politik hat in der Pandemie Nähe zu Menschen verloren

Für die Unternehmensberaterin Ann-Katrin Hardenberg von The Maked Team hat die Politik in der Pandemie „die Nähe zum Leben der Menschen und zur Wirtschaft verloren“. Sie vermisst „klare Kommunikation“ und beklagt Planlosigkeit: „Bei den unzähligen Verordnungen blickt keiner mehr durch.“ Die Bürger müssten sich ständig aktiv informieren, „was gilt“. Unternehmer müssten sich in jede Neuerung tief einarbeiten. Sie rät der Politik, vom Krisenmanagement in der Wirtschaft zu lernen. Nötig seien „Krisenszenarien in der Schublade, anhand derer man Entscheidungen fällt“ sowie „Profis für die Beschaffung“, zum Beispiel von Masken oder Impfstoffen.

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Am Montag, den 3. Mai, geben der Aufsichtsrat des deutschen Impfstoffentwicklers CureVac, Dr. Friedrich von Bohlen, und der Chef-Virologe der Universitätsmedizin Essen, Prof. Ulf Dittmer, Antworten auf Fragen rund um Corona-Impfung. Alle Sendungen sind jederzeit abrufbar in der Mediathek auf DUB-magazin.de!

Eine Sammlung der bisherigen Sendungen gibt's auf der Themenseite zur "Chefvisite"

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