„Aktion Herzklopfen“

Wittgenstein: „Wunsch-Engel“ lassen Kinderaugen leuchten

Die Akteure der „Aktion Herzklopfen“ im Überblick: der Raumländer Pfarrer Dr. Dirk Spornhauer (Dritter von rechts), Sonja Becker von der gemeinnützigen GmbH „Alternative Lebensräume“ in Siegen (Sechste von rechts), Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann (Sechster von links), Raumlands Ortsvorsteher Heinz Limper (Siebter von rechts), Gudrun Schade vom Schuhhaus Schade und die Damen des Frauen-Frühstückskreises Raumland mit ihrer Vorsitzenden Ingrid Kroh (rechts).

Die Akteure der „Aktion Herzklopfen“ im Überblick: der Raumländer Pfarrer Dr. Dirk Spornhauer (Dritter von rechts), Sonja Becker von der gemeinnützigen GmbH „Alternative Lebensräume“ in Siegen (Sechste von rechts), Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann (Sechster von links), Raumlands Ortsvorsteher Heinz Limper (Siebter von rechts), Gudrun Schade vom Schuhhaus Schade und die Damen des Frauen-Frühstückskreises Raumland mit ihrer Vorsitzenden Ingrid Kroh (rechts).

Foto: Eberhard Demtröder

Bad Berleburg.  Allein vergangenes Jahr seien 100 Wünsche erfüllt worden, freut sich Sonja Becker von der gemeinnützigen Organisation „Alternative Lebensräume“.

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Wenn Kinderaugen leuchten – das ist für die wahren „Wunsch-Engel“ vom Frauen-Frühstückskreis der evangelischen Kirchengemeinde Raumland das Größte. Sie alle werden das auch in diesem Jahr sehr oft erleben, wenn sie kurz vor Weihnachten zum mittlerweile fünften Mal in Bad Berleburg für die „Aktion Herzklopfen“ Pakete mit Geschenken ausfahren und persönlich überreichen. Geschenke für Kinder aus sozial benachteiligten Familien.

Allein im vergangenen Jahr seien auf diese Weise „100 Wünsche erfüllt worden“, freut sich Sonja Becker aus Siegen, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Organisation „Alternative Lebensräume“, in Siegerland und Wittgenstein aktiv. Rund 2,5 Millionen Kinder leben laut Kinderhilfswerk deutschlandweit in Armut, darunter rund 6000 im Kreis Siegen-Wittgenstein. Und innerhalb von 13 Jahren, in denen diese Aktion nun schon läuft, so Becker, seien kreisweit bereits rund 5800 Kinder-Wünsche in Erfüllung gegangen.

Die „Wunsch-Phase“

Und so funktioniert die Aktion: Noch bis Sonntag, 24. November, läuft die „Wunsch-Phase“, erklärt Becker, können Kinder ihre Wünsche – bis zu einem Warenwert von rund 25 Euro – auf einen „Wunschzettel“ schreiben. Diese Zettel liegen bei der Bad Berleburger Tafel, Ederstraße 70, und beim Bad Berleburger Jobcenter, Poststraße 27, aus. Die ehrenamtlichen Helfer beschriften anschließend selbst gebastelte „Weihnachtsengel“ mit den Kinder-Wünschen und geben diese an lokale Geschäfte weiter – die „Wunsch-Zentralen“:

Klinkers Landbäckerei, Am Böhl 5 in Raumland, und

das Schuhhaus Schade, Unterm Höllscheid 6 in Bad Berleburg.

Die „Wunsch-Paten“

In den „Wunsch-Zentralen“ erfahren die „Wunsch-Paten“ also, was sich die Kinder wünschen. Favoriten dabei seien Wintersachen, Winterschuhe und Rucksäcke für die Schule, aber auch Lego, Playmobil oder Fußbälle zum Spielen, weiß Sonja Becker. Und natürlich Fan-Bettwäsche, bedruckt mit „Bob, dem Baumeister“ oder „Prinzessin Lillifee“.

Wer die Aktion unterstützen möchte, nimmt sich ab Montag, 18. November, in den „Wunsch-Zentralen“ einen der gestalteten „Weihnachtsengel“ mit – und gibt das verpackte Geschenk dazu bis spätestens Mittwoch, 11. Dezember, ab – wahlweise in den beiden „Wunsch-Zentralen“ oder auch im Büro der evangelischen Kirchengemeinde Raumland, Bonifatiusstraße 5.

Übrigens: „Kein Pate erfährt die Identität des Kindes – und kein Kind erfährt die Identität des Paten“, sagt Dirk Spornhauer. Auf diese Anonymität legen die Organisatoren großen Wert. So seien die „Weihnachtsengel“ in den „Wunsch-Zentralen“ nummeriert und nur mit Vorname des Kindes, dessen Alter und dem Wunsch versehen.

Die besondere Aktion

Das Besondere an der Aktion, betont Sonja Becker: „Es ist keine einseitige Freude.“ Vielmehr bastelten die beschenkten Kinder gerne ein kleines Dankeschön an die Schenkenden, das die „Wunsch-Paten“ dann per Post erhalten.

„Eine super Aktion“, findet deren Schirmherr, Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann. „Es ist ein Geben und Nehmen.“ Und eigentlich sei es ja „ein Unding, dass ein Kind zu Weihnachten kein Geschenk bekommt – nur weil es sich die Eltern nicht leisten können“.

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