Wetter

Wittgensteins Wetter interessanter als kaum sonst im Westen

Julian und Meinolf Pape zeichnen ab sofort mit ihrer Wetterstation die Temperaturen in Wittgenstein auf.

Julian und Meinolf Pape zeichnen ab sofort mit ihrer Wetterstation die Temperaturen in Wittgenstein auf.

Foto: Julian Pape / WP

Wittgenstein.  Mit der Hitze starten Julian und Meinolf Pape ihre Aufzeichnungen des Wetters in Wittgenstein. Für sie ist das hiesige Wetter hochinteressant.

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Bis auf 34,8 Grad in Erndtebrück, auf 35,3 Grad in Feudingen und noch bis auf 34,3 Grad an der Pastorenwiese oberhalb von Wunderthausen ist das Thermometer am Donnerstag geklettert. „So heiß war es in den letzten 100 Jahren wohl noch nie in Wittgenstein“, teilt der Winterberger Julian Pape – seit eineinhalb Jahren lebt er in Dotzlar – mit.

Eine so lange Messreihe gibt es zwar nicht – der Vergleich mit dem Allzeitrekord der Wetterstation am Kahlen Asten (Spitzenwert 31,9 Grad), welche seit 1918 das Wetter in der Region misst, lässt diesen Rückschluss aber ziehen.

Aktuelles und Aussichten

Mit dieser Hitzewelle startet nun auch das Wetterportal Wittgenstein mit seinen täglichen Berichten unter www.wetter-wittgenstein.de. Auf dieser Website und auf der Facebookseite „Wetterportal Wittgenstein“ gibt es alles zu den aktuellen Bedingungen und den weiteren Aussichten für Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück.

Spezialthemen zum Wanderwetter und zum Eventwetter, welches sich speziell um die Vorhersage für die Wochenenden kümmert, runden das Bild der Seite ab. Die Betreiber Julian und Meinolf Pape – beide von Haus aus Geographen – freuen sich über rege Mitarbeit durch Bilder und Berichte des Wetters vor der eigenen Haustür.

Wetter so unterschiedlich wie kaum sonst in Westdeutschland

Seit 25 Jahren beschäftigen sich die beiden schon mit dem Wetter und betreiben seit zehn Jahren das Wetterportal Sauerland mit einer eigenen Vorhersage und einem Messnetz aus 40 Wetterstationen.

Wittgenstein ist deshalb in den Fokus der beiden Wetterfrösche gerückt, weil das Wetter zwischen Erndtebrück, Bad Laasphe und Bad Berleburg so unterschiedlich und damit auch so interessant sei wie kaum sonst im Westen Deutschlands. Demnach regne es in Erndtebrück rund 600 Liter pro Quadratmeter und Jahr mehr als in Niederlaasphe.

„Zudem sind die Wittgensteiner Täler rund um Eder und Lahn in sternenklaren Nächten sehr kalt, teilweise werden sogar die kältesten Temperaturen ganz Deutschlands gemessen“, schreiben sie auf ihrer Facebook-Seite. Beeindruckend sei die aus Herbst und Winter bekannten Inversionswetterlagen, die den Tälern dichten Nebel, den Bergen dagegen Sonnenschein bringen.

Eigene Vorhersage ist sinnvoll

„Die besonderen Verhältnisse in Wittgenstein machen eine eigene Vorhersage sinnvoll – eine die über das

hinausgeht, was die bekannten Apps auf dem Handy so leisten können, denn dahinter stehen lediglich Computer. Durch einen weiteren Ausbau des Wetterstationsnetzes versuchen wir das heimische Wetter noch besser kennen zu lernen.“.

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