Gesundheit

Wenn es weh tut und Mittel nicht mehr wirken

Intensiv- und Palliativmediziner Dr. Michael Stiehl, leitender Arzt des Schmerzzentrums der HELIOS Klinik Bad Berleburg

Intensiv- und Palliativmediziner Dr. Michael Stiehl, leitender Arzt des Schmerzzentrums der HELIOS Klinik Bad Berleburg

Foto: Helios

Bad Berleburg.  Schmerzmediziner Dr. med. Michael Stiehl lädt für Mittwoch, 14. März, 18 Uhr, Interessierte und Betroffene zu einem Vortrag ein.

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Schmerzmediziner Dr. med. Michael Stiehl lädt für Mittwoch, 14. März, 18 Uhr, Interessierte und Betroffene zu einem Vortrag der besonderen Art in die Helios Klinik Bad Berleburg ein: Der Facharzt beantwortet Fragen rund um die Themen Schmerzen, Schmerzdiagnostik und Schmerztherapie, die ihm im Vorfeld zugeschickt werden. Nach einer Einführung in das Thema haben alle Besucher die Möglichkeit, das zu fragen, was sie zu diesem Themenkomplex schon immer wissen wollten.

„Normalerweise sind unsere Vorträge so aufgebaut, dass ich etwa eine Stunde zu einem Thema referiere und die Besucher im Anschluss Fragen stellen. Dabei werden oft Fragen aufgeworfen, die individuell und nicht auf das Vortragsthema bezogen sind. Es scheint demnach einen großen Klärungsbedarf zu geben, dem ich mit diesem Vortrag begegnen möchte“, erklärt der Facharzt für Anästhesie, Schmerztherapie und Palliativmedizin.

Signal, dass etwas nicht stimmt

Jeder Mensch leidet gelegentlich unter Schmerzen. Nur ein geringer Teil der befragten Bundesbürger gab im Gesundheitssurvey von 1998 an, „[…] im vergangenen Jahr keine Schmerzen gehabt zu haben“. Grundsätzlich sind Schmerzen nichts Schlechtes, weiß Dr. Stiehl: „Schmerzen können hilfreich sein, weil sie signalisieren, dass etwas mit unserem Körper nicht stimmt, das unter Umständen abgeklärt und behandelt werden sollte“. Problematisch wird es jedoch, wenn Schmerzen lange fortbestehen und auch der gewohnte Griff zur Schmerztablette keine Linderung mehr bringt.

„Für viele Menschen sind Schmerzen eine lange Zeit kein Grund, einen Arzt aufzusuchen. Gerade Kopf- oder Rückenschmerzen werden oft selbst therapiert, ohne dass eine leitliniengerechte, ärztlich kontrollierte Therapie stattfindet“, so der Arzt. Dennoch beeinflussen die Schmerzen den Alltag: Ab einem bestimmten Punkt erzielen Schmerzmittel nicht mehr die gewünschte Wirkung. Betroffene nehmen eine stetig steigende Dosis ein und schaden sich und ihrer Gesundheit so womöglich langfristig selber. Auch das soziale Leben ist gestört, da sich Menschen, die permanent unter starken Kopf-, Rücken- oder Nervenschmerzen leiden und die durch Medikamente keine Erleichterung erfahren, von ihrem Umfeld zurückziehen und in vielen Fällen auch ihrem Beruf nicht mehr nachgehen können. „In diesen Situationen gehen Betroffenen viele Fragen durch den Kopf und genau diese möchte ich gerne beantworten“, erläutert Dr. Stiehl.

Interessierte können ihre Fragen im Vorfeld des Vortrags, beispielsweise mit ihrer Anmeldung, einreichen. Sie werden dann im Rahmen des Vortrags beantwortet. „Positiv stelle ich mir eine Mischung aus vielen verschiedenen Fragen vor – so profitieren alle Besucher auch von Gedanken, die sie sich noch nicht selber machen mussten.“ Zwar führt Dr. Stiehl in das Thema ein und geht auf die Entstehung, die Bedeutung und die Therapie von Schmerzen ein, doch stehen anschließend die Fragen der Besucherinnen und Besucher im Vordergrund.

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