Natur & Umwelt

Weißstorch und Graureiher mit ungewöhnlicher Beute

Fotografisch noch nie dokumentiert: Weißstorch mit Ziesel als Beute. Dieses Foto entstand im Naturpark Neusiedler See in Österreich.

Fotografisch noch nie dokumentiert: Weißstorch mit Ziesel als Beute. Dieses Foto entstand im Naturpark Neusiedler See in Österreich.

Foto: Wolfram Martin

Dem heimischen Naturfotografen Wolfram Martin gelingen besondere Aufnahmen in Österreich und Wittgenstein. Und selbst Experten staunen.

Berghausen/Neusiedler See. Mit einer ziemlich einmaligen tierfotografischen Duplizität hatte es jetzt der Berghäuser Natur- und Tierfotograf Wolfram Martin zu tun.

Im Juni konnte er im Nationalpark Neusiedler See (Burgenland/Österreich) anlässlich des Fotografierens von Zieseln aus dem Auto heraus einen sich „zu Fuß“ nähernden Weißstorch beobachten, auf den er natürlich sofort sein Teleobjektiv richtete. Kaum scharf gestellt, hatte dieser Storch auch schon ein zappelndes Ziesel im Schnabel.

Mehrfach schüttelte es dieses arme Tier hin und her, bis es leblos im Schnabel hing und dann auch recht bald heruntergeschluckt wurde. Nach Rücksprache mit den Spezialisten vom Nationalpark betonten diese, dass sie zwar annehmen, dass auch der Weißstorch mal hin und wieder ein Ziesel erwischt, aber fotografisch dokumentiert sei dies noch nie.

Ein paar Wochen später im heimischen Wittgenstein in der Gemarkung Berghausen, Ecke, fotografischer Ansitz auf Füchse am sogenannten Rendezvous-Platz: Zwei Graureiher nähern sich, einer kommt Nahrung suchend immer näher und näher – ist im Sucher und schon scharf.

Eigentlich untypisch für Fischfänger

Der Vogel wird starr, vorsichtig, hackt, pickt am Boden herum und hat ein „ziemlich großes Tier“ im Schnabel, bei dem es sich nach Rücksprache mit der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein um eine Schermaus handelt. Sie können, so die Fachleute, „eine Länge von 20 Zentimetern erreichen“.

Dass Grau- oder Fischreiher affektive Fischfänger sind, ist nichts Neues, dass sie aber auch innerhalb kürzester Zeit auf einer Wiese in der Lage sind, solch „kapitale Mäuse“ zu fangen, dürfte nur wenigen Naturfreunden bekannt sein.

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