Gesundheit

Warum Elektrosmog eine bislang unterschätzte Gefahr ist

Nicht nur ein derartiger Mast von Mobilfunkanbietern sendet Strahlung ab – auch alle ans Stromnetz angeschlossene Haushaltsgeräte.

Nicht nur ein derartiger Mast von Mobilfunkanbietern sendet Strahlung ab – auch alle ans Stromnetz angeschlossene Haushaltsgeräte.

Foto: dpa / Jens Büttner

Birkelbach/Bad Berleburg.   Günter Herwig aus Birkelbach erklärt, wie sich elektromagnetische Strahlung auf den Körper auswirkt und warum Elektrosmog krank machen kann.

Zum Termin bringt Günter Herwig Laptop, Tablet und Handy mit. Technische Geräte, die unseren Alltag in vielerlei Hinsicht erleichtern, von denen aber auch eine Strahlung ausgeht. Von Elektrosmog ist in den vergangenen Jahren immer häufiger die Rede, der mediale Aufschrei bleibt dabei allerdings aus. Für Energieberater und Elektrosmog-Experte Günter Herwig aus Birkelbach unverständlich, wenn auch nicht überraschend: „Die gesundheitlichen Auswirkungen von Elektrosmog sind schon vor Jahren in Studien nachgewiesen worden; doch die verschwinden schnell in Schubladen, weil sie der Elektro-Industrie schaden könnten“, so der 57-Jährige. Für ihn ist Elektrosmog eine unterschätzte Gefahr. Im Interview spricht er über die Folgen der unsichtbaren Strahlung und wie diese minimiert werden können – ohne auf modernste Technik verzichten zu müssen.

Herr Herwig, was genau ist Elektrosmog und inwiefern hat er Auswirkungen auf den menschlichen Körper?

Günter Herwig: Von jedem technischen Gerät, das mit dem Netz verbunden ist, geht eine Mikrowellenstrahlung aus, die in der Natur der Lebewesen über einen Zeitraum von mehreren Millionen Jahren nicht vorgekommen ist. Es kommt in geschlossenen Räumen zu einem massiven Überschuss an positiven Ionen, so dass es kein natürliches Gleichgewicht zwischen den positiv und negativ geladenen Ionen gibt. Wir können dieses Ungleichgewicht mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen und denken deswegen, dass es nicht schädlich ist und wir uns in dem schleichenenden Prozess der Technisierung daran gewöhnt haben. Das stimmt aber nicht. Wenn wir zwei Minuten mit unserem Handy telefonieren, hat das bereits Auswirkungen auf unser Blutbild. Die Symptome können dann von Nervosität bis Kopfschmerzen über Schlafstörungen reichen.

Was hat sich denn im Blut verändert?

Die roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport im Blut zuständig sind, ändern ihre natürliche Ladung, so dass sie sich plötzlich anziehen und nicht mehr abstoßen. Das führt zu Verklumpungen und Sauerstoffmangel. Langfristig kann das Thrombose, Schlaganfälle, Infarkte und vieles mehr bewirken. Natürlich kann man den Elektrosmog dafür nicht alleine verantwortlich machen. Da spielen viele andere Faktoren mit hinein, wie zum Beispiel Ernährung oder Bewegung. Aber mit dem Fortschritt des technisierten Alltags kommt dem Elektrosmog eine immer größere Rolle in diesem Belastungsumfeld für den Menschen zu.

Und was ist die Alternative? Es kann ja nicht sein, dass wir jetzt ab sofort auf Mikrowelle, Fernsehen und Handy verzichten sollten...

Nein, das wollen wir auch gar nicht. Die Technik ist nicht mehr wegzudenken und es ist auch gut, dass es sie gibt – aber wir müssen dem Umgang mit ihr lernen. Uns muss bewusst sein, dass diese Strahlung unsere Zellen beeinflusst und damit Stress auslöst – übrigens nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei Pflanzen und Tieren. Es gibt Informationstechnologien, die diese Strahlung so verändern, dass sie uns nicht mehr gefährden.

Wie sieht so eine Technologie aus und wie funktioniert sie?

Es gibt Speichermedien, die an jeder Störquelle angebracht werden können ohne die Funktionsweise des Gerätes zu beeinträchtigen. Das funktioniert wie bei der „Noise Cancelling“-Methode bei Kopfhörern: So wie die Kopfhörer die Umgebungsgeräusche registrieren und die eindringenden, „schädlichen“ Schallanteile eliminieren, nehmen die Speichermedien die elektromagnetische Strahlung auf und neutralisieren sie. Die Strahlung ist nicht „weg“, aber die Reaktion auf biologische Systeme bleibt aus.

Nun werden Studien zur Elektrosmog-Forschung von der Schulmedizin häufig nicht ganz ernst genommen und gerne als Esoterik belächelt. Wie stehen Sie dazu? Und was hat sie damals motiviert, sich intensiv mit dieser Thematik auseinander zu setzen?

Das stimmt, die Aufklärung über den Elektrosmog bekommt oft den esoterischen Stempel aufgedrückt. Dabei sind die Veränderungen wissenschaftlich nachweisbar, so wie bei den Blutuntersuchungen. Etwas, was wir nicht wahrnehmen können, wird standardmäßig als Hokuspokus abgetan. Ich bin damals auf das Thema elektromagnetische Strahlung aufmerksam geworden, als ich im Alter von 29 Jahren an Arthrose erkrankt bin und mir eine neue Hüfte eingesetzt werden sollte. Mir wurde gesagt, dass so eine Hüfte im Durchschnitt zehn Jahre halte und dann wieder erneuert werden müsste. Eine derartige OP könne man vielleicht zweimal durchführen – danach erwarte mich aller Voraussicht nach der Rollstuhl. Das wollte ich natürlich mit allen Mitteln verhindern. In so einer Situation klammert man sich an jeden Strohhalm.

Und deswegen haben Sie sich eingehender mit den Folgen von Elektrosmog beschäftigt?

Nicht sofort. Ich bin zunächst auf die Theorie von Winfried Dochow aufmerksam geworden, der für mich nachvollziehbar dargestellt hat, wie wichtig „gesundes“ Wasser für die Gesundheit auch von Knochen ist. Er hatte einen Mechanismus entwickelt, der an dem Wasserhahn angebracht werden kann und das Leitungswasser dahingehend reinigt wird, dass es Quellwasser-Qualität hat. Mit diesem Renaturierungsprozess erhält das Wasser seine ursprüngliche natürliche Ordnung und Struktur wieder. Und diese Technologie kann schließlich auch im vom Elektrosmog verschmutzten Raum angewendet werden. Damit das Ionen-Feld wieder ausgeglichen ist.

Hat sich mit der Umstellung – sowohl beim Trinkwasser als auch beim Schutz gegen den Elektrosmog – Ihr Gesundheitszustand verbessert?

http://Reisen_ohne_Internet-_Digital_Detox_liegt_im_Trend{esc#210078867}[news] Auf jeden Fall. Ich habe bis heute kein neues Hüftgelenk und lebe medikamentenfrei. Wie gesagt, es ist alles ein Zusammenspiel zwischen Ernährung, Bewegung und dem eigenen Verhalten. Sich nur auf das energetisch gereinigte Wasser oder die Maßnahmen gegen den Elektrosmog zu verlassen hätte womöglich nicht diesen Erfolg gehabt.

Trotzdem wird es bei diesem Thema weiterhin skeptische Menschen geben. Wie begegnen Sie denen?

Das ist auch in Ordnung. In der Regel suchen mich Menschen auf, die austherapiert sind, bei denen die Schulmedizin keinen Ansatz mehr findet. Diese Menschen sind von vornherein offener für alternative Methoden, weil sie hoffen, dass man ihnen doch noch helfen kann. Bei meinen Vorträgen arbeite ich gerne mit praktischen Beispielen, um zu veranschaulichen, dass die Strahlung tatsächlich da ist, obwohl wir sie nicht spüren. Ich nehme dann ein Radio, schalte einen Sender ein und wickle das Radio schließlich in Alufolie. Die Alufolie schirmt die Strahlung ab, der Empfang wird gestört, so dass nur noch ein Rauschen übrig bleibt. Wenn ich jetzt aber einen Finger an die Seite des Radios lege, die nicht mit Alufolie bedeckt ist, wird wieder normal Musik abgespielt. Die elektromagnetischen Wellen fließen also durch meinen Körper. Es ist ein einfaches, aber sehr wirkungsvolles Beispiel, dass wir ständig Strahlung ausgesetzt sind.

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