Gesundheit

Keuchhusten in Bad Berleburg: Warnung an Schulen und Kitas

Eine genaue Untersuchung ist wichtig: Beim Ausbruch von Keuchhusten können über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen Erkältungssymptome auftreten.

Foto: Ingo Otto

Eine genaue Untersuchung ist wichtig: Beim Ausbruch von Keuchhusten können über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen Erkältungssymptome auftreten.

Bad Berleburg.  Der Keuchhusten grassiert in Bad Berleburg. 40 Fälle sind dem Kreisgesundheitsamt gemeldet worden. Jetzt werden Vorbeugemaßnahmen getroffen.

Seit Anfang des Jahres treten in Bad Berleburg gehäuft Fälle von Keuchhusten auf. Bisher wurden dem Kreisgesundheitsamt 40 Fälle gemeldet, besonders bei Kindern und Jugendlichen. In Schulen oder Kindergärten kann es daher auch zur Übertragung kommen.

Gesundheitsam eingeschaltet

Bei jedem gemeldeten Fall nimmt das Gesundheitsamt Kontakt mit den Betroffenen auf und stimmt das weitere Vorgehen ab. Zudem gibt der Kreis jetzt ein Informationsblatt an alle Schulen und Kindergärten. Betroffene Kinder müssen unbedingt zuhause bleiben. Außerdem empfiehlt das Kreisgesundheitsamt eine Überprüfung bzw. Auffrischung des Impfschutzes.

„Die Ansteckung bei Keuchhusten erfolgt durch eine Tröpfcheninfektion, zum Beispiel beim Anhusten“, erläutert Dr. Christoph Grabe, der Leiter des Kreisgesundheitsamtes. Beim Ausbruch der Erkrankung können über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen Erkältungssymptome auftreten. „Das einzig typische Symptom für Keuchhusten ist dann der einsetzende und zum Teil länger bestehende Husten, der auch bei Erwachsenen immer zu einer Untersuchung auf Keuchhusten führen sollte“, sagt Dr. Grabe.

Regelmäßige Immunisierung

Wer einmal an Keuchhusten erkrankt war, entwickelt dadurch keinen sicheren körpereigenen Schutz. Man kann also auch mehrfach an Keuchhusten erkranken. Deshalb empfiehlt das Kreisgesundheitsamt eine regelmäßige Impfung. „Viele Menschen, insbesondere jüngere, besitzen einen Impfschutz gegen Keuchhusten. Mit zunehmendem Alter nimmt der aber ab. Deshalb sollte man seinen Impfschutz überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen“, so der Leiter des Kreisgesundheitsamtes.

Die Grundimpfung sollte jeweils im Alter von zwei, drei und vier Monaten erfolgen und einmalig zwischen elf und 14 Monaten wiederholt werden. Auffrischimpfungen erfolgen dann zwischen fünf und sechs Jahren, eine weitere Dosis zwischen neun und 17 Jahren. Alle Erwachsenen sollten sich bei der nächsten fälligen Tetanus/Diphtherie-Impfung einmalig in Kombination mit einem Pertussis-Impfstoff impfen lassen, so die Empfehlung des Kreisgesundheitsamtes. Durch die Keuchhusten-Schutzimpfung können Erwachsene sich selbst, aber auch ihre Kinder und Säuglinge schützen.

Erkrankte Kinder sollen zuhause bleiben

Darüber hinaus weist das Kreisgesundheitsamt darauf hin, dass Kinder, die an Keuchhusten erkrankt sind, nicht in die Schule oder in die Kita gehen sollen, bis sie wieder gesund sind. „Das gilt aber nicht nur für Keuchhusten, sondern für eine Vielzahl von Erkrankungen, insbesondere der Virusgrippe Influenza, die derzeit ja auch grassiert“, so Dr. Grabe.

Weitere Informationen beim Kreisgesundheitsamt: 0271/333-2800

Mehr zum Thema
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik