Seelsorge

Potenzielle Pfarrerin spricht über Kirche und Tourismus

Potenzielle Pfarrerin: Dr. Sandra Gintere schüttelt dem früheren Winterberger Pfarrer Manfred Gringel die Hand.

Potenzielle Pfarrerin: Dr. Sandra Gintere schüttelt dem früheren Winterberger Pfarrer Manfred Gringel die Hand.

Foto: Jens Gesper / Kirchenkreis Wittgenstein

Dr. Sandra Gintere bewirbt sich gerade um eine Stelle in Winterberg – nicht zuletzt mit einem öffentlichen Vortrag am Freitag in Bad Berleburg.

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Bad Berleburg/Winterberg. Die Evangelische Kirche von Westfalen präsentiert Dr. Sandra Gintere der evangelischen Kirchengemeinde Winterberg gerade als potenzielle neue Pfarrerin. Zu diesem vereinfachten Verfahren der Pfarrstellen-Besetzung mit kürzeren Fristen gehört neben der bereits absolvierten Probe-Predigt eine zweite Aufgabe: Am morgigen Freitag, 13. September, hält die aus Lettland stammende Pfarrerin ab 19 Uhr im Haus der Kirche in Bad Berleburg, Schloßstraße 25, einen Vortrag: „Menschenwege in Gottes Welt“ lautet die Überschrift, darin geht es um das Thema „Kirche und Tourismus“.

Im Einsatz auch für Wittgenstein

Die gut 1300 Gemeindeglieder der Winterberger Kirchengemeinde entsprechen einer halben Pfarrstelle, deshalb wird diese um eine zweite Hälfte vom zuständigen Wittgensteiner Kirchenkreis aufgestockt. In den zweiten 50 Prozent kümmert sich Sandra Gintere um das Thema „Tourismus“ mit dem Schwerpunkt in Winterberg, aber auch für den übrigen Kirchenkreis, zu dem neben Wittgenstein auch das Schmallenberger Sauerland gehört. „Darf ich Sie bitten, nach vorn zu kommen?“ Mit einem freundlichen Lächeln lädt Gintere an diesem frühen Sonntagmorgen in Langewiese rund 40 Gottesdienst-Besucher, die ihren Sitzplatz eher in der hinteren Hälfte der örtlichen evangelischen Kirche gesucht hatten, in die ersten Bankreihen ein. Und fast alle folgen der Einladung. Die 58-Jährige arbeitet seit drei Jahren als Pfarrerin im Siegerland und wird nun der Winterberger Kirchengemeinde als neue Pfarrerin präsentiert – zwei Jahre, nachdem Pfarrer Matthias Gleibe Winterberg verlassen hat.

Bei Patchwork-Familien und Alleinerziehenden

Außer der Predigt, die Sandra Gintere an diesem Sonntag zunächst in Langewiese, danach auch noch vor rund 60 Besuchern in der evangelischen Kirche Winterberg hält, gehört zu einer Präsentation verbindlich noch eine weitere Aufgabe, bei der sich Pfarrstellen-Bewerber vorstellen – manchmal der Konfirmanden-Unterricht, manchmal eine Bibelstunde. Und für Sandra Gintere ist es eben der Vortrag zur Kombination „Kirche und Tourismus“.

Sehr genau blickt Gintere in ihrer Predigt zur biblischen Geschichte von Maria und Martha auf die Lebenssituation der beiden Schwestern, die mit ihrem Bruder Lazarus – allesamt unverheiratet – für die damaligen Zeiten eine ungewohnte Wohngemeinschaft bildeten. Das Idealbild der Vater-Mutter-Kinder-Familie stellt sie daneben – und sie ist sich für die Gegenwart ziemlich sicher, dass Gott ebenfalls ganz selbstverständlich bei Patchwork-Familien und Alleinerziehenden und deren Kindern ist.

Dienstantritt im November denkbar

Das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Winterberg entscheidet nach dem Gottesdienst am Sonntag, 15. September, über die Präsentation. Superintendent Stefan Berk skizzierte bereits den weiteren Verlauf, sollte sich das gemeindliche Leitungsgremium für Sandra Gintere entscheiden. Demnach könnte sie – wenn alles glatt und geschmeidig läuft – bei einem ehrgeizigen Zeitplan im kommenden November ihren Dienst in Winterberg antreten.

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