Einbrüche in Gaststätten

Polizei aus Bad Berleburg und Frankenberg sucht Serientäter

Bei der jüngsten Serie von Einbrüchen in Gaststätten spielt immer wieder auch der Schraubenzieher mit dem Fenster aufgehebelt werden eine entscheidende Rolle.

Bei der jüngsten Serie von Einbrüchen in Gaststätten spielt immer wieder auch der Schraubenzieher mit dem Fenster aufgehebelt werden eine entscheidende Rolle.

Foto: Frank Rumpenhorst

Bad Berleburg/Frankenberg.  Die Vorgehensweise ist vergleichbar. Immer sind es Gaststätten. Meist ist der Schaden höher als die Beute. Deshalb wird im Drogenmilieu gesucht.

Die Kriminalpolizei in Bad Berleburg und deren Kollegen in Frankenberg ermitteln gemeinsam, um eine Serie von Einbrüchen im Grenzgebiet zwischen Wittgenstein und Hessen aufzuklären. Entsprechende Informationen dieser Zeitung bestätigten jetzt die Ermittlungsbehörden. Ein Einbruch fand in Elsoff statt, die Mehrheit der Taten aber auf hessischer Seite, deshalb haben die hessischen Ermittler die Federführung, wie der Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein mitteilt.

Auch der Pressesprecher der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg, Kriminalhauptkommissar Dirk Richter, bestätigt den Eindruck einer Serie: „Der Tatzusammenhang liegt nahe.“ Alle Tatorte sind Gaststätten. Alle liegen in einem Radius von wenigen Kilometern auseinander und die Tatbegehungsweise ist vergleichbar. „Man kann davon ausgehen, dass es sich um denselben Täter oder die dieselbe Tätergruppe handelt“, so Richter.

Vergleichbare Fälle

1. Fall: In der Nacht von Montag auf Dienstag, 14. August, bricht ein unbekannter Täter in eine Gaststätte in Frankenberg-Frankenau ein. Im Gastraum lässt er den Inhalt eines Sparfachs mitgehen. Vermutlich mit einem Schraubenzieher soll der unbekannter Täter zwischen 23 und 5.45 Uhr das Fenster einer Gaststätte in der Rieschstraße aufgehebelt haben. Durch das Fenster gelangt er in den Gastraum, wo er das Sparfach aufhebelt und daraus die Kunststoffschächte mit einer geringen Menge Bargeld entwendet.

2. Fall: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 6. September verschaffen sich der oder die Täter über ein aufgehebeltes Fenster Zutritt zu einer Gaststätte in der Berliner Straße in Battenberg-Dodenau. Im Gastraum werden Wechselgeld und Münzgeld aus einer aufgebrochenen Musikbox erbeutet. Der Sachschaden von rund 2000 Euro steht einer Beute von geschätzt 150 Euro gegenüber, so Kriminalhauptkommissar Richter. Am frühen Morgen bemerkt der Gastwirt das Geschehen und verständigt die Polizei.

3. Fall:Noch in der gleichen Nacht – am frühen Freitagmorgen, 6. September, gegen 2.25 Uhr brechen der oder die Täter in die Gaststätte Spies in der Elsoffer Brückenstraße ein. Vermutlich ist es ein gekipptes Fenster, dass den Zutritt zum Haus erleichterte. Im Schankraum brechen der oder die Täter den Sparkasten und die Kasse auf. Allerdings gehen sie dabei so laut vor, dass die Hausbewohner und der Hund aufgeweckt werden und die Täter vertreiben.

4. Fall:In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 11. September, brechen der oder die Täter in eine Gastwirtschaft in der Berleburger Straße in Hatzfeld ein. Der Polizei zufolge wurde eine Leiter benutzt, um an ein höher gelegenes Fenster zu gelangen. Nachdem das Fenster aufgehebelt ist, können der oder die Täter in das Gebäude einsteigen. Aus dem Gastraum wird Bargeld gestohlen. Anschließend flüchtet der Täter unerkannt durch ein von innen geöffnetes Fenster. Sowohl das Diebesgut als auch der Sachschaden betragen mehrere hundert Euro.

Möglicherweise sind diese Fälle aber nur ein Teil einer größeren Anzahl von Einbrüchen. Aus Ermittlerkreisen heißt es, dass es durchaus sechs oder sieben Fälle sein könnten, die in dieses Muster passen.

Motivlage

Interessant ist aber auch die teils unvorsichtige aber auch fast dilettantische Vorgehensweise, bei der der oder die Täter selbst für kleinere Bargeldbeträge das hohe Risiko eingehen, entdeckt zu werden. Vieles spricht dafür, dass es entweder „Anfänger“ sind oder aber Beschaffungskriminalität der Hintergrund sein könnte, heißt es.

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