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Neues Logo für Bad Berleburg nimmt erste politische Hürde

Das neue Logo mit neuem Slogan für Bad Berleburg – in jener Variante, die der Haupt- und Finanzausschuss am Abend der Stadtverordneten-Versammlung zur Beschlussfassung empfahl.

Das neue Logo mit neuem Slogan für Bad Berleburg – in jener Variante, die der Haupt- und Finanzausschuss am Abend der Stadtverordneten-Versammlung zur Beschlussfassung empfahl.

Foto: Stadt Bad Berleburg

Bad Berleburg.  Drei Entwürfe samt neuem Slogan „Wildnis – Wirtschaft – Wagemut“ wurden im Haupt- und Finanzausschuss durchaus kontrovers diskutiert.

„Wildnis – Wirtschaft – Wagemut“: Der neue Slogan zum neuen Logo für die Stadt Bad Berleburg mit den Symbolen Wisent, Schloss, Natur und viel Herz hat eine erste politische Hürde genommen. Mit 10:1 Stimmen bei zwei Enthaltungen empfahl der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstagabend der Stadtverordneten-Versammlung am kommenden Montag die wohl prägnanteste von drei erarbeiteten Varianten.

Allerdings wurden die Entwürfe durchaus kontrovers diskutiert. „Mit diesem Logo kann ich nicht leben“, bedauerte Michael Sittler (SPD). Wo denn im Logo zum Beispiel der Mensch sei, der in Bad Berleburg doch eigentlich im Mittelpunkt stehe. Und Wildnis? „Da will kein Mensch leben“, so Sittler. Wirtschaft? Na, Gewerbeflächen ohne Ende gebe es in Bad Berleburg ja wohl auch nicht. Wagemut? „Muss man mutig sein, um hier zu leben?“ Er „überspitze bewusst“, betonte der SPD-Mann aus Richstein dabei – um deutlich zu machen, wie der Slogan vom neutralen Betrachter auch gesehen werden könne.

Jochims: Hoher Wiedererkennungswert

„Es ist doch nur ein Logo“, meinte dagegen sein Fraktionskollege Bernd Weide, entstanden übrigens in einem längeren Prozess mit bereits hitzigen Diskussionen. „Ich finde es gelungen“, bat er um Zustimmung. Ebenso wie auch Werner Wegener (CDU) und Horst Günter Linde (UWG), für den es der Entwurf „wirklich auf den Punkt“ bringt. Logo plus Slogan hätten einen hohen Wiedererkennungswert, unterstrich Diplom-Ingenieur Kai-Uwe Jochims, Ortsvorsteher in Arfeld.

Oliver Junker-Matthes (Grüne) und Iris Gerstmann (SPD) enthielten sich der Stimme: Er, weil etwa in Gebührenbescheiden der Stadt oder in deren Publikationen oft schon viele andere große Logos im Spiel seien – und sie, weil rund um die Wittgensteiner Wisente, auf die das Logo Bezug nehme, noch zu viele juristische Fragen offen seien.

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