Männergesangsverein

MGV-Chor Girkhausen lobt und kritisiert sich selbst

Chorleiter Manuel Spies und Vorsitzender Erhard Lauber bei der Jahreshauptversammlung des MGV Girkhausen

Chorleiter Manuel Spies und Vorsitzender Erhard Lauber bei der Jahreshauptversammlung des MGV Girkhausen

Foto: Mark Simon Wolf

Girkhausen.  Der MGV Girkhausen ehrt seinen Chorleiter Manuel Spies. Vorsitzender Erhard Lauber fordert von den Mitgliedern mehr Probengänge.

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Mit den zwei Klassikern „Die Güte Gottes preisen soll meine Freude sein“ und „Im schönsten Wiesengrunde“ leiteten die Sänger des Männergesangsvereins Girkhausen unter der Leitung von Manuel Spies die Jahreshauptversammlung ein. Im 128. Vereinsjahr zog der Chor traditionell im Haus des Heimat- und Verkehrsvereins „in der Drehkoite“ im Herzen Girkhausens Bilanz und kam dabei auf gemischte Ergebnisse.

Eine große Konstante

Grund zur Freude hatten die Girkhäuser bei einer besonderen Ehrung: Chorleiter Manuel Spies erhielt für sein langjähriges Engagement unter großem Applaus der anwesenden Sänger von Lauber die Ehrenurkunde verliehen. Spies ist seit 25 Jahren Mitglied im MGV und seit rund 15 Jahren Dirigent, wodurch er sich diese Ehre „redlich verdient“ habe, wie der Vorsitzende Erhard Lauber hervorhob. Neben dem „hohen Aufwand“, der als Chorleiter anfalle, hob Lauber besonders Spies Durchhaltevermögen und seine Geduld hervor: „Vielen Dank für Deine Mühen, ich weiß, dass es nicht immer leicht mit uns ist.“

Kritik und Lob

Mit seinen Worten spielte Lauber auf die teilweise spärliche Beteiligung bei den Proben des zurückliegenden Jahres an, bei denen entweder nur eine dezimierte Anzahl der insgesamt 54 aktiven Mitglieder auftauchte oder die teilweise sogar ausfallen musste. „Gebt Euch einfach mal einen Ruck, auch wenn ihr mal keine Lust auf eine Probe habt, ist es wichtig, dass ihr vorbeikommt“, forderte Lauber.

Schriftführer Heinrich Nölling ergänzte in seinem Jahresbericht die Kritik des Vorsitzenden mit den Worten, dass auch „der Sänger-Nachwuchs ein großes Problem“ darstelle. Den Sängerschwund wolle der MGV dennoch mit „Mut und Hoffnung“ begegnen, so Nölling weiter. Diese Attribute hatte der Schriftführer in seinem Jahresresümee besonders auf den Veranstaltungen beobachtet.

Die Veranstaltungen

Denn nicht nur auf Geburtstagsständchen, auf die jedes Ehrenmitglied aufgrund seiner Verdienste beim MGV ein Anrecht hat, sondern auch die meisten Auftritte bei Sonderveranstaltungen wie Sängerfesten, Freundschaftssingen oder Jubiläen brachten die Girkhäuser Sänger mit viel Elan über die Bühne. Besonders hervorheben wollte Nölling die Beteiligung des MGV bei der 800-Jahrfeier des Dorfes Girkhausen, als der

Chor beim Fassanstich einen musikalisch einwandfreien Auftritt hinlegte – ebenso übrigens beim dorfeigenen Turmfest und Osterfeuer. Eine Ausnahme bildete ein Auftritt in Züschen, als die Wittgensteiner personell unterbesetzt anreisten, aber nach dem Liedvortrag „viel Zuspruch für den Mut“ erhielten, mit so wenigen Sängern überhaupt aufgetreten zu sein.

Das Ständchen des Jahres

Ein weiterer Höhepunkt im MGV-Jahr war das Geburtstagsständchen für Heinrich Dickel. Seine Chorkameraden boten dem 99-Jährigen in traditioneller Manier ein musikalisches Geburtstagsständchen dar. Dickel ist seit 80 Jahren Mitglied im MGV Girkhausen und ist eines von 27 Ehrenmitgliedern. Lauber sprach von einem „beispiellosen Mitglied“, das „so lange im Verein tätig“ sei.

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