Ehrungen

Matinee in Bad Berleburg: Geehrte engagieren sich für Heimat

Ehrungen bei Matinee in Bad Berleburg

Für ihr außergewöhnliches Engagement für Bad Berleburg sind 69 Bürger bei einer Matinee ausgezeichnet worden. Video: Peter Kehrle

Für ihr außergewöhnliches Engagement für Bad Berleburg sind 69 Bürger bei einer Matinee ausgezeichnet worden. Video: Peter Kehrle

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Berghausen.   Bei der Matinee in Bad Berleburg haben alle Geehrten eines gemeinsam: Freude an ihrer Arbeit für das Gemeinwohl und eine lebenswerte Heimat.

Es sind im wahrsten Sinne des Wortes „ehrenwerte Menschen“, die sich am Sonntagvormittag ein Stelldichein in der Kulturhalle Berghausen geben. 69 an der Zahl, und so unterschiedlich sie alle sind, so haben sie doch eines gemeinsam: Sie engagieren sich ehrenamtlich und uneigennützig für das Gemeinwohl. Damit sorgen sie nachhaltig dafür, dass das Leben in Bad Berleburg samt aller Ortschaften lebenswert bleibt.

„Die Auswahl der zu Ehrenden ist uns nicht leicht gefallen und kann nur exemplarisch sein“, berichtete Bürgermeister Bernd Fuhrmann vor über 300 Gästen in Berghausen von der Arbeit der Jury, die alle Vorschläge letztlich einstimmig nach dreistündiger Sitzung im Ältestenrat getroffen hat. Das Engagement dieser Menschen sei nicht immer sichtbar, aber überaus wertvoll, betonte Fuhrmann.

Start mit Feueralarm

Mit dem schrillen Ton eines Alarmpiepsers der Feuerwehr starteten das Moderationsduo Claudia Latzel-Binder und Kai-Uwe Jochims die Matinee, um gleich zu Beginn die Arbeit der Feuerwehrfrauen und -männer ins Licht zu rücken. Rein statistisch opfern die Kameraden zwölf Arbeitstage im Jahr für das Ehrenamt, hatte Jochims ausgerechnet. „Das verlangt einfach nur Respekt“, forderte Claudia Latzel-Binder mit den Hinweis darauf, dass gerade aktuell immer wieder von „blöder Anmache und Anpöbeln der Retter die Rede ist.“

Das sei „ein gesellschaftliches Problem, das politisch aufgegriffen werden muss.“ Immerhin engagieren sich viele Menschen genau dort, wo die öffentliche Hand nicht immer investieren kann. Und dieses Ehrenamt geht quer durch alle gesellschaftlichen Bereiche: Sport, Kultur, Soziales, Lebenshilfe. Das wurde in Berghausen deutlich und zeigte die große Bandbreite einer noch größeren Hilfsbereitschaft auf.

Das Miteinander macht Spaß

Und jedes Mal, wenn die Moderatoren die Ausgezeichneten auf der Bühne nach dem „Warum?“ fragten, warum sie sich einsetzen für ihr Ding, dann waren die Antworten stets gleich: „Es macht Spaß zu sehen, dass wir im Miteinander Ideen umsetzen können. Es ist mir eine Freude dafür zu sorgen, dass unserer Lebensumfeld sauber und angenehm ist. Wenn wir es der Jugend nicht vormachen, wer soll es dann tun? Unser Einsatz kommt doch dem Dorf zugute. Was ich mache, ist ja für die Allgemeinheit. Das freut mich einfach.“

All diese ehrlichen Antworten dürfen als Mutmacher gelten – als Wertschätzung und Bestätigung aller Ehrenamtlichen, aber auch für all jene, die noch zögern, sich für eine Heimat mit hoher Qualität, aber auch zum Wohl der hier lebenden Menschen einzusetzen.

Ganz häufig sind es ja nicht nur Einzelkämpfer, auf deren Arbeit es ankommt. „Das Miteinander im Team“, so klang deutlich heraus, „macht doch Spaß.“ Da weiß jeder, an welcher Stelle er gebraucht wird. Und alle Geehrten dürften aus eigener Erfahrung längst wissen, wie wertvoll ihr Engagement ist. Das danken ihnen die hundertfachen „Dankeschön“ jener Menschen, denen sie helfen.


Ehrungen bei Matinee in Bad Berleburg

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