Feuerwehr

Matthias Strack erhält Ehrenkreuz in Bronze

Seit vielen Jahren sind diese Frauen und Männer ehrenamtlich in Notlagen für die Bevölkerung im Einsatz und riskieren dabei nicht selten ihr Leben. Foto: Matthias Böhl

Foto: PBBGAST1

Seit vielen Jahren sind diese Frauen und Männer ehrenamtlich in Notlagen für die Bevölkerung im Einsatz und riskieren dabei nicht selten ihr Leben. Foto: Matthias Böhl

Wingeshausen.   Über Jahrzehnte hat der Auer sich für die Belange der Jugendfeuerwehr in herausragender Art und Weise eingesetzt

„Wenn der Melder piept, dann piept er. Egal, ob sie gerade an der Arbeit sind, schlafen, oder mit der Familie essen. Einmal mehr lassen Sie alles stehen und liegen. Das wird oft genug nicht genügend gewürdigt. Schlimmer noch, es gibt Gewalt gegen Einsatzkräfte. Das fängt damit an, dass keine Rettungsgasse gebildet wird, ungebetene Zuschauer im Weg stehen und reicht bis zu verbaler Gewalt und Körperverletzung.“, gleich zu Beginn fand Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann bei der Jahresdienstversammlung der Bad Berleburger Feuerwehr nachdenkliche Worte. Dem pflichtete auch Kreisbrandmeister Bernd Schneider bei. Nahezu jeden Tag werde in den Medien über Gewalt gegen Einsatzkräfte berichtet, bedauerte der Chef der Feuerwehren von Siegen-Wittgenstein.

Umso höher war auch der Respekt, den nicht nur die beiden Stadt- und Feuerwehroberhäupter den Kameraden zollten: Auch die vielen Gäste aus Politik, Rat, Verwaltung und den anderen Hilfsorganisationen, die der Einladung nach Wingeshausen gefolgt waren, drückten so einmal mehr ihren Respekt für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute aus.

428 Freiwillige Einsatzkräfte insgesamt
Im Jahresbericht des Wehrführers, vorgetragen von Matthias Limper, konnte man erfahren, was die 400 Männer und 28 Frauen der aktiven Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Berleburgs im letzten Jahr geleistet haben.

331 Einsätze im
Jahr 2017

Unter anderem 331 Einsätze auf dem Papier, die neben den klassischen Bränden auch eine Menge anderer Aufgaben beinhalteten: So gab es Unwetterereinsätze, Technische Hilfe bei Verkehrsunfällen, Gefahrguteinsätze, oder Unterstützung für den Rettungsdienst. Besonders stellte Bürgermeister Bernd Fuhrmann in seiner Begrüßungsrede den Gasaustritt Mitte November im Homrighäuser Weg heraus. Durch die hervorragende Arbeit der Einsatzkräfte dort war der Einsatz reibungslos abgelaufen und niemand kam zu Schaden. Und er machte deutlich: „Wir in Rat und Verwaltung wissen, was Sie für unsere Stadt leisten“.

Umgekehrt leistet auch die Stadt sehr viel für ihre Feuerwehr in Bad Berleburg. Das machte Kreisbrandinspektor Bernd Schneider deutlich: „Hier ist man immer informiert über aktuelle Entwicklungen, die Absprachen funktionieren ganz hervorragend. Das ist längst nicht überall so“, freute sich der Kreisbrandinspektor. Ein besonderes Lob des Bad Berleburger Feuerwehrleiters Reiner Schilling ging in diesem Zusammenhang an das Ordnungsamt der Stadt, insbesondere an Peter Mengel, der dort seit drei Jahren als Sachbearbeiter für Brand- und Katastrophenschutz tätig ist.

Besondere Ehrung

Aber auch die eigenen Kameraden hatten viel geleistet und neben ihren Einsätzen viele Ausbildungen und Übungen, oder Lehrgänge absolviert. Besonders hob Reiner Schilling die Leistungen von Matthias Strack vom Löschzug Aue-Wingeshausen hervor: Über Jahrzehnte hat der Auer sich für die Belange der Jugendfeuerwehr, zunächst im eigenen Löschzug, später auf Stadtebene in herausragender Art und Weise eingesetzt und sicher so manchen Aktiven der am Samstag in der Halle saß, zur Feuerwehr geholt. Bis heute ist Strack als Ausbilder tätig und engagierte sich auch im Vorsitz der Brandschutzerziehung und –aufklärung. Am Samstag wurde er still und gerührt. Traute sich gar nicht so richtig auf die Bühne, als Reiner Schilling und der Kreisbrandmeister ihn dorthin gebeten haben. Für seine Leistungen wurde ihm eine ganz besondere Ehrung zu Teil: Bernd Schneider verlieh ihm das Feuerwehrehrenkreuz in Bronze.

Nicht nur das war ein Grund zur Freude in der Versammlung. Denn Matthias Limper konnte im Jahresbericht auch darauf verweisen, dass sich in Punkto Einsatzfahrzeuge und Gerätehäuser einiges tut: In viel Eigenleistung hatten seine Kameraden aus Arfeld im letzten Jahr ihr Gerätehaus fertig gestellt und konnten Richtfest feiern. Ebenso sind die Wunderthäuser Kameraden mit einem An- und Umbau an der Schule für ihr neues Gerätehaus fleißig am Werk. So sehr Stadtbrandinspektor Matthias Limper dies auch schätzte: Er mahnte trotzdem, dass das Maß an ehrenamtlichen Leistungen irgendwann auch voll sei und dass es eine ehrenamtliche Förderung sein müsse – keine Forderung. Die Löschgruppen Weidenhausen, Girkhausen, Raumland und Alertshausen sollen neue Fahrzeuge erhalten. Insgesamt gibt es in Bad Berleburg derzeit 34 Feuerwehrfahrzeuge. Die Löschgruppe Hemschlar und der Wehrführer erhielten im letzten Jahr neue Fahrzeuge.

Nachfolge geregelt

Für Wehrführer Reiner Schilling war es die letzte Versammlung als Wehrführer. Er wird im Mai dieses Amt abgeben und in den Ruhestand gehen. „Die Sache ist dahingehend komplett, dass meine Nachfolge nun geregelt ist“, erklärte er und beförderte in diesem Zusammenhang Jens Schmitt vom Löschzug 1 zum Stadtbrandinspektor.

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