Verkaufsoffen vor Weihnachten

Lichterabend lässt Bad Laasphe leuchten

  Lichterabend Bad Laasphe - Verkaufsoffen und illuminierte Stadt

  Lichterabend Bad Laasphe - Verkaufsoffen und illuminierte Stadt

Foto: Hans Peter Kehrle / Hans Peter Kehrle/www.fotogeist.de

Bad Laasphe.  „Eigentlich ist es nur ein verlängerter verkaufsoffener Abend“, sagt Bernd Petzold. Aber es ist doch ein bisschen mehr.

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Dieser Abend lebt von den optischen Reizen, nicht von den akustischen. Hunderte Scheinwerfer und Lichterketten tauchen die Altstadt von Bad Laasphe in bunte Farben. Blaue, rote und grüne Akzente betonten die Architektur der Fachwerkhäuser. Warmweiße Lichterketten zeichnen die Dreiecke der Giebel nach. Der Lichterabend lockt zwischen 18 und 21 Uhr mit jeder Stunde eine größer werdende Schar von Menschen nach Bad Laasphe und in die Geschäfte.

„Eigentlich ist es nur ein verlängerter verkaufsoffener Abend“, sagt Bernd Petzold vom Optik- und Juweliergeschäft Stähler in der Königstraße. „Aber es ist auch ein Abend, an dem die Bad Laaspher Händlerschaft ihren Kunden danke sagt“, erläutert Petzold. Der Geschäftsmann ist zweiter Vorsitzender der Händlergemeinschaft Pro Bad Laasphe und steht, wie so viele Ladenbesitzer und deren Mitarbeiter, an so einem Abend gern hinter der Ladentheke.

Draußen vor der Tür bereichern die ortsansässigen Vereine das Angebot. Hier gibt es Bratwurst und Punsch. „Die Vereine haben auch etwas davon, denn wir nehmen keine Standgebühren“, erläutert Petzold das Konzept.

Konzept funktioniert

Neben den bis 21 Uhr erweiterten Öffnungszeiten ist ein wesentliches Element dieses Abends die Beleuchtung und die Feuershow am Altstadtbrunnen. Die Läden locken mit entspannter Atmosphäre, Rabatten, Plätzchen und Punsch. Und das Licht zieht nicht die Motten, sondern ein ganz spezielles Publikum an: Viele Fotografen fangen die Stimmung mit ihren Kameras auf Stativen mittels Langzeitbelichtungen ein - der verwischende Effekt von Menschen, die durchs Bild laufen ist da manchmal durchaus gewünscht.

Das Konzept von Händlerschaft und der Tourismus, Kur und Stadtentwicklungsgesellschaft geht auch im elften Jahr auf. „Wir müssen nicht immer neue Attraktionen erfinden“, macht TKS-Geschäftsführerin Signe Friedreich deutlich. „Es werden jedes Jahr einfach mehr Lichter“, freut sie sich. 2019 ist die ehemalige Synagoge neu hinzugekommen. Hier will der Verein für christlich jüdische Zusammenarbeit einen neuen Ort des Austausch, der Begegnung und Erinnerung schaffen. Am Lichterabend steht die ansonsten etwas versteckt in der Mauerstraße liegende frühere Synagoge auf diese Weise im Scheinwerferlicht.

Auffällig ist, dass es so leise und entspannt zugeht, der Weihnachtsmarkt zwei Wochen zuvor hatte eine größerer Geräuschkulisse. So kann eine kommerzielle Veranstaltung besinnlicher wirken als ein adventlicher Markt. Kunden, Feriengäste, Händler und Vereine mögen den Lichterabend.

Zehn Gewinner

Der bildet übrigens den Rahmen für eine Geschenkübergabe der TKS: Zehn Gewinner des Weihnachtsmarktgewinnspiels durften sich über gefüllte Präsenttüten freuen: Die gingen an Loreen Lopatar, Liam Quentin Schäfer, Amaja Pacheco-Koppenhagen, Greta Brück, Leo Sophie Seibel, Maria Nauholz, Lina Meier, Charlotte Böttcher-Vetter und Rebecca Bünger.

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