Bildung

„Kneipp-Onkel“ besucht Kinder

Das Treten im Wasser reizt die Füße, die Blutgefäße dehnen sich bei warmem Wasser aus und ziehen sich bei kaltem Wasser wieder zusammen.

Foto: Wolfgang Thiel

Das Treten im Wasser reizt die Füße, die Blutgefäße dehnen sich bei warmem Wasser aus und ziehen sich bei kaltem Wasser wieder zusammen. Foto: Wolfgang Thiel

Bad Laasphe.  Eigentlich ist es schon verwunderlich: Obwohl Wasseranwendungen nach Pfarrer Kneipp sehr gut untersucht sind und sich in Studien als wirksam erwiesen haben, greifen viele Eltern lieber zu pflanzlichen Immunstärkern, deren Erfolg vielfach weniger gut dokumentiert ist.

Eigentlich ist es schon verwunderlich: Obwohl Wasseranwendungen nach Pfarrer Kneipp sehr gut untersucht sind und sich in Studien als wirksam erwiesen haben, greifen viele Eltern lieber zu pflanzlichen Immunstärkern, deren Erfolg vielfach weniger gut dokumentiert ist.

Um das zu ändern, ist Kurt-Manfred Schäfer, den seine kleinen Fans den „Kneipp-Onkel“ nennen, in Kindergärten und Grundschulen unterwegs und erzählt dort von Pfarrer und „Wasserdoktor“ Sebastian Kneipp, der vor über 100 Jahren in Bad Wörishofen lebte und aus jahrhundertealten Methoden ein zeitloses Gesundheitskonzept entwickelte.

Es eignet sich ideal für die alltägliche und für die gezielte Prävention und ist als klassisches europäisches Naturheilverfahren bei der Schulmedizin, bei Kranken und ganz besonders bei Gesunden hoch geachtet.

Kneipp-Stiftung für Kinder

Sebastian Kneipp liebte Kinder und gründete 1892 das „Kinderasyl“ in Bad Wörishofen. Die Kinder, denen er mit seiner Stiftung ein neues Zuhause geschaffen hatte, besuchte er täglich. Auch Kurt-Manfred Schäfer, Ehrenvorsitzende des Bad Laaspher Kneipp-Vereins, kommt gerne zu Heranwachsenden: „Man kann nicht früh genug damit anfangen, auf die mit großer und nachhaltiger Wirkung verbundene Gesundheitslehre hinzuweisen.“

Erinnerung an Dr. de la Camp

Am Montag besuchte er die evangelische Kindertageseinrichtung Farbklecks im Max-Präger-Weg. Samuel, Jana und ihre Freunde warteten dort schon auf ihn. Schäfer erzählt aus dem Leben Kneipps, vergisst jedoch auch nicht den in Laasphe ansässigen Dr. Theo de la Camp zu erwähnen, der die Lehre des Wörishofener in unserer Region erfolgreich praktizierte. Neben diesen Informationen dürfen die Mädchen und Jungen beim von den Erzieherinnen vorbereiteten „Wassertreten“ auch praktische Erfahrungen mit dem „Kneippen“ sammeln.

Reiz durch Wärme und Kälte

„Das Treten im Wasser reizt die Füße“, erklärt der Besucher den Kindern. Die Blutgefäße in den Füßen dehnen sich bei warmem Wasser aus und ziehen sich bei kaltem Wasser wieder zusammen. „Deshalb ist Barfußlaufen, egal ob auf Gras, Sand, Steinen oder Schnee sehr gut für die Gesundheit.“ Die Kinder lernen in der Tagesstätte auch, dass nicht nur Wasseranwendungen, sondern auch genügend Bewegung, eine gesunde Ernährung und Lebensweise sowie Heilkräuter zur Gesundheitslehre des Pfarrers gehören.

Bilder für die Gesundheitstage

Zum Thema „Was verstehe ich unter Kneipp?“ wollen die Mädchen und Jungen der evangelischen Kindertageseinrichtungen Bäderborn und Farbklecks nun Bilder malen, die im Rahmen der Bad Laaspher Gesundheitstage am 10. und 11. März von 10 bis 18 Uhr auf der Empore im Haus des Gastes ausgestellt werden.

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