Wahlgottesdienst

Klares Votum für Joachim Cierpka als Pfarrer in Elsoff

Bei der Stimmenauszählung: Pfarrer Peter Liedtke und Superintendent Stefan Berk (hinten) mit Barbara Kümmel von der Lukas-Kirchengemeinde und Edith Aderhold vom Kreissynodalvorstand als Schriftführer der Wahl.

Foto: Irmtraud Treude

Bei der Stimmenauszählung: Pfarrer Peter Liedtke und Superintendent Stefan Berk (hinten) mit Barbara Kümmel von der Lukas-Kirchengemeinde und Edith Aderhold vom Kreissynodalvorstand als Schriftführer der Wahl.

Elsoff.   Das Bevollmächtigtengremium der Lukas-Kirchengemeinde spricht sich in Elsoff mit deutlicher Mehrheit für Pfarrer Joachim Cierpka aus

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wie wird das neue Jahr für uns werden? Diese Frage stellte Superintendent Stefan Berk am Silvesterabend den Gottesdienstbesuchern in der Elsoffer Kirche und ergänzte dazu „Wie geht es weiter in unserer Kirchengemeinde?“ Seit Oktober 2016 ist die Pfarrstelle in der Lukas-Kirchengemeinde im Eder- und Elsofftal vakant. Pfarrer Peter Liedtke übernahm in der Zwischenzeit verlässlich die pastorale Grundversorgung vom Gottesdienst, über Konfi-Unterricht bis zur Beisetzung. Das war eine gute Übergangslösung - aber auf Dauer gesehen auch nur eine Übergangslösung.

Dann lag, wie berichtet, eine Bewerbung für die Stelle vor und zwar von dem Berliner Pfarrer Joachim Cierpka. Er war inzwischen in der Lukas-Kirchengemeinde zu Gast. Im November hielt er in Schwarzenau eine Probepredigt und stellte sich einer Vorstellungsrunde beim anschließenden Kirchenkaffee. Am zweiten Adventswochenende übernahm er den Konfi-Unterricht und den Gottesdienst mit Adventskonzert in der Kirche in Elsoff.

Alle Bänke voll besetzt

Der Silvestergottesdienst der Lukas-Kirchengemeinde war zugleich ein Wahlgottesdienst. Die zahlreichen Kirchenbesucher hatten nahezu alle Plätze in den Bänken besetzt. Zunächst einmal aber, das betonte Superintendent Stefan Berk, sollte „ein ganz normaler Gottesdienst zum Jahresausklang“ abgehalten werden.

Dem Predigttext legte Berk die Jahreslosung für das Jahr 2018 zu Grunde. „Ich will den Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offenbarung 21 Vers 6). Mit seiner Auslegung des Bibeltextes gab Berk den Gottesdienstbesuchern viele Überlegungen und neue Denkanstöße mit auf den Weg für das neue Jahr. Zum Ende des Gottesdienst fand dann die eigentliche Wahl des neuen Pfarrers statt. Die elf Mitglieder des Bevollmächtigtengremiums stimmten in geheimer Wahl ab. Damit alles auch amtlich seine Richtigkeit hat, waren an diesem Abend Edith Ader­hold vom Kreissynodalvorstand und Barbara Kümmel von der Lukas-Kirchengemeinde als Schriftführer tätig.

An sich ist Pfarrer Thomas Janetzki Scriba (Schriftführer) der Kreissynode. Er war aber verhindert, da er in der eigenen Gemeinde an diesem Abend einen Gottesdienst abhielt.

Das Bevollmächtigtengremium hat sich eindeutig positioniert: und für Pfarrer Joachim Cierpka ausgesprochen. Mit zehn Ja- und einer Neinstimme wurde er erfolgreich als neuer Pfarrer der Lukas-Kirchengemeinde gewählt.

Regularien eingalten

Bevor die vakante Stelle tatsächlich neu besetzt werden kann, müssen zunächst noch einige Regularien eingehalten werden. „Das Wahlergebnis ist der Gemeinde an den beiden folgenden Sonntagen in den Gottesdiensten bekannt zu geben mit dem Hinweis, dass jedes wahlberechtigte Gemeindeglied einen schriftlich begründeten Einspruch wegen Lehre, Lebensführung oder Fähigkeiten des Gewählten oder wegen Verletzung der Vorschriften des Wahlverfahrens erheben kann. Der Einspruch ist spätestens eine Woche nach der letzten Bekanntgabe bei dem Superintendenten einzulegen.“ (Kirchengesetz über die Besetzung der Gemeindepfarrstellen in der Evangelischen Kirche von Westfalen.)

Zeitgleich wird natürlich Pfarrer Cierpka über das Wahlergebnis informiert. Er selbst hat ebenfalls eine Bedenkzeit, in der er entscheidet, ob er Wahl annehmen möchte.

Die Mitglieder der Lukas-Kirchengemeinde gehen zusammen mit dem Bevollmächtigtengremium (BVG) aber davon aus, dass diese beiden Punkte reine Formsache sind. Nach dem 21. Januar heißt es dann „Wo soll der neue Pfarrer wohnen?“ und „Wann kann Pfarrer Cierpka die Pfarrstelle übernehmen?“

Gute Perspektiven

Nach dem Gottesdienst konnte man aber von Mitgliedern des Bevollmächtigtengremiums und Pfarrer Liedtke erfahren, dass man hofft, die Pfarrstelle der Lukas-Kirchgemeinde bis zum 1. Mai, spätestens aber zum 1. Juni an Pfarrer Cierpka zu übergeben. Für die Mitglieder der Kirchengemeinde war diese Aussage ein verspätetes Weihnachtsgeschenk und zugleich eine sehr gute Aussicht auf das neue Jahr.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik