Märchenhafte Weihnachten

Kinder suchen auf Naturhof Born nach Wichtel Tomte

Mia (9) balanciert ihr Lieblingshuhn „Kapitän Eintopf“ auf dem Kopf. Die restlichen, wuseligen Tiere tollen mit den Kindern im Heu.

Foto: Mark Simon Wolf

Mia (9) balanciert ihr Lieblingshuhn „Kapitän Eintopf“ auf dem Kopf. Die restlichen, wuseligen Tiere tollen mit den Kindern im Heu. Foto: Mark Simon Wolf

Wingeshausen.   Mit „Weihnachten im Stroh“ sorgt Bauernhofpädagogin Heike Born noch vor Heiligabend für glückliche Gesichter – Hühner und Popcorn inklusive.

Das Getümmel auf dem Naturhof Jochen Born war Samstagnachmittag wiedermal groß: Zwischen freilaufenden Hühnern, kleinen Kätzchen und den laut muhenden Kälbern tollten rund 40 Kinder über das Gelände.

Die Bauernhofpädagogin Heike Born hatte unter dem Motto „Weihnachten im Stroh“ erneut die Pforten ihres Hofes für die Kinder geöffnet – erneut erfolgreich. „Wir hatten deutlich mehr Anfragen als unsere Kapazitäten es zugelassen hätten, insofern mussten wir gar auf eine Warteliste zurückgreifen“, erläuterte Born, die zusammen mit ihrer Tochter Marina sowie den befreundeten Helferinnen Sabrina, Susi und Kerstin ein wahrhaftes Weihnachtsparadies für die begeisterten Kinder geschaffen hatte.

Pünktlich um 13 Uhr stoben die Kinder aus den Autos ihrer Eltern und nahmen die verschiedenen Stationen ins Visier.

Den größten Attraktionspunkt boten die freilaufenden Hühner, die zutraulich auf dem Gelände über Wingeshausen herumliefen. So dauerte es nicht lange bis die ersten „Freundschaften“ entstanden. Rosalie (6), die bereits öfters auf dem „tollen Hof“ zu Besuch war, hat für ihr Lieblingshuhn „Tiggi“ ein eigenes Zuhause gebaut: „Mir gefällt es hier sehr gut, weil die Hühner so zutraulich sind“, erklärte die Tierfreundin begeistert. Stolz präsentierte sie eine mit Heu gefüllte Schubkarre: „Schau, das ist Tiggis neues Zuhause.“

Während eine Gruppe von Kindern die hungrigen, aber noch scheuen Rinder fütterte, sorgten auch Hannes (9), Alexander (10) und Tim Luca (9) für die Hühner. In diesem Fall waren es kleinere Tiere, die neugierig um das menschliche Trio herumwuselten.

Kinder machen Popcorn und Brot

An der Feuerstelle ging es hingegen köstlich-kulinarisch zu. Neben dem Stockbrot konnten die Kinder – natürlich unter der Aufsicht eines erwachsenen Helfers – ihr eigenes Popcorn herstellen. Die dicken Maiskörner wurden in einer Gitterkugel über dem Feuer geschwenkt, bis das appetitliche „Plopp“ ertönte.

Zwischendurch rief Born zur weihnachtlichen Besinnlichkeit auf und die Kinder versammelten sich im Heu. Die Bauernhofpädagogin las den andächtig lauschenden Kindern aus dem Buch „Tomte Tummetott“ der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren vor. In der Geschichte bewacht der uralte Wichtel Tomte Tummetott heimlich die Menschen und die Tiere eines Bauernhofs und kümmert sich unbemerkt von allen Lebewesen um anfallende Arbeiten auf dem Hof.

Als Born das Buch zuklappte, stand für die Kinder fest: Wir suchen den kleinen Wichtel. „Wir schauen mal oben im Wald, dort hat Tomte zahlreiche Spuren hinterlassen“, rief Born in die Schar faszinierter Kinder.

So war auch der schnee-matschige Waldboden für die Kinder kein Hindernis. Mit verblüffendem Ehrgeiz und Entdeckungsfreude suchten sie nach den „kleinen Spuren“ des Wichtels. Auch wenn die Suche und der Tag um 17 Uhr ohne Sichtung Tomtes endete, zog Born ein positives Resümee: „Die Kinder hatten einen schönen Tag. Zudem nehmen sie Tomte in ihrer Fantasie mit nach Hause.“

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