600. Geburtstag

In Dotzlar steppt 2018 der Bär – ein ganzes Jubeljahr lang

Jetzt wird’s feierlich: Rolf Benfer und andere Mitglieder des Festausschusses schmücken die Kulturhalle für die Silvesterparty – zum Start ins Jubiläumsjahr 2018

Foto: Eberhard Demtröder

Jetzt wird’s feierlich: Rolf Benfer und andere Mitglieder des Festausschusses schmücken die Kulturhalle für die Silvesterparty – zum Start ins Jubiläumsjahr 2018 Foto: Eberhard Demtröder

Dotzlar.  Mit der großen Silvesterparty in der Kulturhalle startet am Sonntag das Fest-Programm. Premiere fürs neu vertonte Lied „Heimatland“ beim Kommers

In Dotzlar steppt der Bär – und das in diesen Tagen nicht nur beim traditionellen Bärentanz, sondern auch ganz besonders zum Jahreswechsel hinein ins Jubiläumsjahr 2018: 600 Jahre alt wird das Dorf – klar, dass man da ganz groß feiern muss. Und die Silvester-Party am morgigen Sonntagabend in der Kulturhalle ist da nur der Anfang.

Die Silvesterparty

„Das ist unser Start ins Jubiläumsjahr“, sagt Rolf Benfer, Sprecher des Festausschusses, den der Verein für Kultur- und Heimatpflege eigens für die Organisation gebildet hat. Los geht es in der Kulturhalle um 19 Uhr, Einlass ist bereits um 18.30 Uhr. Allerdings: „Die Veranstaltung ist ausverkauft“, so Benfer. Rund 400 Karten dafür seien bereits im September weggegangen.

Für gute Unterhaltung während des Countdowns bis Mitternacht sorgt mit Live-Musik die Erndtebrücker Band „Hitbreaker“. Außerdem tritt die Jazztanz-Gruppe des TuS Dotzlar auf. Die Begrüßungsrede hält Dotzlars Ortsvorsteher Dirk Jung, der auch Chef des Festausschusses ist. Damit sich die Gäste auch zwischendurch stärken können, „sind zwei Buffets aufgebaut“, so Benfer. „Wir wollten ja erst das übliche Catering organisieren, aber dann haben sich etwa 30 Leute gefunden, die freiwillig helfen und mitgestalten.“ Und so bleibe auch dieser Teil des Abends in Eigenregie – ebenso wir übrigens das Silvester-Feuerwerk. Benfer: „Auch dafür haben wir als Veranstalter gesorgt, so dass nicht jeder seine eigene Knallerei mitbringen muss“.

Kommers mit Uraufführung

Am Freitag, 10. August 2018, soll das Lied „Heimatland“ in einer aktuellen Fassung uraufgeführt werden – und zwar beim Festkommers mit Zapfenstreich samt Musikzug Battenberg, Tambourkorps „Wittgenstein“ Dotzlar und dem Gemischten Chor „Liederkanz“ Dotzlar.

Das Lied und sein Ursprung

Das Lied „Heimatland“ hat mit Heinrich Dreisbach jemand geschrieben, der seinerzeit als junger Mann im Zweiten Weltkrieg gewesen war. Der Text tauchte laut Rolf Benfer vor drei Jahren auf, als die Großmutter des Dotzlarers Dirk Radomski verstarb: Er fand sich im Portemonnaie ihres Ehemannes Heinrich Kroh. Thomas Afflerbach und Silke Wied vom Vorstand des Gemischte Chors „Liederkranz“ Dotzlar haben den Text mittlerweile neu vertont. Benfer: „Man fühlt sich in dem Lied zurückversetzt in die Zeit, wo der junge Mann das damals geschrieben hat. Er wollte von Finnland nur noch zurück an den Waldeshang in Dotzlar...“ Ein eigens gegründeter Projektchor aus dem Ort wird das neue Lied beim Festkommers im August vortragen. Die Initiatoren erwarten dann auch einen besonderen Ehrengast – Benfer: „2018 wird unsere älteste Einwohnerin Elfriede „Friedchen“ Born 100 Jahre – und wir hoffen, dass sie mit uns feiert.“

Kontakt der Dörfer untereinander

Mit den Feudingern, die 2018 parallel das 800-jährige Bestehen ihres Ortes feiern, stehen die Dotzlarer in Kontakt – „damit wir unsere Aktivitäten rund um die beiden Jubiläen nicht zur gleichen Zeit veranstalten“, so Festausschuss-Sprecher Rolf Benfer. Außerdem „werden wir uns auch gegenseitig besuchen“. So werde beim großen Feudinger Festzug im Mai „eine Dotzlarer Fußgruppe mit unserem Tambourkorps mitlaufen“, kündigt Benfer an. Und Dotzlar werde dann auch beim Feudinger Kommersabend präsent sein. Selbstverständlich seien die Feudinger auch zu den Feierlichkeiten in Dotzlar eingeladen.

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