Klimaschutz und Motorsport

Grüne haben Fragen zum Tractorpulling in Berghausen

Kein Full Pull für den Erlkönig in der Freie Klasse bis 4,2 Tonnen. Solche Motorsportveranstaltungen wie das Tractorpulling in Berghausen sind in der Kritik.

Kein Full Pull für den Erlkönig in der Freie Klasse bis 4,2 Tonnen. Solche Motorsportveranstaltungen wie das Tractorpulling in Berghausen sind in der Kritik.

Foto: Hans Peter Kehrle

Berghausen/Siegen.  Bündnis90/Die Grünen hinterfragen die Genehmigung des Motorsportereignisses und die Auflagen für den Umweltschutz. Der Kreis hat Antworten darauf.

Im Zuge der Klimaschutzdebatte geraten Motorsportveranstaltungen und speziell auch das Tractorpulling in Berghausen in de Fokus. Die Kreistagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen hat im Ausschuss für Umwelt, Land- und Forstwirtschaft des Kreises Siegen-Wittgenstein für die Montagssitzung eine Anfrage zum Genehmigungsverfahren für die Großveranstaltung im August platziert, die die Kreisverwaltung schriftlich beantwortete.

„Seit dem Jahre 2017 beantragt ein eingetragener Verein jährlich die Genehmigung für die Veranstaltung ‘Traktorpulling’ bei der Stadt Bad Berleburg und bei der Unteren Naturschutzbehörde. Die Untere Wasserbehörde wird durch die Untere Naturschutzbehörde in dieses Genehmigungsverfahren einbezogen. Die Untere Immissionsschutzbehörde wurde aber im Vorfeld der ersten Genehmigung einer Veranstaltung von der Stadt Bad Berleburg beteiligt und um eine Prüfung möglicher Beeinträchtigungen für die umliegenden Wohnnutzungen gebeten. Die Prüfung hatte damals ergeben, dass diesbezüglich kein Handlungsbedarf zu erkennen war. Festgestellt werden kann aber auch, dass zu der Veranstaltung bei der Immissionsschutzbehörde bislang keine Beschwerden über Lärm, Gerüche oder Luftverunreinigungen eingegangen sind“, heißt es vom Kreis.

Verein hat auf Emissionen geachtet

Und der Vorsitzende des Berghäuser Vereins Tractorpulling e.V., Bernd Oesterhoff erläutert im Gespräch mit dieser Zeitung: „Wir sind uns der Situation sehr wohl bewusst und haben auch auf Attraktionen aus vergangenen Jahren - wie den Smoking Devil - bewusst verzichtet. Und was den Lärm anbelangt, haben wir die anschließende Zeltparty ruhiger gehalten. Es hat keine Beschwerden gegeben.“ Oesterhoff verweist auch auf die Kontrollen durch das Ordnungsamt der Stadt Bad Berleburg während der Veranstaltung.

19 Auflagen erfüllt

Auch Bündnis90/Die Grünen hatten nach Kontrollen und Auflagen für die Veranstaltung durch die Untere Landschaft und die Untere Wasserbehörde gefragt. Der Kreis antwortete, dass es 19 Auflagen gegeben habe: „Hierzu gehören Auflagen zur Eingriffsvermeidung und zum Ausschluss von Beeinträchtigungen auf das FFH- und Naturschutzgebiet, Begrenzungen des Veranstaltungsgeländes, zeitliche Befristungen zur Nutzungsdauer des Veranstaltungsgeländes, einzuhaltende Mindestabstände zum Gewässer und FFH-Gebiet ‘Eder’, Auflagen zum Ausschluss des Austretens von umweltgefährdenden Stoffen und Abwässern sowie Verpflichtungen zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands der Wettkampfbahn nach dem Veranstaltungsende.“

Keine Beanstandungen