Traditionsspiele

Gladiatoren treten bei Germanenwettkämpfen in Arfeld an

Den Auftakt der Germanenwettkämpfe bildet traditionell der „Arfelder Gladiator“.

Den Auftakt der Germanenwettkämpfe bildet traditionell der „Arfelder Gladiator“.

Foto: Bastian Grebe

Arfeld.  Zehn Teams aus Wittgenstein, Hessen und dem Siegerland treten gegeneinander an. Bei den Disziplinen gibt es dieses Mal eine Premiere.

Viele Mythen ranken sich um die germanischen Stämme. Auch heute wissen die Menschen noch sehr wenig von den Germanen. Sicher ist eigentlich nur, dass es sich um eine Gruppe von ehemaligen Stämmen in Mitteleuropa und dem südlichen Skandinavien handelt. Ähnlich wie diese Stämme vor vielen hundert Jahren kämpften am Wochenende wieder viele Burschenschaften aus Wittgenstein, dem angrenzenden Hessen und dem Siegerland auf dem Arfelder Sportplatz. Seit fast 30 Jahren eifern die jungen Leute bei den Germanenwettkämpfen den alten Kämpfern nach. Bei den heutigen Schlachten geht es nicht mehr ums Blutvergießen, sondern um Spaß und gute Laune.

Zehn Teams ziehen in die „Schlacht“

Bei der 29. Ausgabe der Spiele stellten sich acht Männermannschaften und zwei Frauenmannschaften der „Schlacht“ um den Wanderpokal, wobei ein Team aus sechs „Germanen“ bestand. Die jungen Männer und Frauen aus Alertshausen, Beddelhausen, Müsen, Weidenhausen, Schwarzenau, Birkefehl und Reddighausen duellierten sich bei kuriosen und lustigen Spielen, die bei den Zuschauern für Spaß sorgten. Den Anfang machte auch in diesem Jahr der inzwischen traditionell gewordene Wettkampf des ,,Arfelder Gladiators“: Zwei Burschen sitzen auf einem Holzstamm und versuchen sich gegenseitig in das darunter liegende Wasserbecken zu befördern. Bei weiteren Spielen, wie Tauziehen, Speerwerfen und Sackhüpfen gaben die Mannschaften alles, um den Gegnern ihre Kräfte zu demonstrieren. Beim Heuballenwerfen geht es darum, einen Heuballen möglichst hoch über eine Holzlatte zu befördern. Besonders viel Spaß gab es erneut beim Sackhüpfen, denn die Feuerwehr Arfeld hatte eine Plane mit Schaum zu einer Rutschbahn präpariert. Auf dieser rutschigen Fläche war es nicht ganz einfach, sturzfrei vorwärts zu kommen und dabei auch noch einige Aufgaben zu lösen und Hindernisse zu überwinden.

Premiere bei diesen Germanenwettkämpfen war die Herausforderung des „Treckerreifens“. Hierfür mussten zwei Germanen einen Traktorreifen möglichst schnell über 15 Meter transportieren, ohne ihn zu tragen oder zu schieben. Auch das Axtwerfen auf einen Holzstamm fand wieder statt. Besonders viel Spaß macht den mutigen Teilnehmern das Rennen im Germanenwagen, wobei ein Streitwagen blind über einen Parcours bewegt werden muss. Kleinere Unfälle waren hierbei an der Tagesordnung – und durchaus beabsichtigt.

Pokal für die Sieger

Erneuter Sieger der Spiele waren die Burschen aus Birkefehl. Teilnehmerstärkste Mannschaft war die Burschenschaft aus Beddelhausen. Die siegreichen Germaninnen kamen aus Schwarzenau. Alle Sieger konnten sich über einen Pokal und Biermarken freuen. Im Anschluss an die kräftezehrenden Wettkämpfe stärkten sich die verwundeten und geschwächten Krieger bei „Wurstwettfressen“ und „Bierwettsaufen“.

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