Heimat

Fotofreunde Feudingen präsentieren neuen Jahreskalender

Die Wallstraße in Bad Laasphe: Diese Aufnahme haben die Fotofreunde für den Monat Dezember 2021 ausgewählt. Die Farbgebung verleiht dem Bild eine wohlige Atmosphäre. 

Die Wallstraße in Bad Laasphe: Diese Aufnahme haben die Fotofreunde für den Monat Dezember 2021 ausgewählt. Die Farbgebung verleiht dem Bild eine wohlige Atmosphäre. 

Foto: Wolfgang Müller/Fotofreunde Feudingen

Feudingen.  Winterlandschaften und Panoramablicke: Seit September gibt es den neuen Jahreskalender „Wittgensteiner Ausblicke 2021“ der Fotofreunde Feudingen.

Gemütlich sieht es in der Bad Laaspher Wallstraße aus. Vereinzelt brennen in den Fachwerkhäusern Lichter. Der Himmel färbt sich in ein leichtes Blau-violett. Eine ruhige Abendstimmung – festgehalten in einem Foto. Dem Foto, das das Dezember-Monatsblatt im neuen Jahreskalender der Fotofreunde Feudingen ziert. „Wittgensteiner Augenblicke 2021“ heißt er. „Er setzt die erfolgreiche, kreative Zusammenarbeit mit Christof Klotz von Harth-Druck fort“, steht auf der Homepage der Fotofreunde Feudingen.

Der Kalender

Seit September ist der Jahreskalender zum Preis von 13.80 Euro in den Wittgensteiner Buchhandlungen, Schreibwarengeschäften und bei Foto Achatzi erhältlich. Die Idee für einen solchen Kalenders ist schon im Jahr 1977 entstanden – und zwar in der Druckerei Schlabach. „Die hatten die Idee eines Fotokalenders mit Wittgensteiner Motiven und sind daraufhin zu verschiedenen Fotografen gefahren. Wir waren damals einer von vielen, die ihre Bilder angeboten haben“, sagt Stefan Völkel.

Seit zehn Jahren aber haben die Fotofreunde Feudingen ihren eigenen Kalender. „Dabei stellt jeder der Fotografen seinen bislang unveröffentlichten Fundus zur Verfügung. Wir von den Fotofreunden Feudingen entscheiden dann in Zusammenarbeit mit der Druckerei Harth, welche es in den Jahreskalender schaffen. Auch in diesem Jahr war es wieder eine sehr gute Zusammenarbeit“, so Völkel.

Der Wandel

Die letzten Jahre waren aus der Sicht der Fotofreunde Feudingen von einem „stetigen Wandel mit teilweise tiefgreifenden Veränderungen der verwendeten Technik geprägt“. So traf man sich Anfang der 60er Jahre noch regelmäßig in der alten Schule am Hainberg und entwickelte die Filme noch in der Dunkelkammer. Mit dem Einzug des Farbdiafilms waren die ersten Diavorträge in Gasthöfen oder bei Versammlungen möglich. Und auch die Ansprüche stiegen mit der Entwicklung der Technik – erste Mittelformatkameras wurden angeschafft.

Schon bald entstand ein reichhaltiges Archiv aus Wildtier- und Naturfotos aus Wittgenstein, die zum Teil im Jahr 1989 in einer großen Ausstellung in der Sparkasse Wittgenstein Platz fanden. „Das war für unseren Verein ein besonderes Erlebnis“, schreibt Stefan Völkel im Feudinger Jubiläumsbuch zur 800-Jahr-Feier. Dort hatte er die Entwicklung der letzten gut 55 Jahre zusammengefasst, die die Fotofreunde bereits bestehen. „Höhepunkt unseres Vereinslebens war sicherlich die Herausgabe des Bildbandes ,Wittgenstein – Heimat wie wir sie lieben’“, sagt Völkel. Der Bildband erschien im Jahr 2003. „Er kam so gut an, dass wir schon nach zwei Monaten eine zweite Auflage in Auftrag gaben.“

Im Vorwort schrieben die Fotofreunde Feudingen: „In kontinuierlicher Umsetzung des einmal gefassten Entschlusses, uriges Wittgenstein in Fotos zu dokumentieren, entstand über viele Jahre ein Archiv, welches die Eigenarten unserer Umgebung in den subjektiven Sichtweisen der Fotografen widerspiegelt.“

Dann – 2004 – stiegen einige der Mitglieder auf Digitalkameras um. Einige der Aufnahmen wurden im Jahr 2006 in der Ausstellung „Faszination des Lichts“ im Bad Berleburger Museum gezeigt. Auch in Zukunft wollen die Fotofreunde Feudingen ihrem Leitbild treu bleiben und schöne, einprägsame Bilder aus der Wittgensteiner Heimat zur Freude von uns allen festhalten.

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