Straßen

Erneuerte Kreisstraße 53 hat bereits Längs- und Querrisse

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW testete ein neues Kaltrecycling-Verfahren bei Sanierung der K 53 zwischen Richstein und Bad Laasphe. Vorteil: Dabei werden Material und Kosten gespart.

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW testete ein neues Kaltrecycling-Verfahren bei Sanierung der K 53 zwischen Richstein und Bad Laasphe. Vorteil: Dabei werden Material und Kosten gespart.

Foto: Eberhard Demtröder

Bad Laasphe/Bad Berleburg.  Das Problem ist, diese Kreisstraße wurde erst im Frühjahr 2015 mit einer neuen Tragschicht und einer Aspahltdecke versehen.

Die Risse in der Asphaltdecke gehen durch. Sie verlaufen längs und quer auf der Kreisstraße 53, die vom Laasphetal aus über das Forsthaus Hülshof und das Harfeld bis nach Richstein führt. Das Problem ist, diese Kreisstraße wurde erst im Frühjahr 2015 mit einer neuen Tragschicht und einer Aspahltdecke versehen.

Karl-Josef Fischer vom Landesbetrieb Straßen.NRW in Siegen bestätigt auf Anfrage dieser Zeitung den schlechten Zustand der Straße. Erst vor kurzem hatte er sich die Schäden selbst angesehen. Warum diese so kurz nach der Erneuerung aufgetreten sind, kann Fischer nur vermuten: „Wir wissen nicht, wo das Problem liegt und erforschen gemeinsam mit der Baufirma noch die Ursachen.“ Ein wesentlicher Punkt für die Prüfungen ist, dass in diesem Jahr die Gewährleistungspflicht der Straßenbaufirma ausläuft. Also ist die Frage der Ursache wichtig für einen möglichen Garantiefall. Erneuert worden war das Teilstück von einer Fachfirma.

Kaltrecycling sparte Kosten

Eine mögliche Ursache könnte die Sanierungsmethode gewesen sein: Das sogenannte Kaltrecycling. Dabei wird das vor Ort von der alten Straßendecke abgefräste Material mit Zement und Kaltbitumen vermischt und als Tragschicht neu aufgebracht und verdichtet. Anschließend wird eine Asphaltschicht als Fahrbahnoberfläche aufgebracht. Im konkreten Fall ist diese vier Zentimenter dick - und rissig. Die Risse sollen sich aber bis hinein in die neu Tragschicht ziehen. Die Methode sollte deutliche Kostenersparnis zur Folge haben: Die Baukosten lagen damals laut Landesbetrieb Straßen.NRW bei rund 1,03 Millionen Euro. Das Kaltrecycling, das auf dem fünf Kilometer langen Abschnitt von Richstein nach Bad Laasphe zum Einsatz kam, wurde auch auf anderen Strecken in Wittgenstein, unter anderem auf der Kreisstraße 17 durch das Ilsetal eingesetzt.

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