Gebühren

Erndtebrück wird Müll künftig mehr kontrollieren

Die Tonne für den Bioabfall rückt wieder in den Fokus. Die Gemeinde will den Müll von Haushalten ohne braune Tonne kontrollieren.

Die Tonne für den Bioabfall rückt wieder in den Fokus. Die Gemeinde will den Müll von Haushalten ohne braune Tonne kontrollieren.

Foto: Eberhard Demtröder

Erndtebrück.   Die Gemeinde kündigt für Haushalte, die sich vom Anschlusszwang für die Biotonne haben befreien lassen, Kontrollen an.

Die Gemeinde Erndtebrück kündigt für Haushalte, die sich vom Anschlusszwang für die Biotonne haben befreien lassen, Kontrollen an. In der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses machte Bürgermeister Henning Gronau deutlich, dass die Verwaltung befreite Nutzer bereits „um Rückmeldung gebeten“ habe, wie sie alternativ mit ihrem Bioabfall umgehen. Laut Abfallsatzung sollten sie ihn fachgerecht kompostieren.

Außerdem regt die Verwaltung an, den mehrfachen Tausch von Abfalltonnen in den Haushalten weiter einzudämmen, indem auch für den ersten Wechsel eine Gebühr erhoben wird – von 40 Euro. Getauscht wird in den Haushalten oft, um Abfallgebühren zu sparen, die nach Behältergröße berechnet werden. Der zweite Tausch soll weiterhin rund 80 Euro kosten.

Familienfreundlichkeit angemahnt

In diesem Zusammenhang legt Karl-Wilhelm Flender (FDP) Wert auf „den sozialen Aspekt“, wünscht sich „mehr Familienfreundlichkeit“, wenn etwa Kinder oder Pflegebedürftige im Haushalt seien und entsprechend mehr Müll anfalle. Der Liberale schlug vor, das Thema spätestens im nächsten Jahr neu zu diskutieren. Olaf Kettler (UWG) wünscht sich außerdem als Ergänzung Papiersäcke für solche Grünabfälle, die nicht mehr in die Biotonne passen – um diese Säcke, die im Rathaus zu haben sein sollten, dann mitsamt Tonne zur Abfuhr an die Straße zu stellen.

CDU-Fraktionschef Heinz-Josef Linten fragte nach, ob denn der Container für den Strauchschnitt am Bauhof schon aufgestellt sei, wie für den Monat Oktober geplant. Ja, bestätigte Gemeinde-Entwickler Björn Fuhrmann – und er sei, am 30. September kaum aufgestellt, auch schon voll gewesen. Hier gebe es ja ganz offensichtlich einen Bedarf, hakte Linten ein. Die CDU behalte sich deshalb einen Antrag vor, den Container künftig länger, über mehrere Monate bereitzuhalten.

Auch Container im Blick

Dabei müsse man aber auch mit Blick auf die Kosten „die richtige Balance finden“, so Bürgermeister Gronau. Und Björn Fuhrmann warnte, dass der Container womöglich auch von Bürgern genutzt werde, „die mit der Biotonne besser beraten wären“. Das müsse man natürlich bei den Kontrollen befreiter Haushalte berücksichtigen, argumentierte Heinz-Josef Linten.

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